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10 häufige Probleme beim Stillen und was dagegen hilft

Muttermilch ist die beste Nahrung für Ihren kleinen Sonnenschein und Stillen fördert gleichzeitig eine enge Bindung zwischen Mutter und Kind. Leider treten nicht selten Probleme beim Stillen auf und können die Stillbeziehung belasten. Hier finden Sie Rat zu den häufigsten Schwierigkeiten. 

Stillroutine aufbauen

Geben Sie sich Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen

Im Wochenbett sind Sie mit vielen fremden und ungewohnten Situationen konfrontiert: Neue Routinen und Aufgaben rund um Ihren kleinen Sonnenschein stellen Ihre Welt völlig auf den Kopf. Hinzu kommen bei vielen Eltern Fragen rund um die Ernährung und das Stillen. Gerade am Anfang kann das Stillen für einige Mütter eine zusätzliche Belastung sein.

Auch wenn Sie wunde Brustwarzen oder Schmerzen beim Milcheinschuss haben – lassen Sie sich Ihre Freude am Stillen nicht trüben! Denn das Stillen sollte keinesfalls auf Dauer schmerzhaft sein. Geben Sie sich Zeit, um sich an die neue Situation zu gewöhnen und lernen Sie, wie Sie eine gute Stillroutine mit Ihrem kleinen Sonnenschein aufbauen. Versuchen Sie, den gängigen Stillproblemen vorzubeugen oder sie früh zu erkennen und zu behandeln.


Häufig auftretende Stillprobleme

Wunde Brustwarzen, Milchstau oder schmerzende Brüste

Wir stellen Ihnen die häufigsten Stillprobleme vor und geben Tipps, wie Sie damit umgehen können. 

Wunde Brustwarzen

In den ersten Tagen nach der Geburt ist es völlig normal, dass die Brustwarzen zunächst gereizt sind. Die sensible Haut ist die Beanspruchung durch das Stillen noch nicht gewöhnt. Nach einigen Tagen sollte dieses Problem jedoch abklingen. Bleiben die Beschwerden bestehen und sind die Brustwarzen weiterhin wund und schmerzen, liegt es oft daran, dass das Baby nicht korrekt angelegt wurde. 

Mögliche Ursachen

Ein falsches Anlegen kann dazu führen, dass die Brustwarzen auf Dauer beim Stillen gereizt werden. Achten Sie darauf, dass Ihr Baby nicht nur die Brustwarze, sondern möglichst einen Großteil des Burstwarzenhofs im Mund hat und das kleine Kinn auf Ihrer Brust aufliegt. Korrigieren Sie die Position, falls Ihr Baby beim Trinken verrutscht. Achten Sie darauf, dass beim Ablösen von der Brust das Vakuum mit dem kleinen Finger im Mundwinkel des Kindes gelöst wird. 

Sollten sich die Beschwerden nicht innerhalb weniger Tage verbessern, holen Sie sich fachliche Unterstützung und sprechen Sie mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Arzt, um zu prüfen, ob Ihr kleiner Sonnenschein die Brustwarze richtig erfasst oder ob das Problem einen anderen Ursprung, beispielsweise eine Infektion oder ein zu kurzes Zungenbändchen, haben könnte. 

Tipps bei wunden Brustwarzen

Achten Sie auf folgende Dinge, wenn Sie unter wunden Brustwarzen leiden:

  • Legen Sie beim Stillen besonderen Wert auf die Position Ihres kleinen Sonnenscheins und korrigieren Sie diese, wenn nötig. Eine gute Anlegetechnik hilft Ihrem Kind beim Trinken und beugt gleichzeitig Rissen und Reizungen vor. 
  • Nach dem Stillen können Sie auf wunden Brustwarzen die Muttermilch an der Luft trocknen lassen. Sie kann die Heilung fördern. Das vollständige Trocknen der Haut an der Luft verringert die Wahrscheinlichkeit einer Infektion, da Keime es feucht und warm lieben. Auch Salben pflegen und schützen die empfindliche Haut. Achten Sie darauf, dass die Salbe zum Stillen geeignet ist.
  • Hygiene beim Stillen ist wichtig: Waschen Sie sich vor und nach dem Stillen die Hände. Reinigen Sie die Brust ein- bis zweimal täglich mit lauwarmem Wasser. Anschließend können Sie sie mit physiologischer Kochsalzlösung, die aus Wasser und Salz besteht und in der Apotheke erhältlich ist, abspülen und eine Brustwarzencreme auftragen. Zusätzlich kann Heilwolle oder ein Brustwarzenhütchen aus Silber hilfreich sein. Zwischen den Stilleinheiten reduzieren sie die Reibung und fördern gleichzeitig die Heilung, da sie antibakteriell sind und einer vollständigen Austrocknung vorbeugen. 
  • Regelmäßiges Wechseln der Stilleinlagen und des Still-BHs sowie die sorgfältige Reinigung aller Stillutensilien beugt Infektionen vor und sollte deshalb gewissenhaft durchgeführt werden. Ziehen Sie an der Brust angetrocknete Stilleinlagen nicht einfach ab, sondern entfernen Sie sie mit Hilfe von warmem Wasser. 

Schmerzhafte Knoten in der Brust

In einer Brust, in der sich Milch bildet, können kleine und größere Knötchen auftreten. Diese müssen nicht schmerzhaft sein, sollten aber früh behandelt werden, da sie weitere Beschwerden nach sich ziehen können. Tasten Sie also Ihre Brust täglich ab, zum Beispiel unter der warmen Dusche, um Knoten früh zu erkennen.

Mögliche Ursachen

Meist bilden sich harte Knoten in der Brust, weil ein Milchkanal verstopft oder die Milch zu lange nicht abgetrunken wird. Sie fließt dann nicht mehr richtig, was schmerzhaft ist und die Brust sehr empfindlich macht.

Ein verstopfter Milchkanal kann beim Stillen immer mal wieder auftreten und ist noch kein Grund zur Besorgnis. Oft liegt die Ursache darin, dass das Kind immer in der gleichen Position gestillt wird und deshalb einige Stellen der Brust nicht richtig entleert werden. Auf Dauer werden dadurch einige Bereiche der Brust nicht so gut durchspült wie andere. Die Milch verbleibt in einigen Kanälen länger und kann dann Klümpchen bilden.

Tipps bei verstopftem Milchkanal

Folgende Maßnahmen können helfen:

  • Wechseln Sie zur Vorsorge ab und zu die Position, in der Sie stillen. Zum Beispiel können Sie sich angewöhnen, beim Stillen in der Nacht eine liegende Position einzunehmen, während Sie tagsüber im Sitzen stillen. 
  • Sollten Sie einen Knoten bemerken, massieren Sie den Bereich sanft. Auch während des Stillens oder Abpumpens kann es sehr hilfreich sein, die Brust auf Knoten abzutasten und entsprechende Stellen zu massieren, um die Verstopfungen schon im frühen Stadium zu lösen. Stillen Sie auf jeden Fall weiter, um das Risiko eines Milchstaus zu minimieren. 
  • Tritt das Problem häufiger auf, können Sie die Brust vor dem Stillen leicht anwärmen, damit das Gewebe sich entspannt und die Gefäße sich weiten. Drücken Sie dazu vorsichtig einen warmen Waschlappen oder ein Kirschkernkissen auf die betroffene Brust. Auch ein warmes Bad oder eine Dusche vor dem Stillen kann die Verstopfungen lösen.
  • Sollte die Brust sich nach dem Stillen regelmäßig nicht leer anfühlen, versuchen Sie nach den Stillmahlzeiten zusätzlich abzupumpen oder von Hand zu entleeren, bis Sie Erleichterung verspüren. So können Sie Verstopfungen vorbeugen. 

