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Baby baden: So gelingt der Badespaß

In der Badewanne gibt es viel zu entdecken und spielerisch zu lernen – sauber wird man da ganz nebenbei! Bei uns erhältst du Tipps für den ersten Ausflug in die Wanne. Außerdem erfährst du, wie der Besuch in der Badewanne zum Hautpflegeerlebnis für die besonders empfindliche Babyhaut wird.

✔️ in Zusammenarbeit mit Judith Fuchs, Hebamme

Das erste Mal

Wann können Babys das erste Mal in die Wanne?

Unmittelbar nach der Geburt sollte dein Baby erst einmal nicht gebadet werden, da die Käseschmiere, die es umhüllt, schützende Eigenschaften für die Haut deines kleinen Sonnenscheins hat.

Zu Hause sollte das Baby erst dann baden, wenn der Nabelschnurrest abgefallen und der Nabel verheilt ist. Sonst besteht die Gefahr, dass Keime in die Wunde gelangen und Infektionen verursachen. Frage deine Hebamme oder deinen Kinderarzt um Rat, wenn du unsicher bist, ob du dein Baby schon baden kannst.


Hautbesonderheiten

Babyhaut – empfindlich zart und samtig weich

Wer einmal Babyhaut berührt hat, weiß, dass diese besonders zart und empfindlich ist. Das liegt daran, dass die Haut noch nicht voll entwickelt ist. Die natürliche Hautschutzbarriere deines kleinen Sonnenscheins bildet sich erst im Laufe der ersten zwölf Monate aus. Doch was genau heißt das für die Babypflege?

Da Babyhaut circa 30 Prozent dünner ist als bei Erwachsenen, kann sie zwar schneller Feuchtigkeit aufnehmen, trocknet aber gleichzeitig auch schneller aus und ist anfälliger für Keime. Eine regelmäßige Hautpflege, die auf die besonderen Bedürfnisse der Babyhaut abgestimmt ist, ist daher besonders wichtig.

Adäquate Pflege

Da der Blinzelreflex bei Babys noch nicht voll ausgebildet ist, solltest du darauf achten, dass die Pflegeprodukte nicht in den Augen brennen. Verwende einen milden Badezusatz, der speziell auf die Bedürfnisse deines Babys angepasst wurde. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass diese Zusätze im Vergleich zum Baden mit klarem Wasser positive Auswirkungen haben. Darüber hinaus reinigen Badezusätze auch fettlösliche Substanzen – hier reicht Wasser allein leider nicht aus.


Häufigkeit

Wie oft geht's in die Wanne?

Wann und wie oft du deinem kleinen Schatz ein Wohlfühlbad gönnst, bleibt dir überlassen. In den ersten Wochen werden meist zwei bis drei Bäder pro Woche empfohlen. Für die Sauberkeit des Babys reicht es meistens schon aus, wenn du regelmäßig das Gesicht, die Hände und den Po mit einem in warmes Wasser getränkten Waschlappen reinigst.

Grundsätzlich gilt: Bade dein Baby, wenn es schmutzig geworden ist, zum Beispiel wenn es sich mit Milch bespuckt hat oder einmal in der Windel etwas danebengegangen ist.


Wanne oder Eimer?

Worin das Baby baden – Wanne oder Eimer?

Schon bei der Zusammenstellung der Baby-Erstausstattung fragen sich werdende Eltern, was die beste Wahl ist. Hier gilt wie bei so vielem: Ausprobieren ist die beste Lösung, denn auch beim Baden hat dein Baby seine eigenen Vorlieben. Nutze die Bademöglichkeit, bei der sich dein Baby am wohlsten fühlt. Alternativ kannst du auch einen Wäschekorb ohne Löcher zur Babybadewanne umfunktionieren.

Wir stellen dir die Vor- und Nachteile von Wanne und Eimer vor.

Babybadewanne

Vorteile

  • kann länger verwendet werden, da auch ältere Babys hereinpassen
  • leichte Handhabung
  • kann später anderweitig verwendet werden, zum Beispiel als Wäschekorb oder Spielzeugkiste

Nachteile

  • mehr Wasser zum Befüllen benötigt
  • durch die größere Wasseroberfläche kühlt Wasser schneller aus

Badeeimer

Vorteile

  • durch enge Begrenzung nach allen Richtungen ähnliches Gefühl wie in Mamas Bauch
  • Baby kann nicht wegrutschen
  • Wasser bleibt länger warm
  • geringerer Wasserverbrauch
  • platzsparend

Nachteile

  • nicht lange verwendbar, da Babys schnell zu groß dafür werden
  • Handhabung erfordert ein wenig Mut, da das Baby am Kopf festgehalten werden muss; Hebamme zeigt, wie es geht

So geht's

Baby baden: So wird's gemacht

Infografik: Baby baden

Zum Baden brauchst du:

  • Babybadewanne oder Babybadeeimer
  • Badethermometer
  • Handtücher und Waschlappen
  • gegebenenfalls milder Badezusatz speziell für Babys
  • gegebenenfalls Badespielzeug, je nach Alter

Bevor es für deinen kleinen Schatz in die Wanne geht, müssen einige Vorbereitungen getroffen werden.

