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Gesunde Verdauung bei Kleinkindern

Das erste Lebensjahr ist stark von Wachstums- und Entwicklungsschüben geprägt. Diese betreffen auch den Darm und das gesamte Verdauungssystem deines Kindes, da es gerade zu Beginn mit unterschiedlicher Nahrung in Kontakt kommt. Erfahre mehr über eine gesunde Verdauung bei Kleinkindern.

Besonderheiten bei Kleinkindern

Die Verdauung stellt sich um

Der kindliche Körper und damit auch der Darm entwickeln sich in den ersten Lebensjahren rasant. Gleichzeitig muss die Verdauung mit vielen Veränderungen zurechtkommen: Ist der Körper anfangs an die Muttermilch gewöhnt, kommt er bald mit Folgemilch in Kontakt. Ab einem halben Jahr steht die Umstellung auf Beikost, ein halbes Jahr später auf feste Nahrung an. Das Verdauungssystem gewöhnt sich also in kurzer Zeit an unterschiedliche Arten von Nahrung. Tipps für eine ausgewogene Ernährungsweise findest du in unserem Ernährungsratgeber für Kinder.

Wie unterscheidet sich die Verdauung von Kleinkindern und Erwachsenen?

Der Darm und das Verdauungssystem deines Kindes reifen erst nach der Geburt aus. Im ersten Lebensjahr gewinnt der Darm etwa einen Meter an Länge dazu. Gleichzeitig beginnt auch die Darmflora, sich auszubilden. Ist diese direkt nach der Geburt noch steril, setzen sich hier nach und nach Bakterien an, die dem Körper bei der Verdauung helfen.

Zudem arbeitet das Verdauungssystem eines Kleinkindes ungefähr doppelt so schnell wie das eines Erwachsenen. Das heißt, dass der Stuhlgang viel häufiger passiert und du öfter Windeln wechseln beziehungsweise dein Kind zur Toilette oder aufs Töpfchen begleiten musst.

Was passiert beim Umstieg von Milch auf Beikost und auf feste Nahrung?

Mit jeder neuen Kost, die dein Kind kennenlernt, entstehen neue Darmflora-Bakterien, um die Nahrung verdauen und die Nährstoffe aufnehmen zu können. Der Verdauungsapparat befindet sich gerade am Anfang in einer Lernphase: Er trifft stetig auf neue Lebensmittel und muss erlernen, wie er diese verdaut. Ab etwa einem Jahr können Kleinkinder auch feste Nahrung regelmäßig zu sich nehmen, da sich ihr ihre Verdauung an diese Speisen gewöhnt hat. Wichtig vor der Einführung der Familienkost ist, dass dein Kind vorab schon abwechslungsreich gegessen hat und der Körper dadurch gut darauf vorbereitet wurde.

Je nach Art der Nahrung verändert sich zudem der Stuhl deines Kindes und unter anderem auch die Häufigkeit des Stuhlgangs.

  • Bei Stillbabys steht in der Regel nach jeder Mahlzeit ein Stuhlgang und somit ein Windelwechsel an. Der Stuhl ist dabei wässrig bis leicht fest und hat eine gelbe Farbe.
  • Bekommt dein Kind Flaschennahrung, ist der Stuhl eher breiig und riecht auch stärker als bei Stillbabys. Er ist hellgelb bis braun. Der Stuhlgang findet nur noch zwei- bis dreimal täglich statt.
  • Durch Beikost wird der Stuhl deines Kindes fester und riecht intensiver. Die Farbe kann sich durch die aufgenommenen Lebensmittel wie Spinat oder Möhren farblich verändern. Insgesamt nimmt der Stuhlgang deines Kindes ab. Wie häufig dieser ist, variiert stark von Kind zu Kind.
  • Bei der festen Nahrung wird der Stuhl noch dunkler und auch der Geruch nimmt weiter zu.

