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Allergien und Unverträglichkeiten bei Kindern

Auch Kinder können von Allergien und Unverträglichkeiten betroffen sein. Die Ausprägungen sind so individuell wie die Behandlung. Lesen Sie hier alles Wichtige über die körperlichen Abwehrreaktionen auf verschiedene Stoffe und Lebensmittel.

Allergien

Wieso entwickeln Kinder Allergien?

Die Genetik hat Einfluss auf die Entstehung von Allergien: Mit einer Wahrscheinlichkeit von bis zu 40 Prozent wird auch Ihr Kind darunter leiden, wenn Sie oder Ihr Partner betroffen sind. Haben beide leiblichen Eltern eine Allergie, erhöht sich das Risiko auf bis zu 80 Prozent.

Auch Umweltfaktoren scheinen einen Einfluss auf das Entstehen von Allergien zu haben, allerdings befindet sich die Forschung dazu noch am Anfang. Unter anderem werden der hohe Lebensstandard, eine übertriebene Hygiene und der Einsatz von Desinfektionsmitteln verantwortlich gemacht. Gleichzeitig sollte bedacht werden, dass Kinder und Säuglinge viel stärker auf geringe Mengen an Allergenen reagieren. Ein Allergen ist der Stoff, der bei empfindlichen Menschen eine Allergie auslösen kann.

Einmal Allergie, immer Allergie?

Es kommt vor, dass allergische Reaktionen im Laufe des Lebens abnehmen. Körperliche Veränderungen, die Auswirkungen auf das Immunsystem haben, können ebenso Einfluss nehmen wie Umweltfaktoren. Auch die Pubertät führt in manchen Fällen dazu, dass ein Stoff keine allergische Reaktion des Körpers mehr auslöst.


Symptome

Tränende Augen, Husten und Schnupfen

Allergien sind eine Überreaktion des Immunsystems auf einen Stoff, der eigentlich harmlos ist. Diese sogenannten Allergene können Pollen, ungefährliche Insektensekrete oder Nahrungsmittel sein. Wenn die Allergien frühzeitig erkannt werden, können Kinder in den meisten Fälle mithilfe einer Therapie gut damit leben.

Unterschiedliche Symptome treten bei einer Allergie auf. Die bekanntesten sind:

  • Schnupfen
  • brennende, tränende und geschwollene Augen
  • Husten
  • Atembeschwerden und Asthmaanfälle
  • Juckreiz und gerötete Haut
  • Hautausschläge und -schwellungen
  • allergischer oder anaphylaktischer Schock

Gleichzeitig zeigen sich unspezifische Anzeichen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Übelkeit mit Erbrechen und Durchfall.


Arten

Allergie gegen Hausstaubmilben, Pollen oder Schimmelpilze

Je nach allergieauslösendem Stoff, nach Situation und Person können verschiedene Symptome auftreten, die unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Klassische Allergien, die im Kindesalter auftreten, sind folgende:

Allergie

Symptome

Hausstaubmilben

Atemwegsbeschwerden wie Husten, Niesen, juckende Nase, gerötete Augen, Atemprobleme

Pollenallergie wie Heuschnupfen

Atemwegsbeschwerden wie Husten, Niesen, juckende Nase, gerötete Augen, Atemprobleme

Schimmelpilze

Atemwegsbeschwerden wie Husten, Niesen, juckende Nase, gerötete Augen, Atemprobleme

Magen-Darm-Probleme wie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen

Haustierallergie gegen Stoffe im Fell, Speichel, Urin oder in Hautschuppen

Atemwegsbeschwerden wie Husten, Niesen, juckende Nase, gerötete Augen, Atemprobleme

Hautprobleme wie Hautausschläge und -schwellungen

Lebensmittelallergie

Atemwegsbeschwerden wie Husten, Niesen, juckende Nase, gerötete Augen, Atemprobleme

Magen-Darm-Probleme wie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen

Hautprobleme wie Hautausschläge und -schwellungen

anaphylaktischer Schock

Insektenstiche

Hautprobleme wie Hautausschläge und -schwellungen

Atemprobleme

anaphylaktischer Schock

Übelkeit und Erbrechen

Schwindel, Schwäche und Hitzewallungen

Medikamente

Hautprobleme wie Hautausschläge und -schwellungen

Atemprobleme

anaphylaktischer Schock

Kreislaufbeschwerden

Chemische Produkte wie Wasch- und Reinigungsmittel, Kosmetik  

Hautprobleme wie Hautausschläge und -schwellungen

Atemwegsbeschwerden wie Husten, Niesen, juckende Nase, gerötete Augen, Atemprobleme

Magen-Darm-Probleme wie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen


Vorbeugung

In der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr

Gerade bei Kindern, die eine erbliche Vorbelastung für Allergien haben, ist es sinnvoll, vorbeugende Maßnahmen zu treffen. Diese können ganz unterschiedlich sein und sind nicht alle gleich wirksam.