Die richtige Temperatur

Heize das Badezimmer rechtzeitig auf, wenn du planst, dein Baby zu baden. Halte Fenster und Türen verschlossen, sodass dein Baby in der Wanne keine Zugluft abbekommt. Die Raumtemperatur sollte nicht unter 22 Grad fallen. Optimal ist eine Badewasser-Temperatur von 37 bis 38 Grad – so wird es deinem kleinen Schatz in der Wanne weder zu warm noch zu kalt. Mit speziellen Badethermometern kannst du die Wassertemperatur überwachen.

Sauber in die Wanne

Reinige den Windelbereich deines kleinen Schatzes, bevor er in die Wanne geht. So gelangen keine Fäkalreste ins Wasser. Viele Babys mögen es nicht, wenn Wasser in ihr Gesicht kommt – in diesem Fall empfiehlt es sich, das Gesicht vorab mit einem Waschlappen zu reinigen.

Haltung bewahren

Die Grundhaltetechnik für Babys in der Wanne ist ein Arm unter dem Kopf beziehungsweise Schulterbereich und oberen Rücken. Die andere Hand hält den Po deines kleinen Schatzes. Tauche zuerst die Füße deines Babys ins Wasser, sodass es sich zunächst an das warme Nass gewöhnen kann, und achte darauf, dass der Kopf deines Kindes über Wasser bleibt.

Manche Kinder mögen es auch, in Bauchlage zu baden. Wenn dein Baby etwas wasserscheu ist, versuche, es zu beruhigen. Das gelingt am besten, indem du das Baby anlächelst, ihm gut zuredest oder etwas vorsingst.

Tipp von Hebamme Judith: Am besten achtet man auch darauf, dass das Baby beim Sitzen in die Wanne mit den Füßen den Rand der Wanne berührt, damit es eine Begrenzung spürt. Zudem ist es empfehlenswert, ein Mulltuch mit in die Wanne zu geben, mit dem man das Baby zudecken kann. So fühlen sich die meisten Kinder wohler und kühlen auch nicht so schnell aus.

Das erste Babybad ist für viele Eltern etwas ganz Besonderes. Deine Hebamme ist gerne dabei und zeigt dir, wie du dein Baby richtig hältst und welche Vorbereitungen du am besten vorab treffen solltest. Hebamme Judith Fuchs
Mama wickelt Baby in Kapuzenhandtuch ein

Von oben nach unten

Wasche dein Baby von oben nach unten. Fange also beim Kopf an. Dann kommt das Gesicht, der Hals, der Oberkörper, Arme und Hände. Anschließend die Beine und Füße und am Ende erst den Intimbereich und den Po.

Baby beaufsichtigen

Gerade am Anfang macht es Sinn, das Baby zu zweit zu baden, da es unter Umständen etwas Übung braucht, bis die Abläufe sitzen. Lasse dein Kind auf keinen Fall unbeaufsichtigt in der Wanne, auch wenn du nur kurz im Nebenraum ein Handtuch holst – nimm es in diesem Fall lieber kurz aus der Wanne und trage es mit dir.

Wie lange baden?

In den ersten Lebensmonaten dauert das Babybad circa fünf bis zehn Minuten. Eine Faustregel besagt, dass das Bad pro Lebensmonat um fünf Minuten verlängert werden kann. Zudem kann es hilfreich sein, das Handtuch vorzuwärmen, sodass dein Baby es nach dem Baden schön warm hat.

Richtig abtrocknen

Verwende zum Abtrocknen deines kleinen Schatzes ein großes Handtuch. Es gibt hier auch tolle Modelle mit Kapuze. Hebe das Baby vorsichtig aus der Wanne. Schüttel es keinesfalls ab oder lass es abtropfen, sondern nimm es direkt klitschnass aus dem Wasser. Hülle es in das Handtuch und tupfe es vorsichtig trocken. Es kann auch hilfreich sein, das Baby gleich im Handtuch aus der Wanne zu heben, so rutscht es nicht weg.

Die empfindliche Babyhaut mag kein kräftiges „trocken frottieren“. Achte auch darauf, alle Hautfalten zu trocknen.


Spielzeug

Spielsachen für die Badewanne

Für ein richtiges Badeerlebnis darf auch das passende Spielzeug für deinen kleinen Schatz nicht fehlen. Vor allem, wenn die Kinder älter sind, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Becher und andere Behälter, die mit Wasser befüllt und ausgegossen werden können, aber auch Schiffe, Quietscheentchen oder bunte Tiere, die nicht untergehen können, sorgen für eine Extraportion Spaß in der heimischen Wanne.

