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Melisse: lecker erfrischend

Her mit der Sommerbrise! Dank ihres zitronig-fruchtigen Aromas bringt die Melisse, auch Zitronenmelisse genannt, eine angenehme Frische auf den Tisch. Nebenbei ist sie ein beliebtes Heilmittel. Woher die Melisse kommt und was sie alles kann, erfahren Sie in unserem Lexikon.

Definition

Was ist Melisse?

Was ihren Duft angeht, kann die Melisse locker mit Zitrusfrüchten mithalten – sie riecht angenehm frisch, schmeckt im Abgang leicht bitter und verfeinert mit dieser reizvollen Kombination so manche Speisen und Getränke. Ihr intensives Aroma hat ihr im Deutschen den Namen Zitronenmelisse eingebracht. Es rührt von den beiden reichlich enthaltenen ätherischen Ölen „Citral“ und „Citronellal“ her. Ansonsten verdankt die Melisse ihren Namen den Griechen. „Melissa“ ist das Wort für Honigbiene.  

Weil die Melisse so viele Pollen spendet, sind auch Bienen verrückt nach der Pflanze. Nicht umsonst sind Honigblume und Bienenkraut weitere bekannte Spitznamen der Melisse.

Botanik

Botanische Einordnung und Herkunft

Die Melisse beziehungsweise Zitronenmelisse, die „Melissa Officinalis“, kennen Sie vielleicht auch als Englische Melisse oder Herztrost. Hier verraten wir die wichtigsten Fakten über die botanische und geografische Herkunft der wohlschmeckenden Pflanze mit den vielen Namen.

Botanik

Die Melisse ist eine mehrjährige Staude und zählt zur Familie der Lippenblütler, der „Lamiaceae“. Die Pflanze wächst aufrecht 50 bis 100 Zentimeter oder mehr, in die Höhe. Ihre kräftig-grünen Blätter sind herzförmig, haben einen gekerbten Rand und erinnern damit an Brennnesseln. Von Juli bis September blüht die Melisse. Ihre Blüten sind weiß bis hin zu weißlich-rosa. Bekannte Sorten sind neben der gewöhnlichen Melisse, die Kreta-Melisse und die Goldmelisse.

  • Gewöhnliche Melisse: Die Blätter der Melissa vulgaris, auch gewöhnlicher Wirbeldost genannt, machen sich als erfrischende Zugabe in kalten und warmen Speisen sowie Getränken wunderbar. Die Blüten sind rosafarben.
  • Kreta-Melisse: Die Melissa officinalis ssp. altissima hat aus Griechenland zu uns gefunden. Ihr Aroma ist besonders fruchtig und erinnert an Limetten und Mandarinen. Ein Blickfang sind ihre Blüten: Sie strahlen intensiv violett.
  • Goldmelisse: Botanisch gehört die Monarda didyma zu einem anderen Zweig der Lippenblütler. Betörend ist ihr besonderer Geschmack nach Bergamotte, der sich gut zum Aromatisieren von Tee eignet. Wegen ihrer beeindruckend purpur-violetten Blüten wird sie gerne auch zum Garnieren und darüber hinaus als Zierpflanze genutzt.

Herkunft, Verbreitung und Anpflanzung heute

Ihre Heimat hat die Melisse im Orient und in dem östlichen Mittelmeerraum, wo sie bis heute wild wächst. Die Verwendung der Staude geht auf die Araber zurück. Sie kultivierten die Pflanze in Spanien. Die Benediktiner waren es schließlich, die sie in die Klostergärten Mitteleuropas brachten. So gelangte die Melisse vor wenigen Jahrhunderten nach Deutschland. Heute ist sie auf der ganzen Welt bekannt.


Nährwerte

Das steckt in der Melisse

Da Melisse in der Regel nur in kleinen Mengen verzehrt wird, können Sie ihren Nährstoffgehalt vernachlässigen. Aber wenn Sie es ganz genau wissen wollen, dann enthält das Kraut mit dem Duft der Zitrone auf 100 Gramm etwa 48 Kalorien, 3,5 Gramm Eiweiß, 5 Gramm Kohlenhydrate und einen verschwindend geringen Anteil an Fett.

