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Mehl ist nicht gleich Mehl – unser Mehlratgeber

Mehl gehört zu unseren Grundnahrungsmitteln. Es ist aus den meisten Backrezepten nicht mehr wegzudenken. Aber woher stammt Mehl eigentlich? Welche glutenfreien Alternativen gibt es? Wir zeigen Ihnen, was im Mehl steckt und welche Sorten sich besonders für Kochen, Backen und Co. eignen.

Definition

Was ist Mehl?

Ob Brot, Kuchen oder Nudeln: Mehl steckt in vielen Lebensmitteln. Aber was ist Mehl eigentlich genau? Mehl ist gemahlenes Getreide, oder? Naja, nicht immer. Vielleicht haben Sie schon Buchweizen- oder Quinoamehl im Supermarktregal entdeckt. Das ist kein gemahlenes Getreide, denn auch aus Samen oder Hülsenfrüchten kann man feines Mehl herstellen. Daher bezeichnen wir Quinoa und Co. auch als Pseudogetreide. Schmecken tut es natürlich trotzdem. Übrigens: Die Bezeichnung Mehl bezieht sich auf die pulvrige Konsistenz, weder auf Ursprung noch Geschmack. Quarzmehl beispielsweise hat trotz Bezeichnung in der Küche nichts verloren, denn es ist ein Baustoff und gehört in die Werkstatt.


Ursprung

Ursprünge des Mehls

Mehl hat eine uralte Tradition. Schon vor tausenden Jahren bereiteten unsere Vorfahren Speisen aus Getreide zu. Der Getreideanbau hat sogar dafür gesorgt, dass Menschen sesshaft wurden. Weil dadurch ein Grundnahrungsmittel vor Ort verfügbar war, waren die Menschen nicht mehr darauf angewiesen, als Jäger und Sammler durchs Land zu ziehen. So entwickelten sich der Ackerbau, die Tierzucht und es wurden Dörfer gegründet. Erst später entdeckten die Menschen, dass man Getreide auch mahlen kann, um daraus Brot zu backen.

Übrigens: Das Mahlen von Getreide war früher Frauensache. Daher liegt es nahe, dass auch eine Frau durch Zufall den ersten Sauerteig entdeckte. Angeblich spielte sich das Ganze folgendermaßen ab: Eine Ägypterin ließ ihren frisch zubereiteten Getreidebrei aus Versehen in der Sonne stehen. Aber anstatt den Teig hinterher wegzuwerfen, backte sie daraus ein Fladenbrot. Es wurde locker und fluffig – und so zum neuen Standard. Seitdem ist Sauerteig aus den Bäckereien nicht mehr wegzudenken.

Getreide zu mahlen ist allerdings eine anstrengende und langwierige Angelegenheit. Daher erfanden die Römer die erste Drehmühle, die von Sklaven oder Tieren angetrieben wurde. Menschen entwickelten diese Technik immer weiter: von Drehmühlen, zu Wind- und Wassermühlen bis hin zur ersten Dampfmühle im Industriezeitalter. 


Herstellung

Vom Getreide zum Mehl: So wird Mehl hergestellt

Auch wenn Weizen zu unseren Grundnahrungsmitteln zählt, wissen doch nur wenige, wie Mehl hergestellt wird. Einfach Getreide mahlen? Ganz so einfach ist das nicht!

Zunächst liefern Bauern das Getreide an. Um eine gute Qualität sicherzustellen, untersucht der Müller die Körner. Wichtig sind hier Feuchtigkeit, Proteingehalt und Kornhärte des Getreides. Diese Faktoren können nämlich je nach Jahreszeit variieren. Vor dem eigentlichen Mahlen reinigen, sieben und scheuern Maschinen das Getreide, um es von Dreck und Ungeziefer zu befreien. Anschließend entfernen sie Schale und Keimling. Dann mahlen sogenannte Walzenstühle das Getreide in bis zu 20 Durchgängen, bis das Mehl fein genug ist. Anschließend lagert der Müller das Mehl in Silos, bis es verpackt wird und seinen Weg ins Supermarktregal findet.


Mehl-Typen & Nährwerte

Das steckt hinter den Zahlen auf der Mehlpackung

Die Typenzahl des Getreidemehls gibt Aufschluss über den Nährstoffgehalt und die Feinheit: Je höher die Zahl, desto höher der Mineralstoffgehalt. Das Mehl ist dann auch gröber und dunkler. Feines Mehl eignet sich für feines Gebäck wie Kuchen. Mit gröberem Mehl gelingen herzhafte Backwaren wie Pizza, Vollkornbrötchen oder Mischbrot.

