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Die Bratwurst – eine Wurst mit langer Geschichte

Ob in der Grillsaison, zu deftigen Wintergerichten wie Grünkohl oder ganzjährig in der Imbissbude: Die Wurst ist beliebt auf unseren Tellern. Außerdem spielt sie in vielen Küchen dieser Welt eine wichtige Rolle: Von Südamerika über Europa und den Orient bis nach China und hinunter nach Afrika gelten Würste als Delikatesse. Hier dreht sich alles um die Wurst.

Definition

Was macht eine Bratwurst aus?

Die Bratwurst gilt als ein Klassiker der deutschen Küche, ja sie scheint sogar unzertrennbar mit ihr verbunden zu sein. Charakteristisch ist ihre längliche und dünne Form. In der Regel werden Bratwürste aus einer Fleischsorte hergestellt und mit Gewürzen verfeinert. Sie machen sich gut auf dem Grill, schmecken aber auch gebraten aus der Pfanne. Der Fleisch-Klassiker eignet sich als Hauptgericht, aber auch als Snack für Zwischendurch.


Herkunft

Wer hat die Bratwurst erfunden?

Infografik Bratwurst

Wie so oft bei kulinarischen Delikatessen lässt sich auch die Wurst nicht auf einen einzigen Erfinder zurück führen – logisch bei einer so umfassenden Verbreitung. Vermutlich haben die Menschen vielfach unabhängig voneinander Fleischreste zerkleinert, in einen Naturdarm gefüllt und für den späteren Gebrauch mittels Rauch oder Salz konserviert. 5.000 Jahre alte künstlerische Darstellungen aus Syrien, aus Ägypten und aus China zeigen bereits Würste, und erste literarische Ehren widerfuhren der Bratwurst 800 vor Christus mit einer Erwähnung in Homers „Odyssee“. Die Römer galten dann als ganz besondere Wurst-Fans.

Die Bratwurst ist in Deutschland seit dem Mittelalter bekannt

Aus dem frühen Mittelalter sind auch in Deutschland schriftliche Belege überliefert, in denen von der Bratwurst die Rede ist. Aus den geschichtlichen Belegen geht außerdem hervor, dass die Metzger um die Herstellung der besten Wurst regelrecht wetteiferten. So gibt es bereits seit dem 14. Jahrhundert Vorschriften und Regeln zur Wurstherstellung.

Jede Region hat ihre „eigene“ Wurst

Dennoch entwickelten sich bald verschiedene Traditionen der Wurstherstellung und damit regionaltypische Würste. Als Basismaterial enthalten die meisten Bratwürste sehr fein bis grob zerkleinertes Fleisch vom Schwein, seltener von Lamm, Rind, Pferd oder anderen Tieren. Ihre individuelle Note erhalten die Würste durch die weiteren Zutaten wie Majoran oder Piment, Knoblauch, Fenchel, Paprika, Sardellen, Wein – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.


Herstellung

So entsteht eine Bratwurst

Die Grundlage der traditionellen Bratwurst bildet Fleisch einer Sorte. Es wird in Stücken in einen sogenannten Cutter gegeben. Dieser zerkleinert das Fleisch, wobei je nach Sorte und Zerkleinerungsdauer eine gröbere oder feinere Fleischmasse entsteht. Die Masse wird anschließend nach unterschiedlichen Rezepturen mit Zwiebeln, Kräutern und anderen Gewürzen wie Knoblauch verfeinert. Häufig kommen Eier zum Binden hinzu. Danach wird die Masse üblicherweise in einen Naturdarm, meist von Schweinen oder Rindern, gefüllt. Dann sind die Würste küchenfertig und lassen sich in der Pfanne oder auf dem Grill zubereiten. Je nach Fleischart und Beimischungen haben Bratwürste einen unterschiedlich hohen Fett- und Kaloriengehalt. Am magersten sind Bratwürste aus Geflügelfleisch.


Wurstsorten

Welche Bratwürste gib es?

