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Säuglingsnahrung: Alternative zur Muttermilch

Stillen ist das Beste für dein Baby, denn über die Muttermilch wird es mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Wenn du jedoch nicht stillen kannst oder zusätzlich Säuglingsnahrung nutzen möchtest, findest du alle wichtigen Informationen rund um Babymilch in unserem FamilienMoment. 

✔️ in Zusammenarbeit mit Judith Fuchs, Hebamme

Alternative zum Stillen

Babymilch – wann kommt sie zum Einsatz?

Es gibt unterschiedliche Gründe, warum sich Mütter gegen das Stillen und für eine alternative Säuglingsnahrung, die umgangssprachlich auch als Babymilch bezeichnet wird, entscheiden. Bei manchem will das Stillen nicht so gut gelingen, andere möchten flexibler sein. Überlege dir, was in deinem Fall für oder gegen das Stillen spricht. Wenn du dir unsicher bist, hole dir Rat bei deinem Arzt oder deiner Hebamme. 

Anfangsnahrungen, also Pre- und 1er-Milch, eignet sich für die Ernährung ab der Geburt und während des gesamten ersten Lebensjahres deines Babys. Sie ist in ihrer Zusammensetzung der Muttermilch nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen soweit wie möglich angepasst und auf die Bedürfnisse deines Babys abgestimmt. Wenn du nicht stillst, solltest du mindestens bis zum Beginn des fünften Monats ausschließlich die Anfangsnahrung füttern. Dein Baby braucht in diesem Zeitraum weder andere Milch oder Wasser noch Säfte oder Tees.


Definition

Was ist Babymilch?

Unter Babymilch werden jegliche Formen von Säuglingsnahrung zusammengefasst, die es für deinen kleinen Sonnenschein zu kaufen gibt. Die Produkte werden in der Regel unterschieden in Pre-Milch, 1er- und 2er-Milch. Im Video haben wir die wichtigsten Informationen zur Säuglingsnahrung für dich zusammengestellt.


Sorten

Pre-, 1er-, 2er-Milch – wann wird welche verwendet?

Bei so vielen verschiedenen Sorten fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Welche Milch eignet sich am besten für deinen kleinen Sonnenschein?

Pre-Milch

Die Pre-Milch ist die erste Milchnahrung, die dein Kind trinken darf. Sie ist für Babys ab der Geburt bis zum sechsten Lebensmonat geeignet, denn sie ähnelt der Muttermilch und enthält außer Laktose keine weiteren Kohlenhydrate. Auch der Eiweiß-, Fett- und Mineralstoffgehalt ist daran angepasst. Pre-Milch stellt in der Regel keine Alternative zum Stillen dar, da sie nicht an den individuellen Bedürfnissen deines Schatzes angepasst ist und ihn somit nicht in jeder Lebenslage mit den richtigen Nährstoffen versorgt. Solltest du aber Probleme mit dem Stillen haben, dich dagegen entscheiden oder zufüttern wollen, ist Pre-Milch die richtige Wahl.

Tipps

  • Sie kann zum Zufüttern während des Stillens oder zum Abstillen genutzt werden.
  • Es besteht keine Gefahr der Überfütterung: Dein Baby kann so viel trinken, wie es will.
  • Sie kann auch über die ersten sechs Monate hinaus gefüttert werden.

1er-Milch

Die 1er- unterscheidet sich von der Pre-Milch dadurch, dass sie zusätzlich zur Laktose weitere Kohlenhydrate enthält. Diese bestehen häufig aus glutenfreier Maisstärke. Sie ist sämiger und die Stärke sorgt dafür, dass die Milch länger im Magen-Darm-Trakt bleibt. Dadurch sättigt sie stärker, obwohl sie kaum mehr Kalorien aufweist als die Pre-Milch. Die 1er-Milch kannst du ebenfalls schon in den ersten sechs Lebensmonaten deines Babys nutzen, zum Beispiel, wenn dein kleiner Sonnenschein durch die Muttermilch allein nicht satt wird.

Tipps

  • Füttere die 1er-Milch am besten erst, wenn die Pre-Milch nicht mehr ausreicht, zum Beispiel, wenn die Trinkmenge einen Liter übersteigt.
  • Beachte die empfohlene Trinkmenge auf der Verpackung.
  • Die Milch eignet sich besonders für Babys, die großen Hunger haben.
  • Sie kann auch über den sechsten Lebensmonat hinaus gefüttert werden.