Weizenmehl Type 405 ist von allen Mehlen am meisten verbreitet. Für feine Gebäcke wie Kekse oder Kuchen eignet sich diese Type besonders. Eine höhere Typenzahl kommt eher bei gröberen Backwaren wie Mischbrot zum Einsatz.

Erfahren Sie mehr im Ernährungstipp-Video von Dr. Alexa Iwan.

Nährwerte pro 100g Weizenmehl je Type:

 

Type 405

 

Type 550

 

Type 1050

 

Vollkorn

 

Kalorien

335 g

337 g

331 g

302 g

Eiweiß

10,6 g

10,9 g

11,6 g

12,1 g

Fett

1 g

1,1 g

1,8 g

2 g

Kohlenhydrate

71 g

70,8 g

67 g

59,7 g

Ballaststoffe

4 g

4,1 g

5,2 g

11,7 g

Salz

2 mg

2 mg

2 mg

2 mg

Kalium

108 mg

146 mg

203 mg

378 mg

Calcium

15 mg

16 mg

24 mg

28 mg

Phosphor

74 mg

108 mg

208 mg

350 mg

Magnesium

20 mg

10 mg

53 mg

130 mg

Eisen

1,5 mg

1,1 mg

2,2 mg

4,7 mg

Vitamin E

0,3 mg

0,3 mg

1,4 mg

2,1 mg

Vitamin B1

0,06 mg

0,11 mg

0,43 mg

0,47 mg

Vitamin B2

0,03 mg

0,08 mg

0,07 mg

0,17 mg

Niacin

0,7 mg

0,5 mg

1,4 mg

4,8 mg

Vitamin B6

0,18 mg

0,1 mg

0,24 mg

0,46 mg

Nährwerte je Mehlsorte pro 100g:

 

Dinkelmehl Type 630

Roggenmehl Type 815

Roggen Vollkornmehl

Maismehl

Reismehl

Kalorien

332 g

321 g

293 g

323 g

352 g

Eiweiß

9,7 g

6,9 g

10,8 g

8,3 g

7,2 g

Fett

2,6 g

1 g

1,5 g

2,8 g

0,7 g

Kohlenhydrate

77 g

71 g

59 g

66,3 g

79,1 g

Ballaststoffe

8,4 g

6,5 g

13,9 g

9,4 g

2 g

Salz

3 mg

1 mg

2 mg

1 mg

4 mg

Kalium

349 mg

170 mg

490 mg

120 mg

104 mg

Calcium

24 mg

22 mg

32 mg

18 mg

7 mg

Phosphor

384 mg

126 mg

354 mg

281 mg

90 mg

Magnesium

114 mg

26 mg

93 mg

47 mg

23 mg

Eisen

3 mg

2,1 mg

3,7 mg

2,3 mg

0,4 mg

Vitamin E

1,4 mg

0,5 mg

1,6 mg

1,5 mg

1 mg

Vitamin B1

0,42 mg

0,18 mg

0,3 mg

0,44 mg

0,06 mg

Vitamin B2

0,1 mg

0,09 mg

0,14 mg

0,13 mg

0,03 mg

Niacin

1,5 mg

0,6 mg

1,9 mg

2 mg

1,4 mg

Vitamin B6

0,3 mg

0,11 mg

0,3 mg

0,06 mg

0,2 mg


Sorten

Diese verschiedenen Mehlsorten gibt es

Auch wenn wir am häufigsten mit Weizenmehl kochen oder backen, sollte man zumindest einmal von anderen Mehlsorten gehört haben. Wer weiß: Vielleicht kommen Sie ja auf den Geschmack! Einen Überblick gibt unser Mehl-ABC:

Buchweizenmehl

Das leicht gräuliche, etwas bitter-nussige Mehl lässt sich gut für Pfannkuchen oder Waffeln verwenden. Wegen des kräftigen Geschmacks und des fehlenden Klebereiweißes wird es meist nur in Mischungen mit anderen Mehlen zum Backen verwendet. Buchweizen ist übrigens kein Getreide, sondern ein Knöterichgewächs wie Rhabarber.