Während der Schwangerschaft

Verzichten Sie unbedingt auf das Rauchen: Es erhöht das Allergierisiko bei Ihrem Sonnenschein um das Achtfache.

Es ist erwiesen, dass vaginal geborene Kinder besser gegen Allergien geschützt sind als Babys, die per Kaiserschnitt auf die Welt gekommen sind. Die Gründe dafür sind noch nicht ausreichend untersucht. Eine Vermutung ist, dass bei der natürlichen Geburt Mikroorganismen der Mutter auf das Kind übertragen werden.

Bei Babys

Sobald Ihr Schatz auf der Welt ist, können Sie weitere Maßnahmen ergreifen, die das Allergierisiko bei Ihrem Kind mindern.

  • Stillen: Die Muttermilch fördert das Wachstum, ist leicht verdaulich und hilft bei der Entwicklung des Immunsystems. Gleichzeitig sinkt bei Kindern, die in den ersten vier bis sechs Monaten gestillt wurden, das Risiko, eine Allergie zu bekommen.
  • Beikost: Wird damit ab dem sechsten Monat begonnen, können spätere allergische Reaktionen Ihres Kindes verhindert werden. Wichtig ist, dass Sie sich für die Einführung Zeit nehmen und immer nur ein neues Lebensmittel pro Woche einführen.
  • Verzicht auf bestimmte Lebensmittel: Hochallergene Nahrungsmittel sollten im ersten Lebensjahr nicht gefüttert werden. Dazu gehören zum Beispiel Kuhmilch, Eier, Fisch, Nüsse, aber auch Weizenmehl oder Tomaten und Zitrusfrüchte. Auch die stillende Mutter sollte auf bestimmte Lebensmittel verzichten wie Nüsse, Zitrusfrüchte oder Eiweiß.
  • Kontakt mit Haustieren und Hausstaub reduzieren: Ein allergenarmes Zuhause ist von Vorteil, wenn es eine familiäre Vorbelastung in Bezug auf Allergien gibt. Bedenken Sie, dass zum Beispiel Haare und Fell von Meerschweinchen, Kaninchen und Katzen eine Überreaktion auslösen können. Aber auch Hausstaub hat diese Wirkung.
  • Verzicht auf übertriebene Hygiene: Generell sind Mikroorganismen, zu denen auch Bakterien gehören, gut für Kinder. Sie können das Risiko für eine Allergie senken, daher sollten Sie es mit der Hygiene nicht übertreiben.
  • Rauchen: Wenn die Eltern rauchen, sind die Kinder den Giftstoffen in der Wohnung oder im Auto als passive Raucher ausgesetzt. Stellen Sie das Rauchen ein, um Ihre Kinder vor Allergien zu schützen.

Behandlung

Allergietest, Medikamente oder Hypersensibilisierung

Kinder von den Allergenen fernzuhalten, ist mit einer erheblichen Einschränkung für die Kleinen verbunden. Nahezu unmöglich ist es, den Kontakt mit dem Allergen vollständig zu vermeiden. Bei Lebensmitteln oder Kosmetika gelingt dies eher als zum Beispiel bei Pollen. Wir stellen Ihnen die Behandlungsmethoden für Kinder bei Allergien vor.

Allergietest

Um die richtige Behandlung zu ermöglichen, stellt der Arzt per Allergietest fest, auf welche Stoffe eine Überreaktion vorliegt. Es gibt verschiedene Varianten von Tests, die der Arzt durchführen kann.

