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Kinder und Fernsehen: Wissenswertes und Tipps für Eltern

Das Fernsehen ist ein Massenmedium, mit dem früher oder später jedes Kind in Berührung kommt. Spätestens dann müssen sich Eltern Gedanken darüber machen, wie sie damit umgehen. Worauf Sie beim Fernsehen Ihres Kindes achtgeben sollten, lesen Sie in unserem FamilienMoment.

Fernsehsender und Streamingdienste

Was verstehen wir heute unter Fernsehen?

Noch vor wenigen Jahren war mit dem Fernsehen der klassische Apparat im Wohnzimmer gemeint. Damit hatten Eltern den Medienkonsum ihrer Kleinen im Blick. Heutzutage schauen Kinder auf Smartphones, Tablets und Notebooks, womit sie sich schnell und unbemerkt der Kontrolle entziehen können.

Auch die festen Sendezeiten der Kinderserien halfen früher bei der Begrenzung der Fernsehzeit. Heute jedoch kann der Nachwuchs dank der Streamingdienste und der Mediatheken der Fernsehsender rund um die Uhr schauen. 

Was fasziniert Kinder am Fernsehen?

Schon kleine Kinder setzen sich mit der Umwelt auseinander und erforschen sie mit allen Sinnen. Die direkte Umgebung wird angefasst, angeschaut und eingehend erkundet, um sie zu begreifen. Durch unseren oft technisch ausgerichteten Alltag geraten dabei auch Medien wie Tablets, Smartphones oder Fernseher in Reichweite der Kleinen und stellen eine Reizquelle dar.

Besonders der Fernseher übt eine Faszination auf Kinder aus: Bunte, sich bewegende Bilder, bekannte und unbekannte Geräusche sowie Musik vermitteln eine ganz neue Erlebniswelt, die den Nachwuchs schnell in ihren Bann ziehen kann. Sobald Kinder der Handlung auf dem Bildschirm auch inhaltlich folgen können, sind sie fasziniert von den spannenden Geschichten mit ihren Lieblingshelden. 


Altersabhängige Empfehlungen

Ab wann sollten Kinder fernsehen dürfen?

Das Zusammenspiel von Bewegtbild, Ton und bunten Farben übt einen besonderen Reiz auf kleine Kinder aus, überfordert deren Gehirn aber in seinen Aufnahme- und Verarbeitungsfähigkeiten. Das gilt insbesondere für Kinder unter drei Jahren. Daher rät die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) davon ab, Kinder in dieser Altersgruppe fernsehen zu lassen. Doch wenn es ältere Geschwister gibt, ist es schwer, das jüngere Kind fernzuhalten. Darum sollte das Programm nicht zu aufregend sein und sich immer ein Elternteil dazusetzen.

Wie lange dürfen Kinder fernsehen?

Ist Ihr Kind unter drei Jahre alt, dann sollte Ihr Sonnenschein nicht täglich fernsehen. Außerdem sollte die Zeit vor dem Fernseher oder am Tablet maximal eine Viertelstunde betragen.

Auch über dieses Alter hinaus kann übermäßiger Konsum langfristig die Entwicklung negativ beeinflussen. Denn die Zeit, die Ihr Kind vor dem Bildschirm sitzt, ist auch die Zeit, in der er sich nicht mit den vielfältigen Anregungen aus seiner direkten Lebenswelt auseinandersetzten könnte.

Ermöglichen Sie genug Abwechslung im Tagesgeschehen, wie das Treffen mit Freunden oder gemeinsames Vorlesen. Das hilft Ihrem Nachwuchs, Abstand zu dem Gesehenen zu gewinnen und seine Selbstfindung sowie Entwicklung weiter voranzutreiben. So sollten auch Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren nicht länger als eine halbe Stunde täglich fernsehen. 


Risiken bei übermäßigem Konsum

Problematische Aspekte des Fernsehens bei Kindern

Fernsehen wird vermutlich in jeder Familie früher oder später zu einem Diskussionspunkt. Unter Einhaltung bestimmter Regeln und der Auswahl eines kindgerechten Programms ist Fernsehen in begrenztem Maße in Ordnung. Übermäßiger Konsum ist in keiner Entwicklungsphase empfehlenswert und birgt so manche Gefahr. Ein paar wichtige haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt. 

Überforderung

So faszinierend das bunte Flimmern des Bildschirms ist, so überfordernd kann das Geschehen für das kindliche Gehirn sein. Denn das menschliche Hochleistungsorgan ist bei der Geburt noch nicht ausgewachsen, sondern entwickelt sich erst während der ersten Lebensjahre weiter und vernetzt sich mit den Sinneseindrücken.

