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Kaffee: Alles über das heißgeliebte Getränk

Von ihm gibt es über 50 verschiedene Sorten. Man kann ihn heiß oder auf Eis genießen. Weltweit werden jährlich eine halbe Billion Tassen getrunken. Wissen Sie, um was es geht? Die Rede ist von Kaffee! In Deutschland ist Kaffee sogar beliebter als Wasser oder Bier. Erfahren Sie hier alles über die kleine Wunderbohne.

Definition

Was ist Kaffee?

Kaffee ist ein dunkles, psychotropes, also auf die Psyche wirkendes, Getränk, das durch das Aufgießen von gemahlenen Kaffeebohnen mit heißem Wasser hergestellt wird. Es entsteht ein schwarzes Gebräu, welches je nach Kaffeebohne unterschiedlich stark im Geschmack und an Koffeingehalt ist. Auch können die Zubereitungsarten variiert werden, sodass am Ende für jeden etwas dabei ist.


Herkunft

Wo kommt Kaffee her?

Um den Kaffee ranken sich verschiedene Legenden. Eine Geschichte, die sich durchsetzen konnte, erzählt von einem Ziegenhirten Namens Kaldi im neunten Jahrhundert in Äthiopien. Nachdem seine Ziegen die Früchte der Kaffeepflanze fraßen, beobachtete er, wie munter diese auf einmal wurden. Es lag für ihn nahe, die Früchte selbst einmal zu probieren, woraufhin er die anregende Wirkung selbst feststellte.

Auch wenn wir nicht wissen, ob diese Geschichte stimmt, bezeichnen wir heute Äthiopien als Wiege des Kaffees. Am Anfang ähnelte die Zubereitung von Kaffee übrigens noch eher der von Tee. Blätter und getrocknete Kirschen, so heißen die Früchte der Pflanze, wurden mit Wasser aufgegossen und getrunken. Erst als der Kaffee über die arabische Welt ins Osmanische Reich kam, wurde die Zubereitung der von heute etwas ähnlicher. 


Anbau & Ernte

So wird Kaffee angebaut und geerntet

Die Kaffeepflanze, die Coffea, fühlt sich in tropischen bis subtropischen Gebieten am wohlsten. Sie mag Regen und milde Temperaturen zwischen 18 und 26 Grad. Die zwei bekanntesten Kaffeesorten sind die Arabica und die Robusta, die auch Canephora genannt wird.

Während die Arabica sehr anspruchsvoll ist, eine hohe Luftfeuchtigkeit bevorzugt und am besten zwischen 400 und 1.200 Metern über dem Meeresspiegel gepflanzt wird, ist die Robusta pflegeleichter. Wie der Name verrät, ist sie robuster als die Arabica und auch einfacher zu ernten. Die Arabica-Kaffeepflanze erfordert nämlich eine sehr feinfühlige Ernte und sehr erfahrene Erntehelfer, die anhand der Farbe einer Kirsche den Reifegrad ausmachen können. Der Zeitpunkt der Ernte hängt nicht von der Jahreszeit ab, sondern von den Regenfällen. Zwei bis drei Wochen nach jedem starken Regenfall blüht eine Kaffeepflanze auf.

Arabica- und Robusta-Kaffee lässt sich trotz des ähnlichen Dufts sehr gut unterscheiden. Sowohl in ihrer Blattform als auch in ihren Blüten weisen sie eindeutige Unterschiede auf. Die Blüten der Arabica-Pflanze bestehen meist aus fünf einzelnen Blüten und ihre Blätter sind eher spitz. Die Kaffeekirschen sind über die Zweige gleichmäßig verteilt. Wohingegen die Robusta-Pflanze eher elliptische, kleinere Blätter hat und die Blüten meist vermehrt auf den Blattachsen sitzen. Ihre Kaffeekirschen wachsen oft in kleinen Bündeln. Arabica- und Robusta-Kaffee ist rund um den Äquator auf dem sogenannten Kaffeegürtel, der zwischen dem 23. Breitengrad nördlich und dem 25. Breitengrad südlich liegt, zu finden.

