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32. & 33. SSW: Entwicklung, Größe, Gewicht, Symptome

Mit der 33. Schwangerschaftswoche lassen Sie den achten Monat hinter sich. Stetiges Wachstum und Positionsveränderungen – das sind nur zwei wichtige Entwicklungsschritte in diesen Wochen. Erfahren Sie, wie Sie mit kugelrundem Bauch leichter in den Schlaf finden und was Sie weiterhin beachten sollten.

Entwicklung des Babys

Ihr Baby bewegt sich mehr denn je

Ihr Baby ist gerade damit beschäftigt, Fett einzulagern und Muskeln aufzubauen. Durch die Muskeln kann Ihr Nachwuchs seinen Kopf besser kontrollieren sowie Beine und Arme geschmeidiger und komplexer bewegen.

Ihr Baby ist jetzt aktiver denn je. Sie fühlen nur die Bewegungen, die die Gebärmutterschleimhaut treffen. Daneben gibt es aber noch viele weitere Aktivitäten, die Sie nicht spüren. Diese Bewegungen sind wichtig für das Koordinationsvermögen Ihres kleinen Sonnenscheins – sie stärken seine Knochen und erhöhen die Muskelmasse. Haben Sie schon bemerkt, dass Ihr Baby aktiver ist, wenn Sie Musik hören? Forscher haben festgestellt, dass ungeborene Babys sich passend zur Musik bewegen und sogar atmen. Wenn auch Sie sich sanft zur Musik hin und her bewegen, freut sich Ihr Baby, dass es in den Schlaf gewiegt wird.

Größe und Gewicht

Ihr Baby misst vom Scheitel bis zur Ferse mittlerweile etwa 42 Zentimeter, wiegt etwa zwischen 1.700 und 1.800 Gramm und ist damit so groß wie ein Grünkohl. Damit hat Ihr kleiner Sonnenschein etwa die Größe seiner Geburt erreicht. Allerdings muss Ihr Baby noch kräftig an Gewicht zunehmen. Bis zur Geburt wird sich seine wöchentliche Gewichtszunahme im Schnitt auf rund 200 Gramm belaufen.


Körper der Schwangeren

Bei vielen Schwangeren tritt der Bauchnabel hervor

Ihr Bauchumfang und damit auch Ihr Gewicht nehmen weiter zu. Ihr Baby hat zwar schon eine gute Körpergröße entwickelt, muss aber noch weiter an Gewicht zunehmen. Dadurch ist es auch nicht überraschend, dass jetzt Ihr Bauchnabel hervortreten kann. Das passiert durch den Druck der rasch größer werdenden Gebärmutter gegen Ihren Bauch und ist ganz normal. Der Bauchnabel bildet sich einige Monate nach der Geburt wieder zurück.

Durch das stetige Wachstum Ihres Babys wird der Platz in der Gebärmutter enger. Dadurch spüren Sie die Bewegungen des kleinen Sonnenscheins immer deutlicher. Bei vielen werdenden Müttern löst das unglaubliche Glücksgefühle aus. Es kann aber auch vorkommen, dass Ihnen die Tritte unangenehm werden. In solchen Momenten ist es ratsam, dass Sie aktiv werden: Nehmen Sie eine andere Haltung ein und animieren Sie Ihr Kind dadurch, ebenfalls die Lage in der Gebärmutter zu ändern.

Gedanken über die anstehende Geburt

Anzeichen für frühzeitige Wehen wären sehr deutlich erkennbar und auch Senkwehen sind zum jetzigen Zeitpunkt in der Regel nicht zu erwarten. Genießen Sie die letzten Schwangerschaftswochen und machen Sie sich noch nicht allzu viele Gedanken über die anstehende Geburt. Auch wenn Sie sich Sorgen machen, halten Sie sich immer vor Augen, dass es Wege gibt, Ihnen die Geburt so leicht wie möglich zu machen. Informieren Sie sich über die unterschiedlichen Möglichkeiten wie Akupunktur oder Aromatherapie. Gönnen Sie sich ein wenig Ruhe und hören Sie auf Ihren Körper und dessen Bedürfnisse.


