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Aufgießen: Eintöpfe, Tee, Kaffee & Co

Ein Schuss Wasser macht aus trockenen Krümeln einen aromatischen Frühstückstee, bringt den Geschmack von Eintöpfen wieder ins Gleichgewicht und kann Cocktails das gewisse Prickeln geben. Warum, wie und womit du Speisen und Getränke aufgießt? Jetzt nachlesen in unserem Küchenlexikon!

Definition

Was bedeutet „aufgießen“ in der Küche?

Damit dein Tee sein volles Aroma entfalten kann, braucht es Wasser. Genauso sieht es bei Kaffee aus. Um den Wachmacher am Morgen per Hand zu brühen, wird das Pulver mit heißem Wasser übergossen. Der passende Begriff dafür lautet „Aufgießen“. Auch kalte Getränke wie Cocktails oder eine fruchtige Sommerbowle gießt du auf, indem du im letzten Schritt beispielsweise Champagner, Sekt oder Selters hinzugibst. In der warmen Küche fällt das Wort „aufgießen“, wenn du während des Kochvorgangs Flüssigkeiten wie Wasser, Brühe, Fond oder auch Sahne mit in den Topf oder die Pfanne gießt.


Aufgießen beim Kochen

Flüssigkeiten aufgießen beim Kochen

Beim Aufgießen am Herd ergänzt du die bereits vorhandene Flüssigkeit deiner Speise durch die Zugabe von weiterer Flüssigkeit oder aber du füllst die Flüssigkeit, die im Verlauf des Garens bereits verdampft ist, wieder auf. Häufig kommt die Technik beim Kochen von Suppen und Eintöpfen zum Einsatz. Nachdem du das vorgeschnittene Gemüse leicht angebraten und beispielsweise mit Gemüsebrühe abgelöscht hast, kannst du die Suppe im Verlauf unter anderem mit Kokosmilch aufgießen. Gängig ist auch ein Aufgießen mit Milch, Sahne, Fond und natürlich Wasser.

Ein anderer Fall: Köchelt der Linseneintopf vor sich hin, verdampft ein Teil der Flüssigkeit. Manchmal ist das genau richtig so, manchmal wird der Geschmack dadurch aber auch zu würzig. In so einem Fall hilft das Aufgießen mit Wasser dabei, das intensive Aroma wieder abzumildern. Außerdem stellst du so sicher, dass Linsen, zugegebenes Fleisch und Co. in ausreichend Flüssigkeit schwimmen, um gleichmäßig durchzugaren. Eine würzige Soße kannst du nach dem Anbraten mit Sahne, Milch oder auch einem pflanzlichen Ersatzprodukt aufgießen, um sie zu verlängern.


Tee aufgießen

Wie gießt man Tee richtig auf?

Um Tee den maximalen Geschmack zu entlocken, gib einen Teebeutel in einen hitzefesten Becher und übergieße ihn mit heißem Wasser. Für losen Tee verwendest du einen Teefilter, ein Teesieb, Tee-Ei oder ähnliches. Damit dein Earl Grey oder andere Lieblingssorten am Ende nicht fad schmecken, kommt das Teewasser am besten frisch aus der Leitung. Einfluss auf den Geschmack hat außerdem der Härtegrad des Wassers.

Am leckersten wird es mit weichem Wasser. Gerade Kräuter-, Rooibos- und Früchtetees solltest du übrigens immer mit sprudelnd kochendem Wasser aufgießen. Da sie nach der Ernte üblicherweise nur getrocknet und keiner großen Hitze ausgesetzt werden, können mögliche Bakterien, Keime und Schimmelpilze überleben. Kochendes Wasser in Kombination mit einer längeren Ziehzeit tötet sie weitgehend ab. Orientiere dich bei der Zubereitung deshalb immer an der Zeitangabe auf der Verpackung, um ein wirklich sicheres und aromatisches Getränk zu erhalten.

Grundsätzlich gilt: Je länger die Ziehzeit ist, umso intensiver wird der Geschmack des Tees. Eine Besonderheit bilden Schwarz- und Grüntee. Sie werden bei längerer Ziehzeit zunehmend bitter. Probiere bei schwarzem Tee eine Ziehzeit zwischen drei und acht Minuten einfach aus, so kannst du testen, was du am leckersten findest. Bei grünem Tee raten die meisten zu einer Ziehzeit von maximal zwei bis drei Minuten. Kenner schwören außerdem auf die richtige Temperatur. Bei Grüntee lässt du das Wasser zunächst auf 70 bis 80 Grad abkühlen, bevor du den Tee damit aufgießt. Für einen Oolong gelten 80 bis 90 Grad als ideal, für Schwarztee 95 Grad.

