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Klassische Kinderkrankheiten – eine Übersicht

Kinderkrankheiten wie Mumps, Masern, Röteln oder Windpocken sind Infektionskrankheiten, die besonders häufig bei Babys und Kindern auftreten. In vielen Fällen besteht nach einer Erkrankung eine lebenslange Immunität und gegen viele gibt es wirksame Schutzimpfungen. Hier finden Sie eine Übersicht über die meistverbreiteten Krankheiten sowie die Möglichkeiten der Prävention und Behandlung.

Masern

Bräunlich-rosafarbene Flecken im Gesicht und hinter den Ohren

Masern werden durch einen Virus ausgelöst und gelten als hochansteckende Infektionskrankheit. Global stellt eine Infektion mit Masern noch immer eine der wesentlichen Todesursachen bei Kindern dar. Seit 2001 ist die Krankheit in Deutschland meldepflichtig.

Erreger und Ansteckungswege

Die Ansteckung bei Masern erfolgt über eine Tröpfcheninfektion. Die Tröpfchen werden durch Sprechen, Husten oder Niesen verbreitet und können dann eingeatmet werden. Es ist keine direkte Berührung erforderlich. Die Viruslast kann bis zu zwei Stunden in der Luft nachgewiesen werden. Auch der Kontakt mit infektiösen Sekreten aus Nase oder Rachen über Gegenstände wie Türklinken kann zu einer Ansteckung führen. Dabei reicht bei ungeimpften Menschen bereits ein kurzer Kontakt mit dem Virus aus, um sich zu infizieren.

Symptome

Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung, liegt zwischen 7 und maximal 21 Tagen. Im Mittel dauert es etwa 10 bis 14 Tage, bis Symptome auftreten. Typisch sind dabei Fieber, Schnupfen, Husten oder andere grippeähnliche Symptome. Besonders charakteristisch für Masern sind bräunlich-rosafarbene Flecken im Gesicht und hinter den Ohren.

Masern können außerdem eine langfristige Immunschwäche bedingen und so die Empfänglichkeit für nachfolgende Infektionen erhöhen. Bei schweren Verläufen mit Lungen- oder Hirnentzündungen kann das Virus lebensbedrohlich sein.

Vorsorge und Therapie

Säuglinge, Kleinkinder sowie Erwachsene ab 20 Jahren haben ein erhöhtes Risiko, im Rahmen einer Masernerkrankung Komplikationen zu erleiden.  

Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln

Seit den 1960er-Jahren gibt es eine Impfung gegen Masern. Die Ständige Impfkommission, kurz STIKO, empfiehlt eine Immunisierung mit der MMR-Impfung als Prävention. Hierbei handelt es sich um eine aktive Schutzimpfung, die in Kombination vor Masern, Mumps und Röteln schützt. Die erste Impfung sollte im Alter zwischen 11 bis 14 Monaten durchgeführt werden – beispielsweise im Zuge der Untersuchung U6. Die zweite und letzte Impfung folgt vier bis sechs Wochen später. Die Kosten dafür werden von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Weitere Informationen gibt Ihnen Ihr Kinderarzt.

Säuglinge werden erst ab elf Monaten gegen die Krankheit geimpft, da sie über eine sogenannte Leihimmunität verfügen. Während der Schwangerschaft gibt die Mutter ihrem Kind einen Nestschutz mit: Antikörper werden an das Ungeborene weitergegeben. Bei einem zu früh geimpften Säugling würden diese Antikörper die Erreger des Impfstoffes abfangen. In der Folge könnte sich kein wirksamer Impfschutz aufbauen.

Im Bett liegen und viel trinken

An Masern erkrankte Personen sollten strenge Bettruhe einhalten. Oft werden sie mit Hustenmitteln und fiebersenkenden Medikamenten therapiert, bakterielle Infektionen werden mit Antibiotika behandelt. Ist der Patient fiebrig, sollte außerdem eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sichergestellt werden, da nun ein erhöhter Bedarf besteht. Generell gilt: Einmal erkrankte Personen sind lebenslang immun gegen das Virus.


