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40. SSW: Entwicklung, Größe, Gewicht, Symptome

Du bist am Ende deiner Schwangerschaft angekommen. Sowohl dein Körper als auch der deines Babys ist bereit für die bevorstehende Entbindung. Lies in unserem FamilienMoment, welche Anzeichen auf eine baldige Geburt hindeuten und wie du die Geburt natürlich einleiten kannst.

✔️ in Zusammenarbeit mit Judith Fuchs, Hebamme

Entwicklung des Babys

Das Baby hat seine Geburtsgröße erreicht

So kurz vor der Geburt wird es langsam ganz schön eng für deinen kleinen Sonnenschein. Seine Arme und Beine sind angewinkelt und er ist nicht mehr so aktiv. Wundere dich also nicht, wenn es kurz vor der Geburt etwas ruhiger in deinem Babybauch zugeht.

Dein Baby hat mittlerweile sein Geburtsgewicht und seine endgültige Körpergröße erreicht. Organe und Körpersysteme sind voll funktionsfähig und warten nur darauf, ihre Arbeit außerhalb deines Körpers aufzunehmen.

Jetzt fängt das Warten an: Die letzte Woche kann dir länger vorkommen als die komplette Schwangerschaft. Du fragst dich, ob das Ziehen im Bauch normal ist oder ob es eine Wehe war. Soll dein Bauch sich wirklich so hart anfühlen? Diese Unsicherheiten sind vollkommen normal. Manche Mütter, die ihr zweites oder drittes Kind erwarten, stellen sich die gleichen Fragen. Bewahre Ruhe, du wirst den Anfang deiner Geburt nicht verpassen.

Größe und Gewicht

Mit einer Länge von etwa 51 Zentimetern und einem Gewicht von 3.400 Gramm ist dein Baby ungefähr so groß wie ein Kürbis. Sein kleiner Körper ist bestens auf das Leben außerhalb des Mutterleibs vorbereitet.  


Körper der Schwangeren

Der Körper bereitet sich auf die Geburt vor

Viele Mütter haben in den letzten Schwangerschaftswochen verstärkt mit Rückenschmerzen und Sodbrennen zu kämpfen. Bestimmt schaust du mit großer Vorfreude dem Tag entgegen, wenn dein Kind endlich da ist.

Wie auch dein Baby ist dein Körper für die bevorstehende Geburt bereit. Im Laufe deiner Schwangerschaft hat dein Körper Erstaunliches geleistet, die Gebärmutter hat sich in Vorbereitung auf die Geburt um das Fünffache vergrößert. Deine inneren Organe haben über die letzten Monate Platz für dein Baby gemacht, wodurch dir das Einatmen manchmal schwerfällt. Dieses Gefühl wird nach der Entbindung komplett weg sein.  


Häufige Symptome

Schlaflosigkeit und Stechen im Unterleib

In der letzten Woche der Schwangerschaft begleiten dich viele völlig normale Schwangerschaftssymptome. In deinem Kopf kreisen viele Fragen zur bevorstehenden Geburt. Dabei ist es wichtig, die Balance zwischen Ruhe und Aufregung zu finden.

  • Schlaflosigkeit: Wahrscheinlich wirst du von Schlaflosigkeit und Müdigkeit geplagt, denn es ist mittlerweile schwer, eine bequeme Schlafposition zu finden. Zudem kann es dir helfen, nachts aufzustehen und etwas Entspannendes zu machen, wie beispielsweise ein Buch zu lesen.
  • Stechen im Unterleib: Es kann zu tiefem und schmerzhaftem Stechen und zu Wehen, den sogenannten Braxton-Hicks-Kontraktionen, kommen. Das sind lediglich Übungswehen, die dennoch leicht für Geburtswehen gehalten werden können. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du richtige Wehen hast, kann ein warmes Bad dir die Antwort liefern. Hören die Wehen dabei auf, waren es wahrscheinlich nur Übungswehen. Wenn die Wehen jedoch bleiben, ist das ein Anzeichen dafür, dass die Geburt bei dir losgeht.
  • Durchfall, Übelkeit, Unterleibsstechen, Ausfluss oder Abgang des Schleimpfropfes: All diese Anzeichen können weitere Symptome für eine bevorstehende Geburt sein. Allerdings kommt es vor, dass der Schleimpfropfen sich auch schon einige Tage vor Eintreten der Wehen lösen kann.  

Arzttermine

Der Arzt überprüft die Lage und die Versorgung des Kindes

Wahrscheinlich wirst du in dieser Woche deinen letzten Arzttermin vor der Geburt deines Babys haben. Wie bei vergangenen Arztterminen wird gegebenenfalls ein CTG geschrieben, um die Herztöne deines Kindes zu überwachen und deine Wehentätigkeit zu überprüfen. Dein Arzt schaut außerdem nach der Lage des Kindes, den Kindsbewegungen und der Versorgung der Nabelschnur. Er prüft außerdem, ob noch genügend Fruchtwasser vorhanden ist. Du hast zusätzlich die Möglichkeit, sämtliche Fragen zur bevorstehenden Geburt zu stellen. Nimm dir ruhig Zeit vor deinem Termin, um alle Fragen zusammenzutragen.