Häufige Symptome

Übungswehen, Krampfadern und Schlafprobleme

Auch in diesen beiden Schwangerschaftswochen können wieder unterschiedliche Symptome auftreten:

  • Ihre Verdauung wird langsamer. Es ist möglich, dass Sie ab der 32. Schwangerschaftswoche öfter über Bauchschmerzen klagen. Ein Grund dafür könnte Ihre Verdauung sein, die sich schon seit Beginn Ihrer Schwangerschaft verändert hat. Um Ihre Verdauung wieder in Schwung zu bringen, ist es ratsam, möglichst viele Ballaststoffe zu sich zu nehmen und viel zu trinken.
  • Sie haben die ersten Übungswehen. Ihr Auftreten ist zu diesem Zeitpunkt völlig normal. Aber keine Sorge, die richtigen Wehen lassen noch etwas auf sich warten.
  • Vor allem nachts, wenn Sie eigentlich gerade zur Ruhe gekommen sind und einfach nur schlafen wollen, kann es häufig zu Wadenkrämpfen kommen. Ein Grund dafür sind Verschiebungen im Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt.
  • Ein häufiges Symptom, über das viele werdende Mütter klagen, sind Rückenschmerzen. Daran schuld können eine schnell wachsende Gebärmutter, die Lockerung der Muskulatur, das zusätzliche Gewicht oder einfach nur eine veränderte Körperhaltung sein. Versuchen Sie, mit leichtem Sport entgegenzuwirken.
  • Die erweiterten schlauch- oder auch knotenförmigen Venen sind meist an den Beinen zu finden. Das zusätzliche Gewicht einer Schwangerschaft kann zur Schwäche der Venenwände oder Venenklappen führen und Krampfadern hervorrufen.
  • Ein besonders lästiges Symptom, mit dem viele Schwangere zu kämpfen haben, sind Schlafprobleme. Natürlich ist es nicht so einfach, mit großem Babybauch eine angenehme Position zu finden und dann geht Ihnen zudem einiges durch den Kopf. Dadurch fällt es vielen Schwangeren schwer, ausreichend Schlaf zu finden. Nehmen Sie sich jeden Abend Zeit, zusammen mit Ihrem Partner zu entspannen und zu kuscheln. Meist hilft das schon, zu entspannen und leichter in den Schlaf zu finden.
Vor allem bei Rückenschmerzen können sanfte Bewegungen helfen. Viele Frauen mögen Schwimmen: Die sanfte Bewegung und die Schwerelosigkeit im Wasser lindern den Schmerz und tragen zum Wohlbefinden der Schwangeren bei.
  Hebamme Judith Fuchs

Arzttermine

Alle zwei Wochen steht eine Untersuchung an

Insgesamt werden Ihnen als schwangere Frau in Deutschland zehn Vorsorgeuntersuchungen im vierwöchigen Rhythmus empfohlen. Ab der 32. Schwangerschaftswoche verkürzt sich der Zeitraum zwischen den Untersuchungen auf etwa alle zwei Wochen.

Ihr Arzt notiert Ihr Gewicht und misst Ihren Blutdruck . Zudem wird Ihr Muttermund, der Stand Ihrer Gebärmutter kontrolliert sowie eine Urinprobe genommen. Dadurch können Infektionen oder erhöhte Zuckerwerte ausgeschlossen werden. Bei einigen Untersuchungen entnimmt Ihr Arzt Blut, um dessen Sauerstoffgehalt und die Blutgruppe zu bestimmen.

Ab der 32. Schwangerschaftswoche gibt es auch einen Test auf Hepatitis B sowie eventuell eine Kardiotokographie, kurz CTG, zur Messung der Herztöne Ihres Babys und Ihrer Wehentätigkeit. Im Ultraschall werden zum jetzigen Zeitpunkt wichtige Daten ermittelt: Lage, Bewegung des Babys, Fruchtwassermenge, Lage und Funktion der Plazenta sowie einige biometrische Daten, wie zum Beispiel der Kopfumfang. Welche Bereiche Ihr Arzt vermisst, hängt nicht zuletzt davon ab, wie das Baby liegt und wie sehr es sich bewegt. Alle ermittelten Werte werden in Ihren Mutterpass eingetragen.


