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Die erste Zeit mit Baby zu Hause

Im Mittelpunkt der ersten Zeit nach der Geburt stehen vor allem die Erholung von den Geburtsstrapazen sowie das Bonding mit Ihrem neugeborenen Sonnenschein. Was Sie über den neuen Alltag wissen sollten und wie Sie ihn am besten gestalten können, lesen Sie in unserem FamilienMoment.

Der neue Alltag

Stillen, wickeln und ein veränderter Schlafrhythmus

Wenn Sie zum ersten Mal die Babyschale mit Ihrem Liebling über die Schwelle Ihres Zuhauses tragen, beginnt eine ganz besondere Zeit. Zum einen erwartet Sie der neue Alltag als kleine Familie. Zum anderen müssen Sie sich an die neue Situation und aneinander gewöhnen.

Zeit für Ruhe und Erholung

Genießen Sie die ersten Tage mit Ihrem Baby. Kapseln Sie sich von der Außenfeld ab, wenn Ihnen danach ist, auch wenn die Verwandtschaft den neuen Erdenbürger so schnell wie möglich kennenlernen möchte. Denken Sie daran, dass die Zeit im Wochenbett als Ruhe- und Erholungsphase für die Mutter gedacht ist. Verteidigen Sie Ihr Recht, sich zurückzuziehen und sich auf Ihre Familie zu konzentrieren. 

Der Alltag hat sich durch Ihren Nachwuchs komplett verändert und besteht nun hauptsächlich daraus, für Ihren kleinen Sonnenschein zu sorgen. Wir haben für Sie zusammengestellt, was Sie im neuen Alltag erwartet:

Stillen

Wundern Sie sich nicht, wenn das Stillen an manchen Tagen gut klappt und an anderen schlechter. Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie dafür brauchen. Zudem hat jedes Kind seinen eigenen Rhythmus. Es ist beispielsweise nicht verwunderlich, wenn es innerhalb von 24 Stunden bis zu zwölfmal gestillt werden möchte. In unseren Stilltipps finden Sie weitere hilfreiche Hinweise.

Schlafrhythmus

Neugeborene schlafen den Tag über sehr viel. Es ist aber nicht außergewöhnlich, dass diese Phasen nicht lange dauern. Sie haben zudem eher einen leichten Schlaf, wodurch sie häufig wach werden.

Versuchen Sie, Ihre Schlafphasen an die des Kindes anzupassen, sodass auch Sie ausreichend Ruhe finden. Ideal ist es, wenn Sie sich mit Ihrem Partner abwechseln. Alleinerziehende können zum Beispiel auch Oma und Opa oder Freunde fragen, ob sie unterstützen. So können die Großeltern mit dem Baby einen Spaziergang machen, während die Mutter sich ausruht.

Wickeln

Das Wechseln der Windeln gehört in den ersten Wochen zu einer Ihrer häufigsten Aufgaben. Achten Sie darauf, dass sie fest sitzt, sodass nichts rausläuft, aber auch nichts abschnürt. Bis zu acht volle Windeln am Tag sind völlig normal.

Pflege

In der ersten Zeit steht vor allem die Pflege des Nabels und der Nabelschnur im Mittelpunkt. Ist die Wunde gut verheilt, kann das erste Babybad geplant werden. Ansonsten reicht ein vorsichtiges Reinigen des Körpers mit einem Tuch aus.

Wussten Sie, dass die Käseschmiere, die das Baby in der ersten Zeit nach der Geburt umhüllt, die Haut schützt? Daher sollten Sie diese keinesfalls abwischen, sie zieht selbst in die Haut ein. Sie können sie aber auch sanft in die Haut Ihres Babys einmassieren.

Bonding

Eine Geburt ist für Mutter und Baby anstrengend und ein einschneidendes Erlebnis. Schenken Sie Ihrem Baby nun Geborgenheit und Liebe. Gemeinsames Kuscheln und Tragen hilft, eine innige Beziehung aufzubauen.

Spaziergang

Natürlich dürfen Sie die eigenen vier Wände verlassen und mit Ihrem Sonnenschein Spaziergänge unternehmen. Achten Sie darauf, ihn entsprechend des Wetters zu kleiden. Generell hilft Ihnen Ihre Hebamme dabei, den richtigen Moment für den ersten Familienausflug in die nähere Umgebung zu planen.

Hebamme

In den ersten zwölf Wochen nach der Geburt steht den frisch gebackenen Eltern eine Hebamme zu. Sie steht als Ratgeber zur Seite und nimmt Untersuchungen bei Mutter und Kind vor.


Herausforderungen in der Anfangszeit

Wochenbettdepression, Schreibabys oder Geburtsverletzungen

Die erste Zeit zu dritt stellt Ihren Alltag auf den Kopf: Eltern müssen sich auf neue Dinge einstellen, die das Leben mit einem Neugeborenen mit sich bringt. Das kann stressig und anstrengend sein.