Dinkelmehl

Das nussig-aromatische Mehl aus dem Urgetreide vertragen viele Menschen besser als Weizenmehl, obwohl es sogar besonders viel Klebereiweiß enthält. Beim Verarbeiten sollte man deshalb darauf achten, dass man den Teig nicht überknetet und er dadurch seine Struktur verliert. Also: Kurz kneten, lange ruhen lassen. Dinkelteig ist übrigens klebriger und flüssiger als solche aus Weizenmehl.

Einkornmehl

Das würzig-aromatische und gelbliche Urgetreidemehl erlebt gerade eine Renaissance. Sein besonderes Plus: Es hat einen recht hohen Betacarotingehalt. Das weiche Korn bindet weniger Wasser und der Teig wird eher fest. Für Rührkuchen und Mürbeteig ist es daher gut geeignet.

Emmermehl

Emmer ist ein Verwandter des Weizens und zeichnet sich durch einen hohen Mineral- und Eiweißgehalt aus. Sein Glutengehalt ist allerdings geringer. Mit seinem würzigen Geschmack eignet es sich für herzhafte Hefeteige. Da das harte Korn eher ein grießiges Mehl ergibt, ist es perfekt für die Herstellung von Knödel oder Nudeln.

Hanfmehl

Noch recht unbekannt in der Riege der Mehlalternativen ist Hanfmehl. Und eines vorweg: Nein, die Samen, aus denen das Mehl gewonnen wird, haben keine berauschende Wirkung. Das etwas grünliche Mehl schmeckt nussig und leicht bitter. In Fitness- und Low-Carb-Kreisen ist es als pflanzliche Proteinquelle und wegen seines Aminosäurenprofils als Mehlergänzung bekannt. Komplett lässt sich Weizenmehl damit nicht ersetzen, aber bis zu 10 Prozent sind kein Problem. Wie bei den anderen glutenfreien Mehlen sollte man hier auf eine Mehlmischung setzen.

Kartoffelmehl

Kartoffelmehl ist eigentlich Kartoffelstärke und wird nicht klassisch durch einen Mahlvorgang gewonnen, sondern aus geschälten Kartoffeln hergestellt. Es sorgt für eine schöne Textur und saftige Backwaren. Man kann es sehr gut als Verdickungsmittel von Soßen und Suppen verwenden.

Kokosmehl

Exotisch-nussig und leicht süß: Kokosmehl bringt eine spannende Note ins Gebäck. Oft kann man sogar an anderen Süßungsmitteln im Rezept ein wenig sparen. Außerdem punktet es mit seinem Protein- und Ballaststoffgehalt. Von 500 Gramm Weizenmehl lassen sich etwa 125 Gramm problemlos durch Kokosmehl ersetzen. Wer einen Schritt weiter gehen und ohne Weizenmehl backen möchte, braucht ein wenig Übung: Kokosmehl nimmt nämlich sehr viel Flüssigkeit auf. Außerdem muss man im Blick haben, dass Kokosmehl von Natur aus glutenfrei ist und daher dem Teig keine Bindekraft geben kann. Für ein leckeres Backergebnis kombiniert man verschiedene Mehle mit Kokosmehl, beispielsweise Mandelmehl, und ergänzt für die Bindekraft ein paar Gramm Leinsamen- oder Johannisbrotkernmehl.

Leinsamenmehl

Während Weizenmehl mit 70 bis 80 Gramm Kohlenhydraten auf 100 Gramm um die Ecke kommt, enthält Leinsamenmehl nur etwa zwei Gramm auf die gleiche Menge. Das ist schon einmal ein großer Pluspunkt. Hinzu kommen sein leicht nussiger Geschmack und seine guten Binde- und Quelleigenschaften – ganz ohne Gluten. Ein Esslöffel Leinsamenmehl verrührt mit etwa drei Esslöffeln Wasser kann sogar ein Ei im Teig ersetzen. Wer mit anderen glutenfreien Mehlen wie Kokosmehl backt, kann deren fehlende Bindefähigkeit durch etwa zehn Gramm Leinsamenmehl ausgleichen. Zwar lässt sich Weizenmehl nicht komplett durch Leinsamenmehl beim Backen ersetzen, aber bei 500 Gramm Weizenmehl können es immerhin 100 Gramm sein, ohne dass man dabei etwas Besonderes beachten müsste.