Natürlich gibt es neben den zwei bekanntesten Sorten auch noch andere wie beispielsweise die Coffea Liberica und die Coffea Excelsa. Allesamt gehören sie zur Pflanzenfamilie der Rubiceae, also der Rötegewächse. 


Herstellung

Wie wird Kaffee hergestellt?

Die Kaffeekirsche hat in sich zwei Samen – das sind die Bohnen. Diese müssen zunächst aus ihrer Hülle gelöst werden, wofür die Früchte erst in der Sonne getrocknet, geschält und poliert werden müssen. Hierbei kommt der Rohkaffee zutage, also die grüne Bohne. Diese wird bei 200 Grad für bis zu 15 Minuten in Kesseln geröstet. Abschließend werden die Kaffeebohnen gemahlen. Der Mahlgrad bestimmt nun die weitere Verwendung des Kaffees. Für Mokka wird zum Beispiel sehr fein gemahlenes Pulver verwendet. Generell kann man diese Faustregel anwenden: Umso länger das Pulver bei der Zubereitung mit dem Wasser Kontakt hat, desto gröber sollte es gemahlen sein.

Die beliebtesten Kaffeesorten

Diese drei Klassiker zählen zu den beliebtesten Kaffeesorten:

  • Arabica – der Klassiker: Diese Sorte dominiert den Kaffeemarkt. Geschmacklich überzeugt die Bohne durch eine feine, fruchtige Geschmacksnote, ohne zu bitter zu sein.
  • Robusta – der mit Charakter: Der Geschmack des Robustakaffees ist bitterer und holzig. In Kombination mit Zucker entwickelt diese Kaffeesorte aber eine angenehme Karamellnote. Sie liefert doppelt so viel Koffein wie die Arabicabohne und begünstigt durch ihren hohen Ölgehalt eine stabile Crema.
  • Maragogype – der Schonende: Diese Kaffeesorte ist eine Kreuzung aus Arabica und Liberica. Der Kaffee aus dieser Bohne schmeckt sehr mild und hat nur einen geringen Säureanteil. Das macht ihn besonders magenschonend und gut verträglich.

Zubereitung

Übersicht über die Möglichkeiten der Kaffeezubereitung

Nicht ohne Grund gibt es weltweit Barista-Kurse, die uns die komplexe Art der Kaffeezubereitung näherbringen. Crema, Latte Macchiato oder Cappuccino? Kaffeetrinken ist längst ein echtes Erlebnis – und ihn zu zubereiten eine Kunstform. Egal ob French Press, Handfilter, Espressokanne oder die gute alte Kaffeemaschine: Mit allen Utensilien lässt sich guter Kaffee brühen, wenn man ein paar Grundregeln beachtet.  

Handfilter – der Klassiker

Wassermenge: 480 ml
Kaffeemenge: 30 g
Brühzeit: 3 min
Temperatur: 94 Grad

French Press – Café en franais

Wassermenge: 500 ml
Kaffeemenge: 30 g
Brühzeit: 4 min
Temperatur: 94 Grad

Espressokanne – the italian way

Wassermenge: 100 ml
Kaffeemenge: 11 g
Brühzeit: 1 min
Temperatur: 99 Grad

Filterkaffeemaschine – die unkomplizierte Art

Wassermenge: 1.250 ml
Kaffeemenge: 75 g
Brühzeit: 4 min
Temperatur: 95 Grad


Nährwerte

Nährwerte von Kaffee

Von den etwa 1.000 Inhaltsstoffen, die im Kaffee enthalten sind, sind derzeit immer noch nicht alle chemisch entschlüsselt. Die wichtigsten und bekanntesten sind Kohlenhydrate, Fette, Wasser, Eiweißstoffe, Säuren, Alkaloide, zu denen auch das Koffein zählt, Mineralstoffe und Vitamine. Durch die Röstung gelangen aber nicht alle Inhaltsstoffe später in die Tasse. Außerdem sind Aromastoffe ein wichtiger Bestandteil des Kaffees. Sie entstehen bei der Röstung. Insgesamt gibt es 800 verschiedene Aromastoffe. Je nach Sorte variieren diese, sodass es für jeden Geschmack den passenden Kaffee gibt.

