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Wenn das Kind nicht schlafen will: Tipps und Tricks

Ihr Kind ist den ganzen Tag aktiv, saugt alle Reize neugierig auf, ist erschöpft, aber möchte trotzdem nicht einschlafen? Viele Eltern fragen sich, warum und suchen nach Ursachen und Lösungen. Welche Tipps und Tricks helfen können, erfahren Sie in unserem FamilienMoment.

So wichtig ist Schlaf

Förderung der Gesundheit und Ausschüttung von Wachstumshormonen

Gesunder Schlaf ist wichtig – und zwar für Kinder jeden Alters. Er fördert die Gesundheit und hat gleichzeitig einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden Ihres kleinen Schatzes. Während der Schlafphasen werden nicht nur Wachstumshormone ausgeschüttet – Ihr kleiner Sonnenschein verarbeitet gleichzeitig auch alle Dinge, die er am Tag gesehen und erlernt hat. Diese Lernprozesse werden im Gehirn gespeichert und dadurch gefestigt. Zudem finden im Schlaf auch Prozesse für die Zellerneuerung und die Gewichtsregulierung statt.

Schlafbedarf von Kindern

Zu wenig Schlaf bedeutet häufig ein übermüdetes und gereiztes Kind, das sehr empfindlich auf seine Umgebung reagiert. Gerade länger anhaltende Schlafdefizite stellen ein Problem dar, weil die Wachstums- und Lernprozesse sowie das seelische Gleichgewicht Ihres Schatzes aus der Balance geraten können. Aber wie viel Schlaf braucht Ihr Kind optimalerweise?

  • Die Tabelle in unserem FamilienMoment über den Babyschlaf gibt Ihnen eine Übersicht über die empfohlenen Schlafstunden innerhalb des ersten Lebensjahrs.
  • Im zweiten und dritten Lebensjahr benötigen Kinder zwischen zwölf und dreizehn Stunden Schlaf am Tag.
  • Im Kindergartenalter gilt als Richtwert eine ungefähre tägliche Schlafdauer von elf Stunden, wobei Grundschulkinder bis zu zehn Jahren bei rund zehn Stunden liegen sollten.

Bedenken Sie: Jedes Kind hat individuelle Bedürfnisse. Auch Gleichaltrige können unterschiedlich viel Schlaf benötigen. Sie als Eltern sollten zudem darauf achten, den Schlafrhythmus bei Bedarf immer wieder anzupassen und gegebenenfalls die Schlafenszeiten am Mittag oder am Abend zu variieren.  


Einschlaftipps im Video

Viel Bewegung am Nachmittag und Rituale am Abend

Diese Situation erleben Eltern immer wieder: Der Tag neigt sich dem Ende zu, alle werden langsam müde, nur der kleine Sonnenschein denkt noch nicht ans Schlafen. Ganz im Gegenteil - abends dreht er erst so richtig auf. Aber auch am Mittag ist es oft nicht einfach, den Schatz ins Bett zu bringen. Denn gerade etwas ältere Kinder kommen aufgrund der Sorge, etwas Spannendes zu verpassen, häufig nicht zur Ruhe. 

Mit der bevorstehenden Schlafenszeit geht also meist ein Hoffen und Bangen einher. Klappt es heute mit dem Einschlafen? Vielleicht helfen Ihnen unsere einfachen Tipps dabei, dass sich Ihr kleiner Sonnenschein ab sofort gerne in sein Bettchen kuschelt. Tolle Ideen, die Kinder ohne Angst und wohlbehalten schlafen lassen, stellt auch Julia von @mamiblock im Video vor. Vom Anti-Monster-Spray bis zum schlaffördernden Entspannungsbad ist alles dabei – schauen Sie rein.

Auspowern am Nachmittag

Kinder haben viel Energie: Sie bauen Legosteine aufeinander, werfen Bälle und toben durchs Haus. Da sie durch Bewegung ihre Welt entdecken, leistet diese einen großen Beitrag zur körperlichen und auch geistigen Entwicklung Ihres Lieblings. Doch an manchen Tagen kommt es vor, dass die Aktivität in der Mittags- und Nachmittagszeit zu kurz kommt. Bewegt sich Ihr Kind tagsüber zu wenig, ist es am Abend geistig und körperlich nicht ausgelastet und kann nicht einschlafen. 

Um solche Situationen zu vermeiden, empfiehlt es sich, Ihren kleinen Schatz bis spätestens ein paar Stunden vor dem Zubettgehen so richtig auszupowern. Fahren Sie zum Beispiel gemeinsam eine Runde mit dem Fahrrad. Bei den Kleineren genügt ein Spaziergang mit anschließendem Klötzchenspielen. Aber auch für die Wohnung gibt es einige Tipps, die dafür sorgen, dass Ihr Kind sich ausreichend bewegt.

Rituale vor dem Einschlafen

Wenn es Zeit ist, am Abend ins Bett zu gehen, kann eine gemeinsame Routine mit Ihrem kleinen Sonnenschein wahre Wunder bewirken und auf beiden Seiten für Entspannung sorgen. Ähnliche Abläufe symbolisieren, dass nun die Zeit des Schlafens gekommen ist.

Lassen Sie den Tag gemeinsam mit einem Buch ausklingen, das Sie gemeinsam in eine Decke gekuschelt lesen. Ihre Stimme beim Vorlesen und das Zusammensein wird Ihren kleinen Schatz direkt entspannen. Nach dem Waschen und Zähneputzen wird der gemütliche Schlafanzug angezogen und dann geht es ab ins Bettchen. Umso regelmäßiger die Abläufe in den Alltag integriert werden, desto mehr gewöhnt sich Ihr Kind an das Zubettgehen und wird sich schon bald darauf freuen. Auch für die ganz Kleinen gibt es schöne Einschlafrituale.