2er-Milch

Die 2er-Milch wird häufig Folgemilch genannt. Sie ist nach dem sechsten Monat für deinen kleinen Sonnenschein geeignet, wenn er schon Beikost bekommt. Folgemilch ist so zusammengesetzt, dass sie die Nährstoffbedürfnisse von älteren Babys deckt. Die 2er-Milch unterscheidet sich von Pre- und 1er-Milch vor allem durch einen höheren Eisengehalt. Der Eisenspeicher, den sich das Baby während der Schwangerschaft angeeignet hat, braucht sich nach circa vier bis sechs Monaten langsam auf. Dann ist es wichtig, Eisen zusätzlich über Beikost zuzuführen.

Tipps

  • Füttere die Milch erst ab dem sechsten Lebensmonat.
  • Beachte die empfohlene Trinkmenge auf der Verpackung.
  • Sie kann zeitgleich zur Beikost gegeben werden.
  • Die Milch kann auch nach dem ersten Geburtstag noch gefüttert werden.

Säuglingsnahrungen für Babys mit besonderen Bedürfnissen

Es ist ganz normal, dass dein Baby nach einer Mahlzeit mit dem gewohnten Bäuerchen etwas Nahrung aufstößt oder in den ersten Monaten mit Bauchschmerzen zu kämpfen hat. Solange es deinen kleinen Sonnenschein gut geht, muss dich das nicht beunruhigen. Sollte dies allerdings häufiger vorkommen oder solltest du dir Sorgen wegen des Wachstums machen, wende dich bitte an den Kinderarzt. Dieser kann klären, ob deinem Baby eine spezielle Nahrung guttun würde. Zu den speziellen Säuglingsnahrungen zählen zum Beispiel folgende Sorten:

  • HA-Milch: Die hypoallergene Milchnahrung gibt es als Pre-, 1er- und 2er-Milch zu kaufen. Sie ist geeignet für Kinder, die allergiegefährdet sind.
  • Frühchennahrung: Frühchenmilch ist auf die speziellen Bedürfnisse von Frühgeborenen abgestimmt.
  • Koliken: Bei Dreimonatskoliken bieten verschiedene Hersteller spezielle Babymilch an, die weniger Laktose enthält und von Geburt an gefüttert werden kann. 
  • SL-Milch: „SL“ steht für „sine lacte“, dabei handelt es sich um sojabasierte, laktosefreie Milch.
  • HN-Milch: Die sogenannte Heilnahrung wird für Babys hergestellt, die unter starkem Durchfall leiden. Die Milch hilft beim Ausgleich der Magen-Darm-Probleme und sollte nur so lange gefüttert werden, bis der Magen deines Kleinen sich wieder beruhigt hat.
  • AR-Milch: Anti-Reflux-Milch eignet sich besonders für Babys, die häufig erbrechen.

Zusammensetzung

Welche Inhaltsstoffe hat Babymilch?

Säuglingsmilch darf laut Gesetz keine künstlichen Inhaltsstoffe wie Farb- oder Aromastoffe enthalten. Auch Gluten ist verboten, da die regelmäßige Einnahme von Getreideeiweiß im Säuglingsalter zu einer Glutenunverträglichkeit führen kann. Die Zusammensetzung der Babymilch unterscheidet sich je nach Hersteller. Wir geben eine Übersicht über die wichtigsten Inhaltsstoffe.

  • Laktose: Hierbei handelt es sich um eine andere Bezeichnung für Milchzucker. Laktose ist ein Hauptbestandteil von Pre-Milch und sorgt dafür, dass dein Baby ausreichend mit Kohlehydraten versorgt wird.
  • LCP-Fettsäuren: „LCP” steht für „Long-Chain Polyunsaturated Fatty Acids”. Diese Fettsäuren sind auch in der Muttermilch zu finden. Sie sind besonders wichtig bei der Entwicklung des Sehvermögens und des Gehirns.
  • Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren: Diese Fettsäuren werden häufig mit „AA” für „Arachidonsäure” oder „DHA” für „Docosahexaensäure” abgekürzt. Sie fördern die Entwicklung des Sehvermögens, des Gehirns und des Nervensystems.
  • Calcium und Fluorid: Beide Inhaltsstoffe unterstützen den Aufbau starker Knochen und Zähne.
  • Eisen: Das Spurenelement ist nur in der 2er-Milch enthalten und wichtig für die Blutbildung sowie die geistige Entwicklung.
  • Jod: Es fördert die Funktion der Schilddrüse.
  • Zink: Das Spurenelement unterstützt ein gesundes Immunsystem und die Bildung starker Knochen.
  • Nukleotide: Diese gehören zu den Bausteinen der DNA. Sie sind auch in der Muttermilch enthalten und unterstützen die Entwicklung des Immunsystems sowie die Reifung der Darmschleimhaut.
  • Sojaproteinisolat: Hierbei handelt es sich um ein Eiweiß, das aus der Sojabohne gewonnen wird. Es wird bei der Herstellung von laktosefreier Babymilch verwendet und liefert die Kohlehydrate, die ansonsten über die Laktose aufgenommen werden.
  • Vitamin B1: Das auch als Thiamin bezeichnete Vitamin fördert die Funktion des Nervensystems.
  • Vitamin A: Vitamin A ist wichtig für das Sehvermögen und das Immunsystem.
  • Vitamin B2: Das B-Vitamin fördert den Stoffwechsel.
  • Vitamin C: Das auch als Ascorbinsäure bezeichnete Vitamin verbessert die Aufnahme von Eisen über die Nahrung und stärkt das Immunsystem.
  • Vitamin D: Es unterstützt die Aufnahme von Calcium und ist dadurch förderlich für den Aufbau der Knochen.

