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Alle sieben Wehenarten im Überblick

Bald wird Ihr Baby das Licht der Welt erblicken. Seine Geburt kann sich durch unterschiedliche Wehen ankündigen. In unserem FamilienMoment lesen Sie, welche Arten von Kontraktionen es gibt, wie Sie diese erkennen und was sie bedeuten. 

Definition

Was sind Wehen?

Wenn Sie sich am Ende Ihrer Schwangerschaft befinden, stehen die ersten Wehen kurz bevor. Das bedeutet, dass sich die Gebärmutter zusammenzieht, um Ihren kleinen Sonnenschein in die richtige Geburtsposition zu schieben. Anschließend sorgen weitere dieser rhythmischen Muskelkontraktionen dafür, dass Ihr Baby durch den Geburtskanal auf die Welt kommt.

Gegen Ende der Schwangerschaft reduziert sich die Hormonproduktion der Plazenta, vor allem Progesteron wird weniger gebildet. Dies führt über eine Art Kettenreaktion zu einer vermehrten Bildung von Oxytocin, welches Wehen auslöst und verursacht.


Wehenarten im Überblick

Vorwehen, Übungswehen, Senkwehen und Co.

Je nachdem, wie weit die Schwangerschaft oder der Geburtsvorgang fortgeschritten ist, unterscheiden sich die Wehenarten: Es gibt Frühwehen, Übungswehen, Vorwehen, Senkwehen, Eröffnungswehen, Presswehen und Nachwehen. 

Jede davon hat eine bestimmte Funktion, die Ihren Körper auf die Geburt vorbereitet oder sie vorantreibt. Da jede Frau Schmerzen anders empfindet, ist es nicht immer einfach, die Kontraktionen voneinander abzugrenzen. Informieren Sie sich über die verschiedenen Wehenarten. So können Sie die jeweiligen Situationen besser einschätzen und Sicherheit gewinnen. 

Frühwehen

Frühwehen sollten Sie sehr ernst nehmen – sie können nämlich dazu führen, dass die Geburt frühzeitig eingeleitet wird. Erkennen können Sie Frühwehen vor allem an folgenden Symptomen: 

  • Sie spüren mehr als drei Wehen pro Stunde vor der 36. Schwangerschaftswoche. 
  • Die Schmerzen werden immer stärker. 
  • Die Intervalle dazwischen werden kürzer. 
  • Unter Umständen werden sie von wässrigem oder blutigem Ausfluss begleitet.

Wenn die Symptome bei Ihnen auftreten, sprechen Sie mit Ihrem Gynäkologen oder Ihrer Hebamme. In vielen Fällen wird Ihnen dazu geraten, einen Gang zurückzuschalten und sich auszuruhen. Oft lindern diese Ruhephasen die Frühwehen.

Übungswehen

Übungswehen werden oft als wilde oder falsche Wehen, schmerzlose Kontraktionen oder Braxton-Hicks-Kontraktionen bezeichnet. Sie treten zwischen der 20. und 35. Schwangerschaftswoche auf. Im Grunde sind es noch keine richtigen Wehen: Es zieht sich lediglich die Gebärmuttermuskulatur kurz zusammen und entspannt sich danach sofort wieder. Diese Wehen führen nicht zur Geburt. So erkennen Sie Übungswehen:

  • Sie sind nicht schmerzhaft, sondern machen sich durch das Hartwerden des Bauches bemerkbar. 
  • Es kann sich ein leichtes Druckgefühl aufbauen. 
  • Manchmal werden Übungswehen von einer Hitzewallung begleitet. 

Auch wenn diese Wehenart auf den ersten Blick nutzlos erscheint, ist sie es keinesfalls. Durch das An- und Entspannen der Muskulatur sorgen die Kontraktionen für ein gutes Training und für eine Anregung der Durchblutung der Gebärmutter. Übungswehen sind also noch keine richtigen Wehen, sondern eine Übung für die Geburt.  