Mumps

Angriff auf Speicheldrüsen und Ohren  

Mumps, im Volksmund häufig „Ziegenpeter“ oder „Tölpel“ genannt, ist eine hochansteckende Infektionskrankheit, die besonders in kälteren Monaten auftritt. Es gibt verschiedene Ansätze, worin die volkstümlichen Bezeichnungen für die Krankheit ihren Ursprung haben. Einer besagt, dass die Begriffe auf das verschwollene, einfältige Aussehen von den Erkrankten zurückzuführen seien. Dies erinnere an einen Peter, der unbeholfen wie ein Tölpel sei und sich deswegen nur zum Ziegenhüten eigne. Ein anderer Ansatz geht davon aus, dass Ziegen von ähnlichen Erkrankungen heimgesucht würden.

Kinder zwischen fünf und neun Jahren sind besonders von dem Virus betroffen, weswegen Mumps als klassische Kinderkrankheit angesehen wird. Angegriffen werden vor allem die Speicheldrüsen und Ohren, aber auch andere Organe können betroffen sein. In Deutschland ist eine Erkrankung an Mumps meldepflichtig.

Erreger und Ansteckungswege

Wie auch Masern wird Mumps hauptsächlich durch eine Tröpfcheninfektion übertragen. Beim Sprechen, Niesen oder Husten gerät das Virus in die Luft und verbreitet sich.

Symptome

Die ersten Krankheitsanzeichen treten etwa 12 bis 25 Tage nach der Ansteckung auf. Das charakteristische Symptom ist ein schmerzhaftes Anschwellen der Ohrspeicheldrüsen, was zu Schmerzen in den Ohren und beim Kauen oder Öffnen des Mundes führen kann. Auch die Lymphknoten schwellen unter Umständen an.

Damit gehen oft Symptome einher, die einem grippalen Infekt ähneln wie Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit, Fieber oder Appetitlosigkeit. Als häufige Komplikationen treten unter anderem Hirnhautentzündungen sowie bei Jungen eine Entzündung der Hoden auf, die zur Unfruchtbarkeit führen kann.

Vorsorge und Therapie

Um Ihr Kind vor Mumps zu schützen, empfiehlt die Ständige Impfkommission die MMR-Kombinationsimpfung ab einem Alter von elf Monaten. Hierbei wird in zwei Impfungen gegen Mumps, Masern und Röteln immunisiert, lassen Sie sich hierzu von Ihrem Arzt beraten.

Verzicht auf säurehaltige Speisen und Getränke

Im Falle einer Erkrankung können fiebersenkende und schmerzlindernde Mittel gegeben werden. Treten Beschwerden beim Kauen auf, sollte auf säurehaltige Speisen und Getränke verzichtet werden, da diese die Schmerzen verstärken.  


Röteln

Entzündung der Schleimhaut der Atemwege und Ausschlag im Gesicht

Röteln bezeichnet eine hochansteckende Infektionskrankheit, die durch Viren ausgelöst wird. Bevor es eine Impfung gab, waren circa 80 bis 90 Prozent der von Röteln betroffenen Kinder. Das Virus gilt deshalb als typische Kinderkrankheit. Mittlerweile ist eine Ansteckung mit dem Virus in Deutschland, Österreich und der Schweiz meldepflichtig.

Erreger und Ansteckungswege

Wie auch Masern und Mumps werden Röteln durch eine Tröpfcheninfektion beim Husten, Niesen oder Sprechen übertragen. Aber auch durch Trinkflaschen, Spielzeug oder andere Gegenstände, die gemeinsam genutzt werden, ist eine Ansteckung möglich.

Symptome

Röteln sind bis zu einer Woche vor und nach den ersten Anzeichen ansteckend. Typische Symptome sind eine Entzündung der Atemwegsschleimhäute und der charakteristische Hautausschlag, der besonders im Gesicht und hinter den Ohren auftritt. Die Flecken sind kleiner als bei Masern und oft nicht miteinander verschmolzen. Mitunter sind sie nur schwach sichtbar und können sich vom Gesicht ausgehend über den ganzen Körper ausbreiten.

