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FamilienMomente / 26. Februar 2021

Was tun bei Zahnschmerzen in der Schwangerschaft?

Durch die Schwangerschaftshormone kann es vermehrt zu Zahnschmerzen und empfindlichem Zahnfleisch kommen. Viele werdende Mütter möchten die Einnahme von Medikamenten aber unbedingt vermeiden. Erfahren Sie hier, wie Sie Zahnschmerzen in der Schwangerschaft vorbeugen können und wann Sie zum Zahnarzt gehen sollten.

Schwangere Frau im Badezimmer

Veränderungen im Mundraum

Empfindliches Zahnfleisch und erhöhtes Risiko für Karies

Während der Schwangerschaft finden im Körper komplexe hormonelle Veränderungen statt. Diese haben auch Auswirkungen auf den Mundraum und können bei einigen Frauen unangenehme Symptome hervorrufen.

  • Das Zahnfleisch wird stärker durchblutet, wodurch es gleichzeitig weicher und empfindlicher wird. Deshalb kommt es beim Reinigen der Zahnzwischenräume mit Zahnseide leichter zu Blutungen. Bakterien können eindringen und eine Parodontitis, eine Erkrankung des Zahnfleisches, auslösen.
  • Auch der pH-Wert des Speichels ändert sich während der Schwangerschaft. Das Milieu im Mundraum wird saurer, sodass die Zähne zusätzlichen Schutz vor Karies benötigen.
  • Erbrechen setzt den Zahnschmelz einer weiteren Belastung durch Säure aus. 

Gleichzeitig kann das Zähneputzen in manchen Fällen die Übelkeit verstärken und das Putzen erschweren. Dennoch sollten Sie unter keinen Umständen darauf verzichten. Eine gute Zahnhygiene während der Schwangerschaft ist besonders wichtig, auch um Folgeschäden zu vermeiden.


Tipps zur Vorbeugung

Zahnschmerzen in der Schwangerschaft vermeiden

Abbildung „Zahnschmerzen in der Schwangerschaft vorbeugen”

Legen Sie auf Hygiene und eine gründliche Zahnpflege während der Schwangerschaft besonderen Wert. Durch eine gute Vorsorge können Sie das Risiko für Karies und Entzündungen im Mundraum deutlich senken.  

Richtige Pflege

Um zu verhindern, dass es zu einer ernsthaften Zahnfleischerkrankung kommt, pflegen Sie Ihre Zähne besonders gründlich.

  • Verwenden Sie eine alkoholfreie Mundspülung.
  • Am besten lassen Sie von Ihrem Zahnarzt eine professionelle Zahnreinigung durchführen, um Zahnfleischentzündungen vorzubeugen.
  • Putzen Sie Ihre Zähne zweimal am Tag für drei Minuten.
  • Steigen Sie auf eine weiche Zahnbürste um, damit Sie das empfindliche Zahnfleisch schonen.
  • Die Zahnzwischenräume reinigen Sie am besten täglich mit Zahnseide oder Interdentalbürsten. Gehen Sie hier sanft vor, da es zu Blutungen kommen kann. Sollte es häufig dazu kommen, suchen Sie Ihren Zahnarzt auf.

Zahnpflege bei Übelkeit

Falls Sie unter Übelkeit leiden, putzen Sie Ihre Zähne bitte nicht sofort nach dem Erbrechen. Der Zahnschmelz wird durch die Magensäure angeraut und ist deshalb besonders empfindlich. Besser ist es, den Mund zunächst mit Wasser oder einer fluoridhaltigen Mundspülung zu reinigen und bis zum gründlichen Putzen mindestens noch eine halbe Stunde zu warten. Alternativ können Sie eine Prise Natron in etwas Wasser lösen und damit spülen. So wird die Säure im Mund neutralisiert.

Verwenden Sie eine Zahnbürste mit einem kleinem Kopf, wenn Sie beim Putzen Übelkeit oder Würgereiz verspüren. So wird der Gaumen weniger gereizt. Oft hilft dieser Tipp schon gegen die Übelkeit und verbessert das Putzerlebnis wesentlich.

Essen für gesunde Zähne

Da der pH-Wert im Mundraum während der Schwangerschaft niedrig ist, machen Zucker und Säure die Zähne besonders angreifbar für Karies. Damit die Zähne gesund bleiben, spielt auch die Ernährung eine wichtige Rolle. Zudem freut sich Ihr Sonnenschein über viele Vitamine und Mineralstoffe, die Sie durch eine ausgewogene und gesunde Ernährung aufnehmen.