Bei diesem Termin wirst du einen weiteren Untersuchungstermin für ein bis zwei Tage nach der Entbindung ausmachen. Für den Fall, dass dein kleiner Sonnenschein es nicht sonderlich eilig hat, werden ab dem errechneten Geburtstermin alle zwei Tage Untersuchungen bei deinem Arzt durchgeführt.  


Was du beachten solltest

Mache Spaziergänge und nimm ein Entspannungsbad

In der 40. Schwangerschaftswoche sollte eine gute Balance zwischen körperlichen Aktivitäten und Ruhepausen gefunden werden.

  • Lange Spaziergänge können nicht nur helfen, deinen Kopf freizubekommen, sondern auch bei der Einleitung der Geburt unterstützen. Durch das Gehen verstärkt sich der Druck von Gebärmutter und Baby auf deinen Muttermund, dabei kann die Wehentätigkeit angeregt werden. Übertreibe es aber nicht mit der sportlichen Aktivität, sondern achte darauf, was dir und deinem kleinen Sonnenschein guttut.
  • Auch Entspannungsbäder können zum jetzigen Zeitpunkt genau das Richtige sein. Das warme Wasser entspannt den Körper und hilft bei starken Rückenschmerzen. Manchmal hat es auch den positiven Nebeneffekt, wehenfördernd zu wirken. Viele Frauen verbringen selbst während der Geburt Zeit in der Badewanne. Das warme Wasser kann die Schmerzen der Geburt lindern.
Du suchst nach weiteren Möglichkeiten zum Einleiten der Geburt? Auch deine Hebamme kann dir bestimmt den ein oder anderen Tipp zum Anstupsen der Wehen nennen. Hebamme Judith Fuchs

Häufige Fragen

Wann kommt dein Baby auf die Welt?

Ein Ende deiner Schwangerschaft ist in Sicht.

  • Wann geht es endlich los? Auf diese Frage gibt es leider keine befriedigende Antwort – es ist unmöglich, vorherzusehen, wann dein Kind auf die Welt kommen wird. Bei lediglich vier Prozent aller Babys ist es tatsächlich der errechnete Geburtstermin. Bei 60 Prozent dauert es sogar bis zu zehn Tage länger. Das erleichtert das Warten nicht, aber mache dir bewusst, dass du nicht alleine bist.
  • Was kann man tun, damit die Wehen anfangen? Ganz oben in der Liste der wehenfördernden Maßnahmen steht tatsächlich Sex. Das Sperma enthält Prostaglandine, die die Gebärmutter stimulieren, und das Hormon Oxytocin, das während eines Orgasmus ausgeschüttet wird, kann Kontraktionen auslösen. Des Weiteren kann auch ein einfacher Spaziergang helfen, Wehen anzuregen. Bestimmte Sachen zu essen oder zu trinken, kann eine weitere Möglichkeit sein, die Geburt auf natürlichem Wege einzuleiten. Himbeerblättertee ist laut verschiedenen Studien wehenfördernd und hilft, wirksame Muskelkontraktionen anzuregen.  

Ausblick

Wie geht es weiter?

Dein Kind wird auf jeden Fall in den nächsten Tagen das Licht der Welt erblicken – unklar ist nur, wann genau und wie. Wenn dein Baby bereit ist, kommt es zu einer Ausschüttung von Hormonen, die die Geburt anregen. Dein Körper reagiert darauf und beginnt mit regelmäßigen Wehen.

Bei dir stellt sich bestimmt die Frage, wann du ins Krankenhaus fahren solltest. Generell wird geraten, bei regelmäßigen Wehen im Abstand von fünf Minuten über einen Zeitraum von einer Stunde, einer geplatzten Fruchtblase oder leichten Blutungen ins Krankenhaus zu fahren. Frage deinen Frauenarzt.

Wir wünschen dir eine schöne Geburt und eine tolle Kennenlernzeit mit deinem kleinen Sonnenschein!


Über Judith Fuchs

Hebamme

Portrait: Judith Fuchs

Judith Fuchs begleitet als Hebamme Geburten im Kreißsaal. Sie steht Frauen und ihren Familien während der Schwangerschaft, des Wochenbetts und der Stillzeit unterstützend zur Seite. Eine respektvolle, individuelle und interventionsarme Betreuung sind ihr dabei ein Herzensanliegen. In unseren FamilienMomenten klärt sie als Expertin über alle Themen rund um Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit auf. Judith Fuchs hat eine Tochter.


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