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FamilienMomente / 05. Januar 2020

So stillen Sie entspannt in der Öffentlichkeit

Wenn der große Hunger kommt, ist es Ihrem Sonnenschein egal, ob er zu Hause ist oder im Café. Für viele Mütter ist das Stillen in der Öffentlichkeit anfangs noch ungewohnt. Wir haben hilfreiche Tipps für ein stressfreies Stillerlebnis.

Frau stillt Baby auf einer Parkbank
© Thanasis Zovoilis / GettyImages

Vorbereitung

Für stressfreies Stillen in der Öffentlichkeit

Der größte Vorteil am Stillen ist, dass Sie die Babynahrung für Ihren Liebling immer dabeihaben und nichts vorbereiten müssen. Die Muttermilch ist ideal temperiert und kann unabhängig von Ort oder Zeit an Ihr Baby verfüttert werden, wenn es hungrig ist.

Machen Sie sich keine Sorgen, falls Sie vor dem ersten Stillen in der Öffentlichkeit nervös sind – das geht fast allen Müttern so. Vor allem die neugierigen Blicke der Mitmenschen bereiten vielen Mamas Unbehagen. Das muss nicht sein: Mit der richtigen Vorbereitung stillen Sie Ihren Sonnenschein ganz entspannt.

Passende Kleidung

Bereiten Sie sich gut auf den ersten Ausflug vor, damit Sie sich beim Stillen im öffentlichen Raum wohlfühlen und mit Ihrem Sonnenschein den intimen Moment in Ruhe genießen können. Wichtig ist zum Beispiel die passende Kleidung, sodass Sie sich nicht komplett ausziehen müssen. So merken Außenstehende meist nicht einmal, dass Sie gerade Ihr Kind stillen.

Kleidungsstücke, die sich für das Stillen perfekt eignen, sind:

  • Still-BH: Durch den Verschluss an der Vorderseite, ist das Babyanlegen kein Problem. Zudem sind die Still-BHs extra komfortabel, da nichts drückt oder zwickt. So wird sichergestellt, dass er auch in der Zeit, in der sich Ihr Körper stark verändert, gut sitzt.
  • zwei Shirts übereinander: Ziehen Sie ein enges und ein weites Top übereinander, um Ihrem Sonnenschein die Brust ganz unkompliziert anbieten zu können.
  • Still-Shirts oder -Kleider: Spezielle Shirts oder Kleider haben entweder einen flexiblen Ausschnitt oder aber einen diskreten Reißverschluss, welcher das Stillen erleichtern.
  • Blusen mit Knopfleiste: Auch Blusen mit Knopfleiste sind perfekt, da Sie diese nur soweit öffnen müssen, wie es für das Brustgeben nötig ist.

Wichtig ist, dass Sie verschiedene Kleidungsstücke ausprobieren und die für Sie bequemste Variante wählen. Meist müssen Sie keine speziellen Kleidungsstücke kaufen. Gerade dehnbare Materialen sind gut geeignet, da sie sich in die gewünschte Form ziehen lassen. Testen Sie bei Kleidern oder Jumpsuits vorab zu Hause, ob das Stillen damit möglich ist, ohne zu viel Haut zu zeigen.

Stillschal für unterwegs

Noch mehr Diskretion bieten Stilltücher und -schals. Sie sind ideal, um sich vor neugierigen Blicken zu schützen. Nicht nur für Mütter geben sie Schutz, auch viele Babys mögen die Geborgenheit unter dem Tuch. Zudem wird Ihr kleiner Sonnenschein vor Ablenkung geschützt und kann sich auf das Trinken konzentrieren. Die meisten Stilltücher und -schals können Sie später als modische Accessoires verwenden. So haben Sie noch lange Freude daran.

Stilltücher haben im Vergleich zu den Schals den Vorteil, dass ihr Schnitt einen Blickkontakt von Mutter und Baby ermöglicht. Da Stillschals enger sitzen, wird das Kind meist auch von den Blicken der Mutter abgeschirmt. Alle Vorteile von Stillschals- und -tüchern finden Sie hier auf einen Blick:

  • leichte Anwendung
  • diskret, da blickdicht
  • atmungsaktiv
  • Ablenkungsschutz für das Kind
  • Beruhigung des Kindes
  • Licht- und Sonnenschutz
  • Dämpfung von Geräuschen

Manche Modelle bieten auch kleine Täschchen, in denen Sie Stilleinlagen aufbewahren können. So hat man sie gleich griffbereit.

Übung macht den Meister

Wenn Sie unsicher sind, wie das Stillen auf andere wirkt, setzen Sie sich vor dem Ausflug zu Hause vor einen Spiegel. Manchmal hilft es, in einer Umgebung zu üben, in der Stillen nichts Ungewöhnliches ist, zum Beispiel in Krabbelgruppen oder beim Rückbildungskurs. Sie können sich vor Ihrem ersten Ausflug auch informieren, ob es einen Stillraum gibt, in den Sie sich zurückziehen könnten.

Das Wichtigste dabei ist, dass Sie und Ihr kleiner Sonnenschein sich wohlfühlen. Genießen Sie den Moment und freuen Sie sich über die innige Verbindung mit Ihrem Kind. Sie werden sehen: Ob im Café, auf dem Spielplatz oder in der Straßenbahn – bald wird es für Sie ganz normal sein, unterwegs zu stillen.


Rechte stillender Mütter

Darf ich mein Baby überall stillen?

In Deutschland ist das Stillen in der Öffentlichkeit nicht verboten. Wenn Ihr Baby Hunger hat, dürfen Sie ihm die Brust geben. Doch auch, wenn Stillen nicht verboten ist, heißt das leider nicht, dass es auch überall erlaubt ist. Gerade in Restaurants oder Läden können die Besitzer entscheiden, ob Frauen ihr Baby stillen dürfen. In seltenen Fällen gibt es Hinweisschilder und Hausordnungen, die die Sachlage erklären.  

Andere Länder sind, was das Stillen in der Öffentlichkeit angeht, offener als Deutschland. In Großbritannien gibt es seit dem Jahr 2010 ein Gesetz gegen die Diskriminierung stillender Mütter. In den skandinavischen Ländern ist das öffentliche Stillen sehr weit verbreitet und wird auch ohne gesetzliche Regelung unkritisch angesehen. Zudem gibt es in vielen anderen Ländern Stillräume oder sogar Plakate und Sticker, die verdeutlichen, dass stillende Mütter willkommen sind.

Aktuelle Diskussionen um das Stillen in der Öffentlichkeit

Gerade weil die rechtliche Lage konfus ist, gibt es von stillenden Müttern immer wieder Initiativen, die mehr Schutz fordern. Viele Organisationen wie der Hebammenverband sehen Stillen als Menschenrecht des Kindes an. Ziel dieser Forderungen ist, dass stillende Mütter in der Öffentlichkeit nicht diskriminiert werden. So ist die Schauspielerin und Moderatorin Nina Bott ein bekanntes Beispiel für eine Mutter, die aus einem Café geworfen wurde, als sie dort ihren Sohn stillte. Mit dem Publikmachen dieser Geschichte kämpft sie, wie auch Moderatorin Nina Moghaddam oder Model Sarah Kulka, gegen die Tabuisierung des öffentlichen Stillens.  

Stillen ist meiner Meinung nach etwas ganz Natürliches und sollte in der Öffentlichkeit kein Tabu sein. Damit Sie sich wohlfühlen, können Sie Ihre Brust  mit einem Stillschal, einem Stilltuch oder einer Mullwindel bedecken. So schützen Sie sich vor ungewollten Blicken. Hebamme Judith Fuchs