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Babymassage: Entspannung pur für die Kleinsten

Gibt es etwas Schöneres als eine Massage durch zwei liebevolle Hände? Auch unsere Kleinsten genießen diese intensive Form der Berührung durch Mama oder Papa. Wir verraten dir, worauf es ankommt.

✔️ in Zusammenarbeit mit Judith Fuchs, Hebamme

Wissenswertes

Was bewirkt die Babymassage?

Zarte Berührungen, sanfte Liebkosungen und Streicheleinheiten – eine Babymassage und der damit verbundene Körperkontakt bringt pure Entspannung für deinen Sonnenschein. Er kommt zur Ruhe, weint seltener und schläft besser. Auch bei Verdauungsproblemen bewirken die Berührungen Wunder.

Aber nicht nur dein Liebling, auch die Eltern profitieren von der tiefen Verbindung, die eine Massage mit sich bringt. Gerade für frischgebackene Väter ist sie eine gute Gelegenheit, sich einzubringen und kuschelige Momente mit dem Nachwuchs zu verbringen. Beide Elternteile stärken durch die Berührungen die Beziehung zu ihrem Kind. Die Streicheleinheiten vermitteln dem Baby Wärme und Geborgenheit, die es noch von der Zeit aus dem Mutterleib kennt.

Letztlich fördert die Massage auch dein Kind. Denn der innige Kontakt löst Reize aus, die das kindliche Nervensystem und auch das Gehirn anregen. Die Muskulatur deines Babys wird stimuliert und die Durchblutung gefördert.

Wann ist sie sinnvoll?

Eine Massage braucht keinen bestimmten Anlass. Nimm dir regelmäßig Zeit, dein Baby zu verwöhnen, zum Beispiel nach dem Bad am Abend. Die Massage hilft deinem Kind, in den Schlaf zu finden. Achte darauf, welche Art von Berührungen es mag und welche es nicht gut findet. Schließlich soll es die Streicheleinheiten genießen können.

Die Wirkungen einer Massage kannst du dir in vielen Fällen zunutze machen:

  • Leidet dein Baby unter Blähungen, trägt eine Massage oft zur Linderung bei.
  • Durch sanfte Berührungen setzt dein Kind Hormone frei, die das Immunsystem stärken können.
  • Reagiert ein Kind auf Stress sehr sensibel, kann eine beruhigende Massage in dieser Situation helfen.
  • Bei Frühchen sind zarte Streicheleinheiten sogar sehr empfehlenswert, da sie nachweislich das Wachstum und die Gewichtszunahme positiv beeinflussen.

Ab welchem Alter ist eine Massage empfehlenswert?

Eine Babymassage ist generell unbedenklich. Es muss nicht damit gewartet werden, bis das Kind ein bestimmtes Alter erreicht hat. Du kannst schon im Neugeborenenalter mit den Streicheleinheiten beginnen. Bei Hebammen oder anderen Anbietern besteht die Möglichkeit, Babymassagekurse zu belegen und sich fachmännisch in verschiedene Techniken einführen zu lassen.


Benötigte Utensilien

Massageöl, Wärmeflasche und Co.

Mache es dir mit deinem Baby und leiser Musik in einem warmen Zimmer ohne Luftzug gemütlich. Falls es zu kalt sein sollte, heize bei Bedarf mit einer Wärmelampe. Fast alle Kinder lieben es, nackt und frei strampeln zu dürfen. Genieße den Moment und erfreue dich an deinem kleinen Sonnenschein.

Lege dir folgende Utensilien zurecht:

  • Babydecke oder Handtücher, die du als Unterlagen verwenden kannst.
  • Massageöl, Babybauchöl oder hautfreundliche Pflanzenöle, die viel Linolsäure enthalten, zum Beispiel Mandel- und Traubenkernöl.
  • Wärmflasche oder warmes Kirschkernkissen, auf dem du das Massageöl vorab legen kannst, um es leicht aufzuwärmen.
  • Mulltücher, wenn du dein Baby ohne Windel massierst, sodass du bei kleinen Unfällen etwas zur Hand hast.

Welches Öl eignet sich für die Babymassage?

Die Verwendung eines Öls ist kein Muss, es erleichtert dir aber die Massage und trägt zu einer noch größeren Entspannung des Babys bei. Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten, aus denen du frei wählen kannst. Teilweise nutzen Mütter einfaches Pflanzenöl. Andere bevorzugen Öle, die Mineralien enthalten. Besonders gut eignen sich Produkte, die von der Haut leicht aufgenommen werden und schnell einziehen. Hier ist der Pflegeeffekt höher. Öle mit Linolsäure sind besonders hautfreundlich und werden meist gut vertragen. Zudem sind sie sehr fetthaltig und unterstützen die Schutzfunktion.  