Nährstoffe pro 100 ml schwarzen Kaffee

Kohlenhydrate

0,3 g

Kalorien

2 kcal

Protein

0,1 g

Fett

0,1 g

Vitamin E

0,01 mg

Vitamin B1

0,01 mg

Vitamin B2

0,08 mg

Salz

0,005 g

Kalzium

2 mg

Kalium

49 mg

Schwefel

1 mg

Phosphor

3 mg

Koffein

55 mg

Ist Kaffee gesund und wie viel darf man trinken?

Beliebt oder nicht: Lange Zeit stand Kaffee in dem Ruf, der Gesundheit abträglich zu sein. Er entziehe dem Körper Flüssigkeit und treibe den Blutdruck in die Höhe. Inzwischen wissen wir, dass Kaffeegenuss und Gesundheit Hand in Hand gehen können.

Das in ihm enthaltene Koffein stimuliert zwar das zentrale Nervensystem, aber regt hauptsächlich Stoffwechsel und Fettverbrennung an. Er bringt also den Kreislauf in Schwung. Nur Menschen, die unter einer Herzkrankheit, einem krankhaft hohen Blutdruck oder extremen Kreislaufproblemen leiden, sollten ihren Arzt konsultieren, bevor sie viel Kaffee trinken.

Kaffee liefert durch seine Röststoffe Antioxidantien. Antioxidantien können uns im Kampf gegen freie Radikale zur Seite stehen. Wir kommen mit ihnen über den Konsum von Alkohol, Zigaretten oder auch durch UV-Strahlen in Kontakt. Durch diese freien Radikale können nachgewiesen Zellschäden und Hautalterung verursacht werden. Die Antioxidantien und Polyphenole, die der Kaffee enthält, können dem eventuell in geringem Rahmen vorbeugen.

Ebenfalls widerlegt ist die Annahme, dass Kaffee dem Körper Flüssigkeit entzieht. Früher hieß es, für jede Tasse Kaffee müsste ein Glas Wasser getrunken werden, um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen. Heute wissen wir: Wenn es um die empfohlene tägliche Trinkmenge geht, dürfen Sie Ihren Kaffee ruhig mitzählen.


Lagerung

Kaffee richtig lagern

Für den optimalen Genuss halten sie Ihren Kaffee fern von Luft, Wärme, Feuchtigkeit und Licht: Er ist ein komplizierter Mitbewohner. Leider nimmt das Pulver sehr leicht Feuchtigkeit und fremde Aromen auf, was bei der späteren Zubereitung für ungewollte Nuancen sorgen kann. Also lagern Sie Ihren Kaffee gut verschlossen an einem kühlen, dunklen Ort. Aber aufgepasst! Verwahren Sie ihn nicht im Kühlschrank, denn dort wimmelt es vor fremden Gerüchen.


Kaffee-Alternativen

Gibt es Kaffee-Alternativen?

So individuell wie jede einzelne Kaffeesorte ist, so sind es auch unsere Geschmäcker. Nicht jeder kann Kaffee etwas abgewinnen. Aber keine Angst: Es gibt genügend Alternativen, die ebenfalls als Wachmacher am Morgen einspringen können. 