Verdauung fördern

Was du bei der Ernährung beachten solltest

Das Verdauungssystem eines Kindes ist empfindsam und muss alles erst erlernen. Damit die Entwicklungsphase des Verdauungstraktes gut gelingt, ist es wichtig, dass das Kind von Anfang an eine möglichst ausgewogene und vor allem abwechslungsreiche Ernährung kennenlernt. Diese Dinge solltest du rund um die ausgewogene Ernährung bei deinem kleinen Liebling beachten:

  • Zeit fürs Essen: Nimm dir Zeit für das Essen. Entwickle Routinen, sodass keine Hektik und kein Zeitdruck entsteht.
  • Gut kauen: Je mehr die Kost gekaut wird, desto einfacher kann der Körper die Nahrung verarbeiten und verdauen. Achte darauf, dass dein Kind alles ausreichend zerkaut und nichts hinunterschlingt.
  • Ausreichend Ballaststoffe: Ballaststoffe unterstützen die Verdauung. Wird Kindern eine ballaststoffarme Ernährung vorgesetzt, kann es häufiger zu Verstopfungen kommen. Ballaststoffreiche Lebensmittel sind zum Beispiel Vollkornprodukte, Schalenobst, frisches Gemüse sowie Hülsenfrüchte.
  • Viel trinken: Ausreichend Wasser am Tag hilft bei der Verdauung. Zum einen kommt es so seltener zu Verstopfungen und zum anderen wird die Arbeit der Ballaststoffe durch Wasser unterstützt.
  • Wenig Zucker: Zu viel Zucker kann negative Auswirkungen auf die Verdauung deines Kindes haben. Süßigkeiten und andere zuckerhaltige Speisen sollten Kinder daher eher selten erhalten.
  • Regelmäßige Bewegung: Wenn sich dein Kind viel bewegt, spielt oder sportlich tätig ist, regt das den Blutkreislauf an. Das wiederum fördert die Verdauung.
  • Bauchmassage: Bewege deine Hände ganz sanft über den Bauch deines Babys und streichle im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel. Das hilft, Schmerzen zu lindern und die Verdauung anzuregen.
  • Routine für den Toilettengang: Versuche, dein Kind beim Toilettengang an eine Routine zu gewöhnen. Immer zur selben Zeit den Darm zu entleeren, hilft ihm, sich daran zu gewöhnen und die Verdauung entsprechend anzupassen.

Tipps bei Verstopfung

Wie du deinem Kind bei Problemen mit der Verdauung helfen kannst

Verstopfung oder Verdauungsprobleme sind bei Kindern meist keine Seltenheit. Im Gegenteil, sie sind ein Teil der Entwicklungsphase der Verdauung. Gerade wenn neue Lebensmittel eingeführt werden oder die Ernährung umgestellt wurde, kann es kurzzeitig zu Verstopfung kommen. Sobald sich der Körper an die neue Ernährungsweise gewöhnt hat, wird die Verdauung wieder besser.
 
Stress ist eine Ursache für Verdauungsprobleme. Dein Kind bekommt bereits Veränderungen mit und kann darauf mit körperlichen Symptomen reagieren. Der erste Tag in der Kinderbetreuung oder ein Umzug in eine neue Umgebung können mögliche Auslöser sein.
 
Die oben genannten Hinweise zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung helfen, Verstopfungen zu vermeiden. Zudem kannst du, wenn eine Verstopfung auftritt, auf stopfende Lebensmittel wie Schokolade oder Bananen verzichten. Gebe deinem Liebling stattdessen zum Beispiel Karottensaft: So bekommt dein Kind viele Ballaststoffe und genügend Flüssigkeit. Aber auch Trockenobst, gern in Saftform, und Feigenmus können helfen. Wenn die Verstopfung oder andere Verdauungsprobleme wie Erbrechen, Appetitmangel oder Fieber über längere Zeit auftreten, solltest du deinen Kinderarzt aufsuchen.

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