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Beeren: kleine Köstlichkeiten

Beeren zählen zu den beliebtesten Früchten und haben besonders im Sommer Hochkonjunktur. Sie punkten insbesondere mit ihrem ausgesprochen aromatischen Geschmack. Beeren werden als sehr gesund eingestuft, da sie eine Vielzahl an wichtigen Nährstoffen wie Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe, Mineralien und Ballaststoffe enthalten. 

Wissenswertes

Diese besonderen Eigenschaften haben Beeren 

Unter dem Begriff Beeren werden unterschiedliche Obstarten zusammengefasst. Zu den Gemeinsamkeiten der Beeren gehören Eigenschaften wie eine kleine, rundliche Form sowie eine weiche Konsistenz. Zu unterscheiden ist zwischen Beeren und Beerenobst. Aus botanischer Sicht handelt es sich beispielsweise bei der Tomate um eine Beere. Wegen ihrer Einjährigkeit gilt sie jedoch als Gemüse. Beim Beerenobst müssen wegen des Zusatzes „Obst“ hingegen auch Mehrjährigkeit und Essbarkeit gegeben sein.


Herkunft

Wo kommen Beeren ursprünglich her?

Frische Beeren in der Detailansicht

Der große Star unter den Beeren ist zweifellos die Erdbeere (Fragaria), zu der circa 20 Arten gehören. Die Erdbeeren gedeihen in den gemäßigten Klimazonen der Nordhalbkugel. Bereits in der Steinzeit ernährten sich die Menschen von Erdbeeren. Im Mittelalter erfolgte der Anbau der europäischen Wald-Erdbeere. Mit der Chile-Erdbeere und der Scharlach-Erdbeere fanden im 17. und 18. Jahrhundert auch amerikanische Erdbeerarten den Weg nach Europa. Durch ihre Kreuzung im Jahr 1750 entstand die Gartenerdbeere. Die meisten Erdbeersorten, die heute gebräuchlich sind, stammen von der Gartenerdbeere ab.

Kulturheidelbeeren entstammen der amerikanischen und nicht der europäischen Heidelbeere. Sie rufen keine Blaufärbung der Zunge hervor, weil sie über helles Fruchtfleisch verfügen. Eine weitere beliebte Beerensorte ist die Himbeere (Rubus idaeus), die zu den Rosengewächsen gehört. Sie ist in Europa und im westlichen Sibirien verbreitet. In früheren Zeiten fand sie als Heilpflanze Verwendung und wurde in zahlreichen Klostergärten angebaut. Die Garten-Johannisbeeren haben ihren Ursprung in Nordasien und Europa. Die Stachelbeere gehört zur Gattung Ribes und ist in Europa, Asien und Nordafrika verbreitet. Als Beerenobst wird sie seit dem 16. Jahrhundert angebaut.


Saison

Wann haben Beeren Saison?

Brombeeren werden im Spätsommer werden von den Blättern abgestreift. Die Ernte der Heidelbeeren erfolgt in den Monaten Juli bis September. Die reifen Früchte der Himbeere von Ende Juni bis Mitte September eingesammelt, wohingegen Johannisbeeren nur von Ende Juni bis Ende Juli geerntet werden. Die süßsauren Stachelbeeren erreichen ihre Reife im Juli und August.


Verwendung und Lagerung

Wozu können Beeren verwendet werden und wie werden sie gelagert?

  • Brombeeren sind möglichst frisch zu verzehren, weil sie schnell matschig werden. Im Kühlschrank lassen sich die Beeren bis zu drei Tage lang lagern. Besonders gut eignen sich Brombeeren für Desserts und Süßspeisen. Außerdem finden sie Verwendung in Roter Grütze, Gelees, Konfitüren, Kuchen, Torten, Sorbets, Eis, Weinen und Likören.

  • Erdbeeren halten sich nur wenige Tage. Besonders beliebt sind Erdbeeren roh, mit Schlagsahne oder als Zutat im Obstsalat oder in Erdbeertorte. Auch Erdbeereis und Erdbeerkonfitüren sind häufig verkaufte Produkte. Ferner findet die Beere in Getränken wie Rumtopf oder Bowle Verwendung. Weiterhin gibt es Erdbeeren auch in Tiefkühlwaren und Konserven.

  • Heidelbeeren können im Kühlschrank bis zu zehn Tage aufbewahrt werden. Besonders gut schmecken sie, wenn sie einige Zeit vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank geholt werden. Sie lassen sich auch mit etwas Schlagsahne verfeinern. Beliebt sind zudem Eierpfannkuchen oder Pancakes mit Heidelbeeren.

  • Wenn Himbeeren vor Feuchtigkeit geschützt werden, können sie drei Tage im Kühlschrank gelagert werden. Weiterhin lassen sie sich einfrieren. Es empfiehlt sich, die Himbeeren vor dem Verzehr ins Wasser zu tauchen und trocknen zu lassen. Am besten schmecken Himbeeren roh. Sie lassen sich aber auch als Zutat für Torten sowie als Gelee, Kompott oder Konfitüre verzehren.

  • Johannisbeeren sind entweder rot oder schwarz. Die kleinen Früchte weisen einen säuerlichen Geschmack auf und besitzen den höchsten Säuregehalt aller Beeren. Die schwarzen Johannisbeeren werden für ihr herbes Aroma geschätzt. Während die roten Johannisbeeren roh verspeist werden, verzehrt man die schwarzen Johannisbeeren meist als rote Grütze, Kompott, Konfitüre oder Saft. Sie lassen sich einige Tage im Kühlschrank lagern, können aber auch mehrere Monate eingefroren werden. 

Inhaltsstoffe

Das steckt in Beeren

Frische Beeren in der Detailansicht

Die kleinen und süß schmeckenden Beeren enthalten lebenswichtige Vitamine, insbesondere Vitamin C. Frische Beeren enthalten die meisten Nährstoffe. Denn wie viele andere Lebensmittel auch, verlieren Beeren durch Erhitzen, Braten oder Einmachen einen Großteil ihrer Nährstoffe. Deshalb sollten Beeren so oft wie möglich direkt nach dem Kauf gegessen werden. Die Haltbarkeit ist meist ohnehin auf wenige Tage begrenzt – allerdings können Beeren, wie auch andere Obstsorten, eingefroren werden, ohne allzu viel Vitamine zu verlieren.




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