Auch Schwellungen der Lymphknoten im Nacken sind Anzeichen der Erkrankung. Jugendliche und Erwachsene können zudem unter Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, einer Bindehautentzündung oder einer verstopften Nase leiden. Röteln sind meist nach circa einer Woche überstanden. Nach der Krankheit ist der Mensch ein Leben lang immun.

Schwerer Krankheitsverlauf bei Erwachsenen

Erwachsene sind im Vergleich zu Kindern einem höheren Risiko eines komplizierteren Verlaufs ausgesetzt. Bei ihnen können gefährliche Komplikationen wie Gelenkentzündungen, Husten, Ohr-, Gehirn- oder Herzmuskelentzündungen auftreten.

Vorsorge und Therapie

Bei Röteln gilt es nicht nur, die Kinder frühzeitig mit der MMR-Impfung zu immunisieren. Auch Schwangere sollten vorsichtig sein. Denn weltweit kommen jährlich immer noch circa 100.000 durch Röteln geschädigte Kinder auf die Welt.

Überprüfung des Impfschutzes in der Schwangerschaft

Das Risiko in den ersten zwölf Schwangerschaftwochen ist dabei besonders hoch. Erkrankt die Mutter an Röteln, kann dies zu Augenschäden, Herzfehlern, Taubheit oder Hirnschäden bei den Ungeborenen führen. Auch Fehlbildungen oder Fehlgeburten werden begünstigt. Die Vollständigkeit der Impfung sollte deswegen in einer Schwangerschaft überprüft und gegebenenfalls nachgeholt werden, um eine Infektion auszuschließen.

Liegt eine Ansteckung mit Röteln vor, können den Betroffenen lediglich fiebersenkende Mittel sowie entzündungshemmende Schmerzmittel verabreicht werden, um die Symptome zu lindern.


Windpocken

Juckender Hautausschlag mit Bläschen am ganzen Körper

Windpocken, auch Varizellen genannt, betreffen überwiegend Kinder im Vorschulalter. Sie sind klar von Pocken zu unterscheiden, die ebenfalls eine Infektionskrankheit darstellen, aber zu einer anderen Virengattung gehören. In Deutschland ist eine Ansteckung mit dem Virus meldepflichtig.

Erreger und Ansteckungswege

Bei Windpocken ist der Name Programm: So wird das Virus „mit dem Wind“ über die Luft verbreitet. Allein der Aufenthalt in einem Raum mit einer Person, die Windpocken hat, kann zu einer Ansteckung führen.

Symptome

Symptomatisch zeigen sich Windpocken etwa ein bis drei Wochen nach der Erkrankung. Besonders charakteristisch ist ein stark juckender Hautausschlag mit Bläschen am ganzen Körper, gepaart mit Fieber und Abgeschlagenheit. Neben Gesicht, Bauch und Rücken kann sich der Hautausschlag auch auf Schleimhäute im Mund, in den Genitalien oder auf der Kopfhaut ausbreiten.

Wichtig ist, dass die Bläschen nicht aufgekratzt werden, da es sonst zu einer bakteriellen Infektion und Narbenbildung kommen kann. Auch nach Abklingen des Ausschlags ist ein Kind noch fünf bis sieben Tage ansteckend und sollte Schule oder Kindergarten fernbleiben.

Nach einer Infektion bleibt das Virus im Körper und kann sich bei einer Schwächung des Immunsystems wieder vermehren. Passiert dies, besteht das Risiko, dass der oder die Betroffene einen schmerzhaften Ausschlag, die sogenannte Gürtelrose, bekommt.

Vorsorge und Therapie

Informieren Sie sich bei Ihrem Kinderarzt über die Impfung. Eine Grundimmunisierung des Kindes sollte im Alter von 11 bis 24 Monaten erfolgen. Die zweite Impfung folgt circa vier Wochen danach. Hatte die Mutter selbst Windpocken, greift auch hier zunächst der Nestschutz, der dann im Laufe der ersten Lebensmonate abklingt.   


