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Babymassage: Entspannung pur für die Kleinsten

Gibt es etwas Schöneres als eine Massage durch zwei liebevolle Hände? Auch unsere Kleinsten genießen diese intensive Form der Berührung durch Mama oder Papa. Wir verraten Ihnen, worauf es ankommt.

Wissenswertes

Was bewirkt die Babymassage?

Zarte Berührungen, sanfte Liebkosungen und Streicheleinheiten – eine Babymassage und der damit verbundene Körperkontakt bringt pure Entspannung für Ihren Sonnenschein. Er kommt zur Ruhe, weint seltener und schläft besser. Auch bei Verdauungsproblemen bewirken die Berührungen Wunder.

Aber nicht nur Ihr Liebling, auch die Eltern profitieren von der tiefen Verbindung, die eine Massage mit sich bringt. Gerade für frisch gebackene Väter ist sie eine gute Gelegenheit, sich einzubringen und kuschelige Momente mit dem Nachwuchs zu verbringen. Beide Elternteile stärken durch die Berührungen die Beziehung zu ihrem Kind. Die Streicheleinheiten vermitteln dem Baby Wärme und Geborgenheit, die es noch von der Zeit aus dem Mutterleib kennt.

Letztlich fördert die Massage auch Ihr Kind. Denn der innige Kontakt löst Reize aus, die das kindliche Nervensystem und auch das Gehirn anregen. Die Muskulatur Ihres Babys wird stimuliert und die Durchblutung gefördert.

Wann ist sie sinnvoll?

Eine Massage braucht keinen bestimmten Anlass. Nehmen Sie sich regelmäßig Zeit, Ihr Baby zu verwöhnen, zum Beispiel nach dem Bad am Abend. Die Massage hilft ihrem Kind, in den Schlaf zu finden. Achten Sie darauf, welche Art von Berührungen es mag und welche es nicht gut findet. Schließlich soll es die Streicheleinheiten genießen können.

Die Wirkungen einer Massage können Sie sich in vielen Fällen zunutze machen:

  • Leidet Ihr Baby unter Blähungen, trägt eine Massage oft zur Linderung bei.
  • Durch sanfte Berührungen setzt Ihr Kind Hormone frei, die das Immunsystem stärken können.
  • Reagiert ein Kind auf Stress sehr sensibel, kann eine beruhigende Massage in dieser Situation helfen.
  • Bei Frühchen sind zarte Streicheleinheiten sogar sehr empfehlenswert, da sie nachweislich das Wachstum und die Gewichtszunahme positiv beeinflussen.

Ab welchem Alter ist eine Massage empfehlenswert?

Eine Babymassage ist generell unbedenklich. Es muss nicht damit gewartet werden, bis das Kind ein bestimmtes Alter erreicht hat. Sie können schon im Neugeborenenalter mit den Streicheleinheiten beginnen. Bei Hebammen oder anderen Anbietern besteht die Möglichkeit, Babymassagekurse zu belegen und sich fachmännisch in verschiedene Techniken einführen zu lassen.


Benötigte Utensilien

Massageöl, Wärmeflasche und Co.

Machen Sie es sich mit Ihrem Baby und leiser Musik in einem warmen Zimmer ohne Luftzug gemütlich. Falls es zu kalt sein sollte, heizen Sie bei Bedarf mit einer Wärmelampe. Fast alle Kinder lieben es, nackt und frei strampeln zu dürfen. Genießen Sie den Moment und erfreuen Sie sich an Ihrem kleinen Sonnenschein.

Legen Sie sich folgende Utensilien zurecht:

  • Babydecke oder Handtücher, die Sie als Unterlagen verwenden können.
  • Massageöl, Babybauchöl oder hautfreundliche Pflanzenöle, die viel Linolsäure enthalten, zum Beispiel Mandel- und Traubenkernöl.
  • Wärmflasche oder warmes Kirschkernkissen, auf dem Sie das Massageöl vorab legen können, um es leicht aufzuwärmen.
  • Mulltücher, wenn Sie Ihr Baby ohne Windel massieren, sodass Sie bei kleinen Unfällen etwas zur Hand haben.

Welches Öl eignet sich für die Babymassage?

Die Verwendung eines Öls ist kein Muss, es erleichtert Ihnen aber die Massage und trägt zu einer noch größeren Entspannung des Babys bei. Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten, aus denen Sie frei wählen können. Teilweise nutzen Mütter einfaches Pflanzenöl. Andere bevorzugen Öle, die Mineralien enthalten. Besonders gut eignen sich Produkte, die von der Haut leicht aufgenommen werden und schnell einziehen. Hier ist der Pflegeeffekt höher. Öle mit Linolsäure sind besonders hautfreundlich und werden meist gut vertragen. Zudem sind sie sehr fetthaltig und unterstützen die Schutzfunktion.  