Je weniger Sie sich zusätzlich vornehmen, umso mehr Erholung bekommen Sie. Bei jeder Familie läuft die Eingewöhnung anders ab und unterschiedliche Faktoren können Einfluss darauf haben, wie gut alles klappt. Mögliche Probleme in dieser Zeit können zum Beispiel sein:

  • Wochenbettdepression: Erschöpfung, Angst- oder Schuldgefühle, innere Leere sind typische Anzeichen, die weit über den sogenannten Babyblues hinausgehen. Holen Sie sich den Rat eines Therapeuten.
  • Stimmungsschwankungen durch hormonelle Umstellung: Es muss nicht gleich eine Depression sein, auch leichte Stimmungsschwankungen können Mütter in der ersten Zeit nach der Geburt belasten und die besondere Zeit anfangs erschweren.
  • Schreibabys: Manche Neugeborene schreien in der ersten Zeit sehr viel, ohne dass Ursachen erkennbar sind. Dies kann Eltern und Kind extrem belasten. Holen Sie sich schnellstens Hilfe und Rat, zum Beispiel bei den Schreiambulanzen, der Hebamme oder dem Kinderarzt.
  • Erkrankungen: Gelbsucht, Entzündungen des Nabelbereichs, Koliken und andere Krankheiten können Ihren kleinen Sonnenschein direkt nach der Geburt treffen und dafür sorgen, dass die erste gemeinsame Zeit belastet wird. Der Kinderarzt oder die Hebamme kann Ihnen beim richtigen Umgang unter die Arme greifen.
  • Geburtsverletzungen: Die Entbindung ist anstrengend für Frauen und leider kann es dabei auch zu Geburtsverletzungen wie einem Dammriss oder einer überdehnten Muskulatur kommen. Dies macht für Mütter die erste Zeit strapazierender, da sie körperlich geschwächt sind und selbst einen Heilungsprozess durchmachen müssen.
  • Nachtaktive Babys: Neugeborene sind nachts häufig aktiver als tagsüber und benötigen auch dann Nahrung oder eine neue Windel. Es dauert, bis sich Eltern an diese Umstellung gewöhnt haben und ihren Rhythmus anpassen können.
Bei allen Problemen sind Sie und Ihre Familie nicht allein. Es gibt ein großes Angebot an Unterstützung. Dies sind vor allem Ihre Hebamme, der Kinderarzt oder sonstiges medizinisches Personal, mit dem Sie in Kontakt stehen.

Den Austausch suchen

Besuchen Sie bei Bedarf die erwähnte Schreiambulanz, suchen Sie Unterstützung durch Ehrenamtliche oder Familienmitglieder, welche Sie in dieser Zeit entlasten können. Manchmal ist schon der Austausch mit Gleichgesinnten eine Hilfe. In Stillcafés, Krabbelgruppen oder PEKiP-Treffen, kurz für „Prager Eltern-Kind-Programm”, gibt es verschiedene Angebote, um mit anderen Müttern und Vätern in Kontakt zu kommen und gemeinsam Probleme zu besprechen. 

Aufgabenverteilung

Füttern, wickeln, ins Bett bringen – wer übernimmt was?

Damit der neue Alltag als Familie läuft, ist es wichtig, dass Sie und Ihr Partner ein Team sind. Nur so können Sie allen gerecht werden und den Haushalt sowie sonstige Alltagsdinge erledigen. Eine Aufgabenverteilung hilft, den Tag zu strukturieren und ihn gemeinsam zu meistern:

  • Bei einem Kind, das die Flasche erhält, kann Mama oder Papa die Milch anrühren und verfüttern.
  • Wird das Kind gestillt, pumpt die Mutter bei Bedarf die Muttermilich ab und der Vater übernimmt das Füttern.
  • Nach dem Essen macht das Baby mithilfe der Eltern ein Bäuerchen.
  • Mehrmals täglich und in der Nacht werden Windeln gewechselt.
  • Das Baby muss ins Bett gebracht werden.
  • Wenn es schreit, beruhigt Mama oder Papa das Kind.
  • Es stehen Arztbesuche für die U-Untersuchungen an.
  • Das Baby muss gebadet werden.
  • Spazierengehen ist eine schöne Beschäftigung für Mutter, Vater und Kind.

Natürlich lassen sich auch alle weiteren alltäglichen Aufgaben aufteilen: Wer kocht wann? Kann vorgekocht werden? Wer putzt was? Wer hat vielleicht Termine, die beachtet werden müssen?

Den Druck rausnehmen

Keiner erwartet von jungen Eltern, dass die Umstellung auf den neuen Alltag reibungslos funktioniert. Ihre Konzentration sollte auf Ihrer gemeinsamen Zeit mit dem Baby liegen! Alleinerziehende können mit einem ärztlichen Attest eine Haushaltshilfe beantragen. Zudem gibt es zum Beispiel von kirchlichen Anbietern Familienpaten, die ehrenamtlich Familien mit Kindern unterstützen.


Kennenlernen

Bonding schafft Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen

Bonding ist der Prozess des Kennenlernens zwischen Eltern und dem neugeborenen Baby. In den ersten Wochen nach der Geburt wird Ihrem Sonnenschein durch Ihre Handlungen wie Stillen, Halten, Wickeln, Baden, Reden deutlich gemacht, dass Sie sich um sein Wohlbefinden kümmern. So wird Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen in dieser für ihn neuen und unbekannten Welt geschaffen.