Daneben gibt es eine ganze Reihe von Ölen, die du auf keinen Fall für deine Babymassage wählen solltest. Diese Öle können, zum Beispiel aufgrund der Inhaltsstoffe oder der Art der Herstellung, Hautirritationen hervorrufen:

  • Senföl
  • Erdnussöl
  • wasserhaltige Cremes

Hat dein Baby sehr empfindliche Haut, solltest du außerdem auf folgende Öle verzichten:

  • Olivenöl
  • Sonnenblumenöl

Oliven- und Sonnenblumenöl enthalten einen hohen Anteil an Ölsäure, welche die Hautschichten deines Babys durchlässiger machen kann. Dies wiederum kann bei geschädigter Haut, zum Beispiel bedingt durch einen Ausschlag, zu einem erhöhten Wasserverlust führen. Vermeide außerdem Öle mit Duft- und Konservierungsstoffen sowie ätherische Öle oder Mineral- und Silikonöle.

Selbst gemachtes Massageöl

Warum stellst du das Öl für die Massage nicht einfach selbst her? Mit Traubenkernöl und Kamillenblüten ist unser Öl für die Pflege der empfindlichen Babyhaut geeignet.

Schritt-für-Schrittanleitung für die Herstellung eines Massageöls

FamilienMomente – Babymassage (1.5 MB)

Anleitung und Tipps

So massierst du dein Baby richtig

Bei der Massage sind die richtigen Handbewegungen wichtig.

  • Massiere zunächst mit warmen Händen und sanften, kreisenden Bewegungen.
  • Fahre erst die Brust des Babys mit diesen Bewegungen ab. Dann die Beine, Füße und Zehen, anschließend die Arme, Hände und Finger.
  • Drehe dein Kind vorsichtig auf den Bauch, um den Rücken zu massieren.
  • Schließe mit einer kleinen Bauch- oder Kopfmassage ab.

Dein Baby möchte nicht auf den Bauch gedreht werden? Oder genießt heute die Massage nicht? Dann probiere es einfach morgen wieder. Stelle dich ganz auf dein Kind ein und genieße den innigen Kontakt. Idealerweise sollte dein Baby weder zu hungrig noch zu satt oder zu müde sein, wenn du es massieren möchtest. Ein guter Zeitpunkt für viele Familien ist innerhalb des Abendrituals, gerne nach dem Baden und vor dem Zubettgehen.

Tipps, die die Babymassage noch leichter machen

Wir geben dir wertvolle Hinweise, mit denen die Massage für dich und dein Kind zu einem tollen Erlebnis wird.

  • Fange langsam an: Massiere nur ausgewählte Körperstellen deines Babys, zum Beispiel Beine und Füße oder den Bauch, wenn dein Kind Bauchschmerzen hat. Nach und nach kannst du die Massage ausweiten.
  • YouTube hilft: Manchmal muss es nicht gleich ein Massagekurs sein. In Videoanleitungen auf YouTube findest du viele hilfreiche Tipps und Anleitungen für die richtige Technik.
  • Warmer Raum: Damit sich dein Baby wohlfühlt und entspannen kann, passe die Temperatur im Raum an und schaffe eine gemütliche Atmosphäre.
  • Bequeme Position: Schaue, dass dein Baby während der Massage bequem liegt. Nicht nur die Unterlage ist wichtig, sondern auch eine angenehme Haltung und Position.
  • Sanfte Berührungen: Die Massage für Babys ist nicht vergleichbar mit einer Massage für Erwachsene. Wichtig ist, dass du dein Kind sanft berührst. Für eine kräftigere medizinische Massage ist es noch zu jung.
  • Angemessene Dauer: Übertreibe es nicht. Es reicht, wenn du dein Kind maximal 20 Minuten streichelst und massierst.

Wenn deinem Baby die Massage beim ersten Mal nicht gefällt, probiere es an einem anderen Tag noch einmal. Vielleicht war es heute schon zu müde, hungrig oder ihm war es zu kalt. Achte darauf, dass dein Kind nicht zu satt und nicht zu hungrig ist. Hebamme Judith Fuchs

Über Judith Fuchs

Hebamme

Portrait: Judith Fuchs

Judith Fuchs begleitet als Hebamme Geburten im Kreißsaal. Sie steht Frauen und ihren Familien während der Schwangerschaft, des Wochenbetts und der Stillzeit unterstützend zur Seite. Eine respektvolle, individuelle und interventionsarme Betreuung sind ihr dabei ein Herzensanliegen. In unseren FamilienMomenten klärt sie als Expertin über alle Themen rund um Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit auf. Judith Fuchs hat eine Tochter.


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