Nährwerte pro 100 g Melisse:

Kalorien

48 kcal

Eiweiß

3,5 g

Fett

0,8 g

Kohlenhydrate

5 g

Ballaststoffe

3 g


Gesundheitsaspekt

Ist Melisse gesund?

Ob vom römischen Gelehrten Plinius, Hildegard von Bingen oder dem experimentierfreudigen Arzt Paracelsus: In der Volks- und Naturheilkunde wird das duftende Kraut schon seit Jahrhunderten gegen verschiedene Leiden genutzt und in medizinischen Gärten angebaut. 1988 sicherte sich die Zitronenmelisse schließlich den Titel der Arzneipflanze des Jahres – und das mit gutem Grund! Ihre beruhigende Wirkung hat sich in der Geschichte schon so manches Mal bewährt. Aber ein Wundermittel ist natürlich auch die Melisse nicht. Selbst wenn sie wertvolle Unterstützung bieten kann, sollten Sie bei Vorerkrankungen, ernsthaften Beschwerden und chronischen Leiden immer ärztlichen Rat einholen. Hier folgt dennoch ein kleiner Überblick, in welchen Fällen Melisse einen Versuch wert sein kann.

Erfahre mehr im Lebensmitteltipp-Video von Dr. Alexa Iwan.

Hilfreich bei Schlafstörungen

Auf einen Schluck: Milch mit Honig gilt bei Einschlafschwierigkeiten als beliebtes Hausmittel. Ein leckerer Melissentee hat weniger Kalorien, kann aber ähnlich wirken und Schlafprobleme vermindern. So zeigte eine Studie, dass einige Probanden bei regelmäßigem Verzehr des Pflanzenextrakts besser ein- und durchschliefen.

Hilfreich bei Magen-Darm-Beschwerden

Melisse enthält Bitterstoffe. Diese wiederum fördern die Produktion von Verdauungssäften im Körper. Gleichzeitig kann sich die Pflanze beruhigend auf die Muskulatur des Darms auswirken. Die Folge: Der Bauch fühlt sich nicht mehr so voll an, Blähungen nehmen ab.

Hilfreich gegen Lippenherpes

Auch bei Lippenherpes kann Melisse zur treuen Helferin werden. Laut einer Studie, die ihre antivirale Wirkung untersuchte, ist vor allem die äußerliche Behandlung mit Extrakten der Pflanze interessant. Ergebnisse weisen darauf hin, dass lokal angewandtes ätherisches Melissenöl außerdem schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken und die Abheilung des Lippenherpes beschleunigen kann.


Anbau & Ernte

So wird Melisse angebaut

Das frische Aroma der Zitronenmelisse können Sie das ganze Jahr genießen. Im Winter wächst die Pflanze im Treibhaus, im Frühjahr und Sommer gedeiht sie auch im Freien. Bevorzugt wird sie in Deutschland vor allem in Thüringen, Franken sowie Ober- und Niederbayern angebaut sowie in Italien und den Balkanländern. Eben überall dort, wo ein gemäßigtes Klima herrscht. Bei der Ernte kommt die Sense oder der Balkenmäher zum Einsatz.

Melisse selbst pflanzen

Gute Nachrichten für alle ohne grünen Daumen: Zitronenmelisse ist anspruchslos. Mit einem halbschattigen bis sonnigen Standort gibt sie sich zufrieden. Außerdem mag sie lehmige, humusreiche Böden. Bekommt Melisse ein sonniges Plätzchen auf dem Fensterbrett, wächst sie auch als Zimmerpflanze ordentlich.

Tipps für‘s Anpflanzen, Vermehren sowie die Pflege und Ernte:

  • Ab Anfang März können Sie Melissensamen in Anzuchttöpfen aussäen. Oder Sie warten bis Mai: Dann können sie direkt ins Beet gesät werden. Damit Melisse keimt, hat sie es gern warm.
  • Eigene Jungpflanzen oder solche aus der Gärtnerei setzen Sie ebenfalls ab Mai ins Beet oder in den Balkonkasten.
  • Damit die Melisse optimal wachsen kann, sollten die einzelnen Pflanzen genügend Platz haben. Eine Fläche von 30 auf 30 Zentimeter ist dabei ausreichend.
  • Viel Pflege braucht die Zitronenmelisse nicht, dafür aber ausreichend Wasser. Achten Sie darauf, die Pflänzchen gleichmäßig feucht zu halten, ohne sie zu ertränken. Staunässe bekommt ihr nicht.
  • Die Pflanzen alle drei Wochen mit einem organischen Dünger düngen, zum Beispiel mit Kompost – das unterstützt die Melisse von April bis August beim Wachsen.
  • Erntezeit ist den ganzen Sommer über. Die meisten Aromastoffe hat die Zitronenmelisse allerdings kurz vor Blühbeginn gespeichert, also im Juni oder Juli. Schneiden Sie das Kraut dann mindestens zehn Zentimeter über dem Boden ab. Oder Sie ernten für die frische Verwendung erst mal nur einzelne Blätter.
  • Bereit für die nächste Runde? Ein kräftiger Rückschnitt vor der Blüte lässt die Melisse nochmals austreiben.
  • Auch die Vermehrung ist bei Zitronenmelisse denkbar einfach: Dafür braucht es lediglich Stecklinge. Größere ausgewachsene Pflanzen vertragen es auch, wenn Sie ganze Stauden mit dem Spaten teilen.

Lagerung

Lagerung von frischer Melisse

Melisse wächst und wächst und wächst. Bauen Sie selbst an, können Sie sich über üppige Ernten freuen. Doch selbst als Küchenpflanze im Topf ist die Melisse äußerst ergiebig. Um eine solche Topfpflanze zu hegen und zu pflegen oder aber einzelne Blätter, die Sie nicht direkt verarbeiten, aufzubewahren, haben wir ein paar Tipps gesammelt.

Frische Melisse lagern

Meist landet Melisse im Topf auf unserer Fensterbank, wo sie komplett oder auch Stück für Stück abgeerntet werden kann. Alternativ gibt es sie auch als fertig abgepackte Zweige zu kaufen.

Unsere Tipps zur Lagerung von frischer Melisse:

  • Frische Zweige halten sich für einige Tage im Kühlschrank. Schlagen Sie die Melisse dafür einfach in etwas feuchtes Küchenpapier ein.
  • Eine weitere Möglichkeit ist, ganze Melissenzweige in eine Vase mit frischem Wasser zu geben.
  • Als Topfpflanze braucht das Kraut ausreichend Feuchtigkeit und einen warmen, sonnigen Standort. Dann kann sie sogar stetig nachwachsen.
Soll eine bereits eingetopfte Melisse aus dem Supermarkt länger halten, setzen Sie die Pflanze am besten mit frischer Erde in einen größeren Topf um oder teilen Sie sie auf mehrere Töpfchen auf. Mit etwas mehr Platz wächst sie besser nach.

Frische Melisse trocknen

Wollen Sie Melisse trocknen, achten Sie darauf, kurz vor der Blüte zu ernten – bestenfalls in einer sonnigen Woche bei Vormittagslicht. Regen und Dunkelheit können den Geschmack beeinflussen. Durchs Trocknen verlängert sich außerdem die Lebenszeit frischer Zweige. Einen kleinen Haken gibt es: Melisse büßt in getrockneter Form einen Teil ihres frischen Aromas ein. Ein Tee schmeckt daraus trotzdem noch lecker. Oder Sie verwenden getrocknete Zitronenmelisse für intensiv duftende Aufgüsse und als Badezusatz.

Wertvolle Tipps zum Trocknen von Melisse:

  • Ein Bund voller Aroma: Binden Sie die abgeschnittenen Triebe zu kleinen Kräutersträußchen zusammen und hängen Sie diese an einem trockenen, lichtgeschützten Platz kopfüber auf. So trocknet die Melisse schonend an der Luft.
  • Alternativ können Sie auch einzelne Zweige an einem Faden aufhängen.
  • Rascheln die Blätter bei Bewegung? Dann sollte der Trockenprozess beendet sein. Er kann etwa vier Tage dauern.
  • Nun die Blätter in luftdicht verschließbare Behälter füllen. Sie sollten dunkel und trocken stehen, also keinesfalls direkt über dem Herd.
  • Ungeduldige können den Trocknungsprozess beschleunigen, indem die Blättchen bei Temperaturen unter 40 Grad auf einem Backblech in den Ofen wandern. Wichtig zu wissen: Durch die Hitze kann es zu einem Verlust des Aromas kommen.