Für die Förderung dieser Entwicklung ist es für Babys und Kleinkinder besonders wichtig, all ihre Sinne einzusetzen und so die Welt für sich begreifbar zu machen. Die Zeit, die hierfür benötigt wird, fehlt oft, wenn der Nachwuchs übermäßig viel Zeit vor dem Fernseher verbringt. Außerdem sorgt das komplexe Zusammenspiel von Bewegtbild, Tönen und Handlungsstrang sowie Werbeblöcken dafür, dass diese Reizüberflutung kaum verarbeitet werden kann. 

Auslösen von Ängsten

Kleine Kinder werden durch Inhalte, die nicht altersgerecht sind, verängstigt. Aber auch ältere Kinder sind nicht davor geschützt. Ein spannender Film oder eine Horrorsequenz können Ängste wecken und zu schlimmen Albträumen führen.

Auch die Nachrichten lösen durch ihren realen Bezug unter Umständen Ängste aus und nehmen Kindern das Gefühl, in Sicherheit zu leben. Darum sollten Kinder nur Kindernachrichten wie „logo!“ schauen und Sie als Eltern die Altersfreigaben der Sender und Streamingdienste beachten.

Beeinträchtigung der Entwicklung

Zu viel Zeit vor dem Bildschirm kann sich negativ auf die Entwicklung und auf die soziale Kompetenz Ihres Nachwuchses auswirken. Die Reize der Bilder ziehen Ihr Kind in den Bann und sorgen dafür, dass es die Umwelt komplett ausblendet. Das ist übrigens nicht nur bei Kindern der Fall, sondern auch bei Erwachsenen.

Pflegen Sie soziale Kontakte im Alltag

Allerdings entwickelt sich gerade in den ersten Lebensjahren die soziale Kompetenz und das Erlernen wichtiger Verhaltensmuster durch das Abschauen von der Familie und die Interaktion mit anderen Gleichaltrigen. Der direkte Blickkontakt ist bei der Erstaufnahme neuer Kontakte wichtig und für das Entstehen sozialer Bindungen elementar. Kinder mit übermäßig hohem Fernsehkonsum haben damit oftmals Probleme. Pflegen Sie soziale Kontakte in Ihrem Alltag und sorgen Sie für abwechslungsreiche Tage, damit diese Fähigkeiten in der Entwicklung nicht zu kurz kommen. Auch ältere Kinder befinden sich in der Entwicklung. Zwar nutzen sie das Fernsehen auch zur Orientierung, zum Beispiel wie Figuren in den Filmen mit Problemen umgehen. Übermäßiger Medienkonsum ist allerdings in jeder Altersgruppe schädlich.

Gesundheitliche Folgen

Durch den Forscherdrang im Kleinkindalter wird nicht nur das Gehirn, sondern der ganze Körper Ihres Schatzes fleißig trainiert. Muskeln werden durch die zunehmend eigenständige Bewegung aufgebaut und leistungsfähiger, wenn Ihr Kind die Welt erkundet.

Achten Sie auf ausreichend Bewegung

Verbringt Ihr Kind seine Zeit vermehrt in Ruheposition vor dem Fernseher, werden seine Muskeln nicht in derselben Weise beansprucht und entwickeln sich nicht so, wie sie es in dem Alter tun sollten. Das kann unter anderem zu einer schlechten Haltung führen. Zusätzlich sinkt durch weniger Bewegung der Kalorienumsatz, gleichzeitig wird durch Fernsehwerbung das Verlangen nach Snacks und Ungesundem angekurbelt – eine Kombination, die auch zu Übergewicht führen kann. 

Und nicht nur das: Wer zu viel Zeit an Bildschirmen verbringt, trainiert seine Augen unbewusst darauf, alles in direkter Umgebung wahrzunehmen, die Fernsicht allerdings kommt dabei zu kurz. So sind heutzutage bereits vermehrt Kinder und Jugendliche von Kurzsichtigkeit betroffen.

Einfluss auf den Alltag

Achten Sie darauf, dass der Fernseher im Alltag keine übergeordnete Rolle einnimmt, und lassen Sie Ihren Tagesablauf nicht von ihm bestimmen. Zu viel Zeit vor dem Bildschirm verhindert, dass Ihr kleiner Sonnenschein Abenteuer mit Freunden und mit Ihnen erlebt. Dies kann dazu führen, dass er gegenüber anderen Aktivitäten abstumpft. Das gilt auch für ältere Kinder.

