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Die zweite Geburt: Was sind die Unterschiede zur ersten?

Jede Geburt ist einmalig und doch profitieren Mütter von den Erfahrungen ihrer ersten Entbindung. Wie lange die zweite Geburt dauern kann und wie Sie Ihr erstes Kind auf ein Geschwisterchen vorbereiten, lesen Sie in unserem FamilienMoment

Körper und Psyche

Sie wissen, was bei einer Geburt auf Sie zukommt

Abbildung „Die 2. Geburt im Vergleich zur ersten"

Zwar verläuft jede Geburt anders, aber die Erfahrungen der ersten Geburt helfen schwangeren Frauen, der zweiten Geburt gelassener entgegenzusehen.

Der Körper

Da der Geburtskanal und der Muttermund bei der ersten Geburt gedehnt wurden, verläuft die zweite Entbindung oft schneller als bei Erstgebärenden. Das Kind erreicht einfacher das Becken und der Damm ist bereits vorgedehnt, wodurch seltener ein Dammschnitt vorgenommen werden muss.

Die Psyche

Sie haben bereits ein Kind zur Welt gebracht und wissen, was Sie im Kreißsaal erwartet. Das hat große Auswirkungen auf Ihr psychisches Wohlbefinden. Ihre Ängste halten sich in Grenzen und Sie können besser abschätzen, wie lange die Wehen anhalten oder wie schmerzhaft der Geburtsvorgang ist.

Dies gilt allerdings nur, wenn die erste Geburt ein positives Erlebnis für die Mutter war. Gab es Komplikationen, waren die Schmerzen stark oder dauerte die Geburt sehr lang, können diese Erfahrungen Ihre Psyche negativ beeinflussen. Auch wenn es schwerfällt, sollten Sie so entspannt wie möglich an die bevorstehende Geburt herangehen. Eine schlechte Erfahrung muss sich nicht wiederholen.


Dauer der zweiten Geburt

Wie viel Zeit werden Sie im Kreißsaal verbringen?

Denken Sie an Ihre erste Geburt zurück: Verlief sie schnell, wird auch die nächste Geburt voraussichtlich so ablaufen. Meist ist die zweite Entbindung von Natur aus ein bisschen schneller als die erste. Der Körper erinnert sich und ist entsprechend darauf vorbereitet.

Versuchen Sie, die bevorstehende Geburt nicht mit der vorangegangenen zu vergleichen. Dies führt manchmal zu falschen Erwartungen oder Ängsten. Jede Geburt läuft individuell ab. Hebamme Judith Fuchs

Kaiserschnitt oder natürliche Geburt

Das erste Kind kam per Kaiserschnitt – und das zweite?

Eine natürliche Geburt nach einer Entbindung mit Kaiserschnitt ist grundsätzlich möglich. Bei jeder Schwangerschaft wird individuell abgewogen, ob der Eingriff notwendig ist. Die Entscheidung ist auch davon abhängig, was die Gründe für den Kaiserschnitt bei der ersten Geburt waren und wie die gesundheitliche Situation von Mutter und Kind aussieht.

Gründe für einen Kaiserschnitt bei der zweiten Geburt

Sollte der Arzt einen Kaiserschnitt auch bei der zweiten Geburt empfehlen, können für diese Entscheidung die Auswirkungen vom ersten Kaiserschnitt ausschlaggebend sein:

  • Zeitpunkt des ersten Kaiserschnitts: Liegt er weniger als zwölf Monate zurück, führt der Arzt auch bei der zweiten Geburt einen Kaiserschnitt durch.
  • Beckendeformität: Ein Kaiserschnitt kann einen Schiefstand des Beckens verursachen. Liegt diese Erkrankung durch den ersten Eingriff vor, muss sich die werdende Mutter auf einen zweiten Kaiserschnitt einstellen.
  • Probleme mit der Plazenta: Liegt die Plazenta ungünstig, wird ein weiterer Kaiserschnitt durchgeführt.

Bestimmte Situationen und Auffälligkeiten sind bei jeder Schwangerschaft mögliche Auslöser für einen Kaiserschnitt:

  • Gewicht des Kindes: Ärzte raten zu einem Kaiserschnitt, wenn das Baby ein Gewicht von mehr als 4.250 Gramm hat.
  • Gewicht der Mutter: Ist die Mutter stark übergewichtig, kann dies ebenfalls ein Grund für einen Kaiserschnitt darstellen.
  • Wohlbefinden von Mutter und Kind: Auch bei der zweiten Geburt wird das Wohlbefinden von Mutter und Kind ständig beobachtet. Zeigen sich hier Probleme oder Komplikationen, sind dies Gründe für einen Kaiserschnitt.
  • Lage des Kindes: Es gibt unterschiedliche Lagen, die Babys in der Gebärmutter einnehmen können. Sollte das Kind zum Beispiel in Steißlage liegen, kann es zu einem Kaiserschnitt kommen.
Falls Ihr erstes Kind per Kaiserschnitt zur Welt kam, heißt dies nicht, dass Ihr zweites Kind auch per Kaiserschnitt geboren werden muss. Am besten stellen Sie sich vier bis sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin in der Klinik vor, in der Sie Ihr Baby bekommen möchten. Bei der Geburtsplanung werden mit Ihnen alle Optionen durchgesprochen. Auch Ihre Fragen und mögliche Ängste können Sie dort mit einer Hebamme oder einem Arzt besprechen. Hebamme Judith Fuchs

Umgang mit erstem Kind

Ein Geschwisterkind für den Erstgeborenen

Ein zweites Kind bedeutet eine wundervolle Erweiterung Ihrer Familie. Aber gleichzeitig kann es Sie auch vor neue Herausforderungen im Umgang mit dem Erstgeborenen stellen.

Vor der Geburt

Sprechen Sie mit Ihrem Kind über den Familienzuwachs, um Eifersucht vorzubeugen und Ihrem Kind Ängste bezüglich seiner neuen Rolle zu nehmen. Je nach Alter Ihres Erstgeborenen gibt es dafür unterschiedliche Methoden, die wir Ihnen in unserem FamilienMoment über Geschwisterrivalität vorstellen.

Während der Geburt

Wenn Sie mit dem zweiten Kind schwanger sind, sollten Sie sich frühzeitig Gedanken machen, wer sich während der Entbindung um Ihr älteres Kind kümmert. Wenn die Großeltern in der Nähe wohnen, sind sie womöglich bereit, einzuspringen. Bitten Sie Freunde oder Verwandte um Hilfe. Denken Sie daran, dass der Geburtstermin nicht in Stein gemeißelt ist, und die Person entsprechend flexibel sein sollte. Sie muss auch bereit sein, mitten in der Nacht den Einsatz anzutreten, falls dies nötig wird.

Nach der Geburt

Ein Baby verlangt nach der Aufmerksamkeit seiner Eltern, da es auf Hilfe angewiesen ist. Die Betreuung nimmt viel Zeit in Anspruch, zusätzlich sind Sie häufig müde. Aber auch Ihr älteres Kind braucht Liebe und Zuwendung. Achten Sie darauf, dass Sie genügend Zeit mit Ihrem Erstgeborenen verbringen.  

Holen Sie sich bei Bedarf Unterstützung bei der Betreuung der Kinder. Kann Ihr Partner in der ersten Zeit nach der Entbindung Urlaub oder Elternzeit nehmen und die Versorgung des älteren Kindes übernehmen? Spannen Sie Verwandte und Bekannte ein. Fragen Sie eine befreundete Mutter, ob Sie Ihr Kind mit in die Kita nehmen und wieder abholen kann. Ist die Oma bereit, sich um das Baby zu kümmern, sodass Sie mit Ihrem großen Kind ein Eis essen gehen können?

Es gibt auch die Möglichkeit, Familienhilfe zu beantragen. Das bedeutet, dass ein Sozialarbeiter die Familie unterstützt.

In der Stillphase

Das Stillen kann durch die Anwesenheit eines älteren Kindes erschwert werden. Das große Kind will oft genau in dem Moment auf Ihren Schoß, wenn Sie stillen. Viele Kinder verstehen nicht, warum das Geschwisterchen die Brust bekommt, es selbst aber nicht mehr.

  • Erklären Sie Ihrem Kind, dass es nun schon groß genug ist wie ein Erwachsener zu essen, sein Geschwisterchen dies allein aber noch nicht kann.
  • Geben Sie ihm eine Puppe, die es zeitgleich stillen oder füttern kann.
  • Binden Sie Ihr Kind in die Betreuung des Babys ein, so fühlt es sich weniger allein und nimmt die Verantwortung gern an.
  • Verwenden Sie beim Stillen ein Tuch, das Ihren Säugling beim Trinken stützt. So haben Sie eine Hand frei für das ältere Kind.

Wenn Sie Fragen zum Stillen haben, können Sie sich in einer Stillgruppe Tipps holen. Auch Ihre Hebamme steht Ihnen bei Fragen zur Seite und hilft gern.

Manchmal hilft es, dem älteren Kind eine Beschäftigung anzubieten, die es ausschließlich während der Stillzeit machen darf, zum Beispiel ein Stickerbuch bekleben. Oder bieten Sie ihm ein besonderes Getränk an, das es trinken darf, während Sie stillen, zum Beispiel ein mit Saft gesüßtes und mit Beeren verziertes Wasser. Hebamme Judith Fuchs

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