Vorwehen

Ab der 36. Schwangerschaftswoche können sich Vorwehen ankündigen. Das bedeutet, dass die Geburt nur noch wenige Wochen entfernt ist. Vorwehen bereiten die anstehende Entbindung vor, indem sie dafür sorgen, dass die Plazenta besser durchblutet wird. Dabei kann es zu einem bisher unbekannten Spannungsgefühl kommen. Tatsächlich bleiben Vorwehen oftmals unbemerkt. Ein paar Erkennungsmerkmale gibt es trotzdem:

  • Sie treten in unregelmäßigen Abständen auf. 
  • Sie zeichnen sich durch ein unbekanntes Spannungsgefühl oder ein Ziehen im Bauch aus.

Wenn bei Ihnen keine Wehen dieser Art festgestellt werden, ist das nicht außergewöhnlich. Bei einigen Frauen treten sie bis zum eigentlichen Geburtsbeginn überhaupt nicht auf. 

Senkwehen

Häufig gehen die Vorwehen nahtlos in die Senkwehen über. Ihr Sinn besteht darin, den Kopf Ihres Babys weiter ins Becken zu senken und damit in Geburtsposition zu bringen. Unterscheiden lassen sie sich wie folgt voneinander:

  • Senkwehen werden als deutlich schmerzhafter empfunden. 
  • Sie spüren jetzt den Druck des Köpfchens auf Ihren Beckenboden. 
  • Der Babybauch senkt sich ebenfalls deutlich nach unten. 

Mit den Senkwehen hat der Countdown zur Geburt begonnen. Meist dauert es jetzt nur noch wenige Tage, bis Ihr kleiner Sonnenschein das Licht der Welt erblickt. 

Eröffnungswehen

Diese Wehenart gibt den Startschuss für die Geburt. Diese Erkennungszeichen gibt es:

  • Sie treten zunächst unregelmäßig auf.
  • Sie werden intensiver und kehren alle zwei bis zehn Minuten wieder.
  • Jede Eröffnungswehe dauert circa eineinhalb Minuten.
  • Oft vergleichen werdende Mütter sie mit intensiven Menstruationsschmerzen.

Wenn jetzt die Wehen regelmäßig alle drei bis vier Minuten über einen Zeitraum von etwa einer Stunde kommen, ist es Zeit, sich auf den Weg in Krankenhaus zu machen oder Ihre Hebamme zu benachrichtigen. 

Presswehen

Sobald der Muttermund durch die Eröffnungswehen komplett geöffnet wurde, schließen sich nahtlos die Presswehen an. Damit haben Sie den Höhepunkt der Geburt erreicht. Das passiert während der Presswehen: 

  • Sie spüren intensive Kontraktionen in sehr kurzen Abständen. 
  • Der Druck auf den Enddarm wächst. 
  • Sie empfinden einen reflexartigen Drang zum Pressen. 

Diese Wehenart ist am intensivsten. Sie befinden sich jetzt in der Phase, in der Ihr Körper verstärkt Hormone ausschüttet, die den Schmerz dämpfen und Ihnen neue Kräfte verleihen. 

Durch eine Wehe erscheinen zunächst der Hinterkopf Ihres Babys, dann die Stirn und zuletzt das Gesicht. Schon mit der nächsten folgen Schultern und Körper. Wie lange dieser Vorgang andauert, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Folgen Sie den Anleitungen Ihrer Hebamme – diese weiß genau, was in welchem Moment zu tun ist. 

Nachwehen

Ihr kleiner Schatz hat das Licht der Welt erblickt. Doch damit sind die Wehen noch nicht beendet. Schon kurz nach der Geburt zieht sich die Gebärmutter stark zusammen und Sie spüren die Nachgeburtswehen. Dabei löst sich die Plazenta von der Gebärmutterwand und wird herausgedrückt. Meist passiert dies innerhalb von 15 bis 30 Minuten. Das Ausscheiden ist nicht schmerzhaft, da die Plazenta wesentlich kleiner ist als das Baby. Die Nachwehen sind oft bis ins Wochenbett spürbar und zeigen, dass Ihre Rückbildung in vollem Gang ist. 

Um herauszufinden, ob es sich um Geburtswehen handelt, legen Sie sich in eine warme Badewanne oder duschen Sie warm. Bleiben die Kontraktionen, handelt es sich vermutlich um Geburtswehen. Entspannt sich die Gebärmutter durch die Wärme, dann lässt die Geburt wahrscheinlich noch etwas auf sich warten. Hebamme Judith Fuchs

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