Auch lustige Waschhandschuhe, die verschiedene Tiere oder lustige Figuren darstellen, sind gern gesehene Gäste beim Baden – und machen noch dazu sauber. Einfaches Badespielzeug oder bunte Becher aus dem Küchenschrank faszinieren dein Kind und lassen sich immer neu entdecken. Das macht nicht nur Spaß, sondern das Spielen in der Badewanne fördert auch die Motorik und Kreativität.


Wellnessprogramm

Eincremen und Massieren danach

Nach dem Baden hat sich dein kleiner Schatz ein bisschen Wellness verdient. Das Eincremen nach dem Bad vermittelt deinem Baby Geborgenheit und stärkt darüber hinaus die frühkindliche Bindung. Natürlich gibt eine Creme der Babyhaut zudem die Feuchtigkeit zurück, die sie benötigt und verbessert wissenschaftlichen Studien zufolge auch die Barrierefunktion der Haut.

Trage die Produkte beim Eincremen nur sehr dünn auf, damit sie sich nicht in den Hautfalten deines kleinen Sonnenscheins ansammeln können. Je nach Wetter und Temperatur empfiehlt es sich, Produkte mit einem höheren oder niedrigeren Fett- oder Wasseranteil zu verwenden.

Viele Babypflegelinien namhafter Hersteller sind speziell auf die unterschiedlichen Hauttypen verschiedener Babys zugeschnitten, so gibt es Linien für normale, empfindliche oder trockene Haut. Beobachte dein Baby und schaue, welches Produkt es am besten verträgt.

Massage rundet Verwöhnprogramm ab

Nach dem Bad ist auch ein guter Zeitpunkt für eine wohltuende Babymassage. Nach dem Erlebnis in der Badewanne sind die Kleinen meist sehr müde und hungrig – so ein Bad kann ganz schön aufregend sein! Der perfekte Moment zum Stillen deines kleinen Schatzes.


Baby mag nicht baden

„Hilfe, mein Baby mag kein Wasser“

Es gibt viele Gründe, wieso dein kleiner Schatz ungern baden geht. Dazu gehören zum Beispiel die Wasserhöhe in der Badewanne oder die Position des Babys in der Wanne. Manche Kinder mögen es lieber, wenn sie die „Bodenhaftung“ beibehalten, also ihr Po auf dem Wannenboden aufliegt. Auch eine zu geräumige Badewanne macht vielen Babys Angst. Babys mögen es in der Regel eher eng, da sie den begrenzten Platz vom Mutterleib gewohnt sind. Hier kann ein Badeeimer sinnvoll sein.

Es ist auch möglich, dass sich das Baby einfach nur langweilt und deshalb zu weinen anfängt. Neben den weiter oben genannten Spielmöglichkeiten kannst du dem Baby auch das Thermometer zum Spielen geben oder einen eigenen Waschlappen, mit dem es sich in der Wanne beschäftigen kann.

Entspannte Atmosphäre wichtig

Achte außerdem darauf, dass du selbst entspannt bist, wenn du dein Baby badest. Ausreichend Zeit und eine stressfreie Atmosphäre sind sehr wichtig für das Baderitual. Babys sind sehr sensibel: Schlechte Stimmung und Zeitdruck überträgt sich leicht auf deinen kleinen Sonnenschein und das Baby wird verunsichert. Auch ein hungriges Baby möchte nur ungern gebadet werden! Achte darauf, dass dein Baby satt ist, bevor du es badest.

Falls dein Baby beim ersten Baden weinen sollte, heißt das nicht, dass es Baden prinzipiell nicht mag. Vielleicht war es heute einfach nicht in Badelaune – probiere es in ein paar Tagen einfach wieder. Hebamme Judith Fuchs

Spezialtipps

Hilfreiche Tipps für das Babybad

Viele ältere Kinder nehmen gern eine Puppe oder ein Badetier mit in die Wanne. Das können sie dann genauso waschen, wie Mama oder Papa es bei ihnen tut. Positiver Nebeneffekt für dich: Das manchmal auch zu viel geliebte Kuscheltier, das sonst überall dabei ist, wird ohne größere Überredungskunst gleich mit gewaschen.

Ein Highlight für die Kleinen ist es aber, zusammen mit Mama oder Papa in die große Badewanne zu hüpfen. So fühlen sich auch wasserscheue Landratten direkt sicherer. Dein Baby wird diesen besonders nahen Moment im warmen Nass mit dir lieben!

Wir wünschen dir und deiner kleinen Wasserratte viel Spaß beim Planschen!


Über Judith Fuchs

Hebamme

Portrait: Judith Fuchs

Judith Fuchs begleitet als Hebamme Geburten im Kreißsaal. Sie steht Frauen und ihren Familien während der Schwangerschaft, des Wochenbetts und der Stillzeit unterstützend zur Seite. Eine respektvolle, individuelle und interventionsarme Betreuung sind ihr dabei ein Herzensanliegen. In unseren FamilienMomenten klärt sie als Expertin über alle Themen rund um Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit auf. Judith Fuchs hat eine Tochter.


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