Greifen Sie zu Rohkost und Nüssen statt zu Süßigkeiten. Auch Vollkornprodukte sind ratsam. Bei unstillbarer Lust auf Süßes, gönnen Sie sich ab und zu etwas, aber putzen Sie sich danach Ihre Zähne. Festes Kauen ist gut für Ihr Zahnfleisch und kann Entzündungen mindern. Auch deshalb sind Rohkost und bissfeste Speisen besonders empfehlenswert.


Hausmittel  

Alkoholfreie Mundspülung, Kamillentee und Co.

Trotz aller Vorsorge kann es dazu kommen, dass sich kleine Entzündungen im Mundraum bilden. Nehmen Sie Medikamente und Schmerzmittel nur auf ärztlichen Rat ein. Es gibt zudem einige unbedenkliche Hausmittel, auf die Sie bei leichten Zahnschmerzen und Zahnfleischentzündungen auch während der Schwangerschaft zurückgreifen können.

  • Kühlen: Eine kühlende Kompresse ist ein bewährter Klassiker gegen Schmerzen. Vermeiden Sie dabei den direkten Kontakt von Eis auf der Haut. Alternativ können Sie einen Eiswürfel im Mund schmelzen lassen.
  • Kamille: Kochen Sie eine Tasse starken Kamillentee auf, lassen Sie ihn abkühlen und verwenden Sie ihn als Mundspülung. Auch Pfefferminze, Melisse und Salbei können gegen die Schmerzen helfen. Stellen Sie einen Aufguss aus mehreren Kräutern her und mischen Sie so verschiedene Tees.
  • Alkoholfreie Mundspülung: Nutzen Sie Mundwasser. Es wirkt meist leicht kühlend und ist außerdem wirksam gegen Keime und Entzündungen.
  • Propolis: Geben Sie einige Tropfen Propolis in ein Glas Wasser und spülen Sie damit den Mund gründlich aus. Propolis ist ein von Bienen produziertes Schutzharz. Es wirkt desinfizierend und bekämpft Entzündungen.
  • Kochsalzlösung: Mischen Sie ein großes Glas warmes Wasser mit einem halben Teelöffel Salz, bis dieses am Boden liegen bleibt. Wenn die Mischung abgekühlt ist, spülen Sie damit Ihren Mund aus. Das Salz wirkt antibakteriell.

Rat vom Arzt einholen

Bei Schwellungen des Zahnfleisches oder lockeren Zähnen

Da die Mundhygiene ein wichtiger Bestandteil Ihrer Gesundheit ist, wird oft empfohlen, bereits vor oder zu Beginn der Schwangerschaft einen Termin mit Ihrem Zahnarzt zu vereinbaren. So können Sie Risiken besprechen und eine gründliche Zahnreinigung vornehmen, um ideal auf die kommenden Monate vorbereitet zu sein.

Teilen Sie Ihrem Zahnarzt unbedingt mit, wenn Sie schwanger sind und nehmen Sie Ihren Zahnarzttermine dennoch wahr. Die meisten zahnmedizinischen Behandlungen sind während der Schwangerschaft völlig unbedenklich. Ihr Zahnarzt kann Sie also auch während der Schwangerschaft kompetent beraten und behandeln. Sie sollten deshalb bei Problemen und anhaltenden Schmerzen frühzeitig einen Termin vereinbaren und die Angebote wahrnehmen. 

Häufige Beschwerden in der Schwangerschaft

Besonders im zweiten Trimester kann es mitunter zu starken Schwellungen des Zahnfleischs kommen. Damit einher geht oft vermehrt auftretendes Zahnfleischbluten. Sollten Sie davon betroffen sein und die Symptome länger als ein paar Tage anhalten, wenden Sie sich an Ihre Zahnarztpraxis.

Zudem treten in seltenen Fällen lockere Zähne während der Schwangerschaft auf. Durch die Schwangerschaftshormone bildet sich das Zahnfleisch bei einigen Frauen vorübergehend leicht zurück. In diesem Fall sollten Sie Ihren Zahnarzt benachrichtigen und einen Termin vereinbaren.


Zahnpflege nach der Geburt

Regelmäßiges Zähneputzen schützt Sie und Ihr Baby

Auch nach der Geburt Ihres kleinen Sonnenscheins sollten Sie weiterhin auf Ihre allgemeine Hygiene und die Mundgesundheit achten. Putzen Sie sich regelmäßig die Zähne und benutzen Sie eine Mundspülung, um die Bakterienanzahl gering zu halten. Über den Speichel können Sie die Bakterien, die Karies verursachen, auf Ihr Baby übertragen. Verzichten Sie daher auf das Ablecken des Schnullers oder Breilöffels.

Mit der richtigen Mundhygiene müssen Sie sich um Ihre Zahngesundheit vorerst keine Sorgen machen. Genießen Sie also die wunderbare Zeit der Schwangerschaft und die Momente mit Ihrem kleinen Sonnenschein.