Filialdaten werden geladen.

Ihre Daten werden gesendet.
Entdecken Sie unsere Filial-Angebote

Online-Marktplatz

Filial-Angebote

Schwangerschaftsuntersuchungen: Das ist wichtig

Die Gesundheit von werdenden Mamas und ihren Babys wird im Verlauf der Schwangerschaft regelmäßig überprüft. Welche Untersuchungen wichtig sind und welche Zusatzleistungen es gibt, lesen Sie in unserem FamilienMoment.

Vorsorgetermine wahrnehmen

Schützen Sie Ihre und die Gesundheit Ihres ungeborenen Babys

In die Vorfreude auf Ihren kleinen Sonnenschein mischen sich oft auch Sorgen, Ängste und die Unsicherheit, ob alles gut geht. Ihr Gynäkologe steht Ihnen während der gesamten Zeit der Schwangerschaft unterstützend zur Seite. Er untersucht Sie und klärt über ein gesundheitsbewusstes Verhalten auf. Es ist daher wichtig, dass Sie während Ihrer Schwangerschaft alle Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen.

Wann sollten Schwangere das erste Mal zum Arzt gehen?

Sie vermuten, dass Sie schwanger sind? Dann nehmen Sie zeitnah Kontakt zu Ihrem Arzt auf. Bestätigt er die Schwangerschaft, wird Ihre Gesundheit und die Entwicklung Ihres ungeborenen Babys in den folgenden 40 Schwangerschaftswochen regelmäßig überprüft. Insgesamt stehen zehn bis zwölf Vorsorgetermine bei Ihrem Frauenarzt an.

Auch wenn Sie noch keine Beschwerden haben, sollten Sie ab der fünften Schwangerschaftswoche einen Termin für die erste Untersuchung vereinbaren. Die genauen Inhalte der ärztlichen Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung werden vom „Gemeinsamen Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen” in den Mutterschafts-Richtlinien festgelegt.


Beruf und Schwangerschaft

Um was Sie sich kümmern sollten

Auch auf Ihre berufliche Tätigkeit kann eine Schwangerschaft Auswirkungen haben. Arbeitnehmerinnen haben andere Dinge zu beachten als Selbstständige.

Schwanger als Arbeitnehmerin

Viele Schwangere machen sich anfänglich Gedanken, wie sie ihren Job und die Flut an anstehenden Untersuchungen unter einen Hut bekommen. Aber keine Sorge, Ihr Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, die Zeit für die Schwangerenvorsorge ohne Verdienstausfall freizugeben. In unserer „Checkliste für Ihre Schwangerschaft” finden Sie hilfreiche Tipps rund um die Information Ihres Arbeitgebers.

Schwanger als Selbstständige

Selbstständigen steht die Schutzfrist des Gesetzgebers vor und nach der Geburt nicht zu. Daher sollten Sie mit allen beteiligten Personen sprechen und schauen, wie Sie gemeinsam durch diese Zeit kommen. Leider gibt es keine Versicherung gegen den Verdienstausfall. Informieren Sie sich bei Ihrer Krankenversicherung über Möglichkeiten rund um Tagegeld für die Mutterschutzzeit, prüfen Sie gegebenenfalls Ihre Renten- oder Lebensversicherung und sprechen Sie mit Ihrem Steuerberater über die Anträge von Eltern- und Kindergeld.


Schwangerschaftsuntersuchungen in der Übersicht

Diese Arzttermine erwarten Sie

Sicherlich sind vor der ersten Schwangerschaftsuntersuchung eine gewisse Neugierde und Aufregung im Spiel. Zur Vorbereitung tragen wir Ihnen hier zusammen, was grundsätzlich bei jeder Vorsorge untersucht wird:

Regelmäßige Untersuchungen und Eintragungen in den Mutterpass

Jede werdende Mutter erhält ab offizieller Feststellung der Schwangerschaft vom betreuenden Arzt einen Mutterpass. Bis zur Geburt werden dort alle relevanten Daten zur Gesundheit der Mutter und des Kindes festgehalten. Regelmäßig erhoben werden folgende Werte:

  • Messung des Gewichts: Bei jeder Untersuchung stellt sich die Schwangere Frau auf die Waage. Der Gewichtsverlauf wird im Mutterpass dokumentiert.
  • Messung des Blutdrucks: Der Arzt misst bei jedem Termin den Blutdruck.
  • Untersuchung des Urins: Die Probe wird auf den Eiweiß- und Zuckergehalt, auf das sogenannte Sediment, welches feste Bestandteile im Urin aufzeigt, und auf Bakterien untersucht.
  • Bestimmung des Hämoglobingehaltes: Hämoglobin wird auch roter Blutfarbstoff genannt und hat unter anderem die Aufgabe, Sauerstoff zu transportieren. Durch die Untersuchung kann der Arzt Blutarmut und weitere Krankheiten erkennen.
  • Feststellung des Höhenstandes des Gebärmutterfundus: Hierbei untersucht der Arzt die Höhe der Gebärmutterkuppe. Der Stand gibt Auskunft über den Schwangerschaftsmonat sowie das Wachstum von Fötus und Gebärmutter.

Bei fortschreitender Schwangerschaft werden folgende Untersuchungen zusätzlich durchgeführt:

  • Kontrolle der Herztöne des Kindes
  • Feststellung der Lage des Kindes

Ab der 30. Schwangerschaftswoche: Kardiotokographie

Mithilfe der Kardiotokographie, auch CTG oder Herzton-Wehenschreiber genannt, werden die Herzfrequenz Ihres Sonnenscheins und die Wehentätigkeit aufgezeichnet. Ab der 30. Schwangerschaftswoche erfolgt die Untersuchung im Zwei-Wochen-Rhythmus.

Individuelle Gesundheitsleistungen

Der Ausdruck „Individuelle Gesundheitsleistungen”, auch „IGeL” genannt, bezeichnet die Untersuchungen und Beratungen, die nicht zum festgeschriebenen Leistungskatalog der Krankenkassen gehören und deshalb in der Arztpraxis selbst bezahlt werden müssen. Klären Sie am Anfang Ihrer Schwangerschaft mit Ihrer Krankenkasse, welche Maßnahmen sie während der Schwangerschaft übernimmt und welche Untersuchungen Sie selbst zahlen müssen. Zu den Zusatzleistungen gehören:

  • Ersttrimester-Screening:  Durch Flüssigkeitsmessungen in der Nackenfalte des Fötus erfolgt eine Risikoeinschätzung für Chromosomenstörungen wie die Trisomien 21, 18 und 13.
  • Toxoplasmose-Test: Der Test untersucht das Blut der Mutter auf Antikörper gegen die Infektionskrankheit Toxoplasmose. Diese wird parasitär übertragen und ist zwar meist ungefährlich für den Menschen, kann aber unter Umständen in der Schwangerschaft schädlich für das ungeborene Baby sein.
  • Streptokokken-B-Test: Streptokokken sind eine Bakterienart, die in der Schwangerschaft gefährlich werden kann. Bei dem Test wird ein Abstrich der Mundschleimhaut vorgenommen.
  • Cytomegalie-Infektions-Test: Hierbei handelt es sich um eine Antikörperbestimmung im Blut der Mutter, um auf das Cytomegalievirus zu testen. Auch das ist zwar meist ungefährlich für den Menschen, kann aber unter Umständen in der Schwangerschaft schädlich für das Kind sein.
  • Ringelröteln- und Windpocken-Antikörper-Test: Bei der Mutter können Antikörper-Suchtests auf die Kinderkrankheiten durchgeführt werden.
  • Zusätzlicher Glukose-Test: Hierbei handelt es sich um einen zusätzlichen Blutzucker-Suchtest zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche, um Schwangerschaftsdiabetes nochmals auszuschließen.
  • Zusätzlicher Ultraschall: Es ist möglich, einen weiteren Ultraschalltermin zusätzlich zu den drei vorgesehenen Untersuchungen zu vereinbaren.

Ob Sie eine solche Zusatzleistung durchführen möchten, ist keine leichte Entscheidung. Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl, sprechen Sie mit Ihrem Partner, fragen Sie Ihre Hebamme oder Ihren Arzt.

Untersuchungen in der Schwangerschaft

Um Ihre Gesundheit und die des ungeborenen Babys zu schützen, sollten Sie alle Vorsorgetermine wahrnehmen. Hier geben wir Ihnen einen Überblick über die anstehenden Untersuchungen.

