Zwiebel: leckeres Universalgewürz
Die Zwiebel ist eine Heil-, Gemüse- und Gewürzpflanze der Gattung „Lauch“. Wegen ihrer schwefelhaltigen Aromastoffe reizen sie die Schleimhäute, weshalb wohl die meisten Menschen schon einmal unter Tränen Zwiebeln geschnitten haben.
Diese besonderen Eigenschaften hat die Zwiebel
Die Zwiebel ist eine krautige Pflanze mit etwa 15 Zentimeter langen ungestielten Laubblättern. Die Blätter sind auf der Unterseite weißlich gefärbt und weisen grüne Adern auf. Die Zwiebel kann eine Blüte entwickeln, die auf einem langen, hohlen Stängel wächst. Diese ist kugelförmig mit 20 bis 100 weißen Einzelblüten. Bei der Zwiebel selbst handelt es sich um die Knolle, aus der das Gewächs hervorwächst. Sie kann klein, groß, rund, länglich silbrig oder rot gezüchtet werden. Insgesamt gibt es etwa 100 verschiedene Arten, die sich in Form, Größe und Schärfegrad unterscheiden. Außerdem ist die Zwiebel mit weiteren scharfen Kollegen verwandt: Knoblauch, Lauch, Porree, Schalotten und Schnittlauch.
Wo kommt die Zwiebel ursprünglich her?
Die Zwiebel ist ein sehr altes Gewächs, das schon vor 5.000 Jahren in den Steppen der Mongolei und in der heutigen Türkei angebaut wurde. Auch kamen ähnliche Pflanzen in Mittelasien vor. Die Speisezwiebel, wie wir sie heute kennen, ist eine reine Kulturpflanze, die weltweit angebaut wird und nicht in wildwachsender Form vorkommt. In Europa sind die größten Erzeuger Spanien und die Niederlande.
Wann hat die Zwiebel Saison?
Zwiebeln können als Winter- oder Sommerzwiebeln vorkommen und haben verschiedene Erntezeiten. Die Winterzwiebel wird in Gebieten mit milden Wintern im August angebaut und im folgenden Juni geerntet. Sommerzwiebeln werden im März gesät und stehen im September zur Ernte bereit.
Wozu kann die Zwiebel verwendet werden und wie wird sie gelagert?
Zwiebeln werden vor allem in der Küche als Gewürz- oder Gemüsepflanze genutzt. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt: Man kann sie zerkleinern, roh garnieren, musen, schmoren, kochen, braten, dämpfen, füllen oder in der Zwiebelsuppe oder dem Zwiebelkuchen sozusagen zu sich selbst finden lassen. Zwiebeln passen zu nahezu allen Fleisch-, Fischgerichten und Saucen. Sie eignen sich außerdem hervorragend zur Verfeinerung von Käse, Quark, und Eiern. Zwiebelsaft wird zudem als Fleischzartmacher verwendet.
So bleiben Zwiebeln lange frisch
Eine frische Zwiebel sollte fest, trocken und glänzend sein. Wenn Zwiebeln Licht und Feuchtigkeit ausgesetzt sind, können sie keimen. Deshalb empfiehlt es sich, sie an einem trockenen, dunklen Ort wie beispielsweise dem Keller zu lagern. Zwiebeln sollten erst vor der Verwendung geschält und zerkleinert werden, da sich die Sulfide sonst schnell verflüchtigen und die Zwiebel ihr Aroma verliert.
Das steckt in der Zwiebel
Als Heilpflanze kommen Zwiebeln zum Einsatz, da sie antibakteriell wirken und Blutdruck und Blutfette senken. Es wurden außerdem gerinnungshemmende und antiasthmatische Wirkungen nachgewiesen. Zwiebelsaft hilft auch bei Insektenstichen, Wunden und Furunkeln. Häufig werden rohe Zwiebeln nicht vertragen, gedünstet aber schon.
kcal: 30 kcal
Kohlenhydrate: 4.92 g
Eiweiß: 1.18 g
Fett: 0.25 g
Vitamin A: 0 µg
Vitamin B1: 0.04 mg
Vitamin B2: 0.02 mg
Vitamin B6: 0.16 mg
Vitamin C: 7.4 mg
Vitamin E: 0.07 mg
Calcium: 22 mg
Eisen: 0.22 mg
Kalium: 162 mg
Magnesium: 10 mg
Natrium: 3 mg