Aber das Bonding funktioniert auch andersherum. Sie lernen jede Stunde und jeden Tag Ihr Baby besser kennen. Sie erkennen, wann es was braucht und welche Bedeutung das Schreien oder eine Bewegung hat. Bonding führt dazu, dass zwischen Eltern und Kind ein enges Band entsteht, das über die Zeit immer tiefer und intensiver wird. Wie Sie das Gefühl von Vertrauen und Geborgenheit vermitteln können, lesen Sie in unseren Tipps:

  • Hautkontakt stärkt die Beziehung zu Mama und Papa. Die Atmung und der Herzschlag von Ihnen oder Ihrem Partner haben beruhigende Wirkung auf das Baby und fördern sein Wohlbefinden.
  • Berührungen haben eine therapeutische Wirkung und beruhigen, da die Haut mit unzähligen Nervenzellen übersät ist. Kinder und Babys genießen die zärtlichen Streicheleinheiten.
  • Wärme ist wichtig, denn der kleine Körper Ihres Schatzes kann diese noch nicht selbst regulieren. Achten Sie beim Bonding mit direktem Hautkontakt darauf, dass Ihr Baby nicht auskühlt.
  • Richtige Beleuchtung und Augenkontakt helfen dem Kind, die neue Umgebung und Sie besser zu sehen. Setzen Sie auf gedimmtes Licht. Ein Baby kann etwa 30 Zentimeter weit sehen. So ist das Gesicht der Mutter oder des Vaters für ihn erkennbar. Auf Dauer verbindet das Kind dies mit einem beruhigenden Anblick.
  • Ruhige Phasen Ihres Babys sind optimal, um seine Aufmerksamkeit auf Sie zu richten und nicht durch Hunger oder ähnliche Sorgen abgelenkt zu werden.
  • Stillen fördert ebenso das Bonding. Die körperliche Nähe ist sehr eng und Sie können durch Senken Ihres Kopfes direkten Augenkontakt aufnehmen. Aber auch Reden und Streicheleinheiten sind möglich.
  • Reden fördert ebenso das Wohlbefinden Ihres Kindes, da es die Stimmen von Mutter und Vater schon von der Zeit im Mutterleib kennt. Daher kommt es vor, dass Neugeborene schon direkt Ihren Kopf drehen, wenn sie eine bekannte Stimme hören.
  • Durch Halten und Tragen sorgen Sie dafür, dass sich Ihr Baby sicher und geborgen fühlt.
Die erste Zeit nach der Geburt ist eine ganz besondere und einmalige Zeit. Lernen Sie Ihr Baby in Ruhe kennen und versuchen Sie, so wenig wie möglich anderes zu tun. Der Hautkontakt mit dem Baby ist in den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt besonders wichtig und wohltuend. Hebamme Judith Fuchs

Termine nach der Geburt

U-Untersuchungen, Kita-Platz oder Rückbildungsgymnastik

Nach der Geburt gibt es feste Termine, die Sie wahrnehmen müssen und die die Kennenlernphase mit Ihrem Kind kurzzeitig unterbrechen.

  • Dazu gehören die U-Untersuchungen Ihres Schatzes. Die Vorsorgeuntersuchungen beginnen direkt nach der Geburt und werden dann in unregelmäßigen Abständen bis zum zehnten Lebensjahr fortgesetzt.
  • Formulare und Anträge: Mit der Geburtsbescheinigung sowie weiteren Dokumenten wie den Personalausweisen der Eltern kann die Geburtsurkunde beim Standesamt beantragt werden. Zudem sollten Sie Ihre Krankenversicherung benachrichtigen, sodass Ihr Kind in Ihre Versicherung integriert wird. Informieren Sie Ihren Arbeitgeber über das Geburtsdatum und Ihre Elternzeit. Des Weiteren müssen Sie nun Mutterschafts- und Kindergeld beantragen.
  • Betreuungsmöglichkeit: Einen Betreuungsplatz für das Kind zu bekommen, ist nicht einfach. Beginnen Sie frühzeitig mit der Recherche. Am besten informieren Sie sich über die Angebote in Ihrer Region sogar schon vor der Geburt. In manchen Städten und Gemeinden können Sie sich auf eine Warteliste setzen lassen.
  • Nachsorge beim Gynäkologen: Nach sechs Wochen sollten Sie einen Termin bei Ihrem Frauenarzt ausmachen, sodass eventuelle Geburtsverletzungen, aber auch die Rückbildung der Gebärmutter untersucht werden.
  • Anmeldung zur Rückbildungsgymnastik: Ab sechs Wochen nach der Schwangerschaft oder frühestens acht Wochen nach einem Kaiserschnitt können Sie mit der Rückbildung beginnen. So kräftigen Sie Ihre Muskulatur, welche durch Schwangerschaft und Geburt beeinträchtigt wurde.

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