Keuchhusten

Krampfartige Hustenanfälle mit keuchendem Einziehen der Luft

Keuchhusten ist eine durch Bakterien ausgelöste hochansteckende Infektionskrankheit der Atemwege. In Deutschland sowie Österreich liegt bei der Ansteckung eine Meldepflicht vor.

Erreger und Ansteckungswege

Übertragen wird Keuchhusten besonders durch Tröpfcheninfektionen von Mensch zu Mensch. Die Bakterien können sich durch Husten, Niesen oder Sprechen bis zu einem Meter in der Luft verbreiten und dann von anderen eingeatmet werden. Das Risiko einer Ansteckung ist sehr hoch, denn beinahe jeder Kontakt mit einem Erkrankten führt für Ungeschützte zu einer Infektion. Auch eine Übertragung durch Geimpfte ist möglich, obwohl sie selbst nicht erkranken.

Symptome

Von Keuchhusten betroffen sind die Atemwege. Der Erreger bildet Giftstoffe, welche die Schleimhäute schädigen. Die Krankheit verläuft typischerweise in drei Stadien:

  • Das erste Stadium, das etwa ein bis zwei Wochen andauert, äußert sich in leichten Erkältungsbeschwerden wie Schnupfen, Husten und ein allgemeines Schwächegefühl.
  • Im zweiten Stadium treten krampfartige Hustenanfälle auf, die mit typischem, keuchendem Einziehen der Luft einhergehen. Unter anderem kann es zum Herauswürgen von Schleim oder zum Erbrechen kommen, was in Appetitlosigkeit resultiert. Da die Anfälle besonders häufig nachts auftreten, leiden die Betroffenen zudem unter Schlaflosigkeit. Bei Säuglingen kann dieser Zustand zu lebensgefährlichen Atemstillständen führen, während Erwachsene oft nur einen langwierigen Husten haben.
  • Im dritten Stadium, circa in der sechsten bis zehnten Woche, klingen die Hustenattacken langsam ab. Die Infektion kann insgesamt mehrere Wochen bis Monate andauern.  

Mögliche Komplikationen

Neben allgemeinem Unwohlsein, Appetit- und Schlaflosigkeit sowie Atemstillständen kann Keuchhusten unter anderem auch zu schwerwiegenderen Komplikationen wie einer Lungenentzündung, Mittelohrentzündung, selten Krampfanfällen oder Sauerstoffmangel des Gehirns führen.

Vorsorge und Therapie

Da das Immunsystem keine langfristige Immunität aufbauen kann und somit auch kein Nestschutz durch die Mutter gegeben ist, empfiehlt die Ständige Impfkommission eine Impfung im Alter von zwei Monaten. Hierbei wird zumeist auf eine 6-fach- Kombinationsimpfung gegen Keuchhusten, Diphtherie, Tetanus, Polio und Hepatitis B zurückgegriffen.

Medikamenteneinnahme nur nach Rücksprache mit dem Arzt

Erkrankte sollten zum Schutz der Mitmenschen unbedingt räumlich getrennt werden. Bei Säuglingen empfiehlt sich aufgrund des erhöhten Risikos eines Atemstillstands eine Behandlung im Krankenhaus. Medikamente sollten nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt eingesetzt werden. Ein Antibiotikum kann beispielsweise die Beschwerden abschwächen oder die Ansteckung vermindern. Um den trockenen Husten zu lindern, ist eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr ratsam. Da oft ein Würgereiz eintritt, eignen sich außerdem mehrere kleine Mahlzeiten statt wenige große. Kinder sollten während eines Hustenanfalls unbedingt aufrecht sitzen.


Scharlach

Entzündung des Halses und Ausschlag auf der Haut

Scharlach ist eine bakterielle Infektionskrankheit bei Kindern. Sie tritt besonders in der kalten Jahreszeit von Oktober bis März auf. Die Bakterien, auch A-Streptokokken genannt, sind hochansteckend und verursachen eine Halsentzündung sowie einen Ausschlag auf der Haut. 