Mandelmehl

Nicht nur für eine glutenfreie, sondern auch für Low-Carb-Ernährungspläne bietet sich das Nussmehl an, da es relativ kohlenhydratarm und eine gute Quelle für pflanzliches Eiweiß ist. Es schmeckt dezent süßlich nach Mandeln und eignet sich daher gut für süße Kuchen. Wenn man bei einem Rezept Weizen- durch Mandelmehl ersetzen möchte, muss man folgendes beachten: 50 Gramm Mandelmehl sind für 100 Gramm Weizenmehl ausreichend.

Maismehl

Nicht nur in der mexikanischen Küche wird Maismehl beispielsweise für die Zubereitung von Tortillas gern genommen. Maisstärke ist geschmacklich mild-süßlich und somit vielseitig einsetzbar. Dank seines hohen Stärkegehalts sorgt es für eine schöne Teigstruktur und kann auch als Verdickungsmittel für Cremes eingesetzt werden.

Reismehl

Da Reismehl einen sehr milden Eigengeschmack hat, können damit problemlos sowohl süße Muffins als auch herzhafte Brote gebacken werden. Im kalten Zustand nimmt Reismehl allerdings fast keine Flüssigkeit auf und der Teig wird vor dem Backen sehr flüssig sein. Beim Backen nimmt der Reis die Flüssigkeit dann auf und das Gebäck erhält eine feste Konsistenz. Reismehl eignet sich außerdem gut zum Andicken von Suppen, Soßen oder Cremes.

Roggenmehl

Roggen ist eine gute Wahl für intensiv-herzhafte Brotsorten und punktet gegenüber Weizen und Dinkel mit mehr Ballaststoffen und einem höheren Mineralstoffgehalt. Da es ein stärkeabbauendes Enzym enthält, das der Verkleisterung beim Backen entgegenwirkt, muss es versäuert werden. Das geht beispielsweise mit Buttermilch oder Zitronensaft.

Sojamehl

Mit seinem fein-nussigen Eigengeschmack eignet es sich für Kuchen, Pfannkuchen oder Brote. Wer sich vegan ernähren möchte, kann Sojamehl auch gut als Ersatz für Eier einsetzen. Ein Ei wird dabei mit zwei Esslöffeln Wasser und einem Esslöffel Sojamehl ersetzt. Da es einen hohen Fettgehalt hat, sollte man es schnell aufbrauchen, damit es nicht ranzig wird oder zur entfetteten Variante greifen.


Haltbarkeit & Lagerung

Haltbarkeit und Lagerung von Mehl

Sie können Mehl üblicherweise in einer 500-Gramm-Packung kaufen. Meistens benötigen Sie aber nicht die gesamte Menge für ein Rezept. Wir zeigen Ihnen deshalb, wie lange Mehl haltbar ist und wie Sie es am besten lagern.

Haltbarkeit

Allgemein gilt: Je trockner ein Produkt ist, desto länger ist es haltbar. Das gilt auch für Mehl – es kommt aber auf die Type an. Denn Vollkornmehl enthält mehr Fett, das ranzig werden kann. Als Faustregel gilt daher: Mehle mit niedriger Type sind länger haltbar als die mit hoher Type. Dunkle Mehle halten circa zwei Monate, weiße Mehle sogar bis zu einem Jahr. Generell sollten Sie immer auf das Mindesthaltbarkeitsdatum achten. Wird Mehl lange gelagert, kann die Qualität nachlassen. Das beeinflusst dann auch Ihr Backergebnis. Außerdem ist das Mehl nicht vor Ungeziefer geschützt. Ob es noch gut ist, finden Sie schnell heraus: Sieben Sie es einfach! Das Mehl sollte keine Körner oder Klümpchen enthalten. Auch der Geschmack sollte trotz der Lagerung neutral sein.

Lagerung

Lagern Sie Mehl an einem trockenen, dunklen Ort in einem luftdichten Behältnis. Denn bei grellem Licht werden die Vitamine des Mehls schneller abgebaut. Darunter kann unter anderem seine Farbe leiden. Da Mehl Temperaturen zwischen 16 und 20 Grad am besten gefallen, lohnt sich die Aufbewahrung im Kühlschrank nicht. Auch seine Nachbarn sollten Sie sorgfältig auswählen. Bei Lebensmitteln mit starkem Eigengeschmack oder -geruch kann das neutrale Mehl den Geschmack annehmen. Wie bei den meisten Lebensmitteln gilt auch hier: Kaufen Sie in kleinen Mengen und brauchen Sie das Mehl zügig auf.