Milchstau und Brustentzündung

Wenn die Brust an einer Stelle stark spannt, gerötet ist oder Sie schmerzhafte, verhärtete Stellen bemerken, deutet das auf einen Milchstau hin. Wird dieser nicht behoben, kann sich das Gewebe entzünden und eine Brustentzündung, eine sogenannte Mastitis, entstehen. Diese äußert sich durch Rötungen, Schmerzen und ein Wärmegefühl. In schweren Fällen kommt es auch zu grippeähnlichen Symptomen wie Fieber oder Gliederschmerzen. Dann sollte medizinischer Rat eingeholt werden.

Mögliche Ursachen

Ein Milchstau entsteht, wenn die Milchkanäle nicht vollständig entleert wurden. Das kann beispielsweise passieren, wenn ein verstopfter Kanal nicht früh genug behandelt wird. Auch das Stillen in immer der gleichen Position oder ein schlecht sitzender Still-BH, der ins Gewebe einschneidet, können dazu führen, dass die Milch in Teilen der Brust nicht optimal fließt. Ein Überangebot an Milch oder zu lange Abstände zwischen den Stillmahlzeiten sind ebenfalls Ursachen für einen Milchstau. Kann die Milch über eine längere Zeit nicht abfließen, entzündet sich das Gewebe und führt zu einer Brustentzündung.

Tipps bei Milchstau

Diese Maßnahmen helfen, wenn sich in der Brust ein Milchstau gebildet hat:

  • Ruhen Sie sich aus und legen Sie Ihr Baby öfter an. Probieren Sie neue Stillpositionen aus, in denen Ihr Kind mit dem Kinn die betroffene Stelle massieren und dadurch gut entleeren kann. 
  • Am besten trinkt Ihr kleiner Sonnenschein zuerst aus der betroffenen Brust, damit diese entlastet wird. Wärmen Sie die Brust mit warmen Wickeln vor dem Stillen an, um das Gewebe zu entspannen. 
  • Versuchen Sie, Verhärtungen möglichst früh durch Wärme und massierende Bewegungen zu lösen. 
  • Zusätzliches Abpumpen nach dem Stillen kann ebenfalls helfen, überschüssige Milch zu entfernen. Auch Ausstreichen hilft – allerdings nur so lange, bis eine Entlastung stattgefunden hat, da sonst die Milchbildung angeregt wird. 
  • Achten Sie darauf, angenehme Kleidung zu tragen und prüfen Sie den Sitz Ihres Still-BHs. Die Brust sollte keinesfalls abgeschnürt oder gequetscht werden. Tragen Sie einen BH ohne Bügel. 

Tipps bei einer beginnenden Brustentzündung

Warme, verhärtete und gerötete Stellen können der Beginn einer Brustentzündung sein. Das entzündete Brustgewebe ist meist sehr empfindlich. Folgende Tipps können helfen:

  • Stillen Sie weiterhin regelmäßig oder pumpen Sie überschüssige Milch ab, um den Milchstau zu lösen. Eine Entzündung beeinträchtigt die Qualität der Milch nicht, sie bleibt unbedenklich für Ihren kleinen Sonnenschein. 
  • Sie können die Beschwerden mit einem kühlenden Quarkwickel oder einem Kühlpäckchen lindern. 
  • Wenn Sie länger als 24 Stunden an Fieber oder Gliederschmerzen leiden, sollten Sie ärztlichen Rat einholen, da sich die Entzündung sehr schnell verschlechtern kann. Halten Sie unbedingt Bettruhe, damit sich die Keime nicht so schnell im Körper ausbreiten. 

Zu wenig Milch

Wenn das Kind häufig unruhig ist oder schreit, wächst bei vielen Eltern die Sorge, dass ihm etwas fehlt und es nicht ausreichend mit Milch versorgt wird. Diese Sorge ist meist unbegründet. Auch wenn es in seltenen Fällen vorkommen kann, dass das Stillen allein nicht ausreicht, um den Bedarf des Babys zu decken, sollten Sie sich darum zu Beginn noch keine Sorgen machen. Wenn Ihr kleiner Sonnenschein nicht ausreichend an Gewicht zunimmt, greift Ihre Hebamme ein.