Vermeidung von Machtkämpfen

Um das dritte Lebensjahr herum erleben die Kleinen häufig eine ausgeprägte Trotzphase: eine Zerreißprobe für Eltern und Kind! Häufig entlädt sich die angespannte Stimmung durch Machtkämpfe vor dem Schlafengehen. Ihr Liebling fordert plötzlich die unterschiedlichsten Dinge ein – noch ein Glas Wasser, eine Tasse Kakao oder eine längere Vorlesezeit. Wenn nicht alles nach den Wünschen Ihres Kindes abläuft oder der Abend von der gewohnten Routine abweicht, wird lauthals protestiert und Tobsuchtsanfälle sind keine Seltenheit.

Tatsächlich hilft Ihrem Kind in einer solchen Situation Sicherheit und Orientierung. In dieser Phase möchten die Kleinen alle Abläufe bestimmen – wieso also nicht schon am Nachmittag besprechen, wie der Abend ablaufen soll? So binden Sie Ihren Schatz in die Planung mit ein und bieten ihm somit gleichzeitig die Routine und Entspannung, die unbedingt benötigt wird.


Schlafumgebung

Frische Luft, angenehme Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit

Das Schlafklima und die Schlafumgebung beeinflussen maßgeblich die Ruhephasen Ihres kleinen Sonnenscheins. Kinder müssen sich geborgen und beschützt fühlen, nur so kommen sie zur Ruhe. Was versteht man unter einem optimalen Schlafklima? Wir haben die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst.

  • Ideale Temperatur: Die optimale Raumtemperatur im Kinderzimmer liegt zum Schlafen zwischen 16 und 18 Grad. Nur so schwitzt Ihr kleiner Liebling nicht und kann sich dadurch auch nicht erkälten.
  • Ausreichende Raumfeuchtigkeit: Die Luft im Kinderzimmer darf weder zu trocken noch zu feucht sein. Für ein gesundes Raumklima wird eine Raumluftfeuchtigkeit zwischen 30 und 50 Prozent empfohlen. Diese lässt sich mit einem sogenannten Hygrometer feststellen.
  • Frischluftzufuhr: Auch frische Luft gehört unbedingt zu einem guten Schlafklima. Achten Sie darauf, zwei bis dreimal pro Tag für etwa zehn Minuten mit Durchzug zu lüften. Auch kurz vor dem Schlafengehen bietet sich eine Stoßlüftung an.
  • Lichtquelle: Für Babys sind Nachtlichter nicht notwendig, für kleine Kinder ab 18 Monaten aber ratsam, da sie die Angst vor der Dunkelheit nehmen und den gesunden Schlaf fördern.

Dauerhafte Einschlafprobleme

Wie werden sie diagnostiziert und welche Maßnahmen werden getroffen?

Wenn alle Tipps und Tricks nicht helfen und Sie feststellen, dass Ihr Kind ein dauerhaftes Schlafproblem entwickelt, ist es ratsam, sich an Experten zu wenden.

Wann liegt ein dauerhaftes Schlafproblem vor?

Von einem Schlafproblem ist die Rede, wenn Betroffene pro Woche an drei Nächten, mindestens einen Monat lang, nicht normal schlafen können. Die Folge ist oft ein gereiztes, trauriges und lustloses Verhalten Ihres kleinen Schatzes.

Hat das Alter des Kindes Einfluss auf die Diagnose?

Bei kleineren Kindern sind Einschlafstörungen weit verbreitet und können sich bis zum vierten Lebensjahr hinziehen. Grund hierfür sind häufig die unterschiedlichen Entwicklungsphasen sowie mangelnde Bewegung oder auch die im Gehirn stattfindende Verarbeitung der Dinge, die am Tag erlebt oder erlernt wurden. Bei Kindern im Kita- und Grundschulalter tragen zudem noch Ängste und weitere äußere Konflikte zu Schlafstörungen bei.

Ziehen Sie unabhängig vom Alter Ihres Kindes einen Experten zurate, wenn die Einschlafstörungen mehrmals pro Woche auftreten und sich durch die Tipps keine Besserung einstellt.

Was können Sie als Elternteil tun?

Um den Schlafrhythmus Ihres Lieblings immer im Auge zu behalten und mit diesen Ergebnissen an einen Experten herantreten zu können, bietet sich das Führen eines Schlaftagebuchs an. Dort können Sie alle relevanten Informationen zu den Schlafzeiten sowie eventuelle Auffälligkeiten vermerken.

Welche Experten können um Rat gefragt werden?

  • Als erste Anlaufstelle bei einer vermuteten Schlafstörung sollten Sie sich an Ihren Kinderarzt wenden. Gemeinsam werden Sie versuchen, den Grund für das Schlafverhalten Ihres Kindes ausfindig zu machen. So wird abgeklärt, ob eine organische oder seelische Ursache vorliegt.
  • Falls die Schlafstörung auf eine seelische Ursache, zum Beispiel auf eine Depression, zurückzuführen ist, werden Sie vermutlich an eine auf Kinder spezialisierte psychotherapeutische Praxis verwiesen.
  • Bei organischen Ursachen, wie etwa Atemprobleme oder neurologische Erkrankungen, werden in der Regel Fachärzte hinzugezogen.
  • Falls alle bisherigen Untersuchungen zu keinem Ergebnis gekommen sind, ist es sinnvoll, Ihr Kind in einem Schlaflabor vorzustellen. Dort wird es eine oder mehrere Nächte lang beim Schlafen beobachtet und dabei an verschiedene Messgeräte angeschlossen. So können sich die Ärzte ein Bild vom Schlaf Ihres Kindes machen und erhalten Ansatzpunkte für eine anschließende Therapie. 

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