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Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft

Im letzten Schwangerschaftsdrittel können Ihnen Wassereinlagerungen das Leben schwer machen. Wir erklären Ihnen, wie diese zustande kommen und verraten Ihnen Erste-Hilfe-Tipps.

Definition

Was sind Wassereinlagerungen?

Flüssigkeiten, die sich im Gewebe ansammeln und zu sichtbaren Schwellungen führen, werden als Wassereinlagerungen oder Ödeme bezeichnet. Sie treten vor allem an Knöcheln, Beinen und Fingern auf. In Ausnahmefällen können sie den ganzen Körper betreffen.

Zu welchem Zeitpunkt in der Schwangerschaft kommt es zu Wassereinlagerungen?

Je weiter Ihre Schwangerschaft fortgeschritten ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie unter Ödemen leiden. Vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft lagert sich im Körper oft Wasser ein.

Auch die Jahreszeit kann Auswirkungen haben: Herrschen heiße Temperaturen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Füße und Hände anschwellen. Ebenso treten Ödeme häufig gegen Ende des Tages auf, wenn Sie schon lange auf den Beinen waren. 

Sind Ödeme für das Baby gefährlich?

Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft sind meist harmlos. Auch für Ihr ungeborenes Kind besteht keine Gefahr. Eine Ausnahme bildet die Präeklampsie: Frauen, die unter einer Schwangerschaftsvergiftung leiden, sollten besonders achtsam sein und mit ihrem Arzt im engen Austausch stehen. Eine Präeklampsie zeichnet sich durch Bluthochdruck, erhöhte Eiweißausscheidungen im Urin sowie starke Wassereinlagerungen aus.


Ursachen

Wie entstehen Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft?

Es gibt in der Schwangerschaft drei grundlegende Ursachen, die Ödeme bedingen können:

  • In der Schwangerschaft erhöht sich das Körperwasser. Den größten Anteil am Gewicht, das Sie in der Schwangerschaft zulegen, hat nicht Ihr Kind, sondern das Wasser.
  • Gleichzeitig nimmt die Blutmenge in Ihrem Körper zu. Dies sorgt dafür, dass die Blutgefäße durchlässiger werden und die im Blut enthaltene Flüssigkeit leicht ins Gewebe übertreten kann. Auch dieser Vorgang hat einen Anstieg des Körperwassers zur Folge.
  • Die Blutwerte, zum Beispiel Bluteiweiße oder Elektrolyte, verändern sich. Diese haben Auswirkungen darauf, wie flüssig das Blut ist. So können beispielsweise geringe Eiweißwerte zu Wassereinlagerungen führen, denn die Flüssigkeit aus dem Blut sickert aufgrund eines niedrigen Drucks in das umliegende Gewebe.

Bilden sich Wassereinlagerungen nach der Geburt zurück?

Im Wochenbett macht Ihr Körper viele Veränderungen durch und braucht Zeit für die Regeneration. Durch vermehrtes Schwitzen und erhöhten Harndrang verlieren Sie nach der Entbindung viel Flüssigkeit. Trotzdem kann es ein paar Wochen dauern, bis die Ödeme nicht mehr sichtbar sind. Oftmals werden die Wassereinlagerungen nach der Geburt noch einmal mehr, bevor sie sich vollständig zurückbilden. 


Tipps für den Alltag

Bequeme Kleidung, ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung

Abbildung „Tipps gegen Wassereinlagerungen”

Auch wenn die Wassereinlagerungen meist harmlos sind, können sie belastend sein. In der Regel ist es nicht möglich, ihnen vorzubeugen, aber Sie können zumindest das Ausmaß der Ödeme verringern. 

