Filialdaten werden geladen.

Ihre Daten werden gesendet.
Entdecken Sie unsere Filial-Angebote

Online-Marktplatz

Filial-Angebote

Darf das Baby im Elternbett schlafen?

Viele Eltern stellen sich die Frage, wo ihr Baby die Nächte verbringen sollte. Welche Vor- und Nachteile der Schlaf im Eltern- und Beistellbett hat und was Sie für einen sicheren Babyschlaf unbedingt beachten sollten, lesen Sie in unserem FamilienMoment.

Empfehlung von Experten

Wo schlafen Babys sicher?

Auch wenn das Elternbett praktische Vorteile hat, zum Beispiel beim nächtlichen Stillen, raten Kinderärzte und Experten generell davon ab, das Baby dort schlafen zu lassen. Denn das Risiko des plötzlichen Kindstodes ist hier laut niederländischen Studien aus dem Jahr 2008 erhöht. Auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V. sieht eine Gefahr, wenn Babys im Elternbett schlafen: Es kann zu einem Sauerstoffmangel oder Hitzestau kommen.

Ein Beistell- oder Babybett im Elternschlafzimmer stellt eine gute Alternative zum Schlaf im Elternbett dar: So sind Sie in der Nähe Ihres Babys und können bei Bedarf schnell reagieren.


Sicherer Schlaf

Achten Sie auf die Schlafposition und verzichten Sie auf Kissen oder Decken

Da viele Eltern ihr Neugeborenes auch nachts in ihrer Nähe haben möchten, schlafen Babys häufig im Schlafzimmer von Mama und Papa. So hört der Säugling die Atemgeräusche seiner Eltern, was einen positiven Einfluss auf seine eigene Atmung haben kann. Ferner ist es für die stillende Mutter praktisch, wenn der kleine Sonnenschein aufwacht und Hunger hat.

Grundsätzlich können Babys an vielen Orten gut schlafen. Wichtig ist, dass Sie eine sichere Umgebung schaffen.

  • Babylage: Lassen Sie Ihr Kind im ersten Jahr in der Rückenlage schlafen, um die bestmögliche Atmung zu gewährleisten.
  • Ausstattung: Verwenden Sie anfangs keine Kissen oder Decken, damit es nicht zu einem Hitze- oder Atemrückstau kommt. Ebenso sollten Sie auf Nestchen im Bett verzichten. Ein guter Schlafsack reicht aus. Achten Sie darauf, dass dieser den Temperaturen im Schlafzimmer angepasst ist.
  • Schlafplatz: Stellen Sie sicher, dass Ihr Baby nicht in die Nähe von Stromkabeln und Steckdosen gelangen kann. Das Bett sollte nicht zu nah an einer Heizung stehen. Vermeiden Sie eine direkte Sonneneinstrahlung und Zugluft. Ebenso muss das Zimmer rauchfrei sein.
  • Spielzeuge und Kuscheltiere: Legen Sie keine Spieluhren, Stofftiere oder andere Gegenstände in das Bett Ihres Kindes. Auch auf Mobiles über dem Bett sollten Sie verzichten, um Ablenkung zu vermeiden.
  • Temperatur: Achten Sie darauf, dass die Raumtemperatur zwischen 16 und 18 Grad beträgt. Vergessen Sie nicht, das Zimmer regelmäßig zu lüften – am besten dann, wenn Ihr Baby sich nicht dort aufhält.

Tricks und Tipps rund um den Babyschlaf finden Sie in unserem FamilienMoment zu diesem Thema. Informieren Sie sich auch über Routinen und Strukturen, die Ihrem Kind helfen, in den Schlaf zu finden.

Wo schläft mein Baby in der Nacht?

Bei der Entscheidung, wie und wo Ihr Kind schlafen soll, ist es vor allem wichtig, dass Sie herausfinden, was für Sie am besten umsetzbar ist und womit Sie sich am wohlsten fühlen. Wägen Sie individuell ab und probieren Sie verschiedene Varianten aus.

Im Laufe der Entwicklung Ihres Kindes kann sich der geeignete Schlafplatz ändern, so zum Beispiel, wenn Reize mit der Zeit stärker wahrgenommen werden. Dazu können auch die Schlafgeräusche der Eltern gehören, die das Baby aufwecken oder wachhalten.

Erfahrungsberichte von Eltern rund ums Thema Baby können Sie sich in unserem FamilienMomente-Podcast anhören.


Elternbett

Welche Vor- und Nachteile hat das Schlafen bei Mama und Papa im Bett?

Wenn es Ihnen nicht ausreicht, dass Ihr Kind nur bei Ihnen im Zimmer schläft, gibt es die Möglichkeit, dass Ihr Nachwuchs in Ihrem Bett die Nacht verbringt. Für die Sicherheit Ihres Babys gibt es dabei einiges zu beachten.

Vorteile

Der Schlaf des Säuglings im Elternbett hat besonders für die Mutter Vorteile.

  • Stillen: Liegt Ihr Kind bei Ihnen im Bett, erleichtert dies das Stillen, was letztlich auch das kindliche Wohlbefinden fördert. Mütter finden schneller wieder in den Schlaf, da sie nicht aufstehen oder sich aufrichten müssen, um das Kind zu stillen.
  • Schlafphase: Babys, die im Elternbett schlafen, wachen nachweislich seltener auf und sind auch kürzer wach.
  • Reaktion: Sollte Ihr Baby im Schlaf wach werden, zum Beispiel husten oder weinen, können Sie schneller darauf reagieren.