Erreger und Ansteckungswege

Jeder Fünfte bis Zehnte trägt den Erreger in sich, erkrankt aber selbst nicht. Er kann die Bakterien allerdings weitergeben und andere anstecken. Die Erreger befinden sich im Rachenraum und werden beim Sprechen, Husten oder Niesen in die Luft gegeben und so auf Kontaktpersonen übertragen. Eine Ansteckung per Schmierinfektion ist hingegen sehr selten.

Symptome

Die Inkubationszeit von Scharlach beträgt circa ein bis drei Tage. Zunächst leiden Betroffene unter Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden oder Schüttelfrost und Fieber, möglicherweise auch unter Erbrechen oder Bauchschmerzen. Hinzu kommen entzündete und gegebenenfalls weiß belegte Mandeln, ein roter Gaumen und Rachen sowie geschwollene Lymphknoten.

Nach ein bis zwei Tagen bildet sich ein juckender Ausschlag auf der Haut. Ausgehend von den Achseln über den Brustkorb und die Leisten verbreitet dieser sich auf dem ganzen Körper. Nur die Handinnenflächen und Fußsohlen bleiben unversehrt. Klingt der Ausschlag ab, schält sich meist die Haut an diesen Stellen. Ein weiteres typisches Symptom ist die sogenannte Himbeerzunge: Diese ist zunächst weiß belegt und wird dann himbeerrot.

Vorsorge und Therapie

In der Regel wird Scharlach mit Antibiotika behandelt. So kann die Ansteckungsgefahr innerhalb von 24 Stunden eingedämmt werden. Die Therapie sollte auch bei einem Abklingen der Symptome nicht abgebrochen werden. Wird ein Erkrankter nicht mit Antibiotika behandelt, ist er bis zu drei Wochen lang ansteckend.

Eine Impfung gegen Scharlach gibt es nicht

Empfohlen werden außerdem eine strenge Bettruhe und ein Kontaktverbot zu anderen Personen. Bei Schluckbeschwerden eignen sich warme Getränke sowie weiche Nahrung wie Brei oder Suppen. Bei Fieber können fiebersenkende Medikamente gegeben werden. Außerdem empfiehlt es sich, viel zu trinken.

Da es für Scharlach keine Impfung gibt, sind strenge Hygienemaßnahmen und Kontaktbeschränkungen sowie eine Behandlung mit Antibiotika die beste Möglichkeit, mit der Krankheit umzugehen.


Ringelröteln

Hochroter Ausschlag im Gesicht

Ringelröteln haben bis auf ihre Bezeichnung nichts mit den bereits beschriebenen Röteln gemein. Bei beiden Krankheiten handelt es sich um unterschiedliche Erreger. Ringelröteln, auch „Kinderrotlauf“ genannt, treten besonders bei Kindern im Vorschulalter, vermehrt im Zeitraum von Spätwinter bis Frühsommer, auf.

Erreger und Ansteckungswege

Die Inkubationszeit bei Ringelröteln beträgt circa sieben bis 14 Tage. Die Ansteckungsgefahr ist in der Zeit vor dem Auftreten des Ausschlags am höchsten. Dies wiederum bedeutet, dass Betroffene nicht wissen, dass sie gerade ansteckend sind, was die Krankheit besonders gefährlich macht.

Ringelröteln werden vor allem über Tröpfcheninfektionen übertragen. Auch eine Ansteckung über gemeinsam genutzte Gegenstände oder Händeschütteln ist möglich. Die Erreger gelangen so auf die Hände und können auf die Schleimhäute übertragen werden.

Symptome

In der Regel verläuft die Erkrankung harmlos mit leichten, grippeähnlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Unwohlsein oder einer Schwellung der Lymphknoten. Charakteristisch für Ringelröteln ist ein hochroter, oft girlanden- oder ringelförmiger Ausschlag im Gesicht, der wiederum für die Bezeichnung „Ohrfeigenkrankheit“ verantwortlich ist.

