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Honig: Alle Fakten über das Naturprodukt

Honig ist nicht nur der perfekte Brotaufstrich, er verleiht Tee, Backwaren, Salatdressings und Soßen eine angenehme Süße. Aber woher kommt das Naturprodukt, welche Sorten gibt es, kann Honig wirklich Krankheiten heilen und wie kann ich ihn in der Küche verwenden? Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum flüssigen Gold!

Definition

Was ist Honig?

Honig ist das älteste Süßungsmittel der Welt. Es handelt sich um einen natürlichen Süßstoff, den Bienen aus Blütennektar herstellen. Das flüssige Gold hat eine lange Geschichte: Schon vor 9.000 Jahren plünderten Steinzeitmenschen die Bienenstöcke, um an die süßen Waben zu gelangen. Im alten Ägypten galt Honig als heilig und wurde als Speise der Götter bezeichnet. Besonders im Mittelalter sprachen ihm die Menschen heilende Kräfte zu und verabreichten ihn bei vielen Beschwerden als Medizin. Seine Bedeutung nahm erst mit der industriellen Herstellung von Zucker aus Zuckerrüben und Rohrzucker etwas ab. Seitdem wird Honig vor allem verwendet, um Speisen zu verfeinern.


Produktion

Wo kommt Honig her?

Honig ist der natürliche Futtervorrat der Bienen. Sie gewinnen Honig auf zweierlei Weise: entweder aus den Ausscheidungen bestimmter Insekten, dem sogenannten Honigtau, oder aus Blütennektar. Dazu saugen die Bienen den Blütennektar auf und reichern ihn mit körpereigenen Säften und Enzymen an. Danach scheiden sie die Flüssigkeit aus und speichern sie in Waben, wo sie schlussendlich zu Honig heranreift, indem überschüssiges Wasser verdunstet. Ist der Honig trocken genug, verschließen die Arbeiterinnen die Waben mit Wachs, das sie selbst produzieren. Nun ist der Imker dran: Er nimmt die Waben aus dem Bienenstock, entfernt die Wachsschicht und schleudert den Honig heraus.  

Hierzulande gibt es über 100.000 Imker, aber nur etwa 80 von ihnen können allein von der Imkerei leben. Zusätzlich wird Honig aus mehr als 70 Ländern der Welt importiert, darunter Mexiko und China.

Kleine Einkaufshilfe für Honig

Die Deutsche Honigverordnung gibt vor, dass Honig naturbelassen und ohne Zusätze sein muss. Aus dem Honig dürfen nur sichtbare Verunreinigungen herausgefiltert werden, ansonsten darf der Imker laut Gesetz nichts entziehen oder hinzufügen. Bei deutschem Honig bürgt das Siegel des Deutschen Imkerbundes, kurz D.I.B., für hochwertigen, naturbelassenen Honig. Die Produzenten müssen hohe Qualitätsauflagen erfüllen. Auch bei Honig mit dem Bio-, Demeter-, oder Naturland-Symbol können Sie eine sehr gute Qualität erwarten. Einheimischer Honig ist auch aus ökologischen Gründen immer eine gute Wahl.


Sorten

Welche Honigsorten gibt es?

Grundsätzlich wird Honig in zwei Kategorien eingeteilt: Waldhonig und Blütenhonig. Für Waldhonig sammeln die Bienen Honigtau von Blattläusen und Schildläusen, für Blütenhonig den Nektar von Blütenpflanzen. Häufig legen Bienen sich auf eine bestimmte Blütensorte fest: Bietet eine Pflanzenart genug Nektar, kehren Bienen auch auf ihrem nächsten Flug wieder zu ihnen zurück. So entstehen Spezialhonige wie Raps-, oder Akazienhonig. Diese sortenreinen Honigarten bestehen dann zu 60 Prozent aus dem Nektar dieser einen Pflanzenart. Stammt der Honig von verschiedenen Pflanzen, landet er oft unter der Bezeichnung „Blütenhonig“, „Frühjahrsblütenhonig“ oder „Sommerblütenhonig“ im Regal. Ein Imker hat dabei nur minimalen Einfluss auf die Sorte des Honigs. Er kann seine Bienenstöcke zwar in der Nähe eines Waldes aufstellen, das garantiert ihm aber noch nicht, dass er nachher auch Waldhonig ernten kann. Wenn den Bienen der Nektar von Raps besser schmeckt, fliegen sie diesen an, selbst wenn der Weg weiter ist.

