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Holzbrett reinigen - so geht´s richtig

Das Problem kennen Sie sicher auch: Auf Schneidebrettern, auf denen regelmäßig Lebensmittel geschnitten werden, setzen sich mit der Zeit Bakterien und Keime ab. Die Brettchen leiden nicht nur optisch, sie riechen auch unangenehm. Wer lange Freude an seinem Holzbrettchen haben möchte, sollte es daher nach jeder Nutzung gründlich reinigen. Wie das geht, erfahren Sie hier!

Das sollten Sie beachten

Holzbretter reinigen – das sollten Sie beachten

Viele Schneidebretter sind mittlerweile aus Kunststoff. Dabei sind Holzbretter optisch schöner, wesentlich haltbarer und durch die Gerbsäuren im Holz sogar bakterienabweisend. Allerdings sind Holzbrettchen in der Pflege anspruchsvoller und damit nichts für Faule. Einmal kurz unter Wasser abspülen reicht nicht! Auch in die Spülmaschine stecken, wie das bei Kunststoffbrettern üblich ist, ist bei Holzbrettchen nicht empfehlenswert. Das Naturmaterial saugt Feuchtigkeit auf, quillt und kann anschließend reißen. Im schlimmsten Fall ist es nicht mehr stabil genug und bricht auseinander. Reinigen Sie Ihre Holzbretter nach dem Schneiden von Lebensmitteln mit Wasser und etwas Spülmittel.

Wichtig: Nach dem Reinigen müssen die Holzbretter gründlich trocknen, damit sich keine Bakterien auf dem Holz ansiedeln können. Stellen Sie das Brett zum Trocknen aufrecht hin. Bitte niemals feucht zurück in den Schrank stellen! Dann besteht die Gefahr, dass sich Bakterien und Keime vermehren. 

Sind Holzbretter antibakteriell? 

Hätten Sie’s gewusst? Holzbretter sind, anders als man vielleicht denken könnte, hygienischer als ihre Kollegen aus Kunststoff. Diese kann man zwar einfach in die Spülmaschine stecken. Holz allerdings besitzt einen natürlichen Schutz gegen Bakterien und Keime. Die antibakterielle Wirkung hat mit den auf vielen Hölzern vorhandenen Tanninen, also Gelbsäuren, zu tun. An Schnittstellen setzt geschnittenes Holz diese Säuren frei und schützt das Brettchen damit ganz automatisch vor Keimen. Eine besonders gute antibakterielle Wirkung haben Buchen, Eichen,- Ahorn-, Nussbaum,- Lärchen- und Kiefernholz. Achten Sie beim Kauf also unbedingt darauf, aus welchem Holz Ihr Brettchen geschnitzt ist!


Anleitung

Holzbrett richtig reinigen

Wer lange Freude an seinem Holzbrett haben möchte, sollte sich an die folgende Reinigungs-Routine halten: 

Benötigte Utensilien

  • Wasserkocher
  • Spülmittel
  • Schwamm

So geht’s

  • Brettchen unter kaltem Wasser abspülen.
  • Anschließend mit heißem Wasser abspülen. Das Wasser sollte mindestens 60 Grad haben, nutzen Sie zum Erhitzten einen Topf oder den Wasserkocher.
  • Im Anschluss Spülmittel oder/und antibakterielle Hausmittel wie Essig, Soda oder Kochsalz auf dem Brett verteilen und einmassieren.
  • Achtung: Immer entlang der Maserung bürsten, um die Oberfläche nicht aufzurauen.
  • Abspülen und stehend (!) trocknen lassen.

Hilfe gegen Keime und Gerüche

Was tun gegen Keime und Gerüche?

Wenn die Bretter nach dem Schneiden von Zwiebeln oder Knoblauch müffeln, hilft ein Schuss Essig auf dem Spülschwamm, um die unliebsamen Gerüche zu mildern. Gegen Keime, die sich in den Schnittrillen festsetzen können, hilft Natron. Geben Sie einen halben Teelöffel auf das feuchte Holzbrett und reiben Sie es gründlich mit dem Schwamm oder der Spülbürste ab. Anschließend mit klarem Wasser abspülen und gründlich trocknen lassen.