Daneben gibt es eine ganze Reihe von Ölen, die Sie auf keinen Fall für Ihre Babymassage wählen sollten. Diese Öle können, zum Beispiel aufgrund der Inhaltsstoffe oder der Art der Herstellung, Hautirritationen hervorrufen:

  • Senföl
  • Erdnussöl
  • wasserhaltige Cremes

Hat Ihr Baby sehr empfindliche Haut, sollten Sie außerdem auf folgende Öle verzichten:

  • Olivenöl
  • Sonnenblumenöl

Oliven- sowie Sonnenblumenöl enthält einen hohen Anteil an Ölsäure, welche die Hautschichten Ihres Babys durchlässiger machen kann. Dies wiederum kann bei geschädigter Haut, zum Beispiel bedingt durch einen Ausschlag, zu einem erhöhten Wasserverlust führen. Vermeiden Sie außerdem Öle mit Duft- und Konservierungsstoffen sowie ätherische Öle oder Mineral- und Silikonöle.

Selbst gemachtes Massageöl

Warum stellen Sie das Öl für die Massage nicht einfach selbst her? Mit Traubenkernöl und Kamillenblüten ist unser Öl für die Pflege der empfindlichen Babyhaut geeignet.

Schritt-für-Schrittanleitung für die Herstellung eines Massageöls

familienmomente-massageoel-selbst-machen-anleitung.pdf (1.6 MB)

Anleitung und Tipps

So massieren Sie Ihr Baby richtig

Bei der Massage sind die richtigen Handbewegungen wichtig.

  • Massieren Sie zunächst mit warmen Händen und sanften, kreisenden Bewegungen.
  • Fahren Sie erst die Brust des Babys mit diesen Bewegungen ab. Dann die Beine, Füße und Zehen, anschließend die Arme, Hände und Finger.
  • Drehen Sie Ihr Kind vorsichtig auf den Bauch, um den Rücken zu massieren.
  • Schließen Sie mit einer kleinen Bauch- oder Kopfmassage ab.

Ihr Baby möchte nicht auf den Bauch gedreht werden? Oder genießt heute die Massage nicht? Dann probieren Sie es einfach morgen wieder. Stellen Sie sich ganz auf Ihr Kind ein und genießen Sie den innigen Kontakt. Idealerweise sollte Ihr Baby weder zu hungrig noch zu satt oder zu müde sein, wenn Sie es massieren möchten. Ein guter Zeitpunkt für viele Familien ist innerhalb des Abendrituals, gerne nach dem Baden und vor dem Zubettgehen.

Tipps, die die Babymassage noch leichter machen

Wir geben Ihnen wertvolle Hinweise, mit denen die Massage für Sie und Ihr Kind zu einem tollen Erlebnis wird.

  • Fangen Sie langsam an: Massieren Sie nur ausgewählte Körperstellen Ihres Babys, zum Beispiel Beine und Füße oder den Bauch, wenn Ihr Kind Bauchschmerzen hat. Nach und nach können Sie die Massage ausweiten.
  • YouTube hilft: Manchmal muss es nicht gleich ein Massagekurs sein. In Videoanleitungen auf YouTube finden Sie viele hilfreiche Tipps und Anleitungen für die richtige Technik.
  • Warmer Raum: Damit sich Ihr Baby wohlfühlt und entspannen kann, passen Sie die Temperatur im Raum an und schaffen Sie eine gemütliche Atmosphäre.
  • Bequeme Position: Schauen Sie, dass Ihr Baby während der Massage bequem liegt. Nicht nur die Unterlage ist wichtig, sondern auch eine angenehme Haltung und Position.
  • Sanfte Berührungen: Die Massage für Babys ist nicht vergleichbar mit einer Massage für Erwachsene. Wichtig ist, dass Sie ihr Kind sanft berühren. Für eine kräftigere medizinische Massage ist es noch zu jung.
  • Angemessene Dauer: Übertreiben Sie es nicht. Es reicht, wenn Sie Ihr Kind maximal 20 Minuten streicheln und massieren.

Wenn Ihrem Baby die Massage beim ersten Mal nicht gefällt, probieren Sie es an einem anderen Tag noch einmal. Vielleicht war es heute schon zu müde, hungrig oder ihm war es zu kalt. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nicht zu satt und nicht zu hungrig ist. Hebamme Judith Fuchs

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