Seien Sie ein Vorbild für Ihr Kind

Planen Sie daher ausreichend Aktivitäten in Ihren Alltag ein. Besprechen Sie das Gesehene gemeinsam, um es zu verarbeiten. Nehmen Sie sich selbst in der Rolle des direkten Vorbilds ernst und hinterfragen Sie den eigenen Konsum. Wenn die Bildschirmgeräte beim Spielen oder Essen laufen, dann gewöhnt sich Ihr Kind an die regelmäßige Beschallung. Hier können Sie gegensteuern, in dem Sie das Gerät ausgeschaltet lassen und sich voll auf das Geschehen und die Interaktion miteinander konzentrieren. 


Tipps für den Umgang

Geben Sie einen festen Rahmen für den Fernsehkonsum vor

Das Fernsehen zu verbieten, ist keine Option, da es dadurch umso reizvoller wird. Kinder schauen heimlich und Sie als Elternteil verlieren Ihre Mitsprachemöglichkeiten.

Überlegen Sie stattdessen, in welchen Situationen und mit welchem Zweck der Konsum bei Ihnen stattfindet. Dient das Programm der Unterhaltung, der Ablenkung oder soll es Informations- und Bildungszwecken nachkommen? Kinder mit einem bewussten Medienkonsum lernen im Laufe der Zeit immer besser, die für sich passenden Inhalte herauszufiltern, statt wahllos zu konsumieren. Definieren Sie als Eltern feste Regeln, damit Sie und Ihr Liebling sich daran orientieren können. Hier finden Sie Tipps für den Umgang mit Kindern und Fernsehen.

  • Achten Sie darauf, dass Ihr kleiner Sonnenschein am Tag nicht mehr als 15 bis 30 Minuten fernsieht. Begrenzen Sie die Fernsehzeit ab einem Alter von etwa sieben Jahren auf maximal 45 Minuten bis eine Stunde. Auch hier sollte sich der Konsum in Grenzen halten, denn im Übermaß ist er zu jedem Zeitpunkt in der Entwicklung ungesund.
  • Die empfohlenen Zeitspannen vor dem Bildschirm sollten im Alltag eher die Ausnahme als die Regel darstellen. Es wird in jedem Fall empfohlen, dass Kinder nicht täglich vor dem Fernseher sitzen. Legen Sie Regeln bezüglich der Häufigkeit und der Länge der Bildschirmzeit fest, an denen sich alle Familienmitglieder orientieren können. 
  • Suchen Sie das Programm bewusst aus und geben Sie es am Anfang vor. Passen Sie die Inhalte laufend an die Bedürfnisse und die Entwicklung Ihres Kindes an. Ab sieben Jahren können Sie das Programm zusammen mit Ihrem Sonnenschein auswählen. Achten Sie darauf, dass Kinder nur Nachrichtensendungen sehen, die für sie gemacht sind.
  • Halten Sie sich bei der Auswahl der Inhalte an die Altersempfehlungen der Sender und Streamingdienste.
  • Aktivieren Sie an Ihren Geräten Jugendschutzsperren, um das Übergehen von Altersempfehlungen zu verhindern.
  • Sorgen Sie neben dem Fernsehen für ausreichend Abwechslung und Ausgleich im Alltag. Kinder müssen lernen, dass es neben den Medien noch andere Dinge gibt, die Spaß machen. Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Kinder.
  • Verzichten Sie auf einen eigenen Fernseher oder anderweitigen Bildschirm im Kinderzimmer.
  • Helfen Sie Ihrem kleinen Sonnenschein beim Verarbeiten des Gesehenen und führen Sie ein „aktives Fernsehen" ein, bei dem währenddessen oder danach das Programm besprochen werden kann. 
  • Lassen Sie Ihr Kind nicht allein fernsehen, sondern setzen Sie sich dazu. So können Sie auf Fragen oder Unvorhergesehenes jederzeit reagieren. Alleine fernsehen sollte Ihr Nachwuchs erst, wenn er in der Lage ist, das Programm zu differenzieren und das Gesehene zu verarbeiten. Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr Kind allein fernsehen kann, sollten Sie trotzdem ein Auge auf das gewählte Programm haben und darauf achten, dass es altersgerecht ist.
  • Seien Sie selbst ein Vorbild und gestalten Sie Ihren Alltag so, dass er nicht vom Fernseh- oder Streamingprogramm bestimmt wird. Ihr Kind schaut sich gerade im Kleinkindalter bewusst Verhaltensmuster von Ihnen ab.
Fernsehen hat sich verändert. Früher gab es feste Fernsehzeiten und einen festen Fernsehplatz im Wohnzimmer. Doch mit Mobilgeräten und Laptops, aber auch mit Streamingdiensten wie Netflix & Co, stellt das Thema Fernsehen heute viele Eltern vor neue Erziehungsherausforderungen. Medienexperte Thomas Feibel vom Büro für Kindermedien

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