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Mittagsschlaf bei Kleinkindern: Kraft tanken

Kinder sammeln neue Energie, wenn sie tagsüber Ruhepausen einlegen. Was du über den Mittagsschlaf wissen solltest und welche Tipps bei Einschlafproblemen helfen, liest du in unserem FamilienMoment.

Gründe für den Mittagsschlaf

Warum ist der Mittagsschlaf so wichtig?

Mittagsschlaf ist für Kinder wichtig, damit sie genügend Ruhe- und Erholungsphasen haben. 

  • Schlaf tut gut: In den frühen Lebensphasen sorgt der Schlaf nicht nur dafür, dass sich die Kleinen ausreichend erholen können, sondern spielt auch eine wichtige Rolle für die Entwicklung und das Wachstum. Während Kleinkinder schlafen, schüttet ihr Körper ein Hormon aus, welches das Wachstum unterstützt.
  • Schlaf fördert die Reifung des Gehirns: In den ersten Lebensjahren bilden sich im Schlaf die sogenannten Synapsen. Das sind Verbindungen zwischen den Nervenzellen, die man auch als Infrastruktur des Hirns bezeichnet. Wenn der Aufbau der Synapsen im Alter von etwa zweieinhalb Jahren beendet ist, hat der Schlaf eine reinigende Funktion fürs Gehirn. Die Synapsen werden herunterreguliert, um Platz für neue Informationen und neues Lernen zu schaffen.
  • Schlaf trainiert das Gedächtnis: Im Schlaf werden Eindrücke verarbeitet und Gelerntes verfestigt. Auch dabei spielt die Bildung von Synapsen eine wichtige Rolle. Studien unter Vorschulkindern zeigen, dass sich Kinder, die regelmäßig mittags schlafen, Dinge besser merken können und insgesamt aufmerksamer sind. Wenn dein Kind also vormittags viel Neues lernt oder erlebt, hilft der Mittagsschlaf, dies zu verarbeiten und im Gedächtnis zu speichern.
  • Schlaf fördert die Verdauung: Ein Mittagsschlaf direkt nach dem Mittagessen gibt dem Körper die Möglichkeit, sich nach der Nahrungsaufnahme auszuruhen und sich auf die Verdauung zu konzentrieren.

Wann?

Wann sollte ich mein Kind zum Mittagsschlaf hinlegen?

Bei Kindern, die tagsüber nur einmal schlafen, solltest du auf einen festen Rhythmus und gleichbleibende Routinen achten. Häufig bietet sich die Zeit direkt nach dem Mittagessen oder nach dem Besuch der Kita an. Noch wichtiger ist jedoch, den Mittagsschlaf immer zur gleichen Uhrzeit zu beginnen. Die Zeitspanne von 12:00 bis 15:00 Uhr ist für viele optimal. Etabliere ein Mittagsritual, zum Beispiel durch das Vorlesen einer Geschichte oder das Abspielen ruhiger Musik. 

Schläft dein Kind vormittags und nachmittags, orientiere dich ebenfalls am Mittagessen. Sollte dein Liebling noch nicht müde sein, verschiebe entweder die Mahlzeit oder den Schlaf um eine bis zwei Stunden.

Anzeichen für Müdigkeit erkennen

Auch wenn du feste Zeiten und Rituale für den Mittagsschlaf eingeführt hast, behalte im Blick, ob dein Kind müde ist oder bewusst eine Schlafpause einfordert. Nicht alle Signale lassen automatisch auf Müdigkeit schließen, daher solltest du immer die Uhrzeit und die Tagesumstände berücksichtigen.

  • Klassische Müdigkeitsanzeichen: Gähnen, Augenreiben oder das Wegdrehen des Blickes sind ein klares Zeichen dafür, dass dein Kind sich dringend in das Land der Träume begeben sollte.
  • Das verrät die Mimik: Das Runzeln der Stirn, das Aufreißen der Augen oder das Ballen der Fäuste sind ebenfalls Anzeichen, die auf Müdigkeit hindeuten können. Dazu gehört auch, wenn das Kind plötzlich das Interesse am Spiel verliert oder gedankenlos an die Wand starrt.
  • Reizbarkeit und Hyperaktivität: Müde oder übermüdete Kinder werden schneller quengelig und gereizt – oft auch in Verbindung mit Hyperaktivität und ruckartigen Bewegungen der Gliedmaßen. Diese Anzeichen zeigen sich vor allem dann, wenn beispielweise vor dem Mittagsschlaf nicht ausreichend Ruhe einkehrt oder Rituale ausfallen. 

