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Mein Kind will nicht essen: Was kann ich tun?

Viele Eltern achten bei Ihrem Nachwuchs auf eine gesunde Ernährung. Doch wie reagieren Sie richtig, wenn Ihr Kind nicht essen will? Wir geben Tipps, damit Ihr Sonnenschein alle Nährstoffe bekommt, die er für seine Entwicklung benötigt.

Kalorien- und Nährstoffbedarf

Isst mein Kind genügend?

Eltern überschätzen oft den Bedarf Ihres Lieblings und machen sich unnötig Sorgen über sein Essverhalten. Wenn Ihr Kind Essen verweigert, bleiben Sie zunächst gelassen und warten Sie ab. Gerade das Kennenlernen von neuen Lebensmitteln und Speisen kann für ein verändertes Essverhalten sorgen.

Um abzuschätzen, ob Ihr Kind genügend isst, sollten Sie nicht nur auf einen einzelnen Tag schauen, sondern die Situation über einen längeren Zeitraum beobachten. Genau wie Erwachsene kann auch ein Kleinkind eine Weile keinen Appetit haben. Behalten Sie Ihren Liebling im Auge und fragen Sie bei Bedarf Ihren Kinderarzt um Rat.

Referenzwerte für die Energie- und Nährstoffzufuhr

Was Kinder in den verschiedenen Altersgruppen an Energie benötigen, hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung in ihren Referenzwerten definiert:

  • Kind im Alter von ein bis vier Jahren: 1.100 bis 1.300 Kilokalorien pro Tag – je nach Geschlecht und Aktivitätslevel
  • Kind im Alter von vier bis sieben Jahren: 1.300 bis 1.800 Kilokalorien pro Tag – je nach Geschlecht und Aktivitätslevel

Jungen brauchen in der Regel mehr Energie als Mädchen. Beachten Sie, dass Kalorien nicht nur über die Hauptmahlzeiten, sondern auch über Snacks und Zwischenmahlzeiten aufgenommen werden.

Bedarf vor und nach dem ersten Lebensjahr

Wir haben für Sie zusammengestellt, wie sich der Nährstoffbedarf eines Säuglings im Vergleich zu einem älteren Kind unterscheidet.

Wachstum und Nährstoffbedarf im ersten Lebensjahr

Bei Babys müssen sich Eltern in der Regel keine Sorgen über die ausreichende Nahrungsaufnahme machen. Wenn keine Schluckstörung vorliegt, bekommen sowohl Still- als auch Flaschenkinder über die Milch in den ersten Lebensmonaten alles, was sie brauchen.

Füttern Sie Ihr Baby in dieser Zeit, aber überfüttern Sie es nicht. Ein Baby, das den Kopf wegdreht, ist satt. Sollte es bei Ihrem Baby Probleme bei der Nahrungsaufnahme geben, nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Kinderarzt auf. 

Wachstum und Nährstoffbedarf ab dem ersten Geburtstag

Nach dem ersten Geburtstag verlangsamt sich das Wachstum der Kinder und dementsprechend verändert sich der Energiebedarf. Daher ist es nicht verwunderlich, wenn Ihr Sonnenschein erst einmal weniger isst.

Gleichzeitig sind Ihrem Liebling durch den vergrößerten Bewegungsradius andere Dinge wie Toben und Spielen wichtiger als Essen. So lange sich Ihr Kind normal entwickelt und sich keine Auffälligkeiten zeigen, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Während der regelmäßigen U-Untersuchungen prüft Ihr Kinderarzt, ob sich Ihr Sonnenschein bezüglich Größe und Gewicht altersgerecht entwickelt. 


Gründe für mangelnden Appetit

Wachstumsschübe, Krankheiten oder Veränderungen im Alltag

Es gibt viele Ursachen, die dazu führen können, dass Ihrem Kind der Appetit vergeht:

  • Streit mit einem Freund oder Ärger im Kindergarten
  • Krankheiten wie Magen-Darm- oder Atemwegsinfekte 
  • Veränderungen im Alltag des Kindes, zum Beispiel ein Umzug oder die Trennung der Eltern
  • Steigerung oder Unterdrückung des Hungergefühls durch Wachstumsschübe

Aber Vorsicht: Sollte Ihr Sonnenschein gerne naschen, dann kann auch das ein Grund sein, warum er bei den Hauptmahlzeiten weniger Hunger hat. 


Tipps für ein gesundes Essverhalten

Nehmen Sie den Druck heraus und bieten Sie eine bunte Vielfalt an

Verweigert Ihr Kind das Essen, ohne dass eine Krankheit dahintersteckt? Dann verraten wir Ihnen ein paar Tipps, mit denen es am Esstisch wieder besser klappen wird:

Druck herausnehmen

Versuchen Sie, gelassen zu bleiben und keinen Druck auf Ihren Schatz auszuüben. Je mehr Sie darauf bestehen und ihn zum Essen drängen, desto mehr verweigert er sich. Wenn Ihr Kind merkt, dass es mit seiner Haltung keine Macht über Sie hat, ändert es diese schneller.