Die erste Untersuchung: 4. bis 8. Schwangerschaftswoche

Das Abenteuer Schwangerschaft beginnt und Ihre erste Untersuchung steht an. Folgendes wird von Ihrem Arzt nun untersucht:

  • Der Arzt stellt offiziell die Schwangerschaft fest. Er bestimmt, in der wievielten Schwangerschaftswoche Sie sind und errechnet den Geburtstermin.
  • Es erfolgt eine Blutentnahme und die Bestimmung von Blutgruppe und Rhesusfaktor. Der Rhesusfaktor ist Teil der Blutgruppenbestimmung und zeigt die vererbbare Eigenschaft der roten Blutkörperchen an. Sind die Rhesusfaktoren von Mutter und Kind unterschiedlich, kann es zu Problemen bei der Geburt kommen.
  • Mit dem Antikörper-Suchtest wird ermittelt, ob in der Schwangerschaft irreguläre Antikörper gegen den Rhesusfaktor des Kindes im Blut der Mutter sind. In solchen Fällen wird eine Prophylaxe-Behandlung bei der Mutter gestartet, um die Bildung der Antikörper zu verhindern.
  • Mithilfe des Röteln-Tests kann feststellt werden, ob ein ausreichender Schutz vor einer Infektion mit Röteln vorliegt.
  • Der Lues-Test erkennt, ob die Schwanagere an Syphilis erkrankt ist.
  • Der Arzt bestimmt das Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff, in Ihrem Blut und führt einen Chlamydienabstrich durch.
Zusätzlich sind auch die folgenden Untersuchungen möglich, die kostenpflichtig sein können:
  • Sie können einen Früh-Ultraschall zur Schwangerschaftsfeststellung durchführen lassen.
  • Die Arztpraxis stellt auf Wunsch eine offizielle Bescheinigung der Schwangerschaft für den Arbeitgeber aus. Die Kosten trägt der Arbeitgeber.
  • Mithilfe einer Blutuntersuchung kann der Arzt bedeutsame Infektionen erkennen. Dazu gehört neben der Toxoplasmose auch die Listeriose. Letztere ist eine Bakterienerkrankung, die über verdorbene oder verschmutzte Lebensmittel verursacht werden kann. Für Schwangere und für das Baby kann diese gefährlich sein.
  • Auch auf Cytomegalie wird getestet. Diese Erkrankung wird durch Herpes ausgelöst und ist eine der häufigsten Infektionen in der Schwangerschaft.

Die zweite Untersuchung: 9. bis 12. Schwangerschaftswoche

Etwa vier Wochen nach der Erstuntersuchung erfolgt Ihre erste Vorsorgeuntersuchung. Endlich können Sie Ihren kleinen Schatz sehen, wenn auch noch sehr verschwommen. Beim ersten Ultraschall in der Schwangerschaft sind zunächst die Fruchthöhle, der noch unscharfe Umriss des Embryos und der Herzschlag erkennbar.  

Die dritte Untersuchung: 13. bis 16. Schwangerschaftswoche

Ein berührendes Ereignis folgt dem nächsten: In der dritten Schwangerschaftsuntersuchung werden Sie das erste Mal das Herz Ihres kleinen Sonnenscheins schlagen hören.

Zusätzlich können Sie bei dieser Untersuchung das Ersttrimester-Screening, die sogenannte Nackentransparenz-Messung, durchführen lassen. Das Screening soll mögliche Chromosomenstörungen wie Trisomie 21 aufdecken, die auf das Down-Syndrom hindeuten.

Die vierte Untersuchung: 17. bis 19. Schwangerschaftswoche

Der vierte Arztbesuch ist eine reine Routineuntersuchung, bei der die für den Mutterpass relevanten Daten erhoben werden. Der Arzt misst beispielsweise den Blutdruck und untersucht den Urin.

Zusätzlich können Sie eine kostenpflichtige AFP-Bestimmung durchführen lassen. Dabei wird der Alpha-Fetoprotein-Wert bestimmt. Ein erhöhter Wert kann auf mögliche Fehlentwicklungen des Kindes hindeuten, zum Beispiel auf einen offenen Rücken oder einen Spaltwirbel.