Achte bei der Babymilch auf zwei Schlüsselzutaten.

  • Natürliche Milchsäurekulturen: Die sogenannten Probiotika sind gute Darmbakterien, die gestillten Säuglingen dabei helfen, eine gesunde Darmflora aufzubauen.
  • GOS: Ausgewählte Milchnahrungen weisen diese zusätzlichen Ballaststoffe, sogenannte „Galaktooligosaccharide”, als Inhaltsstoffe auf. Sie bestehen aus Laktose und sorgen für eine schonende, weiche Stuhlkonsistenz, ähnlich derer gestillter Babys, und fördern das Wachstum der guten Darmbakterien.

Je älter dein Baby wird, desto mehr Kohlenhydrate und Nährstoffe sind der Milch beigemischt. Achte darauf, dass die Milchnahrung dem Vorbild der Muttermilch bestmöglich nachempfunden ist. Diese hat eine natürliche Schutzfunktion für dein Baby, indem sie den Aufbau einer gesunden Darmflora unterstützt und damit den Grundstein für ein starkes Immunsystem legt.


Flüssig oder als Pulver

In welcher Form gibt es Babymilch zu kaufen?

Am geläufigsten ist Babymilch als Pulver, das mit Wasser angerührt wird. Aber es gibt sie auch als trinkfertige Milch zu kaufen, die nur noch aufgewärmt werden muss. Um dir die Entscheidung, welche Form für deinen Alltag die richtige ist, zu erleichtern, haben wir Informationen über beide Varianten zusammengefasst.

  • Flüssige Babymilch: Diese enthält die gleichen Inhaltsstoffe wie die Alternative in Pulverform. Sie muss vor dem Füttern nur noch aufgewärmt werden und ist dann sofort einsatzbereit. Die flüssige Babymilch gibt es meist in 200-Milliliter-Fläschchen zu kaufen.
  • Babymilch als Pulver: Zur Herstellung des Pulvers wird der Milchnahrung jegliche Flüssigkeit entzogen, wobei alle wichtigen Nährstoffe im Milchpulver enthalten bleiben. Für den Verzehr wird es mit warmem Wasser verrührt.

 

Flüssige Babymilch

Babymilch als Pulver

Zeitaufwand

wenig: Die Babymilch muss nur erwärmt werden.

etwas mehr: Das Pulver muss im warmen Wasser gelöst und dann auf Trinktemperatur abkühlt werden.

Haltbarkeit

kurz: Angebrochene Fläschchen müssen innerhalb von 24 Stunden verbraucht und im Kühlschrank gelagert werden.

Angerührte Milch sollte immer innerhalb von 30 Minuten verzehrt werden. Sie darf nicht wieder aufgewärmt werden.

lang: Eine angebrochene Packung Milchpulver kann bis zu drei Wochen verwendet werden.

Angerührte Milch sollte immer innerhalb von 30 Minuten verzehrt werden. Sie darf nicht wieder aufgewärmt werden.

Verpackungsmüll

viel: Pro 200 Milliliter Babymilch fällt ein Plastikfläschchen Müll an.

wenig: Die Verpackungen sind oft Blech- oder Wickeldosen. Sie enthalten meist zwischen 500 und 600 Gramm Pulver. Das reicht für 15 bis 20 Fläschchen.