Verwendung

Verwendung von Mehl beim Kochen und Backen

Mehl ist mehr als nur eine Backzutat. Hätten Sie vermutet, dass es Soßen sämig werden lässt? Was Mehl alles kann, erfahren Sie hier.

Kochen mit Mehl

Da Mehl gut bindet, macht es Suppen und Soßen herrlich sämig. Dafür eignet sich Weizenmehl Type 405 besonders gut.

So machen Sie eine Mehlschwitze selbst:

Für die Mehlschwitze benötigen Sie 30 Gramm Butter oder Margarine, 30 Gramm Mehl und 500 Milliliter Wasser. Und so gehts:

  1. Schmelzen Sie die Butter in einem Topf bei niedriger bis mittlerer Hitze.
  2. Geben Sie das Mehl unter ständigem Rühren hinzu. Achten Sie darauf, dass keine Klümpchen entstehen.
  3. Rösten Sie das Butter-Mehl-Gemisch je nach gewünschter Farbe.
  4. Nehmen Sie den Topf vom Herd und rühren Sie das Wasser ein.
  5. Geben Sie das Wasser nach und nach dazu, damit die Soße nicht zu flüssig wird.
  6. Rühren Sie so lange, bis sich Mehlschwitze und Wasser verbunden haben.
  7. Lassen Sie die Soße noch einige Minuten köcheln, damit sie ihren Mehlgeschmack verliert.
  8. Verarbeiten Sie die Soße dann laut Rezept oder schmecken Sie sie mit Gewürzen und frischen Kräutern ab.
  9. Lassen Sie es sich schmecken!

Backen mit Mehl

Mehl bildet die Grundzutat der meisten Backrezepte, egal ob süß oder salzig. Je nach Gebäck bieten sich aber verschiedene Mehlsorten und Typen an. Weizenmehl ist zum Backen am besten geeignet und wird deshalb am häufigsten verwendet. Dinkelmehl hat ähnliche Eigenschaften, ist aber etwas nussiger und kräftiger im Aroma. Wenn Sie die gräuliche Farbe nicht stört, können Sie Weizenmehl oft einfach durch Dinkelmehl ersetzen. Roggenmehl eignet sich mit seinem kräftigen Geschmack am besten für Brote. Wer zum gesünderen Vollkornmehl greifen möchte, hält am besten etwas Wasser bereit. Denn der Teig benötigt dann mehr Flüssigkeit und wird herzhafter. Spezialmehle, wie Strudel- oder Spätzlemehl, sind genau auf ihre Rezepte ausgelegt. So ist Strudelmehl beispielsweise feiner und der Teig elastischer als bei herkömmlichen Mehlen. Was Sie beim Teig kneten beachten sollten, lesen Sie hier.


Glutenfreies Mehl

Diese Mehlsorten eignen sich bei Glutenunverträglichkeit

Eine Glutenunverträglichkeit ist heute leider keine Seltenheit mehr. Egal ob Sie an einer Zöliakie leiden oder sich bewusst für eine glutenfreie Ernährung entscheiden – es gibt viele Alternativen zu Weizen, Dinkel und Co. Das enthaltene Gluten ist eine Mischung aus verschiedenen Eiweißen. Sie sorgen dafür, dass der Teig klebrig und elastisch ist. So wird das Gebäck luftig und bleibt länger frisch. Roggen und Gerste enthalten weniger Gluten als Weizen oder Dinkel. Bei Hafer sollten Sie vorsichtig sein: Er ist nicht immer glutenfrei, es kommt auf die Herstellung an. Je nach Produktionsart und -ort können Spuren anderer glutenhaltiger Mehle ins Hafermehl gelangen. Wenn Sie daher vollständig auf Gluten verzichten möchten, greifen Sie am besten zu einem Mehl, das mit einer durchgestrichenen Ähre gekennzeichnet ist – dem Zeichen für glutenfreie Produkte.