Was Sie beachten sollten

Setzen Sie sich mit der anstehenden Geburt auseinander

Den größten Teil Ihrer Schwangerschaft haben Sie bereits geschafft. Denken Sie jetzt an sich selbst und bereiten Sie sich auf die Entbindung vor:

  • Jetzt ist es an der Zeit, sich mit der Geburt auseinanderzusetzen. Machen Sie sich mit den Bedingungen im Krankenhaus vertraut. Bei einem Klinikrundgang werden Ihnen in der Regel der Kreißsaal sowie die Wochenbettabteilung gezeigt. Sie werden darüber informiert, wie die Aufnahme erfolgt, was Sie alles mitbringen müssen und welche Formulare auszufüllen sind. Es ist sehr beruhigend, wenn das alles abgehakt ist und Sie genau wissen, was zu tun ist, sobald die Wehen einsetzen.
  • Tun Sie sich selbst etwas Gutes. Massieren Sie sich zum Beispiel regelmäßig den Damm, also den Bereich zwischen Scheideneingang und Anus. Dadurch beugen Sie einem möglichen Dammriss während der Geburt vor.   

Häufige Fragen

Ab wann treten Wehen auf?

Zu jeder Zeit der Schwangerschaft stellen sich werdende Eltern einige Fragen. Viele davon sind vom Zeitpunkt der Schwangerschaft abhängig. So stehen in der 32. und 33. Schwangerschaftswoche vor allem folgende Fragen auf der Tagesordnung:

  • Ab wann ist mit Wehen zu rechnen? Generell können Sie bereits ab Mitte der Schwangerschaft, spätestens aber im letztem Schwangerschaftsdrittel mit Wehen rechnen. Diese Kontraktionen werden auch als wilde Wehen, Schwangerschaftswehen oder Übungswehen bezeichnet. Sie sind meist völlig harmlos. Kommt es zu echten Wehen mehr als drei Wochen vor dem errechneten Termin, müssen eventuell Maßnahmen ergriffen werden, um eine Frühgeburt zu vermeiden.
  • Welchen Risiken gibt es bei einer Frühgeburt? Bis zu zehn Prozent aller Kinder kommen vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt. Ihre Überlebens- und Entwicklungschancen haben sich im Vergleich zu früher deutlich verbessert. Eine Frühgeburt lässt sich manchmal vermeiden, wenn man die Risikofaktoren und Anzeichen beachtet. Zu den Faktoren, die das Risiko für eine Frühgeburt erhöhen, gehören zum Beispiel eine starke seelische Belastung, Nikotin- und Alkoholkonsum während der Schwangerschaft, Fehlbildungen des Kindes, der Gebärmutter oder der Plazenta, ein Diabetes mellitus oder eine Scheideninfektion. Wenn eine Schwangere bereits eine oder mehrere Frühgeburten hatte, ist das Risiko einer erneuten Frühgeburt ebenfalls hoch. Mehrlinge kommen fast immer vor dem errechneten Geburtstermin zur Welt.
  • Ab wann darf man mit einem Frühchen nach Hause? Sie dürfen mit Ihrem Baby nach Hause, wenn es mit der Nahrungsaufnahme klappt, wenn Ihr Kind stetig an Gewicht zunimmt und wenn der behandelnde Arzt Ihr Kind für stabil genug hält. Das kann um den Zeitpunkt der 38. Schwangerschaftswoche herum sein oder wenn das Kind mindestens 2500 Gramm wiegt.
  • Wie kann man sich am besten auf die anstehende Geburt vorbereiten? Besonders hilfreich ist ein Geburtsvorbereitungskurs. Nicht nur weil Sie wichtige Techniken für die Geburt erlernen, sondern auch, weil Sie andere werdende Mütter kennenlernen und sich mit Ihnen austauschen können.

Ausblick

Was kommt noch auf Sie zu?

Sie haben es fast geschafft – der Countdown bis zur Geburt hat begonnen. Nicht mehr lange und Sie dürfen in den Mutterschutz. Ab dann haben Sie viel Zeit, sich auszuruhen und alle Last-Minute-Erledigungen vor der Geburt abzuschließen. Dann heißt es eigentlich nur noch ein bisschen Warten, bis der kleine Sonnenschein noch etwas an Gewicht zugelegt hat und sich endlich dafür entscheidet, das Licht der Welt zu erblicken. Freuen Sie sich auf die letzten Wochen vor der Geburt und genießen Sie die Zeit.


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