Ein Tipp: Wer kein Thermometer oder eine entsprechende Funktion bei seinem Wasserkocher hat: Im Schnitt braucht ein Liter kochendes Wasser um die zehn Minuten, um auf 80 Grad runter zu kühlen.

Tee kalt aufgießen

Bei einem Aufguss lösen sich bei schwarzem und grünem Tee sogenannte Tannine, die nach einer Ziehzeit von etwa zwei Minuten den typischen herben Geschmack auslösen. Brühst du die Sorten kalt auf, werden weniger Tannine freigesetzt. Dadurch nimmst du das charakteristisch-feine Teearoma besser wahr – der Geschmack ist insgesamt sanfter. Im Gegensatz zu einem heißen Aufguss muss ein kalter Aufguss mit Leitungs- oder Mineralwasser mehrere Stunden ziehen. Funktionieren tut diese spezielle Methode bei schwarzem Tee, grünem Tee, weißem Tee und Oolong Tee. Die Blätter dieser Sorten werden nämlich schon während der Weiterverarbeitung erhitzt und dadurch überwiegend keimfrei gemacht. Da das bei Kräuter-, Rooibos oder Früchtetees nicht der Fall ist, solltest du dort auf einen kalten Aufguss verzichten.


Kaffee aufgießen

Wie gießt man Kaffee von Hand auf?

Bereitest du Kaffee von Hand zu, sind zwei Methoden am beliebtesten: die Zubereitung mit einem Kaffeefilter und die mit der French Press.

Für die Zubereitung von einem Liter Kaffee mit einem Filter brauchst du neben einem Porzellanfilter und dem Filterpapier etwa 60 Gramm Pulver – aus der Packung oder frisch gemahlen. Ein Tipp: Setze das Filterpapier in den Porzellanfilter ein und spüle ihn zunächst mit nahezu kochendem Wasser durch. So verflüchtigt sich der Papiergeschmack. Gib das Kaffeepulver hinein und klopfe seitlich an den Handfilter, bis die Oberfläche des Pulvers eben ist. Dadurch sollen die Aromen beim Aufgießen gleichmäßig entweichen. Koche nun Wasser auf, lasse es auf etwa 90 Grad abkühlen, damit dein Kaffee später keine verbrannte Note bekommt, und gieße es nach und nach in den Filter – zunächst nur so viel, dass das Pulver gerade so mit Wasser bedeckt wird und eine Minute quellen kann. Dann kannst du von innen nach außen kreisend immer jeweils 100 Milliliter nachschütten, so wird der Kaffee besonders kräftig. Magst du es milder, gieße die gesamte Wassermenge möglichst rasch in den Filter.

Bei der Zubereitung mit einer French Press füllst du das Kaffeepulver direkt in die Kanne. Koche das Wasser, lasse es 30 Sekunden abkühlen und gieße es hinein. Den Kaffee nach dem Einschenken umrühren und vier Minuten ziehen lassen. Dann setzt du den Deckel auf und drückst das Sieb herunter. Ein Tipp: Wärme die Glaskanne im Vorfeld mit heißem Wasser vor und schütte es vor der Kaffeezubereitung wieder aus – so bleibt der Kaffee später länger warm.


Cocktails aufgießen

Wie gießt man Cocktails auf?

Ein wenig Süße, fruchtige Säure oder das nötige Prickeln bekommen Cocktails, wenn man sie beispielsweise mit Grenadine, Säften, Sprudelwasser oder auch einem Schaumwein aufgießt. Nippst du im Sommer gern an einem minzig-frischen Mojito auf Eis? Hierbei spülst du zunächst eine Limette ab und zerstoßst sie zusammen mit ein paar Minzblättern in einem breiten Glas. Nachdem du Zucker, Limettensirup und Eiswürfel hinzugefügt hast, gießt du alles mit Ginger Ale und Tonic Water auf. Eine leckere Hugo-Erdbeer-Bowle bekommst du mit Sekt schön spritzig, einen Apfel-Secco gießt du nach dem Shaken mit Prosecco auf.




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