  • Die Suchdiät kommt bei Reaktionen auf Lebensmittel oder auf in der Nahrung enthaltene Zusatzstoffe zum Einsatz. Die Patienten erhalten von dem Arzt eine allergenarme Basisdiät. Nach und nach werden Zutaten hinzugefügt und wieder weggelassen, um durch das Ausschlussverfahren die allergieauslösenden Stoffe zu identifzieren.
  • Beim Hauttest, auch Pricktest genannt, werden Allergene in kleine Hautwunden gegeben. Kommt es an der betroffenen Hautstelle zu einer Reaktion, zum Beispiel zu einer Rötung, einem Juckreiz, einer Schwellung oder einem Ausschlag, liegt eine Allergie vor.
  • Mithilfe eines Bluttests bestimmt der Arzt Antikörper im Blut und erkennt so die Allergie.
  • Beim Provokationstest wird der Patient den Stoffen gezielt ausgesetzt, um eine Reaktion hervorzurufen und die Allergie so zu bestätigen.

Natürliche Maßnahmen zur Linderung

In Abstimmung mit Ihrem Arzt oder einem Experten für Allergien können Sie homöopathische Mittel oder Hausmittel einsetzen. Sie verschaffen Linderung bei folgenden Symptomen:

  • Gegen Juckreiz und gereizte Schleimhäute hilft häufig ein Tee aus Brennnesselblättern. Dieser sollte zweimal täglich getrunken werden, um Wirkung zu zeigen.
  • Angegriffener Haut verschaffen Sie Linderung durch ein Bad mit Eukalyptusöl oder mit Meersalz.
  • Bei Heuschnupfen kann Honig helfen, da er eine entzündungshemmende Wirkung hat. Süßen Sie den Tee damit oder geben Sie Ihrem Kind einen Löffel davon pur.
  • Die Pflanze Pestwurz hat eine positive Wirkung bei Asthma oder durch Allergien ausgelöste Verkrampfungen der Atemwege. Sie ist in Kapselform erhältlich.
  • Tragen Sie Apfelessig mit Wasser auf Insektenstiche und juckende Haut auf, um die Symptome zu lindern.

Neben den Hausmitteln helfen auch Globuli wie Euphrasia, Luffa oder Apis bei der Behandlung der Symptome. Sprechen Sie über die homöopathischen Möglichkeiten mit Ihrem Allergologen.

Außerdem können Sie Ihrem Kind mit einfachen Tricks Linderung verschaffen. Dazu gehören zum Beispiel Pollenschutzgitter an den Fenstern, ein häufiges Lüften der Räume sowie das Waschen von Textilien, auf denen sich Hausstaubmilben oder Tierhaare befinden können. Das betrifft Kissen, Bettzeug sowie Teppiche und im Kinderzimmer unter Umständen auch Kuscheltiere.

Medikamente

Wie bei Hausmitteln und Homöopathie helfen Medikamente nicht direkt gegen die Allergie, sondern lindern die Symptome. Neben speziellen Allergiemitteln, die zum Beispiel beim Schnupfen aufgrund von Pollenflug oder der Reizung durch Katzenhaare wirken, gibt es Medikamente wie Augentropfen oder Nasenspray, die nicht nur bei Erkältungen oder Bindehautentzündungen, sondern auch bei allergischen Reaktionen verwendet werden können.

Durch sogenannte Antihistaminika können die Symptome vorab gehemmt werden. Besprechen Sie die Einnahme unbedingt mit dem Kinderarzt, weil diese Medikamente Nebenwirkungen haben. Außerdem gibt es Kortisonmittel, die der Arzt bei Ausschlag verschreibt, oder Calcineurin-Hemmer, die bei Neurodermitis eingesetzt werden. Auch Medikamente für die Bronchien verschreiben Ärzte bei Allergien.

Hyposensibilisierung

Damit der Körper für eine längere Zeit nicht auf Allergene reagiert, führen Ärzte auch bei Kindern eine Hyposensibilisierung durch. Bei dieser Behandlungsmethodik kommt der Patient immer wieder mit einer kleinen Menge des Allergens in Kontakt, sodass eine Gewöhnung eintritt und heftige körperliche Reaktionen ausbleiben.

Bei Kindern bietet sich eine Hyposensibilisierung an, da sie am besten wirkt, wenn der Patient noch nicht sehr lange unter einer Allergie leidet und auch nicht auf zu viele Stoffe allergisch reagiert. Vor allem bei Reaktionen auf Pollen, Hausstaub und Insektenstichen zeigt die Hyposensibilisierung ihre Wirkung.


Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Was unterscheidet eine Unverträglichkeit von einer Allergie?