Eltern entwickeln schnell ein Gefühl dafür, wann der Nachwuchs reif für den Mittagsschlaf oder die Nachtruhe ist. 


Wie lange?

Wie viel Schlaf braucht mein Kind?

Viele Eltern fragen sich, bis zu welchem Alter ihr Kind mittags schlafen sollte und wie hoch der Schlafbedarf ist. Orientieren kannst du dich an unserer Übersicht. Denke daran, dass Abweichungen normal sind, da jedes Kind andere Bedürfnisse hat.

  • 6 bis 18 Monate: Der Gesamtschlafbedarf pro Tag liegt bei etwa 14 Stunden. In dieser Phase beginnen auch die ersten Durchschlafphasen von sechs bis acht Stunden. Der übrige Schlafbedarf verteilt sich über den Tag. Zwei oder mehr zusätzliche Schlafeinheiten am Tag gehören immer noch dazu. Ab dem ersten Geburtstag werden die Durchschlafphasen langsam länger. 
  • 18 bis 24 Monate: Der Gesamtschlafbedarf pro Tag geht langsam zurück und liegt bei etwa 13,5 Stunden. Zusätzlich zur Durchschlafphase benötigt der Großteil der Kinder in diesem Alter nur noch einen Mittagsschlaf.
  • 2 bis 3 Jahre: Der Gesamtschlafbedarf pro Tag liegt bei etwa 13 Stunden. Zusätzlich zur Durchschlafphase benötigen 87 Prozent aller Kinder in diesem Alter einen Mittagsschlaf.
  • 3 bis 4 Jahre: Der Gesamtschlafbedarf pro Tag beträgt etwa 12,5 Stunden. Zusätzlich zur Durchschlafphase benötigen 50 Prozent aller Kinder in diesem Alter noch einen Mittagsschlaf. 
  • 4 bis 6 Jahre: Der Gesamtschlafbedarf pro Tag sinkt auf 11,5 Stunden. Nur jedes dritte vierjährige Kind macht noch einen Mittagsschlaf, ab dem fünften Geburtstag fällt der Mittagsschlaf bei fast allen Kindern weg. Für sechsjährige Kinder reduziert sich der Nachtschlaf weiter auf etwa elf Stunden.

Das Kind wecken oder ausschlafen lassen?

Generell solltest du deinen Sonnenschein schlafen lassen, bis er von alleine aufwacht. Schließlich zeigt sich hier, wie viel Erholung er tatsächlich benötigt. Allerdings sollte sich die Schlafenszeit am Mittag im Rahmen halten, damit dein Kind abends müde ist und nachts ruhig schläft. Achte auf das Verhalten deines Kindes: War es tagsüber quengelig oder hat vielleicht sogar leicht gekränkelt? Dann kann ein längerer Mittagsschlaf hilfreich sein. War sein Verhalten unauffällig, behalte den Schlafrhythmus so wie bisher bei.

Tipps für das sanfte Aufwecken

Wenn dein Kind mittags sehr lange schläft und nicht von alleine wach wird, solltest du es vorsichtig wecken. Folgende Tipps kannst du anwenden:

  • Rede leise mit mit deinem Kind und streichele es sanft, so wacht es ganz entspannt und ruhig auf.
  • Lege dich zu deinem Schatz, wenn genug Platz ist. Der Schlaf geht dann langsam in eine Kuscheleinheit über.
  • Manchmal hilft es, wenn das Kind nach dem Wachwerden noch liegen bleibt und mit einem Kuscheltier spielt, ein Buch anschaut oder ein Hörspiel hört. Achte darauf, dass es nicht wieder einschläft. 
  • Warte mit dem Stillen, Füttern und Wickeln, bis dein Liebling ganz wach ist.

Merke dir die Faustregel, dass zwischen dem Aufwachen aus dem Mittagsschlaf und dem Schlafengehen am Abend bei Kleinkindern mindestens vier Stunden liegen sollten.


Tipps für Eltern

Tipps für den Mittagsschlaf

Nicht immer gelingt es deinem Kind, sofort einzuschlafen. Mit den folgenden Tipps gelingt der Übergang ins Land der Träume besser.