Achten Sie auf Zeichen Ihres kleinen Sonnenscheins, um großen Hunger zu vermeiden. Erste Anzeichen können beispielsweise ein Suchen nach der Brust oder schmatzende Mundgeräusche und -bewegungen sein. Oft stecken Babys auch die Hand in den Mund.

Mögliche Ursachen

Die Milchproduktion pendelt sich normalerweise innerhalb weniger Tage ein. Kurz nach der Geburt, wenn Sie Ihre Stillbeziehung beginnen, empfehlen Experten deshalb, das Baby möglichst häufig anzulegen, um die Produktion anzuregen. Zu wenig Milch deutet auf einen Fehler im Stillmanagement hin. Stillen Sie Ihren kleinen Sonnenschein ruhig öfter, um die Brust zur Milchproduktion anzuregen.

Auch später, wenn das Baby während eines Wachstumsschubs einen erhöhten Bedarf hat, kann das Vertrauen in die eigene Milchproduktion zeitweise verloren gehen. Der erste Schub tritt in der Regel etwa fünf Wochen nach der Geburt auf. Weitere Schübe folgen um die 8., 12. und 19. Woche. Hier erhöht sich der Bedarf des Babys schlagartig, Ihr Körper benötigt Zeit, die Produktion zu regulieren und anzupassen.

Tipps zur Anregung des Milchflusses

Direkt nach der Geburt und zu Beginn eines Wachstumsschubs kann es sein, dass Ihr kleiner Sonnenschein kurzzeitig mehr Bedarf hat, als Sie decken können. Meist lässt sich die Milchproduktion jedoch innerhalb kurzer Zeit erhöhen:

  • Häufiges Stillen regt die Produktion an. Legen Sie Ihren kleinen Sonnenschein, besonders in den ersten Tagen, möglichst regelmäßig an.
  • Stillberaterinnen empfehlen bei geringer Milchproduktion, das Kind während einer Stillmahlzeit abwechselnd an beide Brüste anzulegen. Beim sogenannten Wechselstillen wird das Baby während einer Stilleinheit mindestens zwei Mal an jede Brust angelegt. 
  • Milchbildungstees sollten Sie nur vorsichtig und in den empfohlenen Mengen konsumieren, da es sich dabei um pflanzliche Arzneiprodukte handelt.

Wann muss das Baby zugefüttert werden?

Erst, wenn Ihr Kind über mehrere Tage oder Wochen nicht ausreichend zunimmt, kann dies darauf hindeuten, dass die Milchproduktion tatsächlich langfristig nicht ausreicht. 

Das Zufüttern mit Säuglingsnahrung sollten Sie vorerst vermeiden und nur einsetzen, wenn Ihnen Ihre Hebamme dazu rät. Babys nehmen natürlicherweise nach der Geburt etwas ab, sollten aber nach circa zwei Wochen ihr Geburtsgewicht wieder erreicht haben. Ihre Hebamme hat das Gewicht in den ersten Wochen gut im Blick und wird früh genug feststellen, falls die Gewichtszunahme zu gering ausfällt. Später kann Ihr Kinderarzt oder Ihre Kinderärztin zurate gezogen werden, wenn Sie sich Sorgen machen, nicht ausreichend Milch zu haben.

Zu viel Milch

Ein Milchüberschuss äußert sich in einem generellen Spannungsgefühl in der Brust und führt auf Dauer zu Problemen wie einem Milchstau oder einer Brustentzündung. Auch das Anlegen kann erschwert werden, wenn Ihr kleiner Sonnenschein die Brustwarze aufgrund der Spannung nicht gut zu fassen bekommt. Besonders zu Beginn der Stillmahlzeit, wenn der Milchfluss sehr stark ist, kann sich Ihr Schatz erschrecken oder verschlucken und deshalb sogar Stillmahlzeiten frühzeitig abbrechen. 