  • Bequeme Kleidung und Schuhe: Tragen Sie weite Kleidungsstücke und achten Sie darauf, dass sie nicht einschneiden. Auch die Schuhe sollten bequem sein und nicht drücken. Es bietet sich an, auf eine größere Konfektions- oder Schuhgröße zu wechseln, sodass keine Beschwerden auftreten.
  • Verzicht auf engen Schmuck: Ringe und Armbänder können während der Schwangerschaft eng sitzen. Verzichten Sie frühzeitig auf Schmuck, sodass die Blutzirkulation nicht unterbunden wird.
  • Genügend Flüssigkeit: Achten Sie darauf, dass Sie viel trinken, vor allem Wasser. Es sollten mindestens zwei Liter pro Tag sein.
  • Gesunde und ausgewogene Ernährung: Setzen Sie bei Ihrer Ernährung auf gesundes Obst und Gemüse.
  • Bewegung: Durch die Bewegung wird die Flüssigkeit in den Lymphgefäßen angeregt und der Körper besser durchblutet. Auch in der Schwangerschaft können Sie moderaten Sport durchführen. Machen Sie Pausen und trinken Sie genug. Legen Sie zwischendurch die Beine hoch. Schwimmen hat in der Schwangerschaft mehrere Vorteile: Das Wasser dient wie ein Kompressionsstrumpf für den ganzen Körper, dadurch wird der Blut- und Lymphfluss gefördert. Zudem fallen die Bewegungen unter Wasser leichter und es kommt zu einer Verbesserung der Durchblutung.
  • Verzicht auf Entwässerungstees oder -medikamente: Diese reduzieren nicht nur das Wasser, dass der Körper eingelagert hat, sondern auch die Flüssigkeit im Blut. Wird dieses durch die fehlende Flüssigkeit zu dick, kann das für Mutter und Kind während der Schwangerschaft gefährlich sein. 

Kontaktieren Sie Ihre Hebamme oder Ihren Arzt, wenn Sie Fragen zu den Maßnahmen und oder zu Medikamenten haben.


Erste Hilfe bei Schmerzen

Gönnen Sie sich Ruhe und legen Sie die Beine hoch

Wenn Sie merken, dass Ihre Beine und Arme schwer werden, können Sie sofort aktiv werden:

  • Arme hochlegen: Bei akuten Schmerzen in den Händen kann es helfen, die Arme höher als das Herz zu heben. Dadurch wird das Blut in Richtung Herz gepumpt und der Blutfluss angeregt. 
  • Ruhephasen nehmen und Beine hochlegen: Sie können den Schwellungen entgegenwirken, indem Sie häufig Ruhepausen einlegen und Ihre Beine erhöht ablegen. So kann Ihr Köper entspannen und das Blut fließt leichter. Legen Sie nachts Ihre Beine auf ein Kissen.
  • Nicht zu viel sitzen: Wenn Sie einen Beruf ausüben, bei dem Sie viel sitzen, sollten Sie ab und zu aufstehen. Ideal ist es, wenn Sie auch ein paar Schritte laufen. So regen Sie die Durchblutung an. Wenn Sie sich danach wieder hinsetzen, versuchen Sie, die Beine höher zu lagern.
  • Massieren Sie angespannte Körperpartien: Wenn Sie ein Kribbeln verspüren, können Sie die akuten Schwellungen mit leichtem Druck verringern. Massieren Sie immer von unten nach oben.
  • Wechselduschen: Regen Sie mit Kalt-Warm-Duschen den Blutfluss an und reduzieren Sie dadurch die Beschwerden.

Wenn Gesicht, Hände oder Füße plötzlich anschwellen, suchen Sie einen Arzt oder Ihre Hebamme auf. Dies kann ein Anzeichen für eine Präeklampsie, eine Schwangerschaftsvergiftung, sein.

Wassereinlagerungen können sehr unangenehm sein und zu extremer Hautspannung führen. Vielen Frauen hilft auch Akupunktur oder das Anlegen eines Kinesio-Tapes. Fragen Sie Ihre Hebamme, ob sie diese Leistung anbietet. Hebamme Judith Fuchs

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