Die beliebtesten Honigsorten in Deutschland

Sommerblütenhonig

Sommerblütenhonig

Sommerblütenhonig vereint die besten Aromen der warmen Jahreszeit. Er hat einen hohen Traubenzuckergehalt, kristalliert schnell und ist daher oft in zart-cremiger Konsistenz erhältlich. Mit seinem einzigartigen, fruchtigen Aroma schmeckt er super auf Brot.

Waldhonig

Waldhonig

Waldhonig schmeckt meistens recht kräftig, würzig und aromatisch. Er ist von Natur aus flüssig und hat eine dunkle Farbe. Waldhonig schmeckt nie gleich, selbst wenn er vom gleichen Imker stammt.

Lindenhonig

Lindenhonig

Lindenhonig ist ein typisch norddeutscher Stadthonig und hat eine hellgelb-grünliche Farbe. Charakteristisch ist der betörende Geruch, der an Menthol oder Pfefferminze erinnert. Mit seiner blumigen Süße passt er perfekt zu Obstsalat und Salatsoßen.

Rapshonig

Rapshonig

Rapshonig wird häufig auch als „weißes Gold“ bezeichnet. Das verdankt er seiner auffallend hellen Farbe. Sein mildes Aroma macht ihn so beliebt, mit der cremig-streichzarten Konsistenz ist er in der Küche ein echter Allrounder.

Akazienhonig

Akazienhonig

Akazienhonig ist ein sehr milder, klarer Honig, der vom Geruch her an Frühsommertage erinnert. Mit seiner floralen Note ist er ideal, um Tee zu süßen.


Nährwerte

Nährwerte von Honig

Honig ist sehr nahrhaft. Er besteht bis zu 80 Prozent aus einer Mischung von Frucht- und Traubenzucker und zu fast 20 Prozent aus Wasser. Hinzu kommen über 100 weitere Stoffe wie Enzyme, Eiweiße, Spurenelemente, Mineralstoffe, Vitamine und andere chemische Verbindungen, die in ihrer Zusammenwirkung dem Honig besondere Eigenschaften verleihen.

Nährwerte von Honig je 100 g:

  • Energie: 306 kcal
  • Fett: 0,0 g
  • Kohlenhydrate: 75,1 g
  • Eiweiß: 0,4 g
  • Ballaststoffe: 0,0 g
  • Wasser: 24,3 g
  • Broteinheiten: 6,3 g
  • Alkohol: 0,0 g
  • Mineralstoffe: 0,2 g
  • organische Säuren: 0,0 g

Gesundheitsaspekt

Ist Honig gesund?

Seit Menschengedenken wird Honig für die Gesundheit eingesetzt. Steinzeitmenschen nutzten Bienenwachs als Zahnplombe. Das elastische Material sollte den Zahnnerv vor Kältereizen schützen und bei Zahnschmerzen helfen. Außerdem sagte man dem Wachs nach, dass es antibakteriell wirke und setzte es deswegen gegen Entzündungen ein. Der Grieche Hippokrates erklärte Honig zum Allheilmittel und verwendete ihn schon vor 2.400 Jahren bei Erkältungserkrankungen und in der Wundbehandlung – das hat sich grundsätzlich bis heute nicht geändert. Bei der Bekämpfung antibiotikaresistenter Bakterien gewinnen Bienenprodukte aktuell sogar zunehmend an Bedeutung.

Warum ist Honig gesund?

Honig enthält viele verschiedene Nährstoffe wie Spurenelemente, Vitamine und Mineralstoffe. Mit diesem Mix unterstützt er die Abwehrkräfte und kann Heilungsprozesse fördern. Honig kommt bei uns vor allem bei Halsschmerzen zum Einsatz. In einer Tasse Tee oder Milch aufgelöst, kann er mit seinen unterschiedlichen Zuckerverbindungen und Fruchtsäuren dabei helfen, Halsschmerzen und Husten zu lindern. Doch das flüssige Gold kann auch bei anderen Beschwerden unterstützend zur Schulmedizin helfen:

  • Wunden säubern
  • Verbrennungen lindern
  • den Magen beruhigen
  • spröde Lippen wieder geschmeidig machen
  • Haare zum Glänzen bringen
  • Hautprobleme bekämpfen

Mehr dazu gibt es im Ernährungstipp-Video von Dr. Alexa Iwan.