Melisse einfrieren

Am aromatischsten ist Melisse, wenn Sie erntefrisch auf den Teller kommt. Wollen Sie das Aroma bestmöglich konservieren, ist Einfrieren im Vergleich zum Trocknen die bessere Wahl.

Die besten Tipps zum Einfrieren von Melisse:

  • Hacken Sie die Blätter fein. Mit Wasser in eine Eiswürfelform füllen und in den Tiefkühler geben. Zur späteren Verwendung in sommerlichen Limonaden oder für das Aromatisieren anderer Getränke ist diese Methode besonders praktisch!
  • Alternativ geben Sie die Blättchen einzeln auf ein kleines Backblech oder Brett und stellen Sie es für eine halbe Stunde ins Gefrierfach. So verhindern Sie, dass die Blätter zusammenkleben, bevor sie umgefüllt in einen passenden Behälter wieder in den Tiefkühler wandern.

Verwendung

Verwendung von Melisse

So robust Melisse auch sein mag, wie bei allen großblättrigen Kräutern, tut auch ihr etwas Fingerspitzengefühl im Umgang gut. Bevor Sie das Kraut in der Küche weiterverarbeiten, waschen Sie die Blättchen also vorsichtig, schütteln sie sorgfältig trocken und zupfen sie dann mit der Hand klein. Alternativ hilft ein scharfes Messer dabei, die Melisse fein zu hacken oder in Streifen zu schneiden. Achten Sie außerdem schon beim Kauf darauf, dass die Blätter keine braunen Stellen haben. Sie können ein Hinweis auf Pflanzenkrankheiten wie Rost, eine Pilzerkrankung bei Kräutern, sein.

Melisse in der Küche

Darf‘s ein bisschen zitronig sein? Ist ein Aroma gewünscht, das gleichzeitig nicht alle anderen Geschmacksnoten in Ihrem Gericht überdeckt, kommt Melisse ins Spiel. Die Blättchen sorgen für extra Frische in Obstsalaten, Smoothies und Desserts wie fruchtige Sorbets. Außerdem geben sie Cocktails oder einer Bowle das gewisse Etwas und verfeinern Fischgerichte, Gemüse, Nudelsoßen, Grillmarinaden oder auch Chutneys mit ihrer milden Würze. Als essbare Deko eignet sich das frische Kraut ebenso. Am intensivsten schmeckt Melisse frisch. Deshalb macht sie sich als Zutat von Kräuterpestos, beispielsweise mit Basilikum, oder im Quark zur Pellkartoffel auch so gut! Starke Hitze mag das Kraut bei der Zubereitung nicht gerne. Geben Sie es bei warmen Speisen deshalb erst nach dem Garen dazu.

Melisse als bewährtes Hausmittel

Für viele ist Melisse in der persönlichen Hausapotheke ein Muss. Schon unsere Großmütter setzten bei verschiedenen Beschwerden auf das Kraut und verwendeten es – frisch oder getrocknet – als Hausmittel bei Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Nervosität, Verdauungsproblemen, Hautunreinheiten oder den Begleiterscheinungen einer Erkältung. Um einen Tee aus Zitronenmelisse zu brauen, können Sie getrocknete Pflanzenteile einfach mit heißem Wasser aufgießen und zehn Minuten ziehen lassen. Er schmeckt warm oder kalt. Gießen Sie den Tee mit frischer Melisse auf, verwenden Sie die doppelte Menge. Ansonsten können Sie mit Melisse auch Salben zur äußerlichen Anwendung auf der Haut oder ätherische Öle herstellen.


Rezepte

Leckere Rezepte zum Nachmachen

Zitronenmelisse passt zu vielem, aber mit Fisch bildet sie ein besonders gutes Team. Dafür die Blätter einfach zu einem kleinen Päckchen schnüren und zusammen mit Lachs und Co. im Ofen garen. Das Aroma ist dann eher mild. Bei frisch zubereiteten Salaten kommt es dagegen stärker durch und schmeckt besonders fruchtig. Aber auch als Sirup für die Zubereitung eisgekühlter Getränke ist Melisse köstlich. Oder Sie probieren mal ein Sorbet mit Zitronenmelisse? Wir haben die passenden Rezepte für Sie!



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