Mögliche Ursachen

Ein Überangebot an Milch entsteht durch Probleme bei der Regulation der Milchproduktion. Anfangs folgt die Milchbildung noch nicht dem Prinzip von Angebot und Nachfrage, sodass eine genetische Veranlagung bei einigen Frauen dazu führt, dass übermäßig viel Milch produziert wird.

Die Milchproduktion reguliert sich meist innerhalb weniger Wochen von selbst. Hält das Problem länger an oder entsteht erst im Laufe der Zeit, kann es am Stillmanagement liegen. Vielleicht wurde durch häufiges Abpumpen oder zu häufiges Anlegen die Milchproduktion übermäßig stimuliert.

Tipps bei übermäßiger Milchproduktion

Diese Tipps können Ihnen bei zu viel Milchbildung helfen:

  • Streichen Sie die Brust vor dem Stillen aus oder pumpen Sie Milch ab, um Ihrem kleinen Sonnenschein das Trinken zu erleichtern. Pumpen Sie nur so viel Milch ab, wie für die Linderung der Beschwerden notwendig ist. Denn das Abpumpen regt die Milchproduktion zusätzlich an. 
  • Stützen und beruhigen Sie Ihren kleinen Sonnenschein während des Stillens. Achten Sie darauf, dass das Köpfchen beweglich bleibt und schenken Sie Geborgenheit.
  • Kühlen und beruhigen Sie nach dem Stillen die Brust mit einem Quarkwickel, einem feuchten Handtuch oder einem Kühlpäckchen.
  • Stillberaterinnen empfehlen außerdem, das Baby pro Mahlzeit nur an eine Brust anzulegen, sodass nicht beide Brüste zur Milchproduktion angeregt werden. 

Einige Kräutertees, wie Salbei- und Pfefferminztee, hemmen außerdem die Milchproduktion. Bei anhaltenden Beschwerden können Sie darauf zurückgreifen, genießen Sie diese jedoch nur in Maßen.

Harte und schmerzende Brüste

Wenn der erste Milcheinschuss zu Beginn der Stillbeziehung eintritt, werden die Brüste voller und können sich fest anfühlen. Meist legt sich das Spannungsgefühl schnell wieder. Ist dies nicht der Fall und die Brüste werden sehr hart und empfindlich, bezeichnet man dies als Brustdrüsenschwellung. Davon sind in der Regel beide Brüste betroffen. Zusätzlich kann es zu Rötungen und einer leicht erhöhten Temperatur kommen. Dem Baby fällt es in dieser Zeit schwer, die Brustwarze richtig zu erfassen. Auch der Milchfluss wird durch den hohen Druck auf die Gefäße gehemmt, sodass das Trinken erschwert wird.

Mögliche Ursachen

Aufgrund des Milcheinschusses und der damit verbundenen erhöhten Durchblutung für die Milchbildung kann das Brustgewebe anschwellen. Dies führt unter Umständen zu Lymphstauungen und Wassereinlagerungen im Brustgewebe. Durch die starke Schwellung fließt die gebildete Milch nicht ausreichend und es kommt oft zu einer Hemmung der Milchbildung sowie Schwierigkeiten beim Saugen des Kindes.

Tipps bei Stillschmerzen

Die Schwellung sollte innerhalb von ein bis zwei Tagen von selbst wieder abklingen, der Milchfluss sollte sich normalisieren. Sorgen Sie vor, indem Sie in den ersten Tagen nach der Geburt einen regelmäßigen und ausgiebigen Körperkontakt zwischen Mutter und Kind gewährleisten. Häufiges, auch nächtliches Stillen, wirkt Schwellungen und Entzündungen am effektivsten entgegen.

Blasen auf der Brustwarze durch falsches Anlegen

Beim Stillen werden die Brustwarzen stark beansprucht. Besonders in den ersten Tagen kann es zu Reizungen, Schmerzen oder Wunden kommen, wenn das Baby nicht richtig angelegt wird oder „verrutscht“. Etwas seltener entstehen dadurch kleine Blasen, von denen meist mehrere gemeinsam auftreten. Diese Bläschen sind vom Aussehen oft glasig weiß. Auch Blutbläschen können entstehen.