  • Achte auf eine angenehme Schlafumgebung. Am besten schläft dein Kind im eigenen Bett. Achte auf eine angenehme Raumtemperatur, 18 Grad Celsius sind ideal. 
  • Wähle die passende Kleidung. Da die Temperaturen tagsüber meist wärmer sind als in der Nacht, packe deinen Sonnenschein für den Mittagsschlaf nicht zu dick ein. Ein Body, im Sommer kurzärmelig, reicht oft aus. Fühle die Temperatur deines Kindes im Nacken, um zu prüfen, ob ihm zu warm oder zu kalt ist.
  • Essen vor oder nach dem Schlaf? Die Frage, ob du den Mittagsschlaf vor oder nach dem Essen einplanst, hängt von eurem Rhythmus ab. Mehrheitlich hat sich die Reihenfolge etabliert, erst zu essen und dann zu schlafen. Ist eure Routine jedoch anders und ihr frühstückt beispielsweise später, dann spricht auch nichts gegen einen Schlaf vor dem Mittagessen. 
  • Etabliert feste Rituale. Das beste Mittel, um dein Kind zum Einschlafen zu bringen, ist das Einhalten von Routinen. So schaffst du eine gewohnte und sichere Atmosphäre, in der sich dein Nachwuchs in die Traumwelt fallen lassen kann.

Mittagsschlaf ade?

Wenn der Mittagsschlaf zum Problem wird

Wie beim abendlichen Schlaf kann es auch mittags dazu kommen, dass ein Kind nicht schlafen will oder kann. Finde heraus, was deinen Liebling davon abhält:

  • Aufregender Vormittag? Viel Programm am Vormittag oder ein neues Spielzeug führen dazu, dass dein Kind aufgedreht ist und deswegen nicht schlafen möchte. Sprich mit deinem Kind über die Erlebnisse. Das beruhigt und hilft ihm, in den Schlaf zu finden.
  • Nickerchen zwischendurch? Gab es in der Kita einen Moment, in dem dein Kind eingeschlummert ist? Oder sind ihm auf der Autofahrt die Augen zugefallen? Das kann dazu führen, dass nun kein Bedarf mehr für eine Mittagsstunde besteht. 
  • Nachts viel geschlafen? Wenn der nächtliche Schlaf länger war als normalerweise, zum Beispiel in den Ferien oder am Wochenende, kann das den Rhythmus durcheinanderbringen und zur Folge haben, dass das Kind tagsüber nicht ins Bett will. Achte darauf, Abläufe einzuhalten und nur in Ausnahmefällen den Schlafrhythmus zu durchbrechen.

Bei Problemen mit dem Mittagsschlaf ist es wichtig, keine Machtkämpfe zu führen. Greife alternativ auf Ruhephasen zurück, in denen das Kind zum Beispiel malt, sich leise mit einem Spielzeug beschäftigt oder lies ihm etwas vor. Auch so kann es Energie für den Rest des Tages sammeln.

Mittagsschlaf abschaffen: Tipps für einen reibungslosen Übergang

Ab einem Alter von vier Jahren, spätestens ab dem Grundschulalter, benötigen viele Kinder keinen regelmäßigen Mittagsschlaf mehr. Sollte dein Kind nachts durchschlafen, morgens voller Energie sein und später am Tag nicht müde werden, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass ein Mittagsschlaf nicht mehr nötig ist. Er könnte in diesem Fall sogar dazu führen, dass dein Kind nachts häufig wach wird oder abends Schwierigkeiten hat, einzuschlafen. 

Wenn dein Kind Anzeichen zeigt, dass es keinen Mittagsschlaf mehr braucht, kannst du den Übergang schrittweise gestalten.

  • Verkürze den Mittagsschlaf nach und nach, bis er wegfällt. 
  • In der Übergangszeit kann dein Kind abends früher ins Bett gehen, bis sich ein neuer Rhythmus einstellt. 
  • Achte auf ein Tagesprogramm mit ausreichend Ruhephasen, auch ohne Tagesschläfchen.

Die Umstellung kann Zeit brauchen, daher ist es wichtig, dass du in der Übergangsphase nicht allzu streng mit den Routinen bist. Gib deinem Kind und dir selbst ausreichend Raum und Zeit für die Umgewöhnung.


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