Jede Wurstspezialität zeichnen andere Charakteristika aus und je nach Region wird sie anders zubereitet. Die Würste unterscheiden sich nicht nur in der Länge und dem Durchmesser, auch die spezielle Auswahl an Gewürzen macht den Unterschied. Hier verraten wir Ihnen die Besonderheiten zweier bekannter Wurstsorten:

Nürnberger Rostbratwürstchen

Sie sind kaum dicker und größer als ein Finger – die Nürnberger Rostbratwürstchen. Zum ersten Mal wurden die „Würstl“ Anfang des 14. Jahrhunderts erwähnt und sind bis heute eine beliebte regionale Spezialität, die weltweit bekannt ist. Die fein gebrühte Bratwurst aus Schweinefleisch wird traditionell mit Sauerkraut, Salzkartoffeln und Senf oder Meerrettich serviert. Über ihre kleine Größe gibt es zahlreiche Legenden. Bis heute ist es nicht ganz klar, welche nun der Wahrheit entspricht. 

Thüringer Rostbratwurst

Die Füllmasse der Thüringer Bratwurst zeichnet eine feien Struktur aus. Die Bratwurst selbst ist mindestens 15 Zentimeter lang und wiegt etwa 100 bis 150 Gramm. Ihre älteste schriftliche Erwähnung stammt von 1404, das älteste Rezept befindet sich im Staatsarchiv von Weimar und stammt aus dem Jahr 1613.


Wissenswertes

Die Bratwurst – vier interessante Fakten

  1. Der Name Bratwurst stammt nicht aus dem Verb braten. Bratwurst besteht aus „Brät“, was sich auf die Füllung bezieht.
  2. Der 16. August ist der Tag der Bratwurst.
  3. In Deutschland essen die Menschen durchschnittlich pro Kopf drei Kilogramm Bratwurst.
  4. Nur die Nürnberger und die Thüringer Rostbratwurst sind geografisch geschützt. Mindestens eine Phase des Produktionsprozesses muss in der Region erfolgen.

Häufige Fragen

Bratwurst – Häufige Fragen

Kann man eine Bratwurst auch kochen?

Ja, die Bratwurst muss nicht zwingend auf den Grill, sondern lässt sich auch im Kochtopf zubereiten. Dafür einen Topf mit Wasser füllen und die Würste nebeneinander in diesen legen. Das Wasser auf mittlerer Temperatur erhitzen. Es sollte auf keinen Fall kochen, denn sonst platzen die Würste auf. Nun die Bratwurst etwa 20 Minuten lang ziehen lassen.

Wie brate ich eine Bratwurst?

In einer Pfanne Öl erhitzen und die Bratwurst hinein legen. Die Wurst bei mittlerer Hitze braten, immer wieder wenden – solange, bis sie braun und knusprig aussieht.

Wann ist die Bratwurst durch?

Die Bratwurst ist durch, wenn sie außen schön braun ist und innen saftig. Bis dieser Zustand erreicht ist, dauert es in etwa zehn Minuten.

Welche Bratwurst ist die beste zum Grillen?

Grundsätzlich eignen sich alle Bratwürste zum Grillen. Bockwürste, Wiener Würstchen und Krakauer Wurst sollten mit Wasser in einem Kochtopf zubereitet werden.

Welcher Senf passt zur Bratwurst?

Senf und Bratwurst – diese beiden sind eine leckere und beliebte Kombination. Mittelscharfer Senf schmeckt eigentlich zu allen Wurstsorten. Süßer Senf passt perfekt zur Weißwurst.


Zubereitung

Bratwurst: gebraten oder nicht gebraten?

Ist immer die gebratene Wurst gemeint, wenn von Bratwurst die Rede ist? Keineswegs: Der Grundbestandteil vieler Würste heißt „Brät“. Das stammt vom althochdeutschen Wort „brato“ und bedeutet „Muskelfleisch“. Und damit ist es alles andere als sicher, ob mit „Bratwurst“ zumindest früher nicht auch eine mit Muskelfleisch gefüllte Wurst zum Kochen oder Räuchern gemeint sein konnte. Was dem Geschmack allerdings keinen Abbruch tut.




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