Welche Wirkung hat Honig?

Honig wirkt bakterien- und virentötend und bekämpft Pilze. Schwarmbienen leben mit bis zu 50.000 Tieren auf engstem Raum, bei 35 Grad Wärme und einer Luftfeuchtigkeit von circa 75 Prozent. Das sind aber eben auch ideale Bedingungen für die Verursacher verschiedenster Infektionskrankheiten. Gegen sie haben Bienen ihre eigene Verteidigung entwickelt: in ihrer Nahrung, also dem Honig, in ihrem Baumaterial, dem Bienenwachs und in ihrem eigenen Desinfektionsmittel, dem Propolis. Diese „Bienenmedizin“ ist eine Kombination verschiedenster Stoffe und hochwirksam gegen Bakterien, Viren und Pilze. So sichert sie den Bienen seit mittlerweile über 100 Millionen Jahren erfolgreich ihre Existenz auf der Erde.

Wie viel Honig darf man essen?

Es gibt keine offizielle Empfehlung, wie viel Honig Sie pro Tag essen dürften. Drei Esslöffel pro Tag sind für Erwachsene aber ein guter Richtwert. So gesund Honig auch ist, mit rund 320 Kalorien pro 100 Gramm ist er nicht gerade ein Schlankmacher. Der enthaltene Fruchtzucker regt den Appetit zusätzlich an. Außerdem ist Honig nicht besonders gut für die Zähne. Durch die klebrige Konsistenz haftet er lange am Zahn und kann Karies verursachen. Menschen mit Bienenallergie oder Diabetes sollten beim Genuss von Honig ebenfalls vorsichtig sein. Kleinkinder unter 12 Monaten sollten überhaupt keinen Honig essen: Er kann Botulismus-Bakterien enthalten, gegen die Kinder noch keine Abwehrkräfte entwickelt haben.


Lagerung & Haltbarkeit

Wie lagert man Honig?

Dank der Stoffe, die Bienen dem Honig beimischen, ist er auf natürliche Weise konserviert. Die Enzyme sind allerdings wärme- und lichtempfindlich. Ist er direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt oder wird zu lange warm gelagert, können wichtige Inhaltsstoffe und Enzyme verloren gehen. Lagern Sie Honig daher immer kühl, trocken und lichtgeschützt, zum Beispiel in einem dunklen, kühlen Raum oder in einem Schrank. Bei richtiger Lagerung kann er sich theoretisch Jahre halten.

Wichtig: Verschließen Sie das Glas nach dem Essen immer möglichst schnell, da Honig Feuchtigkeit aus der Luft zieht. Das kann zur Gärung führen und ihn ungenießbar machen. Lassen Sie sich nicht verunsichern, wenn der Honig im Glas kristallisiert. Das ist eine natürliche Reaktion, wenn der Honig lange steht – er schmeckt trotzdem noch prima. Wenn er schlecht ist, setzt sich eine mindestens ein Zentimeter dicke, flüssige Schicht auf dem Honig ab. Nach einiger Zeit kommt es zur Blasenbildung, da der Honig gärt.

Tipp: Sie können Honig auch einfrieren. Die Enzyme und Vitamine darin sind nicht kälteempfindlich. Wichtig ist, dass Sie den Honig danach sehr langsam und schonend wieder auftauen.


Wissenswertes

Wissenswertes über Honig

Spannende Fakten zum beliebten Naturprodukt:

  • Ob als Brotaufstrich, zum Backen oder als Süße im Tee: Rund 0,96 Kilogramm Honig verbraucht jeder von uns durchschnittlich im Jahr.
  • Rund 15 Prozent der Verbraucher greifen mindestens einmal pro Woche zu Honig.
  • Es gibt über 127.000 Imker in Deutschland, die zusammen über 940.000 Bienenvölker betreuen.
  • Jährlich werden in Deutschland rund 24.000 Tonnen Honig geerntet.
  • Zusätzlich lässt die Bundesrepublik rund 80.000 Tonnen Honig im Jahr aus anderen Ländern importieren.

Rezepte

Leckere Rezepte mit Honig



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