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FamilienMomente / 24. Februar 2021

Bereit für die Schnullerfee: Schnuller abgewöhnen leicht gemacht

Zum Trostspenden, zur Beruhigung und beim Einschlafen ist der Schnuller eine große Hilfe. Doch er kann bei zu langem Gebrauch Zahnfehlstellungen verursachen. Wie der Abschied vom Schnuller gestaltet werden kann, erfahren Sie in unserem FamilienMoment.

Kleinkind gibt Stofftier Schnuller

Warum ist das Abgewöhnen wichtig?

Bei zu langem Gebrauch drohen Fehlstellungen des Gebisses

Ursprünglich eingesetzt, um das Saugbedürfnis Ihres Neugeborenen zu stillen, entpuppt sich der Nuckel beim Einschlafen oder zur Beruhigung als Zaubermittel. Eine zu lange Nutzung des Schnullers kann allerdings gesundheitliche Folgen haben. Mediziner und Pädagogen warnen, dass dauerhaftes Nuckeln zu einem offenen Biss führt, weil der Schnuller die Ober- und Unterkieferschneidezähne auseinanderdrängt und somit die Stellung der Schneidezähne verformt. Ein normales Abbeißen ist unter Umständen nicht mehr möglich.

Eine Verschiebung der Milchzähne bildet sich meist innerhalb von sechs Monaten nach der Entwöhnung zurück. Bei den bleibenden Zähnen kann es jedoch zu einer dauerhaften Fehlstellung kommen, die nur noch mit Zahnspange und Co. in den Griff zu bekommen ist. Zudem führt ein zu langer Gebrauch des Saugers zu Sprechschwierigkeiten und erschwert vor allem die Aussprache der S- und Z-Laute.

Generell lässt sich festhalten, dass bei Babys unter zwei Jahren eventuelle Schäden noch durch das Wachstum ausgeglichen werden können. Je älter das Kind, desto eher entwickeln sich bleibende Fehlstellungen und Einschränkungen im Sprachgebrauch.


Wann sollte die Entwöhnung beginnen?

Den perfekten Zeitpunkt gibt es nicht

Einige Eltern warten ab, bis er freiwillig abgegeben wird. Andere machen sich Sorgen, dass ein zu langes Warten Fehlstellungen nach sich ziehen könnte. Wichtig ist in jedem Fall: Wählen Sie den Moment für die Schnuller-Abgabe sorgsam aus. Es sollten keine sonstigen großen Veränderungen für Ihr Kind anstehen, wie zum Beispiel der Start der Kindergartenzeit. So kann sich Ihr kleiner Sonnenschein voll und ganz auf den Abschied des Nuckels konzentrieren und die Umstellung entsprechend verarbeiten. Wie der richtige Weg für Sie und Ihren Sonnenschein konkret aussieht, liegt aber natürlich ganz bei Ihnen. 

Ab welchem Alter ist eine Entwöhnung sinnvoll?

Allgemein gilt: Je eher Ihr Schatz ohne seinen Nuckel auskommt, desto besser. Experten raten zu einer Abgewöhnung zwischen dem zweiten und vierten Lebensjahr, denn dann kann möglichen Fehlstellungen vorgebeugt werden und entstandene Schäden bilden sich in der Regel von selbst zurück. Noch hilfreicher ist es, bereits mit der Entwöhnung zu beginnen, sobald Ihr Kind Zähne bekommt – zu diesem Zeitpunkt besteht meist noch keine große emotionale Verbindung zum Schnuller und der Abschied fällt nicht allzu schwer.

Seien Sie geduldig mit Ihrem Kind

In den meisten Fällen wird der Verzicht des geliebten Saugers nicht von heute auf morgen passieren. Gehen Sie am besten mit viel Geduld und Liebe an die Sache heran. Die Dauer der Entwöhnung ist von Kind zu Kind unterschiedlich – manchmal geht es ganz schnell innerhalb weniger Tage und manchmal kann es mehrere Wochen dauern.


Wie kann der Schnuller abgewöhnt werden?