Glutenfreie Mehlsorten

Es gibt viele glutenfreie Alternativen, die Sie zum Backen oder Kochen verwenden können. Eine Übersicht bietet unsere Mehl-Liste:

Mehl aus glutenfreien Getreiden

  • Hafermehl (mit Zertifizierung)
  • Maismehl
  • Teffmehl
  • braunes Reismehl, Vollkornreismehl
  • weißes Reismehl
  • Klebreismehl, süßes Reismehl
  • Süßkartoffelmehl

Mehl aus glutenfreien Pseudogetreiden

  • Buchweizenmehl
  • Quinoamehl
  • Amaranthmehl

Nussmehle

  • Kokosmehl
  • Mandelmehl
  • Kastanienmehl
  • Haselnussmehl
  • Walnussmehl
  • Pekannussmehl
  • Cashewnussmehl
  • Pistazienmehl
  • Macadamianussmehl

Bohnenmehle

  • Kichererbsenmehl
  • Sojamehl
  • Bohnenmehl (Mischung aus verschiedenen Bohnenmehlen)

Glutenfreie Stärkemehle

  • Kartoffelmehl
  • Maisstärke
  • Pfeilwurzelmehl
  • Tapiokamehl

Glutenfreies Brot backen

Manchmal ist es nicht leicht, leckere glutenfreie Produkte zu finden. Probieren Sie deshalb unser Brotrezept. Das ist nicht nur glutenfrei, sondern auch vegan.

Dafür benötigen Sie:

  • 100 g Buchweizenmehl
  • 100 g weißes Reismehl
  • 100 g Kichererbsenmehl
  • 40 g Tapiokamehl
  • 1 TL Backpulver
  • ½ TL Natron
  • ¾-1 TL Meersalz
  • 50 g Kürbiskerne (optional)
  • 450 ml Wasser
  • 30g gemahlene Flohsamenschalen

Zubereitung:

  1. Bereiten Sie zunächst das Flohsamengel zu, indem Sie 450 Milliliter Wasser und 30 Gramm gemahlene Flohsamenschalen verrühren. Stellen Sie die Mischung für 20 bis 30 Minuten beiseite, um die Flohsamenschalen quellen zu lassen.
  2. Wiegen Sie die trockenen Zutaten ab und geben Sie sie in eine Schüssel. Heizen Sie den Backofen auf 180 Grad vor und legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus.
  3. Geben Sie die Flohsamenschalen zu der Mehlmischung hinzu und vermengen Sie den Teig. Verwenden Sie dazu ihre Küchenmaschine mit Knethaken oder Ihre Hände.
  4. Falls Sie den Teig als zu feucht empfinden, bestreuen Sie ihn mit etwas Tapiokastärke. Fühlt er sich zu trocken an, geben Sie etwas Wasser hinzu.
  5. Formen Sie einen runden Laib und backen Sie das Brot für ca. 55 bis 60 Minuten im Ofen.
  6. Lassen Sie das Brot vollständig abkühlen.
  7. Probieren Sie das Brot mit etwas Butter oder Margarine, oder schauen Sie in unserer Rezeptwelt nach Ideen für leckere Sandwiches!

FAQ

Häufige Fragen über Mehl

Die Type eines Mehls gibt seinen Mineralstoffgehalt an. Was heißt aber „doppelgriffig“? Müssen Sie Mehl wirklich sieben, um einen besonders luftigen Teig zu erhalten? Wir räumen mit Mythen auf und erklären, was hinter den Bezeichnungen steckt.

Was bedeutet „griffiges“ Mehl?

Griffiges Mehl macht seinem Namen alle Ehre. Denn wenn Sie in das Mehl hineinfassen, spüren Sie kleine Partikel. Das kommt vom Feinheitsgrad des Mehls. Durch die grobe Vermahlung nimmt es Flüssigkeit langsamer auf und bindet gut. Es eignet sich daher für quellende, elastische Teige.

Was ist Instant-Mehl?

Instant-Mehl und doppelgriffiges Mehl sind zwei Bezeichnungen für ein und dasselbe: gemahlenes Mehl, bei dem die Mehlpartikel noch gröber sind als bei griffigem Mehl. Sie müssen es nicht sieben, da es nicht klumpt, immer staubt und rieselfähig ist. Seine langsame Flüssigkeitsaufnahme eignet sich gut für Nudelteig, als Panade oder zum Binden von Saucen und Suppen.

Wieso muss man Mehl sieben?

Früher kauften Menschen meist mehrere Säcke Mehl, um sie einzulagern. So konnten sich unbeliebte Gäste in das Mehl schleichen. Da die Qualität damals noch nicht so gut war wie heute, siebten sie das Mehl um Ungeziefer, Dreck oder zu große Stückchen herauszufiltern. Das ist heute nicht mehr notwendig, denn das Mehl durchläuft während der Produktion mehrere Qualitätskontrollen. Gesiebtes Mehl beeinflusst auch die Wirkung auf das Backergebnis nicht. Sie können Mehl also direkt in den Teig geben, ganz ohne zu sieben.


Rezepte

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