Mögliche Ursachen

Kleine weiße Bläschen oder Blutbläschen entstehen, wenn Ihr kleiner Sonnenschein besonders stark saugt und sich dadurch ein zu starkes Vakuum bildet. Dadurch wird die oberste Hautschicht angehoben und Blasen entstehen. 

Meistens kommt es zu keinen weiteren Komplikationen oder Schmerzen, jedoch kann ein starkes Vakuum ein Anzeichen für eine nicht korrekte Anlegetechnik sein und sollte gegebenenfalls von Fachpersonal überprüft werden. Bläschen entstehen fast immer durch falsches Anlegen, auch nachts, wenn die Frau einschläft und nicht bemerkt, dass das Kind „verrutscht“ oder das Saugen schmerzhaft ist.

Eine weitere Ursache kann ein schwacher beziehungsweise spät einsetzender Milchspendereflex sein. Dieser Reflex wird durch das Saugen des Babys ausgelöst und sorgt durch ein Zusammenziehen der Muskeln dafür, dass die Milch durch die Milchgänge strömt.

Tipps bei Blasen auf der Brustwarze

Ihre Hebamme kann prüfen, ob Ihr kleiner Sonnenschein die Brustwarze richtig erfasst. Der gesamte Warzenhof sollte vom Kind aufgenommen werden.

  • Lösen Sie das Vakuum am Ende der Stillmahlzeit vorsichtig mit Ihrem kleinen Finger, um ein unsanftes Abdocken unter Druck zu vermeiden. 
  • Falls bereits Blasen entstanden sind, können Stillhütchen eine gute Übergangslösung sein. So kann der betroffene Bereich geschont werden und heilen, während Sie schmerzfrei weiterstillen.

Weiße Milchbläschen auf der Brustwarze

Weiße oder leicht gelbliche Punkte, sogenannte Milchbläschen, sind zu Beginn meist nur direkt nach der Stillmahlzeit auf der Brustwarze sichtbar. In einigen Fällen bleiben sie dauerhaft sichtbar. Treten diese Bläschen auf, gehen sie meist mit Schmerzen beim Stillen oder Abpumpen einher. Die Milchbläschen unterscheiden sich zu den Bläschen durch falsches Anlegen dadurch, dass sie mit Milch gefüllt und nicht glasig sind.

Mögliche Ursachen

Bei einem Milchbläschen handelt sich um die verstopfte Öffnung eines Milchkanals oder um einen Milchkanal, über dem eine dünne Hautschicht liegt. Da die Milch nicht richtig fließen kann, kommt es in der Folge zu Schmerzen beim Stillen. Deshalb ist es ratsam, Milchbläschen zu beobachten und vorsichtig zu behandeln, auch um weitere Komplikationen wie einem Milchstau vorzubeugen.

Tipps bei weißen Bläschen

Folgende Tipps helfen, wenn bei Ihnen Milchbläschen auf der Brustwarze auftreten:

  • Durch regelmäßiges Stillen oder Abpumpen werden Verstopfungen schnell gelockert oder gelöst. 
  • Zur Unterstützung können Sie die Brust vor dem Stillen mit einem warmen Waschlappen oder Kirschkernkissen erwärmen. 
  • Vorsichtiges Reiben mit einem warmen, feuchten Waschlappen kann die Verstopfung sanft lösen. Nehmen Sie dazu ein Bad oder eine warme Dusche. Da die Bläschen und Verstopfungen nach dem Stillen leicht hervorgetreten sind, bietet sich dieser Zeitpunkt besonders gut an.

Sollten Beschwerden länger anhalten, ist medizinisches Personal in der Lage, die Bläschen oder Verstopfungen mit einer sterilen Nadel nach einer Stillmahlzeit vorsichtig aufzustechen oder zu entfernen. Allein sollten Sie dies nicht durchführen, da es möglicherweise zu einer Infektion kommen könnte.

