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Hilfe bei Verdauungsproblemen in der Schwangerschaft

Viele Frauen haben in der Schwangerschaft Probleme mit ihrer Verdauung. Welche Beschwerden auftreten und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie in unserem FamilienMoment.

Verdauungssystem in der Schwangerschaft

Der Fötus drückt auf den Darm

Verdauungsprobleme bei Schwangeren kommen häufig vor: Je weiter die Schwangerschaft fortgeschritten ist, desto mehr Platz müssen die inneren Organe für das heranwachsende Baby machen. Besonders im letzten Drittel drückt der Fötus auf den Darm und beeinträchtigt dadurch die Verdauung. Zusätzlich verlangsamt das Hormon Progesteron die Magen-Darm-Aktivität der werdenden Mutter.


Verstopfung

Essen Sie ausgewogen und bleiben Sie in Bewegung

Abbildung „Schwangerschaft und Verdauung – erste Hilfe bei Verstopfung”

Ursächlich für Verstopfungen in der Schwangerschaft sind eine ungesunde Ernährung, mangelnde Bewegung, eine vergrößerte Gebärmutter, die auf Organe drückt, und Hormonveränderungen. Das Hormon Progesteron wirkt entspannend auf einige Muskelpartien im Magen-Darm-Trakt. Der Darm wird dadurch träge und verdaut die Nahrung langsamer. Gleichzeitig wird dem Magen-Darm-Trakt mehr Wasser entzogen. Dies hat zur Folge, dass der Stuhl hart und die Ausscheidung erschwert wird. Viele Schwangere nehmen Eisen als Nahrungsergänzungsmittel ein, was ebenfalls zu Verstopfungen führen kann.

Welche Symptome treten auf?

Ein Mediziner diagnostiziert eine Verstopfung erst, wenn drei bis vier Tage bis zum nächsten Stuhlgang vergehen und dieser deutlich erschwert ist. Oft treten Verstopfungen zusammen mit Blähungen, Übelkeit und einem Völlegefühl auf.  

Welche Maßnahmen verschaffen Linderung?

Diese Tipps beugen einer Verstopfung vor und helfen auch, wenn Sie bereits darunter leiden:

  • Vermeiden Sie stopfende Lebensmittel wie beispielsweise Bananen oder Schokolade.
  • Essen Sie eingelegte Früchte oder Trockenfrüchte und trinken Sie anschließend ausreichend Wasser.
  • Mischen Sie Flohsamenschalen, Weizenkleie oder Leinsamen in den Joghurt oder das Müsli. Die aufquellenden Ballaststoffe helfen dabei, den Stuhlgang zu regulieren. Achten Sie darauf, dass Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.
Ein Glas lauwarmes Wasser am Morgen kann bei Verstopfung, auch Obstipation genannt, helfen. Besonders wirksam ist es, etwas Milchzucker zu sich zu nehmen. Diesen können Sie beispielsweise in einen Joghurt rühren. Hebamme Judith Fuchs

Sodbrennen

Vermeiden Sie scharfes und fettiges Essen

Abbildung „Schwangerschaft und Verdauung – erste Hilfe bei Sodbrennen”

Viele Schwangere berichten bereits im ersten und zweiten Trimester von Sodbrennen, im dritten Trimester leiden noch mehr Frauen darunter. Zum einen wird Sodbrennen durch bestimmte Lebensmittel begünstigt, zum anderen ist auch hier das Hormon Progesteron schuld: Der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre entspannt, wodurch die Magensäure leichter in die Speiseröhre gelangen kann.  

Welche Symptome treten auf?

Sodbrennen äußert sich als brennendes Gefühl, das von der Brust bis zum Hals spürbar ist. Es ist zwar unangenehm und lästig, aber ungefährlich.

Welche Maßnahmen verschaffen Linderung?

Wenn Sie akut unter Sodbrennen leiden, kann eine Tasse Kamillentee beruhigend und entspannend auf den Magen wirken. Auch eine aufrechte Körperhaltung hilft, damit die Magensäure nicht in die Speiseröhre fließen kann. Kauen Sie regelmäßig Kaugummi, um damit den Speichelfluss anzuregen, wodurch sich die Magensäure besser verdünnt. Hier gilt: je mehr Speichel, desto besser.  

Mit diesen Tipps beugen Sie Sodbrennen vor:

  • Vermeiden Sie zu scharfes oder fettiges Essen und starkes Würzen.
  • Nehmen Sie sich genug Zeit zum Essen und Kauen.
  • Legen Sie sich nicht direkt nach dem Essen hin, sondern sitzen Sie noch einige Minuten aufrecht.
  • Essen Sie kleinere und dafür mehrere Mahlzeiten am Tag.
  • Wenn Sodbrennen abends oder nachts auftritt, kann eine aufrechtere Position im Bett helfen.  

Blähungen

Essen Sie viele kleine Mahlzeiten statt wenige große

Abbildung „Schwangerschaft und Verdauung – erste Hilfe bei Blähungen”

Auch Blähungen können in einer Schwangerschaft vermehrt auftreten. Auslöser ist in der Regel die Ernährung: Kohlensäurehaltige Getränke und bestimmte Gemüsesorten wie Zwiebeln, Brokkoli, Kohl oder Hülsenfrüchte begünstigen Blähungen. Während der Schwangerschaft werden außerdem mehr Gase im Darm produziert, da die Verdauung verlangsamt ist und Nahrungsbestandteile zu gären beginnen.  

Welche Symptome treten auf?

Blähungen äußern sich zum Beispiel durch einen Blähbauch, Völlegefühl, Bauchschmerzen oder Luft im Bauch.

Welche Maßnahmen verschaffen Linderung?

Diese Ernährungs- und Verhaltensweisen wirken nicht nur nachträglich, sondern auch vorbeugend:

  • Trinken Sie warmen Kräutertee, zum Beispiel mit den Inhaltsstoffen Fenchel, Anis oder Melisse.
  • Vermeiden Sie Lebensmittel, die den Bauch aufblähen, und lassen Sie sich bei Bedarf auf Unverträglichkeiten testen.
  • Bewegung kann helfen, Blähungen zu reduzieren.
  • Essen Sie mehrere kleine Mahlzeiten statt wenige große.
  • Wärme, zum Beispiel durch ein Kirschkernkissen oder eine Wärmflasche, kann bei einem blähenden Bauch helfen.

Arzt um Rat fragen

Bei starken Magenschmerzen, blutigem Stuhlgang oder Fieber

Verdauungsprobleme sind lästig und unangenehm, aber in der Regel ungefährlich. Wichtig ist, dass Sie sich weiterhin ausgewogen ernähren und genug trinken, damit Sie und Ihr Baby alle wichtigen Nährstoffe erhalten.

Suchen Sie einen Arzt auf, wenn die Verdauungsprobleme regelmäßig auftreten und sich nicht bessern. Bei folgenden Beschwerden ist ein Arztbesuch unbedingt notwendig:

  • starke Magenschmerzen
  • blutiger Stuhlgang
  • Schwindel
  • Fieber

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