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Koriander: intensives Gewürz mit Heilkräften

Koriander – die einen lieben ihn, die anderen nicht. Dabei ist das Gewürz gerade in der asiatischen Küche ein absolutes Must-have! Sein würzig-frischer Geschmack gibt Currys und Bowls den richtigen Pepp. Aber was steckt eigentlich in Koriander? Und wie hat er seinen Weg in unsere Gerichte gefunden? 

Definition

Was ist Koriander?

Koriander zählt zu den ältesten Küchenkräutern. Die Blätter haben ein kräftiges Aroma und geben Gerichten eine würzige Note. Doch genau das scheidet Geister und Geschmäcker: Manche lieben den starken, leicht scharfen Geschmack – andere machen lieber einen Bogen darum. Die Koriandersamen hingegen schmecken vielen Menschen gut: die Körner sind mild, eher süßlich und erinnern im Geschmack leicht an Orangen. 


Herkunft

Botanische Einordnung und Herkunft

Auf den ersten Blick lassen sich Koriander und Petersilie nur schwer unterscheiden. Ob die Kräuter wohl verwandt sind? Wir klären auf, woher Koriander eigentlich kommt:

Botanik

Botaniker bezeichnen Koriander als „coriandrum sativum“. Das Kraut zählt zur Familie der Doldenblütler, lateinisch „apiaceae“. Der Geruch der Blätter erinnert an eine Wanze: Bei Kontakt oder Gefahr beginnen die kleinen Tiere zu stinken. Nicht gerade sympathisch, aber daher stammt tatsächlich der Name „Koriander“. „Koris“ kommt aus dem Griechischen und heißt übersetzt Wanze. Das erklärt auch die Spitznamen Wanzenkraut oder Wanzendill. Die einjährige Pflanze bildet unterschiedliche Blätter. Die jungen Korianderblätter sind ein- bis zweifach gegliedert und rundlich. Ältere Blätter sehen eher zipfelförmig aus und sind mehrfach gefiedert. Sie eignen sich besonders zur Verwendung in der Küche, da sie ein schärferes Aroma als ihre jungen Geschwister haben. Koriander bildet eine dünne Spindelwurzel, aus der sich ein hoher Stängel entwickelt. Dort wachsen zwischen Juni und Mitte August Blüten, die dann grüngelbe bis braune Früchte bilden.

Wir Europäer verwenden insbesondere die Samen als Gewürz. In Asien hingegen wird das Kraut gerne gegessen. Das verhalf dem Koriander zu seinem Spitznamen: asiatische Petersilie. Tatsächlich sehen sich Koriander und Petersilie ähnlich. Allerdings sind die Korianderblätter zarter und feiner.

Herkunft, Verbreitung und Anpflanzung heute

Der genaue Ort, an dem Koriander das erste Mal wuchs, ist nicht bekannt. Vermutlich lag dieser Ort im Mittelmeerraum oder im Mittleren Osten. Heute ist wilder Koriander hauptsächlich in Israel und Armenien zu finden. Das Kraut gehört zu den ältesten Gewürzen der Welt und wurde schon im alten Testament erwähnt. Inder, Chinesen, Römer, Griechen und Ägypter verwendeten das Gewürz. Bei Ausgrabungen entdeckten Wissenschaftler sogar Koriandersamen im Grab des Tutanchamun, der vor über 3.000 Jahren lebte. Heute pflanzen vor allem Kräuterliebhaber die Pflanze in ihrem Garten oder schmücken damit die Fensterbank.


Nährwerte

Nährwerte von Koriander

Koriander ist vielseitig einsetzbar – insbesondere asiatische Salate kommen kaum ohne das Kraut aus. Aber was steckt eigentlich in der Pflanze? 

Nährwerte pro 100 Gramm getrockneten Koriander:

Eiweiß

12,4 g

Kohlenhydrate

25,9 g

Fett

17,8 g

Ballaststoffe

29,1 g

Kupfer

970 mg

Natrium

35 mg

Calcium

660 mg

Magnesium

330 mg

Phosphor

400 mg

Eisen

16,3 mg


Gesundheitsaspekt

Ist Koriander gesund?