Ihr Kind leidet häufiger an Bauchweh, Übelkeit oder hat einen Hautausschlag? Diese unspezifischen Symptome können auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hinweisen. Sie unterscheidet sich von einer Lebensmittelallergie dadurch, dass die Menge der aufgenommenen Nahrung eine Rolle spielt: Während es bei einer Allergie zu einer Spontanreaktion kommt, werden bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit erst bei größeren verzehrten Mengen die Symptome ausgelöst. Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt, wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Kind an einer Unverträglichkeit leidet.

Bleibt die Nahrungsmittelunverträglichkeit ein Leben lang?

Gerade bei Kindern kann die Reaktion des Körpers irgendwann ausbleiben. Die einzige Ausnahme bildet die Glutenunverträglichkeit, diese ist autoimmun veranlagt und bleibt ein Leben lang bestehen.


Symptome

Blähungen, Durchfall oder Verstopfung

Nahrungsmittelunverträglichkeiten äußern sich hauptsächlich durch Magen-Darm-Probleme. Die Symptome müssen sich dabei nicht direkt im Anschluss der Mahlzeit zeigen, sondern können auch auch ein paar Stunden später auftreten:
  • Blähungen
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Erbrechen
  • Bauchkrämpfe

Daneben gibt es wie auch bei Allergien unspezifische Anzeichen, zu denen Kopfschmerzen und Müdigkeit gehören.


Arten

Intoleranzen gegen Laktose, Fruktose und Co.

Es gibt verschiedene Arten von Unverträglichkeiten, die auch unterschiedliche Auslöser haben.

  • Laktoseintoleranz: Aufgrund des fehlenden Enzyms Laktase haben die Betroffenen Probleme, laktosehaltige Lebensmittel wie Milch und milchhaltige Produkte zu verdauen. Der darin enthaltene Zucker kann von Ihnen nicht verarbeitet werden. Dies kann genetisch bedingt oder durch eine Infektion erworben worden sein.
  • Fruktoseintoleranz: Bei einer Unverträglichkeit gegen Fruchtzucker, auch Fruktose genannt, fehlt den Betroffenen das Verdauungsenzym, um den Zucker aufzuspalten. Dieser Vorgang ist für die Verdauung notwendig. Fruktose ist in Obst, Gemüse und Süßigkeiten enthalten.
  • Histaminintoleranz: Der Botenstoff Histamin, der auch ein Hormon ist, kommt natürlicherweise im Körper vor. Dennoch gibt es Menschen, die auf Lebensmittel mit Histamin unverträglich reagieren. Dazu gehören alter, langgereifter Käse und Pökelfleisch. Zudem ist eine Reaktion auf Lebensmittel möglich, die kein Histamin enthalten, aber den Stoff im Körper freisetzen können wie Erdbeeren oder Tomaten. Auch Bananen oder Erdnüsse sind für histaminintolerante Menschen oft nicht verträglich.
  • Glutenintoleranz: Die Glutenunverträglichkeit wird auch als Zöliakie bezeichnet. Gluten ist ein Klebereiweiß, das in vielen Getreidearten vorkommt. Der Verzehr kann bei den Betroffenen eine Entzündung der Darmschleimhaut hervorrufen. Dadurch treten Durchfall und Übelkeit auf. Medizinisch gesehen ist die Zöliakie ein Sonderfall: Sie ist eine Erkrankung und nicht eine klassische Unverträglichkeit.

Behandlung

Umstellung der Ernährung

Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit lässt sich im eigentlichen Sinne nicht behandeln. Es gibt keine Medikamente oder Therapien, die dafür sorgen, dass die körperlichen Reaktionen auf die Lebensmittel dauerhaft ausbleiben. Sprechen Sie mit einem Arzt oder einem Diätologen über eine Ernährungsumstellung, die zu Ihrem Kind passt.

Sollte es zum Beispiel im Urlaub nicht möglich sein, die gewählte Ernährungsform durchzuführen, gibt es für einige Nahrungsmittelunverträglichkeiten Präparate wie Laktose-Tabletten. Die Beschwerden können dadurch gelindert werden. Manchen Betroffenen kann es helfen, durch Nahrungsergänzungsmittel die Darmflora zu stärken. So werden die Symptome gemindert, treten aber ebenso wie bei den Präparaten weiterhin auf.


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