Baby verweigert die Brust

Probieren Sie es erneut, wenn Ihr Baby die Brust verweigert. Meist nehmen Kinder die Brust zu einem späteren Zeitpunkt am Tag wieder ohne Probleme. Sollte Ihr Kind die Brust häufiger verweigern, beim Stillen oft weinen oder sehr unruhig sein, kann es dafür verschiedene Gründe geben, die Sie überprüfen sollten. 

Mögliche Ursachen

Wenn Babys die Brust für kurze Zeit ablehnen, liegt es häufig an einer unruhigen Umgebung, den Außenreizen oder an großer Aufregung. Wenn Ihr kleiner Sonnenschein zum Beispiel einen Entwicklungsschub durchmacht, ist er zu aufgeregt, um zu trinken. Versuchen Sie es dann in einer besonders ruhigen Umgebung erneut.

Starker Milcheinschuss führt zu negativen Erfahrungen beim Baby

Babys erschrecken und verschlucken sich oder bekommen schlecht Luft, wenn die Milch zu schnell fließt. Ihr Kind wird vorsichtiger und wendet sich vielleicht ab. Pumpen Sie in diesem Fall vor der Stillmahlzeit ab, damit die Milch langsamer fließt. Stützen und beruhigen Sie Ihren kleinen Sonnenschein. Auch Stillen in einer zurückgelehnten Position führt dazu, dass die Schwerkraft nicht so stark ist.

Saugverwirrung durch Schnuller

Wenn Babys abwechselnd Schnuller oder Flaschen zusätzlich zur Brust bekommen, kann es zur sogenannten Saugverwirrung kommen. Durch das andere Sauggefühl und den schnelleren Milchfluss durch die Flasche wird die Brust nicht mehr so gerne genommen. Das Baby erkennt den Unterschied nicht und wendet nicht mehr ausreichend Kraft beim Saugen an der Brust auf, damit die Milch gut fließt. Das sorgt für Frust und Hunger, weil Ihr Kind an der Brust nicht mehr satt wird. 

Verbringen Sie bei einer Saugverwirrung sehr viel Zeit mit Ihrem Baby und halten Sie Hautkontakt. Geben Sie in dieser Phase nur die Brust zum Saugen. Fragen Sie Ihre Hebamme oder eine Stillberaterin, falls Sie Sorge haben, dass Ihr kleiner Sonnenschein in der Umstellung nicht satt wird. Das Baby sollte immer gesättigt werden, dazu können auch alternative Fütterungsmethoden eingesetzt werden.

Ungewohnte Düfte verwirren Ihr Baby

Vermeiden Sie stark parfümierte Deos, Duschgels und Parfums, wenn Sie stillen, da auch diese starke Reize auf Ihren kleinen Sonnenschein ausüben. 

Tipps bei Verweigerung der Brust durch das Baby

Diese Tipps helfen, wenn Ihr Baby die Brust verweigert:

  • Achten Sie beim Stillen generell auf eine ruhige Atmosphäre, in der Ihr kleiner Sonnenschein sich geborgen fühlt. Gedimmtes Licht und eine geräuscharme Umgebung helfen, Ruhe in Ihre Stillroutine zu bringen. Bleiben Sie ruhig und lassen Sie sich Zeit. Wenn Sie sich von der Unruhe Ihres Babys anstecken lassen, spürt das auch Ihr Kind.
  • Versuchen Sie, vor dem Stillen etwas Milch auszustreichen oder abzupumpen und sie Ihrem kleinen Sonnenschein mit einem Löffel zu geben. Das regt bei schlechten Essern den Appetit an und stillt bei hungrigen Babys den ersten großen Hunger, sodass sie anschließend beruhigter trinken können. 
  • Verzichten Sie in dieser Zeit unbedingt auf die Flasche und fördern Sie den natürlichen Saugtrieb an der Brust. Wenn Sie das Gefühl haben, dass ihr Kind wenig trinkt, können Sie es in einem Tuch nah an der Brust tragen, sodass Sie jederzeit nach Bedarf Ihres Kindes stillen können.