Koriander schmeckt nicht nur im Essen, sondern soll auch eine gesundheitsfördernde Wirkung haben. So wenden ihn Heilpraktiker häufig als Tee oder Öl an.

Lindernde Wirkung bei Rheuma

Koriander enthält viele Antioxidantien. Diese sollen den Körper bei der Bekämpfung von Entzündungen unterstützen. So soll Koriander beispielsweise Schwellungen lindern, die bei Rheuma oder ähnlichen chronischen Entzündungskrankheiten auftreten können.

Appetit anregende Wirkung

Koriander soll den Appetit anregen, denn das Kraut kann die Verdauung stimulieren. Besonders Leber und Darm scheinen durch den Verzehr von Koriander aktiver zu sein. Außerdem soll er bei bakteriellen Infektionen helfen, die die Verdauung belasten können.

Wirkung bei Schlafstörung

Koriander unter dem Kopfkissen? Gar nicht so abwegig. Denn oft halten uns Verspannungen vom Schlafen ab. Koriander soll hier Abhilfe schaffen. Besonders das Korianderöl kann angeblich helfen, die Muskeln zu entspannen. Außerdem soll Koriander entschlackend wirken. So kann der Körper entlastet werden und findet leichter zur Ruhe.


Anbau & Ernte

Anbau und Ernte von Koriander

Besonders Liebhaber der asiatischen Küche freuen sich über frischen Koriander. Wenn du dazugehörst, lohnt sich der eigene Anbau. Wir zeigen dir, mit welchen Tricks das selbst Anfängern gelingt:

Anbau und Ernte

Der Anbau von Koriander ist ganz einfach, denn Landwirte können die Samen direkt in die Erde aussäen. Die Blätter werden vor der Blüte geerntet: Denn die hübschen Blüten entziehen dem Rest der Pflanze das Aroma. Die Körner, die sich daraus bilden, schmecken dafür umso intensiver. Koriander erhältst du vor allem in asiatischen Geschäften und in gut sortierten Supermärkten. Du kannst zwischen den ganzen Körnern oder gemahlenem Pulver wählen. Die ganze Pflanze gibt’s frisch im Topf oder bereits gepflückt in Plastik verpackt.

Koriander selber pflanzen

Koriander schmeckt nicht nur würzig, sondern macht auch optisch was her. Besonders die Blüten des vietnamesischen Korianders sehen mit ihrer zartrosa Farbe richtig hübsch aus. Das Anpflanzen ist einfach und gelingt Hobbygärtnern wie Gartenneulingen. Dabei entscheidest du selbst, ob du den Koriander lieber in deinem Garten oder einen Topf pflanzen möchtest. Ein sonniger und windgeschützter Platz gefällt dem Kraut am besten. Säe das Saatgut zwischen Anfang April und Mitte Juni aus. Achte darauf, dass die Erde immer leicht feucht bleibt. Wähle auch die Nachbarn mit Bedacht: Mit anderen Doldenblütlern wie Petersilie oder Kerbel verträgt sich Koriander nicht. Die Blätter kannst du kurz vor der Blüte Ende August bis Anfang September ernten. Wenn du die Samen ernten möchtest, musst du warten, bis sie eine leicht rotbraune Farbe annehmen.

Wer Koriander selbst ziehen möchte, kann das auch tun: Schneide etwa 10 bis 15 Zentimeter lange Triebe ab und stelle sie in Wasser. Sobald sich etwa zwei Zentimeter lange Wurzeln gebildet haben, kannst du die Stecklinge einpflanzen.  

Unsere Tipps in der Zusammenfassung:

  • Pflanze Koriander in den Garten oder in einen Topf.
  • Wähle einen sonnigen, windgeschützten Platz.
  • Achte darauf, die Erde leicht feucht zu halten.
  • Ernte die Blätter kurz vor der Blüte, die Samen bilden sich erst nach der Blüte.
  • Wenn du deinen Koriander vermehren möchtest, schneide einige Zweige ab und stelle sie in Wasser, bis sie Wurzeln schlagen. Anschließend kannst du die Stecklinge einpflanzen.