Wenn sich nach längerem Gebrauch der Holzbretter kleine Risse gebildet haben, ist Natron zur Keimabwehr besonders sinnvoll. Weisen die Schneidebretter nach dem Gebrauch Verfärbungen auf, zum Beispiel nach dem Schneiden von Roter Bete oder roter Paprika, helfen Salz und Zitrone. Bestreuen Sie das Brett mit einem halben Teelöffel Salz und reiben es gründlich mit einer halben Zitrone ab. Das Ganze für ein paar Minuten einwirken lassen und dann gründlich mit fließendem Wasser abspülen.

Grundsätzlich ist es schlau, zwei Brettchen zu verwenden – eins für Gemüse und eins für Fleisch. So vermeiden Sie auch die Übertragung von Salmonellen. Sie können lästige Keime auch mit der Mikrowellen-Methode abtöten: Legen Sie das Schneidebrett dazu für eine Minute auf höchster Leistung in die Mikrowelle. Schon ist es wieder hygienisch sauber. 

Das Holzbrett riecht unangenehm? Das hilft 

Wenn das Holzbrett nicht mehr gut riecht, kann das viele Gründe haben. Häufig steckt unzureichende Pflege, zu viel Feuchtigkeit oder häufiges Schneiden von stark säurehaltigen und riechenden Lebensmitteln dahinter. Ganz schön ärgerlich, wenn der frisch geschnippelte Obstsalat nach Zwiebeln riecht. Statt Keimen und Gerüchen mit der Chemie-Keule zu Leibe zu rücken, sollten Sie lieber zu schonenden, natürlichen Reinigungsarten greifen.

Hier zwei Methoden, die Umwelt und Geldbeutel schonen – und trotzdem total effektiv sind:

Methode 1: Zitrone

Brett mit Salz bestreuen und mit einer halben Zitrone wie bei einem Peeling einmassieren, 20 Minuten einwirken lassen und gründlich abspülen.

Methode 2: Essig und Natron

Brettchen mit unverdünntem Essig einreiben oder einpinseln, danach einen halben Löffel Natron darüber streuen und 10 Minuten einwirken lassen, gründlich abspülen


Pflege ist wichtig

Ölkur für Holzbretter 

Gute Pflege ist das A&O: Neuen Holzbrettern sollten Sie zuerst eine Ölkur verpassen. Reiben Sie dazu das trockene Brett mit einem geruchsneutralen Öl gründlich ein. Am besten geht das mit einem Stück Küchenpapier. Geben Sie dem Öl ausreichend Zeit, gründlich in die Holzoberfläche einzudringen. Das kann gut eine Stunde dauern. Den Rest dann mit einem frischen Küchenpapier abwischen. Als Öle eignen sich alle geruchsneutralen Speiseöle wie Rapsöl und Olivenöl. Diese Kur können Sie von Zeit zu Zeit wiederholen, um das Holzbrett gut in Schuss zu halten oder wenn Sie bemerken, dass sich kleine Risse im Holz bilden. Wird die Oberfläche trotz gründlicher Reinigung unansehnlich, können Sie das Holzbrett mit einem feinen Schleifpapier (120er Körnung) leicht anschleifen und anschließend erneut mit Öl behandeln. So bleiben die Holzbretter lange Zeit hygienisch und sehen gut aus. Und woran merken Sie, dass Ihr Holzbrett nicht mehr „gut“ ist?

Wenn Sie bemerken, dass die Oberfläche sehr stark zerkratzt ist und tiefe Furchen hat oder das Brettchen trotz gründlicher Reinigung unangenehm riecht, sollten Sie das Brettchen besser ersetzen und das alte über den Hausmüll entsorgen.




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