Bunte Auswahl anbieten

Nicht jeder isst und mag das Gleiche. Versuchen Sie daher, Ihren Sonnenschein mit unterschiedlichen Zutaten und Gerichten vom Essen zu überzeugen und so eine ausgewogene Ernährung sicherzustellen. Aber denken Sie daran: Ein Kind muss nicht alles mögen. 

Vorbild sein

Verlangen Sie von Ihrem Kind keine Dinge, die Sie selbst nicht umsetzen – das gilt auch beim Essen.

Lieblingsspeisen anbieten

Wenn Ihr Sonnenschein sich komplett verweigert, ist es manchmal hilfreich, ihm etwas zu geben, was er gern mag. Statt dem Teller mit dem Mittagessen ist dann auch eine Banane oder ein Butterbrot in Ordnung.

Gemeinsam essen

Ein gemeinsames Essen im Kreis der Familie ist schöner, als alleine am Tisch zu sitzen. Wenn alle zugreifen und genießen, dann möchte vielleicht auch Ihr kleiner Verweigerer dazugehören.

Selbst essen lassen

Möchte Ihr Kind den Löffel selbst halten und alleine essen? Fordert Ihr Kind dies ein, geben Sie ihm die Freiheit, dass es das Essen selbst übernehmen darf. So fühlen sich die Kleinen wie Große und essen mit viel mehr Lust.

Eigene Vorlieben entwickeln lassen

Sie sind Vegetarier oder Veganer? Das heißt nicht, dass Ihr Kind es auch sein muss. Sie essen gern Fisch, aber Ihr Liebling mag ihn gar nicht? Auch das ist in Ordnung.

Lassen Sie Ihren Schatz seine eigenen Vorlieben entwickeln und geben Sie ihm die Chance, neue Zutaten oder Geschmäcker kennenzulernen. Wenn er etwas nicht mag, sollten Sie ihn nicht zwingen, zu essen.

Portionen beachten

Lassen Sie sich von Teller- und Portionsgrößen nicht irritieren. Ihr Sonnenschein ist wesentlich kleiner und braucht natürlich auch weniger. Drängen Sie ihn also nicht, die gleiche Menge zu essen wie Sie selbst.

Kind ernst nehmen

Wenn Ihr Kind sagt, dass es satt ist oder keinen Appetit hat, dann respektieren Sie dies. Bleiben Sie gelassen, denn sollte Ihr Liebling zwischendurch Hunger bekommen, meldet er sich bestimmt bei Ihnen. 

Nicht angegriffen fühlen

Reagieren Sie nicht beleidigt oder genervt, wenn Ihr Kind eine liebevoll zubereitete Mahlzeit achtlos zur Seite schiebt, die es in der Vorwoche noch mit Genuss verspeist hat. Kinder haben sehr viel mehr Geschmacksknospen als Erwachsene und schmecken deshalb alles intensiver. Leichte Abweichungen beim Würzen können aus diesem Grund schon zur Ablehnung führen.

Angst vor Neuem nehmen

Etwa ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln viele Kinder eine Angst vor Neuem und Unbekanntem, auch vor Lebensmitteln. Das ist normal und Teil ihrer Entwicklung. Hier sollten Sie Geduld haben und Ihr Kind beruhigen, in dem Sie ihm zeigen, dass Sie selbst die Speisen gerne essen. Übrigens: Je mehr Nahrungsmittel ein Kind bereits vor dieser Phase kennengelernt hat, desto einfacher werden Sie es haben.

Checkliste mit elf Tipps für ein gesundes Essverhalten

familienmomente-tipps-essverhalten.pdf (3.4 MB)

Rezeptideen

Haifischbecken, Eulen-Sandwich oder Obst-Fische

Lustige Tiergesichter oder bunte Obstspieße: Auch bei Kindern isst das Auge mit. Je ansprechender die Teller angerichtet sind, desto größer ist die Lust der Kleinen, sich auf das Essen zu stürzen. Wenn Ihr Sonnenschein bei der Zubereitung in der Küche helfen darf, verspeist er im Anschluss die selbst gemachten Gerichte noch viel lieber.

Essen ist ein wesentlicher Teil der Erziehung. Da Lebensmittel heutzutage überall verfügbar sind, muss ausgewogenes Essen gelernt werden. Wichtig ist die Vorbildfunktion der Eltern. Wer häufig Pizza und Chips verspeist, wird seinem Nachwuchs nur schwer Brokkoli und Möhren schmackhaft machen. Überlegen Sie sich Regeln und halten Sie sich selbst daran, zum Beispiel: Einmal am Tag darf sich jeder eine kleine Süßigkeit aussuchen. Davor und danach ist das Quengeln zwecklos. Binden Sie Ihre Kinder in den Prozess des Kochens ein. Wer erlebt, dass es Mühe und Zeit kostet, eine Mahlzeit auf den Tisch zu bringen, wird anders mit dem Essen umgehen als jemand, der es vor die Nase gestellt bekommt. Ernährungsexpertin Dr. Alexa Iwan

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