Einige Neugeborene brauchen mehrere Versuche, bis sie den Mund weit genug öffnen und trinken. Manche Babys trinken viele kleine und andere wenige größere Mahlzeiten. So lange Ihr Baby ausreichend an Gewicht zulegt und die Ausscheidungen normal sind, müssen Sie sich keine Sorgen machen. 

Erschöpfung

Stillen ist nur eine von vielen neuen Aufgaben und kann gerade in den ersten Wochen ermüdend sein. Ihr kleiner Sonnenschein wird anfangs alle zwei Stunden trinken wollen, während Sie sich von der Geburt erholen müssen. Auch Ihr Körper durchläuft eine Phase der Umstellung: Die Milchproduktion ist ein energieraubender Prozess.

Mögliche Ursachen

Stillen ist körperlich und mental eine Herausforderung, an die Sie sich erst gewöhnen müssen. Es ist völlig normal, dass Sie im Wochenbett müde und erschöpft sind. So lange Sie sich ausreichend Erholung gönnen und auf sich selbst und Ihre Bedürfnisse achten, sollten Sie sich bald besser fühlen.

Tipps zur Vorbeugung

Diese drei Tipps können Ihnen helfen, Erschöpfung in der Stillzeit vorzubeugen:

  • Gönnen Sie sich viel Ruhe und bitten Sie Familienmitglieder um Hilfe. Schon ein Glas Wasser, ein Snack oder die Vorbereitung der Stillutensilien können eine große Unterstützung beim Stillen sein und vom Partner übernommen werden.
  • Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung in der Stillzeit. Stillen verlangt dem Körper viel Energie ab. Ein gesunder Snack während einer Stillmahlzeit gibt Kraft.
  • Bleiben Sie liegen. Besonders wenn Sie nachts stillen, ist eine liegende Position komfortabel. Das kann auch den Druck auf Wunden wie Kaiserschnittnarben reduzieren.

Techniken der Brustmassage

So schaffen Sie Linderung bei Milchstau und Co.

Um beim Stillen Probleme und Schmerzen zu beheben oder ihnen von Anfang an vorzubeugen, kann eine Brustmassage Wunder bewirken. Wir haben einige gängige Massagetechniken und einen Tipp zum Abpumpen gesammelt, mit denen Sie beispielsweise einen Milchstau und kleine Knötchen lösen können. Bei Fragen hilft Ihnen Ihre Hebamme weiter. 

Abbildung "Stillprobleme – die Brust richtig massieren und ausstreichen”
Abbildung „Massage nach Marmet”

Massiseren Sie beginnend vom Brustansatz mit zwei bis vier Fingern spiralförmig das Gewebe rund um die Brust.

Abbildung „Milchspendereflex auslösen”

Streichen Sie mit den Fingern vom Brustansatz bis über die Brustwarzen.

Abbildung „Massage nach Plata Rueda”

Legen Sie die Handflächen auf die Brust und verschieben Sie sie mit leichtem Druck sanft gegeneinander – erst waagerecht, dann senkrecht.

Abbildung „Ausmassieren”

Drücken Sie Daumen und Zeigefinger nach und nach an verschiedenen Stellen der Brust gegeneinander und lassen Sie wieder los.

Abbildung „Abpumpen”

Durch das Abpumpen können Sie den Milchfluss ebenfalls angeregen.

Das Stillen muss sowohl von Ihrem Baby als auch von Ihnen erlernt werden und braucht am Anfang viel Geduld, Zeit und Übung. Besonders wichtig ist in diesem Prozess die Hilfe und Beratung einer Hebamme oder Stillberaterin, die Ihnen beispielsweise verschiedene Stillpositionen zeigt, Ihnen Tipps zur Ernährung oder Stillanleitung gibt. Hebamme Judith Fuchs

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