In seltenen Fällen können Komplikationen wie Gelenkbeschwerden, Entzündungen oder bei Menschen mit Blutkrankheiten auch Blutarmut auftreten. Besonders Schwangere, die selbst zum ersten Mal erkranken, sollten auf der Hut sein. Bis einschließlich zur 20. Schwangerschaftswoche kann das Virus bei einer Erkrankung auf das ungeborene Kind übertragen und dann gefährlich werden.  

Vorsorge und Therapie

Eine Ansteckung mit Ringelröteln ist nur einmal möglich. Wer bereits erkrankt war, ist lebenslang gegen die Viren geschützt. Eine Impfung gibt es nicht. Meist heilen Ringelröteln von allein wieder ab, einzig die Symptome können durch entsprechende, beispielsweise fiebersenkende Medikamente, gelindert werden. Empfohlen werden außerdem eine strikte Bettruhe und gründliches Händewaschen. Da eine Immunisierung nicht möglich ist, sind Hygienemaßnahmen die einzig wirksame Prävention. 


Hand-Mund-Fuß-Krankheit

Ausschlag in den Handflächen, im Mund und an den Fußsohlen

Bei der Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist der Name Programm: Denn tatsächlich geht diese Erkrankung mit einem Ausschlag im Mund, auf den Handflächen und an den Fußsohlen einher. Auslöser für die Hand-Fuß-Mund-Krankheit sind hochansteckende Viren, die sich besonders bei Kindern unter zehn Jahren im Spätsommer und Herbst verbreiten.

Erreger und Ansteckungswege

Typische Symptome der Erkrankung sind ein Ausschlag im Mund, auf den Handflächen und an den Fußsohlen. Auch das Gesäß, der Genitalbereich, die Knie und Ellenbogen können von den roten Flecken betroffen sein.

Infektion über Kontakt mit der Flüssigkeit aus den Bläschen oder über die Luft

Die Übertragung findet besonders über die Hände statt, wenn ein direkter Kontakt mit der Flüssigkeit aus den Bläschen stattfindet. Dies kann über gemeinsam genutzte Gegenstände oder Berührungen geschehen. Auch beim Wechseln von Windeln und der Nutzung sanitärer Anlagen kann eine Ansteckung stattfinden, da die Viren sich im Stuhl nachweisen lassen. Ebenfalls ist eine Infektion über die Luft beziehungsweise eine Tröpfcheninfektion möglich. Das Risiko einer Ansteckung ist während der Zeit des Ausschlags besonders hoch, da die Flüssigkeit, die aus den Bläschen austritt, am gefährlichsten ist. Im Stuhl ist das Virus noch Wochen nach Abklingen der Erkrankung nachweisbar.  

Symptome

Circa 80 Prozent der Infizierten haben keine Symptome, können das Virus aber dennoch an andere weitergeben. Zeigt sich die Erkrankung, geschieht dies üblicherweise mit Fieber, Appetitlosigkeit und Halsschmerzen. Ein bis zwei Tage nach Beginn des Fiebers kommen rote Flecken an der Mundschleimhaut sowie an der Zunge und am Zahnfleisch hinzu. Weitere ein bis zwei Tage später bildet sich der Ausschlag auch an den Handinnenflächen sowie Fußsohlen. Aus den Flecken werden im Zeitverlauf Bläschen. Der Ausschlag klingt in den meisten Fällen innerhalb von fünf bis sieben Tagen wieder ab.  

Vorsorge und Therapie

Eine gezielte Therapie gegen die Krankheit gibt es nicht. Um die Symptome etwas zu mildern, können fieber- und schmerzsenkende Mittel sowie Mundspülungen gegeben werden.

Wichtig sind eine gute Handhygiene sowie ein strenger Abstand zu anderen Personen, um die weitere Verbreitung der Infektion zu verringern. Gemeinsam genutzte Gegenstände sollten regelmäßig und sorgfältig gereinigt werden. Besonders beim Toilettengang und beim Wechseln der Windeln ist auf eine gute Hygiene zu achten, denn auch im Stuhl finden sich die Viren.

Erst wenn die Bläschen eingetrocknet sind, ist der Kontakt zu anderen Personen wieder sicher und Kinder können in Schule oder Kindergarten zurückkehren.


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