Dosierung

einfach: Da die Milch schon dosiert ist, können keine Fehler entstehen.

etwas schwerer: Die Milch muss nach Anleitung dosiert werden. Allerdings liegt den Packungen meist ein Messlöffel bei und die Dosierung ist genau beschrieben.


Zubereitung

Achte auf die richtige Temperatur, die Portionierung und die Hygiene

Die Babymilch bekommt dein kleiner Sonnenschein natürlich aus dem Fläschchen. Doch bei der Zubereitung gibt es einiges zu beachten.

Abgekochtes Wasser

Zum Anrühren des Milchpulvers eignet sich am besten abgekochtes Wasser. Obwohl in Deutschland die Qualität des Leitungswassers generell sehr gut ist, können sich in den Leitungen oder Wasserhähnen trotzdem Keime vermehren. Um diese Keime abzutöten, koche das Wasser vorsorglich ab. Wenn du gekauftes Wasser verwenden möchtest, achte auf den Zusatz „für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet“.

Frische Zubereitung

Rühre die Säuglingsnahrung immer frisch an. Das fertige Fläschchen sollte nie länger als zwei Stunden bei über fünf Grad stehen, bevor dein kleiner Sonnenschein es bekommt. 

Temperatur

Bei der Zubereitung von Milchnahrung sollte das Wasser zwischen 40 und 50 Grad warm sein. Nur dann kann sich das Pulver perfekt lösen und die Nährstoffe bleiben erhalten. Entweder du überprüfst die Temperatur mit einem Thermometer oder du nimmst das Fläschchen mit dem Wasser in die Hand. Wenn es sich heiß anfühlt, du es aber gerade noch halten kannst, ist die richtige Temperatur erreicht. 

Bevor dein kleiner Sonnenschein das Fläschchen gereicht bekommt, sollte die Milch maximal 37 Grad warm sein. Dies kannst du abermals mit dem Thermometer überprüfen oder etwas Flüssigkeit auf die Innenseite des Armes tröpfeln. Wenn es sich lauwarm anfühlt, hat die Milch die perfekte Trinktemperatur für dein Baby. Flüssige Babymilch wird direkt auf 37 Grad erhitzt.

Portionierung

Die wichtigsten Informationen zur Portionierung sind auf der Verpackung zu finden. Nutze zum Abmessen des Pulvers unbedingt den beiliegenden Messlöffel. Bei der 1er- und 2er-Milch findest du zusätzlich Informationen darüber, wie viel du deinem Kind pro Tag maximal geben darfst. 

Hygiene

Die richtige Hygiene ist sehr wichtig für die Gesundheit deines Babys. Und dabei gibt es einiges zu beachten.

  • Spüle die Fläschchen direkt nach der Mahlzeit aus. Reinige sie anschließend mit einer Bürste, damit keine Milchreste in schwer zugänglichen Stellen trocknen.
  • Auch der Sauger muss gründlich ausgespült werden. Hierbei kann es helfen, ihn zuvor mit etwas Salz abzureiben und danach sorgfältig zu putzen. Wenn du Gummisauger benutzt, ist es wichtig, diese gelegentlich auszukochen. Bestehen diese aus Silikon, ist das nicht notwendig.
  • Stelle die Fläschchen und das Zubehör nach der Reinigung auf ein sauberes Geschirrhandtuch zum Trocknen. Bewahre die Utensilien bis zum nächsten Gebrauch in einem geschlossenen Behälter auf. Tausche beschädigte Fläschchen und Sauger umgehend aus.

Haltbarkeit und Lagerung

Verwende Säuglingsnahrung nicht über das Haltbarkeitsdatum hinaus, das auf der Verpackung angegeben ist. Wenn du flüssige Babymilch kaufst, sind angebrochene, noch nicht erwärmte Flaschen maximal einen Tag haltbar. Eine angebrochene Packung Milchpulver darfst du bis zu drei Wochen verwenden. Lagere beide Arten trocken und lichtgeschützt.


Tipps für den Kauf

Die Babymilch sollte der Muttermilch nachempfunden sein

Die Auswahl an Babymilch ist groß. Daher gibt es beim Kauf einiges zu beachten.