Verwendung

Verwendung von Koriander

Egal ob Stängel, Blätter oder Samen: Koriander ist vor allem in der asiatischen Küche beliebt und dort nicht wegzudenken. Wie Sie Koriander noch verwenden können, erklären wir hier.

Koriander in der Küche

In Asien gehört frischer Koriander in jede Pho-Suppe oder Sommerrolle. Auch in Lateinamerika und in der östlichen Mittelmeerregion kommen die grünen Blätter fast tagtäglich ins Essen: Sie geben Gerichten wie Ceviche oder Baba Ganoush ein starkes, fast scharfes Aroma. Auch die Koriandersamen sind beliebt: Inder mischen sie gerne in traditionelle Gewürzmischungen wie Garam Masala. Die Körner haben im Gegensatz zu den Korianderblättern einen süßlichen, orangenartigen Touch. Das schmeckt vor allem dem europäischen Gaumen zur Weihnachtszeit: Es gibt unzählige Plätzchenrezepte mit Koriander. Aber auch in Brot, Kompott oder Fischmarinade verwenden wir die Samen.

Koriander als Heilkraut

Koriander ist in der Naturheilkunde schon lange bekannt. Die Pflanze soll gesundheitsfördernde ätherische Öle und Nährstoffe enthalten. Daher soll sie unter anderem entzündungshemmend, antibakteriell und durchblutungsfördernd wirken. Auch Pilze sollen gegen Koriander wenig Chancen haben. Vor allem in Ayurveda und der Traditionellen Chinesischen oder Indischen Medizin wird Koriander gerne verwendet. Hauptsächlich setzen Experten das Kraut hier gegen Verdauungsbeschwerden ein.

Erfahre mehr im Lebensmitteltipp-Video von Dr. Alexa Iwan.


Lagerung

Lagerung von Koriander

Wie du die frischen Blätter richtig lagerst und wie du auch die Samen richtig aufbewahrst, liest du hier:

Frischen Koriander lagern

Frischen Koriander stellst du am besten gleich in ein Glas Wasser. Am Fenster oder im Kühlschrank bleibt das Kraut so länger frisch. Alternativ kannst du die Stiele in feuchtes Küchenpapier einwickeln und in den Kühlschrank legen. Die Samen hingegen sind etwas einfacher zu lagern. Sie freuen sich über eine dunkle, luftdichte Dose und halten so mehrere Monate lang frisch.

Koriander trocknen

Frischen Koriander zu trocknen, lohnt sich nur bedingt. Denn die grünen Blätter verlieren dabei ihr Aroma. Wer es trotzdem versuchen möchte, kann die Stiele zusammenbinden und kopfüber aufhängen. Dafür eignet sich ein luftiger, warmer und schattiger Ort. Schneller geht’s im Dörrautomat oder Backofen: Einfach die Stiele auf einem Blech ausbreiten und bei circa 40 Grad trocknen. Sie sind fertig, wenn sie bei leichter Bewegung rascheln. Anschließend kannst du die Blätter abzupfen und direkt luftdicht verschließen oder zusätzlich fein hacken.

Aber: Die Samen eignen sich besser zum Trocknen, da sie lange ihr Aroma behalten. Lege sie dafür einfach für einige Tage an einen wind- und sonnengeschützten Ort. Mahle die Samen erst, wenn du sie verwenden möchtest.

Koriander einfrieren

Einfrieren klappt bei Koriander besser als Trocknen. Wasche dazu die frischen Kräuter und trockne sie sanft. Entferne welke oder gelbe Stellen. Wenn du den Koriander als Bündel einfrieren möchtest, solltest du ihn für etwa 30 Minuten großzügig ausgebreitet auf einem Teller oder Blech vorfrieren. So kleben die Blätter nicht zusammen. Fülle die Kräuter dann in einen Beutel. Alternativ kannst du frischen Koriander fein hacken und direkt portionsweise in Beutel abfüllen. Oder fülle einfach etwas gehackten Koriander mit Wasser in Eiswürfelbehälter, gebe etwas Thai-Basilikum dazu – fertig ist der asiatische Kräutermix!




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