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Fleisch richtig auftauen: Das sollte man beachten

Die Gäste kommen jeden Moment, aber der Braten liegt noch im Gefrierschrank? Es ist bestes Grillwetter, doch die Steaks sind noch tiefgefroren? Grundsätzlich sollte Fleisch langsam auftauen. Dennoch gibt es einige Methoden, mit denen sich der Auftauprozess beschleunigen lässt. Mit diesen Tipps und Tricks taut Fleisch rasch und schonend auf. 

Vorgehen

So sollte man Fleisch auftauen 

Fleisch ist ein besonders empfindliches Lebensmittel, das grundsätzlich langsam auftauen sollte. Denn beim Auftauen treten Fleischsäfte aus, in denen sich Bakterien schnell vermehren können. Damit das nicht passiert und das Fleisch genießbar bleibt, sollte es nicht lange in dieser Flüssigkeit liegen.

Am besten Rind-, Schweinefleisch, Lamm und Geflügel schon am Vorabend aus dem Gefrierfach holen und – falls noch vorhanden – aus der Verpackung befreien. Danach auf eine Unterlage mit Löchern, zum Beispiel einen Gitterrost, legen und diese auf einem tiefen Teller oder einer Schüssel platzieren. So lässt sich verhindern, dass das Fleisch gar nicht erst in der Auftauflüssigkleit liegt. Denn diese sammelt sich am Boden des Auffanggefäßes. Außerdem ist es wichtig, das Fleisch abgedeckt in den Kühlschrank zu stellen. So nimmt es keine fremden Gerüche an. 


Schonend auftauen

Warum schonendes Auftauen wichtig ist

Je langsamer man das Fleisch auftaut, desto weniger Flüssigkeit geht ihm verloren. Dadurch bleibt es saftig, zart und aromatisch. Außerdem hemmt das langsame Auftauen die Bildung von Bakterien. Das führt dazu, dass das Fleisch bei direkter Verarbeitung weiterhin schön frisch ist. Es ist nicht ratsam, einmal aufgetautes Fleisch erneut einzufrieren. Die Qualität, das Aroma und die Haltbarkeit können dann stark leiden und die Gefahr der Salmonellenbildung ist höher. 


Methoden

Fleisch auftauen: diese Methoden gibt es

Zu schnelles Auftauen kann der Qualität schaden. Wenn es aber doch einmal besonders fix gehen soll, sind diese Methoden die richtige Wahl:

Auftauen im Wasserbad

Fleisch in einen Gefrierbeutel legen und diesen wasserdicht verschließen. In einem Topf Wasser auf maximal 60 Grad erhitzen. Ist diese Temperatur erreicht, den Gefrierbeutel mit dem Fleisch hinein gleiten lassen. Nun zehn bis zwölf Minuten warten. Ist das Fleisch immer noch gefroren, diesen Vorgang wiederholen. Wichtig ist bei dieser Auftaumethode die Temperatur. Auch wer ungeduldig ist, sollte das Fleisch nicht mit kochendem Wasser übergießen. Denn das führt dazu, dass das Fleisch außen weich, innen aber noch gefroren ist. Das kann die Qualität des Fleisches negativ beeinflussen: Es trocknet aus und ist schlimmstenfalls nicht mehr genießbar. 

Auftauen in der Mikrowelle

Mikrowellen verfügen in der Regel über eine Auftaufunktion. Diese anwählen, das Fleisch auf einem mikrowellenfesten Teller hinein stellen und sechs bis acht Minuten erwärmen – fertig. Wer eine große Menge Fleisch auftauen möchte, muss diesen Vorgang möglicherweise einige Male wiederholen, bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist. Dabei immer wieder das Tauwasser abgießen. Auf keinen Fall die Mikrowelle auf eine zu hohe Leistung einstellen. Sonst gart das Fleisch an den Außenseiten durch, ist aber im Inneren noch gefroren. 180 bis maximal 240 Watt reichen aus. Ein klein wenig Geduld ist eben selbst dann gefragt, wenn Fleisch schnell auftauen soll.

Die Sandwich-Methode

Steaks oder ähnliche Fleischstücke wie Schnitzel lassen sich schnell auftauen, indem man sie auf einen umgedrehten Topf legt und einen zweiten, mit lauwarmem Wasser gefüllten Topf obenauf stellt. Das Prinzip: Das zwischen den Topfböden liegende Steak oder Schnitzel gibt die Kälte an das Metall und darüber auch an das Wasser im oberen Topf ab. Ein Zentimeter dicke Fleischscheiben sind so in nur fünf Minuten bereit für Pfanne oder Grill – und dem spontanen Grillfest oder dem Sonntagsessen mit Freunden steht nichts mehr im Wege. Für diese Methode das Fleisch am besten in einen Gefrierbeutel packen und luftdicht verschließen.


Das sollten Sie beachten

Ist falsch aufgetautes Fleisch ungesund?

Wer Fleisch nicht mithilfe der oben genannten Methoden auftaut, riskiert möglicherweise eine Lebensmittelinfektion. Denn liegt Fleisch beispielsweise zu lange im Tauwasser, können sich Bakterien und Keime rasant vermehren. Das „Bundesinstitut für Risikobewertung“ (BfR) rät vor allem bei Geflügel oder Schweinefleisch zum schonenden Auftauen. Denn bei diesen Sorten ist die Bildung von Salmonellen während des Auftauens relativ hoch. Wer sich dazu entscheidet, das Fleisch gar nicht aufzutauen und direkt in die Pfanne zu werfen, wird vom Ergebnis ebenfalls enttäuscht sein. Eine verbrannte Haut und ein rohes Inneres sind dabei nämlich oft die Folge. Nicht durchgegartes Hähnchen- oder Schweinefleisch sind zum Verzehr nicht geeignet.




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