  • Die Milchnahrung sollte dem Vorbild der Muttermilch nachempfunden sein. Gute Orientierungshilfen sind beispielsweise Zutaten wie natürliche Milchsäurekulturen und präbiotische Ballaststoffe wie GOS.
  • Kaufe die Milchsorte passend zum Alter, den Bedürfnissen und den Vorlieben deines Babys.
  • Achte darauf, dass die Babymilch keinen Kristallzucker und keine Aromen enthält. Insbesondere bei der 2er-Milch wird gern Vanillin zugesetzt. Zugesetzter Zucker schadet den Zähnen deines kleinen Sonnenscheins.
  • Kaufe nicht zu viel Babymilch auf einmal, denn Säuglingsnahrung sollte nicht über das Verfallsdatum hinaus verwendet werden.

Frage im Zweifel den Kinderarzt bei der Auswahl der Babynahrung um Rat.


Milch absetzen

Wann ist ein Baby bereit für die Beikost?

Zwischen dem fünften und siebten Monat kannst du erste Anzeichen erkennen, dass dein kleiner Sonnenschein bereit ist für die Einführung der Beikost. Dazu gehört ein Interesse am Essen anderer und ein Nachlassen des Zungenreflexes, durch den feste Nahrung automatisch aus dem Mund befördert wird. Bei der Einführung der Beikost und dem Absetzen der Milch gibt es einiges zu beachten.

  • Gehe schrittweise vor. Ersetze nicht alle Mahlzeiten gleichzeitig, beginne mit der Mittagsmilch und taste dich dann langsam heran.
  • Gleichzeitig zur Beikosteinführung ist es möglich, von der Pre- beziehungsweise 1er-Milch auf die 2er-Milch umzusteigen, wenn es deinem kleinen Sonnenschein gut bekommt. Die Umstellung ist aber nicht zwingend notwendig.
  • Dein Baby braucht viel Flüssigkeit. Achte darauf, dass es genug trinkt.
  • Du kannst deinem Kleinen auch über das erste Lebensjahr hinaus noch ein bis zwei Fläschchen Milchnahrung am Tag geben. Jedoch sollte sie nicht direkt vor dem Schlafen getrunken werden, da der in der Milch enthaltene Milchzucker die Zähne schädigen kann.  

FAQ

Häufige Fragen rund um Säuglingsnahrung

Wie stelle ich am besten von Muttermilch auf Flaschennahrung um?

Bei manchen Babys ist eine Umstellung ganz einfach: Sie passen sich an und akzeptieren die neue Nahrung ohne Probleme. Andere hingegen verweigern die Flasche die ersten paar Male. In solchen Fällen empfehlen wir dir, nicht sofort komplett auf Flaschennahrung umzustellen, sondern nach und nach damit zu starten. Beginne mit einer fixen Mahlzeit am Tag. Wenn dein Baby diese akzeptiert und daran gewöhnt ist, kannst du eine weitere Mahlzeit hinzufügen.

So gibst du deinem Liebling die Gelegenheit, sich daran zu gewöhnen und es hilft auch deinem Körper, sich anzupassen und die Milchproduktion allmählich zu reduzieren. Manchmal kann es auch helfen, dass nicht die Mutter die Flasche gibt, sondern der Vater oder eine andere Bezugsperson.

Wie oft sollte mein Baby Säuglingsnahrung erhalten?

Grundsätzlich darf ein Baby von der Säuglingsnahrung so viel trinken, wie es braucht. Es ist jedoch manchmal nicht ganz einfach als Eltern zu Wissen, wie viel das ist. Welche Menge ist die Richtige? Wir können dir die größte Sorge nehmen: Solange dein Baby täglich mindestens dreimal am Tag eine nasse Windel hat, ist wahrscheinlich alles in Ordnung.

Die tatsächliche Trinkmenge richtet sich nach dem Bedarf deines Kindes und sollte ab der zweiten Lebenswoche bis zum vierten Monat in etwa ein Sechstel des Körpergewichtes betragen. Die Anzahl der Mahlzeiten variiert je nach Alter des Babys von fünf bis zwölf Mahlzeiten. Auch kürzere Abstände mit weniger als zwei Stunden zwischen den Mahlzeiten sind vollkommen in Ordnung, solange die Trinkmenge in 24 Stunden nicht wesentlich überschritten wird.


Über Judith Fuchs

Hebamme

Portrait: Judith Fuchs

Judith Fuchs begleitet als Hebamme Geburten im Kreißsaal. Sie steht Frauen und ihren Familien während der Schwangerschaft, des Wochenbetts und der Stillzeit unterstützend zur Seite. Eine respektvolle, individuelle und interventionsarme Betreuung sind ihr dabei ein Herzensanliegen. In unseren FamilienMomenten klärt sie als Expertin über alle Themen rund um Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit auf. Judith Fuchs hat eine Tochter.


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