  • Schwarzer Tee: Eine prima Alternative ganz ohne Kaffeebohne! Seine wachmachende Wirkung setzt langsamer ein als beim Kaffee, hält dafür aber meistens länger an. Dies liegt daran, dass Teein sich anders auf den Körper auswirkt als Koffein.
  • Grüner Tee: Auch der grüne Tee ist ein perfekter Wachmacher am Morgen. Wie beim schwarzen Tee hält die Wirkung länger an als bei Kaffee. Dem Matcha-Tee sollte hier ganz besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. Neben seiner wachmachenden Wirkung enthält er dank seiner schonenden Verarbeitung zusätzlich noch viele Vitamine und gesunde Inhaltsstoffe. 
  • Mate-Tee: Dieses koffeinhaltige Getränk haben wir dem südamerikanischen Kontinent zu verdanken. Ein halber Liter Mategetränk enthält so viel Koffein wie 150 Milliliter Kaffee.
  • Ingwerwasser: Es muss nicht immer Koffein sein. Auch scharfe Gewürze können uns morgens auf Touren bringen. Einfach ein paar Ingwerstücke mit heißem Wasser aufgießen und nach Belieben mit Honig süßen.
  • Heiße Zitrone: Auch diese Variante kommt ganz ohne Koffein aus. Der hohe Vitamin-C-Gehalt aus der Zitrone tut dem Stoffwechsel gut und kann Müdigkeit vertreiben.
  • Entkoffeinierter Kaffee: Falls Sie aber den Kaffeegeschmack grundsätzlich mögen und nach einer Alternative suchen, die wenig oder gar kein Koffein enthält, können Sie sich freuen. Es gibt eine ganze Bandbreite an milden oder entkoffeinierten Kaffeesorten.

Kaffee & Sport

Bringt Kaffee mehr Power für den Sport?

Macht Kaffee uns beim Sport leistungsfähiger? Pauschal ist diese Frage erst einmal nicht zu beantworten. Koffein unterstützt die Blutgefäße auf natürlich Weise, die Muskeln mit mehr Sauerstoff zu versorgen – und damit auch mit mehr Energie. Gerade für Läufer kann seine Wirkung interessant sein. Vor dem Training eine Tasse Kaffee kann die Zuckerspeicher im Körper schonen, weil die Energie zuerst aus dem Fett gezogen wird. So kann man unter Umständen von mehr Energie beim Training profitieren.

In manchen Fällen kann Koffein in Kombination mit dem Hormon Adrenalin, welches beim Sport ausgeschüttet wird, dafür sorgen, dass der Körper länger leistungsfähig bleibt und das Training als weniger anstrengend empfunden wird. Zusätzlich begünstigt Koffein teilweise die Neubildung von Glykogen in der Muskulatur und kann somit die Energieversorgung unterstützen.

Kaffee nach dem Sport kann in Einzelfällen wiederum Muskelschmerzen verringern und für eine schnellere Regeneration sorgen. Kaffee ist demnach weit davon entfernt, unsere Leistung nachhaltig zu steigern. Aber dennoch ist er als kleiner Energie-Kick vor dem Training nicht zu verachten. Probieren Sie es doch gleich vor der nächsten Joggingrunde aus!


Wissenswertes

Wissenswertes über Kaffee

Wenn Sie jetzt Lust auf eine schöne heiße Tasse Kaffee verspüren, geben Sie dem Wunsch ruhig nach. Denn es gab eine Zeit, in der Kaffee verboten war! Lesen Sie hier mehr überraschende Mythen und Fakten, die sich um den Kaffee ranken.

Exklusivster Kaffee der Welt: Black Ivory

Achtung ekelig! Der Black Ivory ist etwas ganz Besonderes, weil er bereits den Verdauungstrakt von Elefanten von innen gesehen hat. Er ist nur in 5 Hotels auf den Malediven und in Thailand erhältlich.

Mild und hell, aber oho!

Helle Kaffeebohnen enthalten mehr Koffein, denn das Koffein geht mit der Röstung verloren. Umso länger die Röstung, umso weniger Koffein bleibt in der Bohne.

Espresso ist starker Tobak

Für Espresso werden die gleichen Bohnen verwendet wie für den normalen Kaffee. Lediglich die Röstung ist stärker, wodurch der intensivere Geschmack hervorgerufen wird.

Danke Holland!

Den Holländern haben wir es zu verdanken, dass wir heute Kaffee genießen können. Sie waren die Ersten, die den Kaffee von Mocha aus auf der ganzen Welt verteilten.

Größter Pro-Kopf-Konsum

Finnland und Norwegen haben weltweit den größten Pro-Kopf-Konsum an Kaffee. Ganze 12 Kilogramm sind es bei den Finnen und 9,9 Kilogramm bei den Norwegern.





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