Die fünfte Untersuchung: 19. bis 22. Schwangerschaftswoche

Nun steht Ihnen schon der zweite Ultraschalltermin bevor. Ihr kleiner Sonnenschein hat sich seit dem letzten Ultraschall rasant entwickelt. Der Arzt kann bereits das Geschlecht erkennen. Zudem wird bei der Untersuchung Folgendes untersucht:

  • Check der Organe
  • Kontrolle des Sitzes und der Struktur der Plazenta
  • Vermessung des Babys

Die Amniozentese wird auf Wunsch der Eltern durchgeführt, wenn es Auffälligkeiten gibt. Dabei wird mit einer Punktion der Fruchtblase das Fruchtwasser auf genetische oder biochemische Schäden untersucht. Die Untersuchung findet in Kliniken statt und bedarf einer Risikoaufklärung der Eltern.

Ab der 19. Schwangerschaftswoche kann bei ärztlicher Notwendigkeit ein 3-D- oder 4-D-Ultraschall durchgeführt werden. Seit dem 1. Januar 2021 ist diese ergänzende Ultraschalluntersuchung, die auch „Babyfernsehen“ oder „Babykino“ genannt wird, aus nicht-medizinischen Gründen verboten. Embryos sollen dadurch vor einer erhöhten Strahlendosis geschützt werden.

Falls benötigt, kann auch ein zweiter Toxoplasmose-Test erfolgen.  

Die sechste Untersuchung: 23. bis 25. Schwangerschaftswoche

In diesem Termin widmet sich der Arzt wieder der standardmäßigen Untersuchung und Prüfung der im Mutterpass erforderlichen Daten zu Ihrer Gesundheit und der Ihres Sonnenscheins. Diese sind zum Beispiel die Blutdruck- und Gewichtswerte und der Eiweißgehalt im Urin.

Die siebte Untersuchung: 26. bis 28. Schwangerschaftswoche

Für Ihren siebten Termin beim Gynäkologen ist eine Untersuchung auf Schwangerschaftsdiabetes vorgesehen. Durch einen sogeannten oralen Glucosetoleranztest wird Ihr Zuckerhaushalt durch die Einnahme einer Zuckerlösung und mehrfacher anschließender Blutabnahmen geprüft.

Die achte Untersuchung: 29. bis 32. Schwangerschaftswoche

Die Zeit vergeht wie im Fluge und nun geht es schon an die dritte Ultraschalluntersuchung, durch die vor allem das Wachstum und die Herztöne noch einmal überprüft werden. Meist wird ab jetzt noch ein weiteres Instrument zur Feststellung der Herztöne genutzt: die Kardiotokographie, abgekürzt CTG. Ab jetzt finden Ihre Untersuchungen alle zwei Wochen statt.

Die neunte Untersuchung: ab der 32. Schwangerschaftswoche

Bei Ihrer neunten Untersuchung wird Ihr Blut mit der HBs-Antigen-Bestimmung auf Hepatitis-B- und D-Antigene untersucht.

Mithilfe des Doppler-Ultraschalls untersucht der Arzt die Plazentafunktion: Anhand eines speziellen Schallkopfs wird die Geschwindigkeit und die Richtung des fließenden Blutes im Fötus gemessen und somit die Blutversorgung kontrolliert.

Die zehnte Untersuchung: 36. bis 40. Schwangerschaftswoche

Die Geburt Ihres kleinen Sonnenscheins ist zum Greifen nah. Ein letztes Mal werden die üblichen Tests und Untersuchungen durchgeführt und ein CTG zur Messung der Wehentätigkeiten und der Herztöne veranlasst.

Zudem kann Ihr Arzt einen B-Streptokokken-Test machen. Bei der Blutuntersuchung wird geschaut, ob eine Infektion des Kindes mit dem B-Streptokokken-Erreger vorliegt.

Untersuchungen in der 40. bis 42. Schwangerschaftswoche

Sollte sich Ihr kleiner Sonnenschein noch etwas Zeit in Ihrem Bauch lassen, werden Sie ab sofort alle zwei Tage Ihren Arzt oder Ihre Hebamme aufsuchen müssen. Auch hier werden noch einmal die üblichen Untersuchungen veranlasst. Spätestens zehn Tage nach dem errechneten Termin wird die Einleitung der Geburt empfohlen.


Das könnte Sie auch interessieren