Beachten Sie, dass ein gutes Beistellbett diese Vorteile ebenfalls aufweist, da auch hier eine große Nähe zur Mutter gewährleistet wird.

Nachteile

Es gibt aber auch einige Nachteile, wenn Ihr Kind im Elternbett schläft.

  • Geräusche: Laute und Bewegungen der Eltern können das Baby aufwecken oder wachhalten, wodurch es schlecht oder gar nicht schläft.
  • Schlaf der Eltern: Ihr Baby bewegt sich im Schlaf, boxt und tritt und kann Sie dadurch von der Nachtruhe abhalten.
  • Erstickungsgefahr durch Kissen und Decken: Es besteht das Risiko, dass der Säugling unter die Decke oder ein Kissen gerät, er nicht genügend Luft bekommt und erstickt.
  • Gewohnheit: Ihr Kind kann später Umstellungsschwierigkeiten haben, wenn es im eigenen Bett schlafen soll.
  • Sexleben: Ein Baby im Bett hat Auswirkungen auf Ihr Liebesleben.  

Was es beim Schlaf im Elternbett zu beachten gibt

Es gibt Situationen, in denen Sie auf das Schlafen des Babys im Elternbett verzichten sollten:

  • Ihr Kind ist ein Frühchen oder hatte bei der Geburt ein sehr geringes Gewicht.
  • Babys sollten niemals allein im Elternbett schlafen, da das Erstickungsrisiko dadurch höher ist und es auch im Schlaf aus dem Bett fallen kann, wenn es nicht abgesichert ist.
  • Lassen Sie Babys nicht mit älteren Kindern oder Haustieren schlafen.
  • Wenn Sie oder Ihr Partner rauchen, sollten Sie Ihr Kind nicht zu sich ins Bett nehmen, da dies die Gefahr des plötzlichen Kindstodes erhöht.
  • Sofern Sie oder Ihr Partner Alkohol, Drogen oder Medikamente einnehmen, sollten Sie ebenfalls auf das Co-Sleeping verzichten.


So schaffen Sie in Ihrem Bett die beste Schlafumgebung für Ihr Kind:

  • Achten Sie auf eine harte Matratze und vermeiden Sie Ritzen oder Spalten, in die das Baby rutschen könnte. Ziehen Sie das Bettlaken straff über die Matratze. Ein Wasserbett oder eine Couch sind zum Schlafen für Babys ungeeignet.
  • Verzichten Sie auf zusätzliche Kissen und nehmen Sie keine Stofftiere mit ins Elternbett.
  • Legen Sie das Baby neben die Mutter und nicht zwischen die Eltern. Untersuchungen haben gezeigt, dass Väter oft tiefer schlafen und das Kind somit durch die Schlafbewegungen gefährdet sein kann.
  • Sichern Sie das Bett ausreichend, um Stürze aus dem Bett zu verhindern.

Beistellbett

Welche Vor- und Nachteile hat das Schlafen im Beistellbett?

Am sichersten schlummern Babys in ihren eigenen Betten. Eine gute Alternative zum Baby- und Elternbett stellt das Beistellbettchen dar. Dieses wird am Elternbett befestigt und ist zu einer Seite offen. So ist das Kind nah bei Mama und Papa, schläft aber in seinem eigenen Bereich.  

Vorteile

Ein Beistellbett hat viele Vorteile für Eltern und Kind.

  • Nähe: Durch die offene Seite am Elternbett ermöglicht das Beistellbett, dass das Baby ganz in der Nähe der Mutter schläft. Auch das Stillen wird dadurch erleichtert.
  • Größe: Beistellbetten sind oft größer als Stubenwagen oder Babybetten, wodurch das Kind länger in ihnen schlafen kann.
  • Variabilität: Die Beistellbetten sind meist sehr variabel. Neben einer fast immer vorhandenen Höhenverstellbarkeit können manche Exemplare  zu einem normalen Bett umgebaut werden. So muss kein neues angeschafft werden, wenn das Kind älter wird.
  • Atmung: Schläft Ihr Baby in einem Beistellbett, statt mit Ihnen im Elternbett, ist die Gefahr, dass es unter die Decke rutscht, geringer. Dadurch kommt es auch nicht zu Beeinträchtigungen der Atmung.

Nachteile

Es gibt auch Nachteile, die sich aus dem Schlaf im Beistellbett ergeben.

  • Befestigung: Achten Sie auf eine sichere Befestigung am Elternbett. Es sollte keine Lücke zwischen den Betten bestehen.
  • Fehlende Nähe: Da die Beistellbetten zu einer Seite offen und oft größer als beispielsweise ein Stubenwagen sind, empfindet das Baby nicht die Nähe und Geborgenheit, die es aus der Gebärmutter kennt. Je nach Größe des Elternbetts kann dies aber natürlich auch dort gegeben sein.
Einige Eltern haben Sorge, ihr Kind zu verwöhnen, wenn es so nah bei ihnen schläft. Sie haben Angst, dass es sich an den Schlaf im Elternbett gewöhnt und später die Nacht nicht mehr im eigenen Bettchen verbringen möchte. Diese Sorge ist unbegründet. Ein Baby kann man nicht mit zu viel Nähe verwöhnen und ich kenne keinen Teenager, der unbedingt noch bei seinen Eltern im Bett schlafen möchte. Hebamme Judith Fuchs

Das könnte Sie auch interessieren