Die Schnullerfee kommt zu Besuch

Um den Prozess der Abgewöhnung kreativ und liebevoll zu gestalten, bietet sich die Einbindung der Schnullerfee an. Diese zauberhafte Fee ist eine Verwandte der Zahnfee und holt zu einem bestimmten Zeitpunkt alle Schnuller Ihres Kindes ab. Sie erzählen Ihrem Liebling, dass die Zahnfee die Schnuller an neugeborene Babys verschenkt, die den Nuckel dringender benötigen. Als Belohnung für die selbstlose Abgabe bringt die Fee Ihrem Kind ein Geschenk, das am nächsten Morgen bereitsteht und den schmerzlichen Abschied schnell vergessen macht.

Tipps für den Besuch der Schnullerfee

Um den Besuch erfolgreich zu gestalten und den großen Trennungsschmerz möglichst kleinzuhalten, empfehlen wir Ihnen, Vorbereitungen zu treffen. Beispielsweise können Sie Ihrem Kind einige Zeit vor dem Ereignis die Geschichte der Fee erzählen und den Grund für ihr Kommen nennen. Besonders beliebt bei Kindern ist die Erzählung, in der die Fee die eingesammelten Schnuller an kleine Babys weitergibt. Alternativ können Sie auch einen Brief der Schnullerfee vorlesen. Laden Sie sich dafür einfach unsere Vorlage herunter.

Steht der Abend des Abschiedes bevor, können Sie gemeinsam mit Ihrem Kind den Schnuller auf einem vereinbarten Platz ablegen, zum Beispiel auf der Fensterbank. Die erste Nacht ohne Nuckel kann etwas holprig verlaufen, aber das ist völlig normal. Versuchen Sie Ihren Schatz mit einer Gutenachtgeschichte abzulenken – gern auch mit einem Kinderbuch über die Fee.

Kleine Geschenke erleichtern den Abschied

Wenn Ihr Kind bereit ist, seinen Schnuller abzugeben, haben Sie den schwierigsten Schritt bereits geschafft. Ob Sie Ihrem Kind etwas schenken möchten und wie groß das Geschenk sein sollte, entscheiden selbstverständlich Sie. Jedoch ist es für Kinder in den meisten Fällen verlockender, den Nuckel abzugeben, wenn sie ein kleines Präsent erwartet wie zum Beispiel:

  • Spielzeuge in Form von Autos, Lego, Playmobil oder Puppen
  • Ersatz für den Schnuller wie ein Kuscheltier oder ein Kuscheltuch
  • Gutschein für ein besonderes Erlebnis, zum Beispiel im Kletterpark, im Schwimmbad oder im Zirkus

Tipp: Platzieren Sie das Geschenk dort, wo vorher der Nuckel abgelegt wurde. Dann verbindet Ihr kleiner Sonnenschein das Geschenk direkt damit.

Alternativen zur Schnullerfee

Wenn Ihnen die Idee mit der Schnullerfee nicht zusagt, gibt es noch andere Möglichkeiten, um den Abschied vom Nuckel zu erleichtern.

  • Schnullerbaum: Dieses Ritual stammt ursprünglich aus Dänemark und auch hierzulande greifen immer mehr Eltern auf diese Tradition zurück. Dabei hängt Ihr Kind seinen Schnuller in einer Art Zeremonie an den Schnullerbaum. Dabei kann es sich sowohl um einen echten Baum in der Natur als auch um eine Nachbildung handeln. Wo es einen solchen Baum in Ihrer Region gibt, können Sie im Internet nachlesen.
  • Gartenzeremonie: Sie können den Nuckel auch mit Ihrem Schatz feierlich im Garten vergraben. So kann Ihr Kind sich von seinem geliebten Schnuller richtig verabschieden.
  • Helfer einbinden: Lassen Sie zum Beispiel den Weihnachtsmann, den Nikolaus oder den Osterhasen den Nuckel persönlich abholen. Um zu beweisen, dass die Kleinen schon ganz groß sind, geben manche Kinder ihren Schnuller auch gerne bei den Großeltern oder beim Zahnarzt ab.

Egal für welche Methode Sie sich am Ende entscheiden, wichtig ist vor allem, dass Sie Ihrem Kind diesen Schritt geduldig erklären und nach der Abgabe des Schnullers konsequent bleiben. Achten Sie darauf, dass Ihr kleiner Sonnenschein in einer stressfreien Phase entwöhnt wird. Wenn die Entwöhnung emotional verläuft, denken Sie daran, dass damit ein neuer Lebensabschnitt für Ihr Kind beginnt.